Leserartikel ICY BOX IB-HUB1742CR-C2PD im Drei-Monats-Test: 11-in-1-USB-Hub im Alltag

Azghul0815

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Hallo zusammen,

manchmal sind es ja gerade die eher unspektakulären Geräte auf dem Schreibtisch, die im Alltag einfach funktionieren müssen.

Bisher kam bei mir dafür ein Amazon-Basics-USB-Hub zum Einsatz. Grundsätzlich hat der seinen Job gemacht, allerdings hatte ich immer wieder mit Aussetzern angeschlossener Geräte zu kämpfen.

Seit Mitte Juni nutze ich stattdessen den ICY BOX IB-HUB1742CR-C2PD, den mir RaidSonic für einen Test zur Verfügung gestellt hat.

Ich wollte diesmal bewusst keinen Ersteindruck nach ein paar Tagen schreiben, sondern das Ding einfach mal rund drei Monate im normalen Alltag verwenden. Entsprechend wird es jetzt Zeit für ein kleines Fazit.


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Was ist der IB-HUB1742CR-C2PD eigentlich?

Trotz der Ausstattung würde ich ihn nicht unbedingt als klassische Dockingstation bezeichnen. HDMI, DisplayPort oder Ethernet gibt es nicht.

Im Grunde ist es ein ziemlich umfangreicher, aktiv versorgter USB- und Ladehub.

Zur Ausstattung gehören:

  • 2x USB-C 3.2 Gen 2 mit bis zu 10 Gbit/s
  • 1x USB-A 3.2 Gen 2 mit bis zu 10 Gbit/s
  • 3x USB-A 3.2 Gen 1 mit bis zu 5 Gbit/s
  • 2x USB-C Power Delivery
  • SD- und microSD-Kartenleser
  • integriertes 60-cm-Hostkabel mit USB-C und USB-A-Adapter
  • 72-W-Netzteil

Die beiden separaten USB-C-Ladeports liefern laut Hersteller jeweils bis zu 22 W bei paralleler Nutzung. Wird nur einer verwendet, sind bis zu 45 W möglich.

Dazu kommt eine kleine Anzeige auf der Vorderseite, welche die aktuell abgegebene Ladeleistung anzeigt.

Herstellerseite:
ICY BOX IB-HUB1742CR-C2PD


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Lieferumfang und Verarbeitung

Im Karton befinden sich neben dem Hub das 72-W-Netzteil, das Stromkabel sowie die üblichen Unterlagen.

Der Hub selbst besteht aus Aluminium und macht auf mich einen qualitativ guten Eindruck. Auch auf dem Schreibtisch gefällt er mir besser als mein bisheriger Amazon-Basics-Hub. Er sitzt bei mir einfach sauberer und wirkt insgesamt etwas hochwertiger.

Das fest verbaute Hostkabel ist sicherlich Geschmackssache. Für meinen Einsatz passt es aber und mit dem direkt daran befestigten USB-A-Adapter kann der Hub bei Bedarf auch an einem klassischen USB-A-Port betrieben werden.


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Drei Monate im Alltag

Für mich war ehrlich gesagt weniger entscheidend, ob ein USB-Hub auf dem Papier die letzten paar MB/s herausquetscht.

Mein grösstes Problem mit dem vorherigen Hub waren die sporadischen Aussetzer. Webcam, Mikrofon und weitere USB-Geräte hängen bei mir dauerhaft am Hub und werden entsprechend auch täglich genutzt. Beim alten Amazon-Basics-Hub kam es immer wieder vor, dass eines der Geräte irgendwann nicht mehr erreichbar war und neu verbunden werden musste.

Genau das ist beim ICY BOX bisher nicht passiert.

Seit Mitte Juni läuft der Hub bei mir praktisch durchgehend. Keine Wackler, keine verschwundenen Geräte und bisher auch kein notwendiges Aus- und wieder Einstecken.

Windows erkennt den Hub und die angeschlossenen Geräte sauber und genau so soll es für mich eigentlich sein.

Mein bisher verwendeter Hub war übrigens dieser:
Amazon Basics USB-Hub


10 Gbit/s im Praxistest

Ganz ohne Messwert wollte ich den Artikel dann aber doch nicht lassen.

Als Testlaufwerk kam eine Samsung Portable SSD T7 mit 500 GB zum Einsatz. Die SSD ist per UASP angebunden und eignet sich damit ganz gut, um zu schauen, was über den 10-Gbit/s-Anschluss des Hubs tatsächlich ankommt.

Getestet habe ich mit CrystalDiskMark 9.0.1, neun Durchläufen und einer Testgrösse von 2 GiB.


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Zuerst hing die T7 direkt am vorderen USB-C-Port meines Lian Li A3.

Direkt am PC:

  • SEQ1M Q8T1 Lesen: 1'080 MB/s
  • SEQ1M Q8T1 Schreiben: 949 MB/s
  • SEQ128K Q32T1 Lesen: 1'070 MB/s
  • SEQ128K Q32T1 Schreiben: 927 MB/s
  • RND4K Q32T16 Lesen: 349 MB/s
  • RND4K Q32T16 Schreiben: 172 MB/s
  • RND4K Q1T1 Lesen: 19,47 MB/s
  • RND4K Q1T1 Schreiben: 52,27 MB/s


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Danach kam die SSD an einen der 10-Gbit/s-Anschlüsse des ICY BOX. Der Hub selbst war dabei an einem USB-Port auf der Rückseite des Mainboards angeschlossen.

Über den ICY BOX:

  • SEQ1M Q8T1 Lesen: 906 MB/s
  • SEQ1M Q8T1 Schreiben: 856 MB/s
  • SEQ128K Q32T1 Lesen: 870 MB/s
  • SEQ128K Q32T1 Schreiben: 858 MB/s
  • RND4K Q32T16 Lesen: 345 MB/s
  • RND4K Q32T16 Schreiben: 172 MB/s
  • RND4K Q1T1 Lesen: 19,45 MB/s
  • RND4K Q1T1 Schreiben: 52,31 MB/s


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Beim sequenziellen Test liegt die Messung über den Hub gegenüber der direkten Verbindung rund 16 Prozent niedriger beim Lesen und knapp 10 Prozent niedriger beim Schreiben.

Bei SEQ128K fällt der Unterschied mit rund 19 Prozent beim Lesen und knapp 8 Prozent beim Schreiben etwas grösser aus.

Die 4K-Werte sind dagegen praktisch identisch.

Eine Einschränkung bei diesem Vergleich möchte ich allerdings ausdrücklich erwähnen:

Die Referenzmessung wurde am vorderen USB-C-Anschluss des Lian Li A3 durchgeführt, während der ICY BOX an einem rückseitigen Mainboard-Port hing. Damit ist das kein Labortest, bei dem ausschliesslich der Hub als Variable verändert wurde. Der Unterschied lässt sich deshalb nicht vollständig dem Hub zurechnen, da auch die unterschiedliche Anbindung der beiden USB-Ports Einfluss haben kann.

Für mich ist es eher ein Praxisvergleich meines tatsächlichen Setups.

Mit etwas über 900 MB/s sequenziell lesend und rund 856 MB/s schreibend liefert der Hub für meinen Einsatzzweck jedenfalls mehr als genug Durchsatz. Die beworbenen 10 Gbit/s bedeuten ohnehin nicht, dass netto 1'250 MB/s bei der SSD ankommen müssen.


Laden, Display und die Sache mit den 100 Watt

Ein Grund, warum der ICY BOX für mich interessanter ist als mein alter Hub, sind die zusätzlichen USB-C-Anschlüsse.

Über die beiden Ladeports kann ich inzwischen auch Geräte direkt am Hub laden. Die kleine Anzeige zeigt dabei die momentan abgegebene Leistung in Watt an.

Ich habe allerdings kein separates USB-PD-Messgerät. Ob die Anzeige auf das Watt genau stimmt oder welche PD-Profile tatsächlich ausgehandelt werden, kann ich deshalb nicht seriös überprüfen.

Etwas verwirrend fand ich zunächst die Angabe von bis zu 100 W Power Delivery. Immerhin liegt dem Hub "nur" ein Netzteil mit 24 V und 3 A, also 72 W, bei.

An der Seite befindet sich allerdings zusätzlich ein USB-C-PD-IN. Die 100 W beziehen sich auf diesen separaten Eingang und nicht auf die Leistung des beiliegenden 72-W-Netzteils. Für die Nutzung dieser Funktion mit entsprechend hoher Leistung wird daher eine geeignete USB-C-PD-Stromquelle benötigt.

Ich finde, dass man das auf der Verpackung beziehungsweise in der Produktbeschreibung durchaus etwas klarer darstellen könnte.


Fazit nach drei Monaten

Nach rund drei Monaten hat der ICY BOX meinen alten Amazon-Basics-Hub bei mir vollständig ersetzt.

Und eigentlich ist das grösste Lob, das ich dem Gerät machen kann, ziemlich unspektakulär: Ich denke im Alltag nicht mehr darüber nach.

Die angeschlossene Peripherie funktioniert zuverlässig, Aussetzer oder Wackler hatte ich bisher keine. Durch die zusätzlichen USB-C-Anschlüsse passt der Hub ausserdem deutlich besser zu meinem heutigen Setup als das ältere Amazon-Modell.

Bei einer externen Samsung T7 erreiche ich über den Hub etwas über 900 MB/s lesend und rund 856 MB/s schreibend. Für das, was bei mir normalerweise daran hängt, ist das ohnehin weit mehr Bandbreite als benötigt.

Dazu kommen die beiden USB-C-Ladeports und die Leistungsanzeige, die ich inzwischen durchaus praktisch finde.

Wer allerdings HDMI, DisplayPort, Netzwerk oder weitere typische Docking-Funktionen sucht, ist hier falsch. Der IB-HUB1742CR-C2PD ist in erster Linie ein grosser USB- und Ladehub.

Für genau diesen Einsatzzweck hat er mich nach drei Monaten überzeugt. Wenn ich aktuell wieder einen entsprechenden USB-Hub suchen würde, wäre der ICY BOX auf jeden Fall wieder auf meiner Liste.


Disclaimer

Der ICY BOX IB-HUB1742CR-C2PD wurde mir von RaidSonic beziehungsweise ICY BOX kostenlos für diesen Test zur Verfügung gestellt.

Der Artikel basiert auf meinen eigenen Erfahrungen nach rund drei Monaten im täglichen Einsatz.
 
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Reaktionen: polloze, Der_Dicke82, MaverickM und eine weitere Person
Vielen Dank für den Bericht!

Interessantes Teil. Schade, dass es nur maximal 10GBit/s bietet. Ich suche schon länger was passendes mit 20Gbit/s (USB3.2 Gen 2x2). Bisher muss ich 20GBit/s immer umständlich hinten am I/O Panel ranfummeln bzw. ein Kabel nach vorne legen.
 
Jo die 10 GBit und der hohe Preis sind halt schon echte downer! Aber insgesamt trotzdem ein interessantes Produkt!
Danke für die Vorstellung!
 
MaverickM schrieb:
Ich suche schon länger was passendes mit 20Gbit/s (USB3.2 Gen 2x2). Bisher muss ich 20GBit/s immer umständlich hinten am I/O Panel ranfummeln bzw. ein Kabel nach vorne legen.
Aus dem Grund hatte ich mir damals den Amazon Hub gekauft. Nachdem der aber mehr und mehr rumgezickt hat, war ich froh über die Möglichkeit den Hub von Raid Sonic zu testen. Ich vermute das Netzteil des Amazon Hubs war durch.
Ich würde mich allerdings auch über ein flaches Modell freuen, bei dem die Anschlüsse zur Seite und nicht nach oben weggehen.
 
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