Leserartikel AMD Ryzen - RAM OC Community

cm87

Commodore
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Apr. 2018
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(Bild: by @RYZ3N)




Hier ein paar schöne Ergebnisse aus der Community:
@Reous
757695

MB: Asus Rog Strix B450-I Gaming
RAM:
Patriot Viper 3733CL17
CPU: AMD Ryzen 7 2700X

@stinger2k
747278
MB: Asus X470 C7H
RAM:
G.Skill Trident Z 3733CL17
CPU: AMD Ryzen 7 2700X

@Stuxi
745850

MB: Asus X470 C7H
RAM: G.Skill Trident Z RGB 3200CL14
CPU: AMD Ryzen 7 2700x

@nospherato
754305

MB: Asus X370 C6H
RAM: 2x8GB G.Skill Trident Z 3600CL16 + 2x8GB G.Skill Trident Z 4133CL17
CPU: AMD Ryzen 2700x

@Shaav RAM OC Liste




RAM OC ist nun auch auf Discord zu finden:

https://discord.gg/wnfuUEV

Der Kanal sollte als Erweiterung dienen und stellt keine Eigenwerbung oder dergleichen dar.
Hier kann man sich neben CB und HWLuxx einfach ganz gemütlich mit Gleichgesinnten treffen und sich über RAM OC austauschen.


Da die meisten freiwilligen Helfer hier auch ein Privat- bzw. Arbeitsleben haben, habt bitte Geduld mit den "alten" Pferden, wir können nicht immer und überall vertreten sein - Helfen aber immer gerne, sobald wir dafür ein Zeitfenster finden.

0.) Einleitung
1.) Auswirkung RAM OC auf AC:Origins im Echtbetrieb inkl. OBS
2.) Auswirkung RAM OC auf AC:Origins in einer sterilen Windowsumgebung
3.) Auswirkung der Performance mit nur einem 8GB RAM Riegel - sterile Windowsumgebung ohne RAM OC
4.) Welcher RAM eignet sich für RAM OC?
5.) Welche Mainboards eignen sich für das Vorhaben?

6.) Anleitung für RAM OC (Update 03.02.2019)

7.) Weitere Benchmarks (Update 29.01.2019)
8.) Fazit - Kosten/Nutzenfaktor
9.) Baals Hauptthread: Diskussion zu Spieletest
10.) RYZ3Ns [Leserartikel] AMD Ryzen - Systemoptimierung durch RAM-OC (und weitere Maßnahmen.) (Update 19.11.2018)
11.) Reous [Sammelthread] AMD Ryzen CPUs/Boards - Limitierungen beim RAM OC (Update 04.12.2018)

Infos zu RAM OC bei @RYZ3N, @Ned Flanders, @Reous @Flynn82, @nospherato , @Baal Netbeck, @Nero1, @ZeroCoolRiddler, @Stuxi, @Dragonheart69, @stinger2k, @drnkn und meine Wenigkeit. Vielen Dank nochmals an die oben genannten Jungs für die Unterstützung hier im Thread!






Einleitung




Ich möchte euch hier einen Einblick bez. verschiedenen RAM Settings auf einem Ryzen Zen+ System geben.
Wie viel Performancesteigerung hole ich mit guten bzw. übertakteten RAM raus?

Wie kam ich zu diesem Artikel?
Ein guter Bekannter hat sich vor kurzem den Ryzen 2700x (vorher 1500x) für sein B350 Board geholt - Hauptziel der Person ist es, auf Twitch zu streamen. Sein restliches System besteht aus einer GTX 1060 und 4x4GB 2400 MHz@CL16 RAM, leider hat er an dieser Stelle nicht auf meinen Rat gehört und keinen RAM mit mind. 2x8GB 3200MHz geholt.

Natürlich kam jetzt das böse Erwachen und er war mit der Leistung seines Systems nicht ganz zufrieden.

Und hier kommt das Beispiel mit AC:Origins ins Spiel - ich wollte meinem Bekannten anhand eines Beispiels zeigen, wie viel Leistung er aufgrund seines lahmen RAMs verschenkt und diese Ergebnisse möchte ich auch hier gerne mit euch teilen.

Nach Veröffentlichung des ersten Tests, war das Interesse seitens der Community doch relativ groß, daher wurde der Artikel anschließend um einige Bereiche erweitert.

Wünsche euch viel Spaß beim Lesen.


Zum Anfang






Auswirkung RAM OC auf AC:Origins im Echtbetrieb inkl. OBS




OS: Windows 10 Pro 64bit
CPU: Ryzen 7 2700x mit all Core 4,0 GHz und 1,275V
RAM: 2x8GB Kingston HyperX Predator 4000 CL19-21-21 (HX440C19PB3K2/16)
Grafikkarte: MSI GTX 1070 Ti Gaming 8G @ 0,95V

Es wurde in Windows kein "steriles“ Setup erzeugt.
Hintergrundprogramme: Steam/OBS/Discord/Browser/MSI Afterburner/HWInfo64/Aida64/Sennheiser

Testszenario 1 ohne OBS:
Einstellungen:
AC:Origins lief auf FullHD - Schatten Mittel - AA auf Niedrig - Charakter auf Sehr Hoch - Rest auf Hoch - Volumentrische Wolken & Schärfentiefe aktiviert; 144Hz;

RAM Einstellungen:

2400 MHz 16-16-16-16-36
3200 MHz 16-18-18-18-36
3466 MHz 14-14-15-14-34 OC

Die Tests liefen jeweils 2x durch den Benchmarktest von AC:Origins - Das erste Mal ohne OBS, und das zweite Mal mit den Einstellungen des Bekannten inkl. OBS (x264 mit 1080p und 60 FPS; Presets auf fast; Keyframe auf Auto; Bitrate 6k)
Ausgangspunkt immer von niedrigster Taktrate

TaktratenFrame-ErgebnisFPSCPU(ms)GPU(ms)
2400 MHz 16-16-16-16-369.78785912
3200 MHz 16-18-18-18-3610.300 (+5,24%)88 (+3,53%)812
3466 MHz 14-14-15-14-34 OC11.674 (+19,28%)100 (+17,65%)710
[Vorsprung von 3466 MHz auf 3200 MHz in Frame-Ergebnis +13,34% sowie FPS +13,64%]

Testszenario 2 mit OBS:
TaktratenFrame-ErgebnisFPSCPU(ms)GPU(ms)
2400 MHz 16-16-16-16-367.367651416
3200 MHz 16-18-18-18-368.366 (+13,56%)68 (+4,62%)1315
3466 MHz 14-14-15-14-34 OC9.367 (+27,15%)78 (+20,00%)1113
[Vorsprung von 3466 MHz auf 3200 MHz in Frame-Ergebnis +11,97% sowie FPS +14,71%]

Vor allem unter Last kann man von RAM OC profitieren und holt hier beachtliche Werte heraus.


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Auswirkung RAM OC auf AC:Origins in einer sterilen Windowsumgebung




Für diesen Test wurde künstlich ein steriles Setting erschaffen, um die Auswirkungen von RAM OC auf einer sterilen Windowsumgebung zu beobachten. Für das Setting wurden in Windows jegliche Hintergrundprogramme geschlossen (auch Netzwerkzugang).

Grafikeinstellungen AC:Origins: FullHD; VSync off; AA auf Niedrig; 144Hz; Rest alles auf Hoch;
Grafikkarte wurde auf Werkseinstellungen zurückgesetzt (kein OC/UV)


Hier nun die Ergebnisse - 3x Benchmarks in AC:Origins und davon den Durchschnitt angenommen (Rundung auf ganze Zahlen).
Ausgangspunkt wieder die niedrigste Taktrate:

TaktratenFrame-ErgebnisFPSCPU(ms)GPU(ms)
2933 MHz 16-18-18-18-3610.80893911
3200 MHz 16-18-18-18-3611.083 (+2,54%)94 (+1,07%)811
3200 MHz 14-14-14-14-3411.170 (+3,35%)96 (+3,26%)811
3200 MHz 14-14-14-14-32 OC*11.420 (+5,66%)98 (+5,38%)710
3466 MHz 14-14-15-14-34 OC11.992 (+10,95%)102 (+9,68%)710

In meiner künstlich geschaffenen Testumgebung sieht man sehr schön, dass auch schwächere Taktraten/Timings hier doch sehr solide durchschnittliche FPS liefern können, wenn so gut wie alle Ressourcenfresser im Hintergrund eliminiert werden. Höhere Taktraten inkl. OC profitieren da nicht mehr so stark, da hier bereits ein GPU Limit auftritt. (@matraj63 brachte mich auf die Idee, diese künstliche Konstellation zu schaffen)

Zusätzlich findet Ihr hier noch meine Aida64 Werte zu den oben genannten Taktraten:
(3x Benchmarktests und davon den Durchschnitt angenommen - gerundet auf ganze Zahlen - außer Latenz) Ausgangspunkt niedrigste Taktrate (Durchsatz in MB/s):

TaktratenLesedurchsatzSchreibdurchsatzKopierdurchsatzVerzögerung
2933 MHz 16-18-18-18-3644.23243.18839.86173,0ns
3200 MHz 16-18-18-18-3648.543 (+9,75%)47.122 (+9,11%)43.494 (+9,11%)67,7ns (-7,26%)
3200 MHz 14-14-14-14-3448.981 (+9,75%)47.651 (+10,33%)44.407 (+11,40%)66,3ns (-9,18%)
3200 MHz 14-14-14-14-32 OC*50.121(+13,31%)48.325 (+11,89%)45.955 (+15,29%)65,2ns (-10,68%)
3466 MHz 14-14-15-14-34 OC54.066 (+22,23%)52.414 (+21,36%)49.920 (+25,36%)61,9ns (-15,21%)
3466 MHz 14-14-15-14-28 OC54.836 (+23,97%)53.353 (+23,53%)50.973 (+27,88%)61,4ns (-15,89%)
*[3200MHz@CL14 OC hier wurde nicht zur Gänze das Optimum aus den Subtimings geholt]


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Auswirkung der Performance mit nur einem 8GB RAM Riegel




Hier seht ihr die Auswirkung der Performance mit nur einem 8GB RAM Riegel - sterile Windowsumgebung wird beibehalten.

TaktratenFrame-ErgebnisFPSCPU(ms)GPU(ms)
2400 MHz 16-16-16-16-367.911671415
2933 MHz 16-18-18-18-368.993731315
3200 MHz 16-18-18-18-369.232761214
3200 MHz 14-14-14-14-349.496761214

Mit nur einem RAM Riegel läuft man schneller in das CPU Limit und muss teilweise mit starken Framedrops rechnen. Es ist auf keinen Fall zu empfehlen, nur 1x8GB in sein System zu verbauen.

Da es hier im Forum teilweise aufgrund des Budgets nicht anders geht, sollte so schnell als möglich ein zweiter Riegel nachgeordert werden.

Frame-Ergebnis liegt im Schnitt um 17% schlechter - FPS im Schnitt um 21%.
Wir sprechen hier von guten 20 FPS weniger!

Dies kann in manchen Games sogar um einiges schlimmer ausfallen.

Weitere Infos siehe Punkt 9!

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Welcher RAM eignet sich für RAM OC?



(Vielen Dank an @RYZ3N und @Ned Flanders)

2x8GB - SR Module:
G.Skill Sniper X 3600 CL19-20-20-40für ca. 145,-- (Hynix CJR)
HyperX Predator 4000 CL19-21-21-42für ca. 195,-- (Samsung B-Dies)
G.Skill Trident Z 3200 CL14-14-14-34für ca. 215,-- (Samsung B-Dies)
G.Skill Flare X 3200 CL14-14-14-34für ca. 200,-- (Samsung B-Dies)
TeamGroup Dark Pro 3200 CL14-14-14-31für ca. 180,-- (Samsung B-Dies)
G.Skill Trident Z 3600 CL15-15-15-35für ca. 230,-- (Samsung B-Dies)
HyperX Predator 4133 CL 19-23-23für ca. 215,-- (Samsung B-Dies)
G.Skill Trident Z 3600 CL16-16-16-36für ca. 210-- (Samsung B-Dies)
Patriot Viper 3733 CL17für ca. 140,-- (Hynix CJR)
G.Skill Trident Z 3600 CL 17-18-18-38für ca. 155,-- (Samsung B-Dies)

2x16GB - DR Module:
G.Skill Sniper X 3600 CL19-20-20-40für ca. 260,-- (Hynix CJR)
G.Skill Trident Z RGB 3200 CL14-14-14-34für ca. 390,-- (Samsung B-Dies)
G.Skill Trident Z 3733 CL17-19-19-39für ca. 430,-- (Samsung B-Dies)
G.Skill Ripjaws V 3200 CL14-14-14-34für ca. 360,-- (Samsung B-Dies)

Hier handelt es sich nur um einen kleinen Ausschnitt.

Mit diesem Programm könnt ihr leichter Samsung B-Die RAM Kits finden - Danke an @Masi5192 für den Link.
Samsung B-Die Finder [Update 29.10.2018 - Unbedingt noch mit HWluxx Liste abgleichen!]

Wenn man bereit ist, mehr Geld für RAM auszugeben, dann unbedingt auch RAM OC betreiben.

Mehr B-Dies findet ihr hier: Hardwareluxx ultimative Samsung B-Die Liste

Weitere Informationen findet ihr hier: Hardwareluxx RAM OC 2nd Gen.

Hier noch eine Liste von CB Usern und deren Erfolg in RAM OC: (Wieder ein Danke an @Ned Flanders)
RAM OC Liste von @Shaav


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Welche Mainboards eignen sich für das Vorhaben?




Zitat von @RYZ3N:
Als gute Ausgangsbasis für RAM-OC sehe ich die folgenden Boards.

ASUS Rog Strix B450-I Gaming ab 140,- Euro
MSI X470 Gaming Pro Carbon ab 175,- Euro
ASUS Prime X470-Pro ab 165,-- Euro
ASUS ROG Strix B450-F Gaming ab 135,- Euro
ASRock Fatal1ty X470 Gaming K4 ab 160,- Euro
ASRock X470 Taichi ab 220,- Euro
ASUS ROG Strix X470-F Gaming ab 200,- Euro
Asus Rog Crosshair VII Hero für ca. 270,- Euro
MSI X470 Gaming M7 für ca. 220,- Euro
[MSI B450 Gaming Pro Carbon AC ab 125,- Euro*]
[MSI B450 Tomahawk für ca. 100,- Euro*]


Das MSI B450 GPC & Tomahawk sind die sogenannten Budgetboards und unterstützen offiziell 3466 OC.
Wie gut diese Bretter wirklich abschneiden kann aufgrund der mangelnden Erfahrung noch nicht beantwortet werden.

Natürlich ist auch das ASUS ROG Crosshair VII Hero ein super Brett, ich finde es für die Mainstream Plattform aber schon sehr teuer.

EDIT 19.10.2018: Das Asus ROG Strix B450 F Gaming wurde aufgrund der bescheidenen VRM Kühlung aus der Liste gestrichen. Bei reinem Gaming bzw. moderatem OC ist das Board soweit OK, aber für den derzeitigen Preis, wird da zuwenig geliefert. Danke an @Deathangel008 für die Informationen.

Zitat von @Flynn82:
Finde ich eine gute Änderung, es gibt für den Preis das Tomahawk oder Gaming Pro Carbon (wenn lieferbar) - da liefert das Strix echt zu wenig.

Um weiter auf die (teuren) Boards einzugehen noch ein paar Anmerkungen von meiner Seite:

  • Wem das C7H zu teuer ist, der sollte als Alternative das X470 Strix-F absolut in Betracht ziehen. Das hat auch sehr gute VRMs und viele der Features des C7H im Bios. Natürlich ist es etwas limitiert, reicht aber auch. Meines konnte allerdings keine allzu niedrigen TRFC Werte stabil betreiben. Ich habe nie herausgefunden ob ich das irgendwie austricksen könnte. Laut Curious gibt es einfach Boards die nicht zu niedrig mögen.
  • Weil ich das C7H habe: Es ist zwar das teuerste Board, aber auch ungeschlagen was die Optionen im BIOS angeht und somit den Möglichkeiten überall dran zu drehen. Es gibt so viele Settings, dass man oft nicht mal weiß wofür die sind... Aber ganz banal: Zum Beispiel lässt sich die Boot-Spannung des RAMs getrennt einstellen. Man hat ebenso eine Fülle an Optionen für die Spannungsversorgungen oder kann tief in die AMD CBS settings einsteigen. Wer also auf seinem Board schon mal Settings aus dem Calculator erfolglos gesucht hat - hier findet ihr sie.
  • Und weil ich derzeit auch das Gaming M7 AC hier habe: Das dürfte auch eines der besten Boards für Speicher OC sein. Es hält zumindest mit dem C7H mit, Manche behaupten auch damit ginge mehr, was ich selbst jetzt noch nicht nachvollziehen konnte. Leider ist es halt ab Werk massiv in den Settings beschnitten und man müsste ein Mod Bios installieren wenn man mehr will. Hat aber auch den Vorteil für weniger versierte Nutzer dass man sich nicht so leicht in den Tiefen des Bios "verirrt"...
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Anleitung für RAM OC (UPDATE 11.01.2019)




*Teils nicht mehr aktuell - schaut euch die PDF Datei in Part III an!

VORAUSSETZUNG ihr habt Samsung B-Die oder Hynix CJR RAM KITs bei der Hand!

Hier findet ihr eine überarbeitete Anleitung zum Thema RAM OC - bedenkt weiterhin hin, RAM OC ist eine Wissenschaft für sich und meine Anleitung sollte euch hier ein paar, hoffentlich, hilfreiche Anhaltspunkte geben.

Ein großes Danke für die Unterstützung möchte ich hier an @RYZ3N, @nospherato, @Ned Flanders, @Flynn82, @Reous und @stinger2k aussprechen.

CPU: 2700x inkl. Precision Boost Overdrive - LLC Mode 3
Kühler: Scythe Mugen 5
RAM: Hyper X Predator 4000 MHz CL19 2x8GB SR
Mainboard: MSI X470 GPC mit AGESA 1.0.0.6

Welche Programme werden vorerst benötigt?
Thaiphoon Burner (noch Vers. 14xx, da Version 1500 "Show delays in nanoseconds" nicht korrekt ausliest)
Ryzen Timing Checker
Ryzen Dram Calculator

Nachdem die Programme vom Netz geladen wurden, öffnet mal Thaiphoon Burner als Administrator.
Vorgehenweise: "Read - Read SPD"

Was kann ich nun aus dieser Übersicht erkennen?
Die wichtigsten Punkte für den Anfang findet ihr in der rechten Spalte (DRAM COMPONENTS).
Unter Manufacturer seht ihr den Hersteller (in meinem Fall: Samsung)
Unter DIE DENSITY/COUNT seht ihr zb.: B-die, damit erkennt man, welcher IC verbaut ist. In meinem Fall Samsung B-die.

Danach klickt auf "Report" - "Show delays in nanoseconds" - "File - Export to - Complete HTML Report" und speichert es auf eurer Platte.
[Siehe Bilder]
717335717334717333

Jetzt braucht ihr den DRAM Calculator for Ryzen by 1usmus.

Klickt dort auf "Import XMP" und ladet den eben gespeicherten Report in den Calculator.
Stellt noch den "Processor" richtig ein, achtet darauf, ob auch "Memory Type" korrekt übernommen wurde, wenn nicht, habt ihr ja in Thaiphoon Burner euren IC bereits ausgelesen (Achtung, bei zb. Hynix CJR ICs sollte auch die "Profile Version" auf "V1" gestellt werden). Nun noch die "Frequency", in meinem Beispiel 3466 einstellen, anschließend klickt man auf "Calculate SAFE/FAST".

Was bedeutet SAFE bzw. FAST?
Hier unterscheiden sich hauptsächlich die sekundären und tertiären Timings (Subtimings) - Teilweise aber auch die Haupttimings. Bei FAST werden zusätzlich die Subtimings mehr angezogen und geschärft, damit wird auch die Latenz verringert und die Durchsätze erhöht (Schreib/Lese/Kopier).

Jetzt hab ich diesen Schritt mal erledigt, werde aber von den ganzen Zahlen erschlagen - wie gehe ich vor?
Nun, ich betone es hier nochmal, RAM OC bleibt eine Wissenschaft für sich und jeder RAM (auch selbes Kit), jede CPU bzw. jedes Mainboard unterscheiden sich im Zusammenspiel - meine Anleitung sollte euch Anhaltspunkte geben und euer Vorhaben ein klein wenig erleichtern.

Wir starten hier mit den "FAST" Settings - was soll man nun wie übernehmen?
Dank @Reous konnte ich meine Vorgehensweise verbessern, da er mir die verschiedenen limitierenden Faktoren aufzeigen konnte, welche ich vorher, auch mangels meiner Erfahrung, nicht richtig deuten konnte.

Das hier ist ein Beispiel zu meinen PC Setup - Ihr könnt auch gerne mit weniger Takt bzw. auch mit den SAFE Settings beginnen (Ist für den Anfang sogar empfehlenswerter).

Zusatz: Sollte es bei euch trotz der "Safe" Timings nicht funktionieren, die Kiste stabil zu bekommen, stellt vorerst nur die Haupttimings ein (vlt. mal mit 14-15-15-15-32 testen - sofern der Calculator auch 14-14-14-14-32 anzeigt) und lasst die Subtimings mal vom Board automatisch setzen. Wie gesagt, die Anleitung bezieht sich explizit auf mein RAM Kit/CPU/Board - es kann immer Abweichungen geben. Bevor wir sozusagen hier weiter gehen, testet vlt. nur mal mit den Hauptimings und gewünschtem Takt - sekundäre und tertiäre Timings erst später schärfen!


Welche Programme braucht man für dieses Vorhaben?
AIDA64 (auch die Free Version ist für das Vorhaben ausreichend)
Karhu RAM Test (Einmalige Kosten in der Höhe von ca. EUR 10,--, aber mit Abstand das beste Programm)
TestMem5 by 1usmus (@nospherato Danke für den Link)

Hier rufen wir nochmals den Screenshot vom Calculator auf und sehen uns die Werte mal genau an. Solltet ihr B-dies haben, sehe ich bei "SAFE/FAST" nicht das Problem an, dass ihr hier alle Timings ins BIOS übernimmt.

Nun sehen wir uns auch mal die rechte Spalte an und werden spätestens hier vom Calculator ein wenig abweichen. Der Calculator wirft prinzipiell gute Einstellungen aus, kleine Änderungen werden wir trotzdem übernehmen.

732853


Hier kann man es mit zwei Vorgehensweisen versuchen - entweder von unten nach oben tasten bzw. umgekehrt. In meinem Beispiel setzen wir die Werte unten an und testen durch.

Nun widmen wir uns der rechten Spalte im Calculator:
DRAM Voltage wird hier 1,40V - 1,43V angegeben - gut, dann fangen wir mal mit 1,40V an.
SoC Voltage wird mit 1,00V und 1,03125V angegeben - versucht hier mal 1,00V - oder auch drunter

PowerDownMode lt. Calculator auf Disabled- wir lassen es deaktiviert (gut für die Latenz)
GearDownMode stellen wir auf alle Fälle auf Enabled (trägt sehr gut zur Stabilität bei - man verliert aber bei der Latenz ein wenig)
BankGroupSwap wird deaktiviert und BGS alt wird aktiviert
Im Bezug auf Sinlge Rank Module - bei Dual Rank Module (2x16GB) empfiehlt es sich, BGS aktiviert zu lassen - Danke @nospherato für den Hinweis

Jetzt kommen wir zu zwei sehr wichtigen Blöcken - Termination & CAD Block

Wir versuchen mal folgende Werte ins BIOS einzuspielen:
ProcODT auf 43 Ohm
RttNom auf 34,3 Ohm
RttWr OFF
RttPark 48 Ohm
CAD alle mal auf 20 Ohm

RZQ/1 = 240 Ohm
RZQ/2 = 120 Ohm
RZQ/3 = 80 Ohm
RZQ/4 = 60 Ohm
RZQ/5 = 48 Ohm
RZQ/6 = 40 Ohm
RZQ/7 = 34 Ohm

Bevor man alle Werte ins BIOS einspielt und anschließend speichert, empfehle ich euch unbedingt eine Tabelle für eure Versuche zu führen - Hier habt ihr mal einen Anhaltspunkt. Danke an @stinger2k für die tolle Excel Tabelle - Auch perfekt dazu geeignet um seine CAD Werte ausloten zu können (Auslotung CAD Werte in Part II).

Das mach ich jetzt auch für euch und wir sehen uns gemeinsam das Verhalten zu meinem RAM/CPU/MB an. Werde euch hier die oben genannten Werte auch genauer erklären und zeigen, wo man ansetzen kann, um Fehler bei AIDA/Karhu/TM5 auszumerzen.

Los gehts!

Hier nochmal die eingestellten Werte in der Excel Tabelle:
732856


Nachdem wir die Werte ins BIOS übernommen haben, speichern wir noch die Werte in das OC Profil, übernehmen alles mit F10 und starten die Kiste mal neu.

Und siehe da, die Kiste startet ein paar mal neu und setzt den RAM auf das Standardprofil zurück - hier haben wir also das erste "Limit", welches wir umschiffen müssen.

Hier kann man an zwei Schrauben drehen, nämlich ProcODT und VSoC.
Alles andere lassen wir mal unberührt und setzen ProcODT eine Stufe höher auf 48 Ohm.
Hier kann es auch RAM Kits geben, welche von Haus aus eine höhere ProcODT Stufe bevorzugen - 60 bzw. 68 Ohm.


Sobald ihr am Desktop angekommen seid, überprüft mit Ryzen Timing Checker eure (Sub)Timings sowie Widertsände und gleicht diese mit der Excel Tabelle ab.

Jetzt werden sich wahrscheinlich ein paar Leute fragen, warum zum Teufel fangen wir so tief an und übernehmen nicht einfach die Werte vom Calculator mit 53 Ohm?

Ich möchte euch mit meinem Beispiel hier auch gleich die limitierenden Faktoren aufzeigen - @Reous hat dazu einen wundervollen Sammelthread auf Hardwareluxx erstellt und behandelt genau das Thema, somit könnt ihr in Zukunft auch leichter verstehen, was euch gerade im Weg steht und euer RAM OC Profil nicht stabil zu bekommen ist - Klar, ein wenig aufwendiger, aber wenn man sich schon mit RAM OC auseinandersetzt, machen die paar Minuten mehr Aufwand das Kraut auch nicht fett ;)

Zitat Reous:
"Die ProcODT hat einen erheblichen Einfluss auf die Stabilität und auf den möglichen stabilen Takt. Bei den getesteten AM4 Mainboards und Arbeitsspeicher konnte ich immer eine Gemeinsamkeit feststellen.
Wenn man einen gewissen ProcODT Wert überschreitet bzw. nicht mehr booten kann, wird der RAM instabil oder ist nur mit sehr viel Mühe stabil zu bekommen. Der RAM IC Hersteller spielt hierbei keine Rolle. Für mich stellt sich dies dar, wie eine weitere Art der IMC Limitierung.

Der ProcODT Wert selbst wird von zwei Faktoren bestimmt, dem RAM selbst und dem verwendeten Mainboard.



    • Mehrere RAM Kits gleicher Serie, können unterschiedliche ProcODT Werte bevorzugen.
    • Je qualitativ hochwertiger das Mainboard, desto ein geringerer ProcODT Wert ist einstellbar."
Wir haben nun ProcODT auf 48 Ohm geändert, schauen wir mal, ob die Kiste nun booten will - und siehe da, es funktioniert. Werden euch gleich mal Bluescreens präsentiert? Hier kann es helfen, die Spannung am RAM um 0,01V zu erhöhen.

Jetzt müssen wir natürlich noch die Stabilität testen, aber womit fängt man an?
Lotet als erstes mal die RAM Spannung mit AIDA64 aus - dazu stellt folgendes ein (auch mit Free Version möglich). Lasst dazu AIDA64 mal für ca. 30min laufen.

732858


732859


Sollte Aida schnell einen Fehler auswerfen, liegt es sehr wahrscheinlich an der zu geringen Spannung am RAM. Wir machen hier noch kurz einen Gegentest mit Karhu und TM5.

Der Gegentest mit Karhu/TM5 bestärkt meine Vorahnung, schnelle und mehrere Fehler bei Karhu können auf VDIMM/VSOC/ProcODT hinweisen.

732860


Viele Fehler sind eigentlich immer schön zu sehen, da man da leichter agieren kann, im Gegensatz zu einem späten Fehler bei Karhu (In Part II gibt es mehr dazu). Bei Karhu sollten ca. 2,0 - 2,5GB für euer System frei bleiben.

Wie sollte Karhu eingestellt werden:
734131

Achtet hier darauf, dass CPU Cache auf "Enabled" gestellt ist - zusätzlich aktiviert auch "Stress FPU"


732861
732862


Wir erhöhen die VDIMM mal um 0,01V auf 1,41V und testen wieder von vorne. Bei meinem Kit musste ich mit der VDimm auf 1,43V hochgehen - auch die VSoC wurde auf 1,00V erhöht.

Die kleine Erhöhung bei der VSoC kommt noch dem Speichercontroller (IMC) zu gute - eine zu geringe bzw. zu hohe VSoC wirft ebenfalls Fehler aus, daher fangen wir ja im unteren Bereich an, und tasten uns langsam nach oben. Lt. @Reous sollte eine VSoC von max. 1,10V ausreichend sein (Deutet bei dieser Taktrate aber auf ein IMC Limit hin).

So Aida64 läuft nun ohne Probleme - Nun wird noch mit TM5 und Karhu getestet.
Sollten hier Fehler auftauchen, gehen wir wie folgt vor: ProcODT, CAD dann Rtt Werte anpassen.

Los gehts mit den Stabilitätstests von Karhu und TM5.

Wir starten hier mal TM5.

TM5 hat den Test mal überstanden und gab keinen Fehler aus - TM5 ist für einen Schnelltest zwar gut, aber schlussendlich führt kein Weg an Karhu vorbei, die EUR 10,- sind für eine lebenslange Lizenz sehr gut investiert.
732857


Wir sehen uns an dieser Stelle auch nochmals die Tabelle von @stinger2k an und vergleichen die Startwerte und die neuen Basiswerte für die Tests - Aida64 und TM5 haben wir schon überstanden und liegen somit auf einen guten Weg, die Settings auch 100% stabil zu bekommen.

Wie lange sollte man mit Karhu testen?
Hier empfiehlt es sich, den ersten Lauf bis 10.000% zu machen - danach schaltet euren PC für ein paar Minuten aus, startet neu und lasst einen weiteren Lauf in Karhu bis mind. 5000% laufen.

732863


Das war es mal zu Part I - der zweite Teil folgt im Laufe der Woche (Sofern ich dazu komme ;)).

Stabilitätstest mit Karhu überstanden.
732880


Ich hoffe, ihr hattet Spaß beim Lesen.


Liebe Grüße
Manuel

Evtl. noch als Tipp: 1usmus meinte mal das "viele" Fehler bei Karhu und Co. auf die Widerstände hindeuten und vereinzelte auf fehlerhafte einzelne settings oder auf zu hohe Temperaturen (er meint ab 52Grad ist es grenzwertig).
Ich selbst habe es so nicht beobachten können, aber evtl. hilft es dem ein oder anderen dennoch. :)
Ja gefällt mir ganz gut das Update. Die Liste erinnert mich jetzt irgendwie an meine, nur in besser sortiert :)

Hinweise von mir:
  • Für den doppelten Karhu-Test sollte man noch dazwischen einen Reboot einlegen. Ich mache sogar einen cold reboot um sicher zu gehen. -> Herunterfahren, 5s warten, neu starten.
  • Die harte 52°C Grenze kann ich bisher auch nicht bestätigen und mein Speicher hat in etwa nach 20-25 Minuten seine volle Temperatur erreicht. Das wird aber ganz klar vom Case etc. abhängen. Mit ner vernünftigen Belüftung sollte man eh nicht viel höher kommen - ich liege momentan meistens so bei 50-51°C (Dark Base 700 oder Meshify C mit jeweils 2x 140 vorne und 1x140/120 hinten).

  • Ich finde man kann die Bedeutung der CAD Bus Widerstände (und auch RTT, Proc ODT) nicht stark genug betonen!
    Bisher konnte ich noch bei allen drei Speicherkits (B-Dies) jedes zickige Setting am Ende nur darüber stabil bekommen. Es gibt zwar die Standard Kombinationen wie 20-20-20-20 oder alle 24, aber manchmal klappt es auch nur mit anderen wie 24-24-30-30 oder komplett krummen Werten. Alles schon gehabt.
Hier noch eine Liste von CB Usern und deren Erfolg in RAM OC: (Wieder ein Danke an @Ned Flanders)
RAM OC Liste von @Shaav
[Tragt hier eure Erfolge ein]
*Teils nicht mehr aktuell - schaut euch die PDF Datei in Part III an!

Spät aber doch folgt hier der zweite Teil der RAM OC Anleitung und es folgt auch ein dritter Teil. Ich versuche hier noch einige Themen mit reinzupacken und schließe direkt an den ersten Teil an, bevor man hier weiterliest, sollte man zumindest den ersten Teil mal genau durchgelesen haben.

Wenn es bei euch mit dem ersten Teil nicht geklappt hat euer RAM Kit mit einem schönen Takt stabil zu bekommen, versucht ihr gerade einen sehr hohen Takt, verdammt scharfe Subtimings oder aber auch einfach nur mit dem Kopf durch die Wand zu gehen.

Ich werde euch hier ein Beispiel zu 3533CL14 mit Safe Subtimings geben - Damit möchte ich euch vermitteln, an welchen Schrauben man drehen könnte, um den gewünschten Takt/Timings stabil zu bekommen.
(Nicht vergessen, wir reden hier immer noch von Single Rank Modulen - 2x8GB B-Dies)

Die 3466CL14 konnten wir in Part I bereits stabil bekommen - AIDA/TM5 und Karhu waren uns da gut gesonnen. Nun versuchen wir 3533CL14 - Mein Mainboard unterstützt offiziell RAM OC bis 3466 MHz an. Treffen wir deshalb schon in ein Boardlimit?

Fangen wir also an - wir möchten 3533 CL14 sehen. Meine Empfehlung sieht jetzt mal so aus:

Wir nehmen hier mal ein paar Einstellungen vor - auch CPU - um gewisse limitierende Faktoren ausschließen zu können. Sellt eure CPU fürs erste mal auf einen fixen All Core Takt - z.B. 4,00 oder 4,10 GHz bei einem R7 2700x. Die Spannung auf der CPU darf ruhig ein wenig höher sein, bei 4,00 könnte man zum Beispiel ruhig 1,275V bzw. bei 4,10 1,35V raufgeben. Klar, die CPU würde auch mit weniger auskommen, wir wollen hier aber den Speichercontroller doch auch ein wenig unter Druck setzen.

Den RAM stellen wir auf den gewünschten Takt von 3533 und stellen nur mal rein die Haupttimings mit 14-15-15-15-30 ein. Für 3466CL14 brauchten wir bereits eine VDIMM von 1,43V, also dürften wir jetzt über 1,45V an Spannung für den Takt brauchen und daher setzen wir auf eine aktive Kühlung unseres RAM Kits.

VSoC stellen wir vorsichtshalber mal auf 1,05V, um einen weiteren limitierenden Faktor ausschließen bzw. eingrenzen zu können.

Kurzer Einblick zu Part I und 3466 - wir übernehmen hier die Widerstände aus dem ersten Teil:

741866


Jetzt ist Ausdauer und Geduld angesagt. Wir loten, wie im ersten Teil beschrieben, die Spannung am RAM aus. Ich würde euch empfehlen, auch immer gleich Karhu als Gegentest nach Aida64 zu starten.

VDIMM musste ich hier auf 1,47V setzen - VSoC läuft vorerst, dürfte aber mit 1,05V wahrscheinlich auch zu hoch eingestellt sein. VSoC alleine kann man perfekt mit Aida64 ausloten, wenn hier nur die Einstellung "Cache" aktiviert ist - Danke an @Shaav für diesen tollen Tipp!

Nun hatte ich hier das Problem, dass mit den Widerständen aus Part I einfach nichts anzufangen war. Karhu bzw. TM5 wollten hier nicht stabil werden.

Wie gehen wir nun vor?
Lotet auf alle Fälle mal ProcODT und Rtt Werte aus - diese sehe ich sogar wichtiger als die CAD Werte an - Wobei natürlich das Zusammenspiel dieser zwei Widerstandsfamilien passen muss.

Hier mal ein paar Ideen für euch:
741923

Die CAD Werte lässt mal alle auf 20 bzw. 24 stehen.

Erst nachdem ich RttNom deaktiviert hatte, merkte ich bei Karhu einen erheblichen Vorteil und konnte endlich weiter als nur bis max. 2.500% kommen. Den letztlichen Schub brachte 48/0/0/60 und CAD bei 20/20/20/20.

Karhu lief jetzt mal bis ca. 8.000% - Verdammt... So spät ein Fehler bereitet einen vorerst mal Kopfschmerzen... Muss eigentlich aber nicht - hier kann man an zwei Schrauben drehen - entweder man setzt ProcODT auf 53 Ohm und macht einen Gegentest oder spielt mit den CAD Werten.

Ich hab hier den Weg der CAD Werte genommen und die CAD mal alle auf 24 gestellt (Hier kann auch die Formation mit 30/30/40/60 oder 30/30/30/30 helfen). Das war dann auch der Durchbruch und die 3533CL14 waren mal stabil. Zusätzlich wurden noch die Safe Settings aus dem Calculator übernommen und die 10.000% in Karhu erreicht (Nicht auf den zweiten Run nach Reboot vergessen!).


741926



Ich hoffe ich konnte euch mit dem zweiten Teil ein wenig weiterhelfen - Fazit und wichtigste Faktoren werden nach Part III folgen.

Liebe Grüße
Manuel

Part III wurde neu als Zusammenfassung aus Part I und II (inkl. kleinen Änderungen/Erweiterungen) als PDF Datei erstellt. Viel Spaß beim Lesen.

Version 1.20
https://www.computerbase.de/forum/attachments/ram_oc_anleitung_vers_1_2-pdf.749494/

oder über Google Drive:
https://drive.google.com/open?id=1Q4cPTAekzQuMj_xF5tOpNKKsWtxxrURu

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Weitere Benchmarks
(Update 29.01.2019)




CPU: AMD Ryzen 5 2600
MB: Asus Rog Strix X370F
RAM: 2x8GB G.Skill Trident Z 3600CL17
Graka: Nvidia GTX 980Ti

Alle Benchmarks wurden in 1080p/FullHD durchgeführt.

747605


Vollständiger Benchmark
(Danke an @ZeroCoolRiddler und @RYZ3N für die Arbeit!)
Vielen Dank für deine Unterstützung!

CPU: AMD Ryzen 5 2600
MB: Asus Rog Strix X370F
RAM: 2x8GB G.Skill Trident Z 3600CL17
Graka: Nvidia GTX 980Ti

Timings bei 3533/3466 lauten:
14-14-15-14-28-42-4-6-24-4-12-12-2-2-256-14-12-8-3-1-7-7-1-5-5-1

Timings ab 3333 und niedriger:
14-14-14-14-28-42-4-6-24-4-12-12-2-2-256-14-8-7-3-1-7-7-1-5-5-1

Wie man hier entnehmen kann wurden auch die Haupt- und Subtimings in den unteren Regionen mit sagenhaften Werten ausgetattet. Trotzdem ist es im CPU Limit teils möglich, inkl. RAM und CPU OC - der 2600 wurde bei einem Test auf All Core 4,20 GHz übertaktet - sagenhafte 25% an Leistung rauszukitzeln.

Bedenkt, dass die meisten User die Subtimings in den unteren Regionen nicht dementsprechen anziehen! Ich denke, der Leistungsvorteil würde erheblich mehr ausmachen, sollte man "nur" das XMP Profil laden.


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Ein großer Dank gebührt an dieser Stelle @ZeroCoolRiddler, der uns hier gleich 10 verschiedene Benchmarks für Arma 3 mit verschiedenen RAM Settings liefert! Danke für deinen Einsatz.

CPU: AMD Ryzen R5 2600
MB: ROG STRIX X370-F GAMING
RAM: 2x8GB G.Skill Trident Z 3600 CL17 F4-3600C17-8GTZ
Grafikkarte: GTX 980 Ti

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737203
OS: Windows 10 Pro 64bit
CPU: Ryzen 7 2700x inkl. PBO
RAM: 2x8GB Kingston HyperX Predator 4000 CL19-21-21 (HX440C19PB3K2/16)
Grafikkarte: MSI GTX 1070 Ti Gaming 8G ohne UV/OC

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726534

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OS: Windows 10 Pro 64bit
CPU: Ryzen 7 2700x inkl. PBO
RAM: 2x8GB Kingston HyperX Predator 4000 CL19-21-21 (HX440C19PB3K2/16)
Grafikkarte: MSI GTX 1070 Ti Gaming 8G ohne UV/OC

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OS: Windows 10 Pro 64bit
CPU: Ryzen 7 2700x All Core 4,0 GHz und 4,20 GHz
RAM: 2x8GB G.Skill Trident Z F4-3600C16D-8GTZ
Grafikkarte: Aorus GTX 1080Ti


Soo die erste Tour ist fertig.

Zu sagen wäre:
1) Die Settings sind deinem edit übernommen, also:
Grafikeinstellungen: FullHD; VSync off; AA auf Niedrig; 144Hz; Rest alles auf Hoch;

Zusätzlich: Der framelimiter ist auf 0, vsync aus, gsync aus.

2) Die Grafikkarte läuft mit +100Mhz Speicher, 150% PT (in Schnitt irgendwas um 1950Mhz).

3) CPU habe ich für den ersten Teil auf 4Ghz gestellt, die 4.2Ghz liefen leider nicht mit dem XMP Speicher Profilen für 2933 Mhz oder 3200Mhz.

4) Es wurden immer 2 Läufe gemacht und das höhere Ergebnis genommen.

Edit 5:
5) F-Secure und Afterburner, sowie Adguard liefen weiter im Hintergrund.

Hier mit 4,0 GHz All Core

TaktFrame-ErgebnisFPSCPUGPU
2933 16-16-16-16-3812.03799910
3200 16-16-16-16-3612.314 (+ 2,30%)102 (+ 3,03%)910
3200 14-15-15-15-29 OC12.841 (+ 6,68%)114 (+ 15,15%)79
3466 14-15-15-15-29 OC13.196 (+ 9,63%)117 (+ 18,18%)79
Anschließend mit 4,20 GHz
3200 14-15-15-15-29 OC 13.000 (+1,24%)*114 (+ 0,00%)*79
3466 14-15-15-15-29 OC13.370 (+ 1,32%)*118 (+ 0,85%)*79
* Steigerung von 4,00 GHz zu 4,20 GHz

Hier kannst du den vollständigen Bericht lesen: Klick
OS: Windows 10 Pro 64bit
CPU: Ryzen 7 2700x inkl. PBO
RAM: 2x8GB Kingston HyperX Predator 4000 CL19-21-21 (HX440C19PB3K2/16)
Grafikkarte: MSI GTX 1070 Ti Gaming 8G ohne UV/OC

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726833

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Fazit - Kosten/Nutzenfaktor




In den verschiedenen Beispielen mit unterschiedlichen Settings kann man sehr schön sehen, wo der Vorteil von RAM OC liegt. Ich konnte euch auch zeigen, dass in einem sterilen Setting die Vorteile geringer werden – dieses Setting entspricht aber keiner alltäglichen Nutzung eines PCs.

Wenn die CPU bzw. der RAM durch Hintergrundprozesse mehr in Anspruch genommen wird bzw. unter höherer Last liegt (oder starkes CPU Limit), kann ein gutes RAM OC Setting den Vorsprung schön ausbauen.

Natürlich können die Ergebnisse von Spiel zu Spiel stark variieren. Bei Spielen im starken GPU Limit (zB.: The Witcher 3) kann sich RAM OC fast gar nicht behaupten.

Wie hoch liegen nun die Vorteile?
Ich würde mal eine Prozentzahl von 10% – 25% in den Raum werfen. Um diese Zahlen auch untermauern zu können, habe ich angedacht, eine CB User Datenbank zu erstellen, wo jeder seine Erfahrungen mit verschiedenen Games/Anwendungen eintragen kann.

Zahlt sich RAM OC für mich aus?
Diese Frage muss jeder für sich beantworten und mit diesem Stichwort gehen wir mal zum Kosten-/Nutzenfaktor über.
Lt. Punkt 4 seht ihr die Preise von guten Samsung B-Die RAM und wir stellen hier gleich mal einen Vergleich auf.

Optimum: G.Skill Flare X 3200 MHz CL14 für ca. 200,--
Kompromiss: G.Skill Trident Z 3200 MHz CL16 für ca. 130,--
Günstig: G.Skill Aegis 3000MHz CL16 für ca. 100,--
[Unter 3000 MHz solltet ihr nicht gehen!]

Hier schlägt der Aufpreis im ersten Blick relativ stark zu Buche. Wenn man jetzt aber mal das Gesamtbudget einer Neuanschaffung in den Fokus stellt und man zwischen EUR 800,-- und EUR 1.400 dafür bereit ist auszugeben, fällt der Aufpreis nicht wirklich mehr ins Gewicht.

Kleiner Zusatz 1: (Sven spricht mir hier aus der Seele :D)
Aber nochmal, bei mir ist der PC [privat] ein reines Hobby. Die Investitionen machen in den meisten Fällen wenig Sinn, aber dafür Spaß. ;)
Wir sollten uns dann und wann mal wieder bewusst werden, warum wir damit angefangen haben. Aus Spaß und Freude.

Autos und Hardware machen bei mir nie Sinn. ;)

Liebe Grüße
Sven
Kleiner Zusatz 2: Danke an @nospherato für seinen Einsatz - sein Test ist nun unter Punkt 7 zu finden. Was er schön aufzeigen konnte, dass RAM OC sich mehr auszahlt, als CPU OC. Seht euch dazu den Vergleich zwischen 4,0GHz und 4,2GHz an - hier gibt es lediglich eine Steigerung von ca. 1 % inkl. mehr Abwärme und Stromverbrauch.

Was waren meine Beweggründe für RAM OC?
Ich wollte das Optimum mit meinem RAM aus dem System holen und hab dafür zig Stunden für Optimierung in Timings/Subtimings/Spannung verbracht inkl. sehr vielen frustrierenden Momenten. Schlussendlich hat es mir jedoch sehr viel Spaß bereitet, an die Grenzen des Systems zu gelangen. Ich konnte auch sehr viel Neues über meinen PC lernen. Und ja, ich würde es wieder machen.

Ich hoffe, ich konnte euch hier einen schönen Einblick in dieser Materie bieten.

Bei Fragen, einfach hier melden.

Liebe Grüße

Manuel

[Fehler nicht ausgeschlossen]

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Baals Hauptthread: Diskussion zu Spieletest




Mit 22.10.2018 hab ich Baals Hauptthread ebenfalls hier hinzugefügt. Ich kann nur jeden wärmsten empfehlen, die Tests von Baal mal genauer anzusehen. Viel Lob und Respekt gebührt hier @Baal Netbeck für seine ausführliche und gute Arbeit!

Klick

Hier ein kleiner Ausschnitt:



AMD Ryzen - Systemoptimierung durch RAM-OC (und weitere Maßnahmen) by @RYZ3N




Schaut unbedingt auch bei meinem geschätzten Forenkollegen und Freund Sven (@RYZ3N) vorbei - er hat hier einen sehr tollen Leserartikel bez. Systemoptimierung durch RAM OC und weitere Maßnahmen erstellt.
Link




AMD Ryzen CPUs/Boards - Limitierungen beim RAM OC by @Reous (Hardwareluxx)




Hier findet ihr eine sehr tolle Übersicht der limitierenden Faktoren bei RAM OC - erstellt von @Reous, der Ikone aus der RAM OC Szene ;). Hier der Link zu Hardwareluxx: Klick


Können Monitore die Latenz des RAMs beeinflussen? Ja!
Link von @nospherato


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Zyklon-Ger-

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@cm87 Sehr schön gemacht ... vl. kannst du mir einen tipp geben,habe am we einen 2700x auf einem asus b350 gaming verbaut ddr 4. 3200mhz ripsaw oder so. cl 16 .... ich bekomm den speicher aber kein stück höher als knappe 2000 mhz kackt immer ab .. was übersehe ich oder mache ich falsch ??
 

mr_andersson

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Um sicherzustellen, dass es auch wirklich an dem hohen Takt liegt, könntest du ja nochmal 3000 MHz @ CL12-12-12-12-30 oder so testen
 

Zyklon-Ger-

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ja habe ich schon versucht .. geht alles nicht hatte mir auch ein faq auf you tube angeguckt ... und danach versucht , nur die cpu war eine andere der alte ryzen kp ich kriege das padu nicht mit mehr takt zum laufen und wenns nur hundert herz sind alles auf dem neusten stand (BIOS) .. hätte ja sein könen das du den über tipp hast :=)
 

cm87

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Um sicherzustellen, dass es auch wirklich an dem hohen Takt liegt, könntest du ja nochmal 3000 MHz @ CL12-12-12-12-30 oder so testen
Hab jetzt sehr viel Zeit bereits in RAM OC investiert und ich glaube, 3466@CL14 dürfte der Sweetspot sein. Spielt natürlich auch immer das Board/RAM sowie die CPU eine Rolle.

Abgesehen davon, macht mein RAM keine CL12 mit.

Edit: Es liegt ja nicht nur an den 3466 MHz sondern auch an den Timings inkl. Subtimings.
 
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Zyklon-Ger-

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ja der echner steht jetzt bei einen freund, werde morgen mal hin fahren wenn er zeit hat und das ganze auslesen
 

Zyklon-Ger-

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cm87

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@Zyklon-Ger- du hast schon ein ordentliches Board - auch für OC geeignet.
Hast du den 2700x übertaktet oder alles auf Auto?
Aber wie bereits geschrieben - oben mal die Sachen erledigen, dann sehen wir weiter.
 

Zyklon-Ger-

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Ich habe meine hausaufgaben so weit gemacht :) ist nicht der erste ryzen , hatte auch schon einen 1600x halbes jahr zuvor verbaut ... da hatte ich keinerlei probleme ... der rechner bootet ohne übertaktung ... alles auf standart ... erst im os .. kommt cpu oc ... ich mein auch das das das oc der per multie so garnicht ging ..kp ich check das alles aus melde mich dann ...
 

cm87

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@mr_andersson dann will ich dich mal in DDR4 Zeiten Willkommen heißen ;)
Hier startet richtig guter RAM bei 3200 MHz@CL14 - keine Sicht von CL12.

3533@CL14 könnte noch interessant werden bzw. 3533@CL15.

Liebe Grüße
 

FranzvonAssisi

Rear Admiral
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Aber die Latenz aus Shbtiming und Frequenz ist ja nur die schlechteste, die möglich ist.

Umso niedrigere Frequenz umso wahrscheinlicher, dass die Latenz größer ist (?)
Vielleicht bin ich zu müde zum denken...
 

mkbftw

Ensign
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Aug. 2016
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165
bekomme den ram auf meinem x470 aorus ultra gaming nicht über 2933 mhz
habe auch den gskill 3200mhz cl16, auf 3200mhz schmiert das system aber ab.
cpu: 2700x
liegt das nun am board oder am ram? denn 15 % mehr wäre nicht verkehrt
 

SANDTIGER

Lieutenant
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Juni 2010
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798
Gute Arbeit ich hab leider ein zwischen Ding bei meinem Ram DDR4 3200 CL14 14 14 31 Dark Pro ich vermute mal den Größten boost gibt es von 3200 zu 3466 nur wegen den Latenzen oder ksnndt du mal 3200@cL14 nach benchen ?
 

Schmadda

Cadet 3rd Year
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41
Ich habe letzte Woche meinen neuen Rechner in Betrieb genommen. Es ist ein 2700x auf einem X470 Taichi mit aktuellem Bios und dem 3.200er CL14 G.Skill Flare X RAM. Habe das XMP-Profil geladen und dann manuell den Takt auf 3.466 erhöht. Aida64 Memory Stress Test hat direkt Fehler ausgespuckt. Danach minimal auf 3.400 runtergesetzt und so lief es über 20 Minuten im Stress Test stabil und seither hab ich schon über 10 Stunden mit dem System gespielt. Nicht das geringste Problem, läuft absolut stabil. Sollte ich das so lassen oder noch ein wenig an der Spannung oder an den Timings rumspielen? Davon hab ich keinen Plan. Was für Werte genau müsste man ändern? Wie hoch sollte man mit der RAM-Spannung gehen? Wie gesagt, 200 MHz über Spec absolut stabil, 266 MHz kommt direkt mit Fehlern.
 

qappVI

Lt. Junior Grade
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Hab Crucial Ballistix Sport 2400 und wenn ich den übertakten will, kackt das ganze System ab. Auch mit XMP. Ich hab n oc Krüppel :(
 
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