Idealer Entwicklungsrechner (Java/Eclipse)

Beeker6

Cadet 1st Year
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Hallo,
auf welche Ausstattung achtet Ihr, wenn Ihr Euch einen besonders schnellen Windows-PC zur Entwicklung von Java-Software sucht:
- Entwicklungsumgebung Eclipse,
- Entwickeln/Compilieren/Debuggen von Servlets,
- Tomcat als Laufzeitumgebung,
- YourKit als Profiler.
Die Oracle-Datenbank wird eher remote betrieben, also via LAN angesprochen, und nur in Ausnahmefällen auf diesem PC installiert.

Preislimit liegt so bei 1000 Euro.
- Intel-Prozessoren sind hier vorgegeben. Lieber einen aktuellen Quad oder einen höher getakteten Dual?
- SSD für die Systempartition?
- Lohnen sich mehr als 3,x GB RAM - anders gefragt: bringt ein 64-bit-Windows viel?

Vielen Dank für alle Tipps
 
warum kein 6 kerner AMD?
und ich würde schonmal ein 64bit Windows empfehlen ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Beeker6 schrieb:
- Intel-Prozessoren sind hier vorgegeben. Lieber einen aktuellen Quad oder einen höher getakteten Dual?
- SSD für die Systempartition?
- Lohnen sich mehr als 3,x GB RAM - anders gefragt: bringt ein 64-bit-Windows viel?

Vielen Dank für alle Tipps

Wieso diese Beschränkung auf Intel?
Wenn damit wirklich nur Programmiert werden soll, dann würde ich einen höher getakteten DualCore einem Quad vorziehen. Eclipse würde aus dem Quad eh keine Vorteile ziehen.
Eine SSD als Systemplatte würde ich auf jedenfall empfehlen, es läuft einfach alles flüssiger.
Ich persönlich konnte keinen Unterschied feststellen zwischen SW-Entwicklung unter 32 bzw. 64Bit OS. Vorteil bei 64Bit ist halt, dass du mehr RAM nutzen kannst.


MfG Psylo
 
Hallöchen,

habe zuletzt erst ein Ultra Silent System für meine Tante gebaut. Mit einigen Modifikationen
könnte man diese noch erweitern zu deinem Max. 1000€ Entwicklungsrechner.

Drin waren 2x2 GB G.SKill Eco Ram (DDR3-1600)
Ein Core i3 (Das einsteiger Modell, reicht vollkommen)
Eine WD Caviar Green 500 GB
Ein ASUS H55-M (µATX)
Als Kühler einen Yasya + Coolink SwiF2@800 RPM
Ein ca. 300W Seasonic Netzteil

Als Gehäuse hab ich das Aerocool genommen was hier
mal vor Kurzem vorgestellt wurde.

Erweiterbar wäre dies noch durch eine SSD,
damit wenn du nicht auf deine Daten zugreifst
dein System komplett lautlos läuft.

Temps sind super. Selbst bei der Sommerhitze kommt das
Sys nicht über 40°C, die CPU nicht über 50°C bei Vollast
und das bei einem Mini-Atx case und ohne Gehäuselüfter.

Preislich liegst du dann bei ca. 550€ Plus Preis
der SSD deiner Wahl.

Gruß,
Ashantor
 
Zuletzt bearbeitet:
Anzumerken ist noch, dass dem Datentyp int bei einem 64 bit OS auch ein Adressraum von 64 bit anstatt 32 bit zur Verfügung steht.
 
Beim Speicher würde ich nicht sparen, man hat schnell mal eine Entwicklungsumgebung, die Laufzeitumgebung, Mailprogramm, ein Programm für den Datenbankzugriff (SQL), ein Fachkonzept und das eine oder andere Tool offen. Wenn man dann noch extern compiliert (nicht im Eclipse) und das Projekt entsprechend gross ist, können 3 GB schon mal knapp werden. Wenn Du kein Programm einsetzen willst oder musst, was auf einem 64 Bit System nicht läuft, dann würde ich auf jeden Fall zu einem 64 Bit System greifen.

Mit den aktuellen Sun JDKs habe ich beim Compilieren nicht erkennen können, daß mehr Kerne einen deutlichen Vorteil bringen (mein Entwicklungsrechner hat einen Dual-Core). Bei der CPU würde würde ich zum Compilieren eher auf höheren Takt setzen. Dies bezieht sich - wie gesagt - aber nur auf das Compilieren. Vielleicht profitiert ja auch Deine Anwendung bei der Entwicklung von mehreren Kernen. Vielleicht ist ein Dual Core auch die bessere Lösung, weil Du noch Software im Einsatz hast, die bei mehr als 2 Kernen eine (teurere) Serverlizenz erfordert.

Das Limit beim Compilieren setzt eher die Festplatte. Die sollte möglichst schnell sein, da hier auf viele kleine Dateien überwiegend lesend zugegriffen wird. Ob eine SSD hier etwas bringt, habe ich bisher nicht ausprobieren können. Wegen der Defragmentierung sollte bei einer SSD aber meiner Meinung nach Windows 7 zum Einsatz kommen.
 
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Hi,

da ich momentan auch ein wenig am umschauen bin wegen einem neuen Arbeitsrechner, möchte ich mich mal einbringen in die Diskusion.

Ich suche selbst noch passende Bauteile für einen Rechner der später hauptsächlich zum Programmieren, Office, Grafikverarbeitung und HD verwendet wird.

Meine Überlegungen gingen immer stark auf den i5-750. Ich weiß halt nur nicht wie stark sich es unterscheidet einen Dualcore zu benutzen mit einem sehr hohem Takt zu einem Quad der niedrieger getacktet ist. Der Stromverbrauch und die Lautstärke spielen ja auch eine Rolle.

Ich habe letztens auf CB gelesen:

In der Core-ix-Familie soll zudem am 29. August noch ein weiterer Prozessor folgen: Der Core i3-560. Dieser soll mit einem Takt von 3,33 GHz für einen Preis von 138 US-Dollar antreten. Gleichzeitig wird der seit mehr als einem Jahr verfügbare Core i7-950 von 562 auf 284 US-Dollar im Preis quasi halbiert

Sollte man eventuell noch auf die Preissenkung bzw Markteinführung warten?

Zum Thema Festplatte würde ich auch sehr stark zu einer SSD als Systemfestplatte tendieren. Den Ram würde ich mit mindestens 3 GB belegen und als Betriebssystem Win7.

LG
 
Ja gerade beim ständigen kompilieren wird eine SSD nen riesigen Vorteil bringen.

Hast du schon nen Monitor? Ich hab einmal an nem 1600x1200 Monitor gearbeitet und muss sagen, dass die x1200 wirklich eine RIESIGE Verbesserung sind. Also unbedingt viele Pixel in der Höhe. Heutzutage würde man wahrscheinlich dann 1920x1200 kaufen.

Das sind die beiden wichtigsten Sachen finde ich. SSD & großer Monitor.
Silent sollte bei einem Arbeits-Pc selbstverständlich sein. (Kein boxed CPU-Kühler. Evtl ne passive Graka)
 
Eine SSD statt herkömmlicher Festplatte sollte vermutlich den größten Unterschied machen, dazu 8 GB RAM. Bringt vermutlich mehr als ein besonders schneller Prozessor.
 
Ein ganz schicker Monitor wäre der HP ZR24w und zum Thema Grafik würde ich ein anständiges Mainboard mit guter Onboard Grafik vorschlagen wenn es an Power reicht. Wenn nicht eine gute Passiv Karte. Den aus meiner Erfahrung heraus brüllt der Grafikkartenlüfter meißt am Lautesten wenn er mal beansprucht wird.
 
Quadcore statt Dualcore, warum? Java skaliert mit Threads ohne Probleme auf mehreren Cores und gerade Concurrency-Bugs werden beim Entwickeln leichter gefunden, wenn der Rechner viele Threads parallel ausführen kann.
Es gibt nichts schlimmeres als dies erst auf dem Produktivsystem zu merken.
Am optimalsten wären noch Prozessoren bei denen die Kerne einzelne Caches haben, die nicht miteinander synchronisiert werden ;)
 
DaPsylo schrieb:
Wieso diese Beschränkung auf Intel?
Sagen wir mal, die Firma ist etwas konservativ. Die Kunden ebenso (Internet Explorer 6... ). Auch bei der Frage ob 32- oder 64-bit-Windows werden einige Unsicherheiten zu klären sein, ob unter 64 bit wohl alles an Lösungen, Tools und Altprodukten (auch Altprodukten der eigenen Firma) wohl so problemlos eingesetzt werden kann wie unter 32 bit.

Guter Einwurf an anderer Stelle der Diskussion: Ja, leise sollen die Systeme sein; dauernd laufende Rechner für Leute, die auch geistige Arbeit leisten wollen.

Eine SSD hatte ich ja als Systemplatte vorgeschlagen - macht sie vielleicht fast eher als Compilierplatte Sinn?
 
Die Entscheidungsträger in solchen Firmen bzw deren Informatiker sollte man mal auf ne Schulung schicken, wüsste nix was Intel kann aber AMD nicht.
Das mit dem IE6 kenne ich. Ist bei mir auf Arbeit auch der Hauptbrowser und auch alle neuen Webanwendungen müssen damit kompatibel sein, das is nen misst.

Eine SSD hatte ich ja als Systemplatte vorgeschlagen - macht sie vielleicht fast eher als Compilierplatte Sinn?

Da sollte schon mehr als nur das OS drauf. Selbst wenn da Win7 64Bit drauf kommt sollte noch genug Platz für das ein oder andere Project und seine Sourcen sein.

Bei Win7 64Bit gib es den XP Mode der fast unsichtbar Windows XP in einer Virtual Machine laufen lässt, damit müsste dann auch die Altlast laufen.
Die Frage ist halt, was da noch so alles auf die Rechner drauf soll. Evtl würde ja sogar eine SSD ausreichen und man kann auf eine normale HDD verzichten.

Ich denke, dass was ice-breaker gesagt hat sollte dann evtl doch beachtet werden falls die Anwendungen denn stark Nebenläufig arbeiten sollen.

Ansonsten ist die Zusammenstellung von Chiller24, bis auf das viel zu hoch dimensionierte Netzteil, nicht schlecht. Falls nicht so viele Daten gespeichert werden müssen kann ja die HDD noch wegfallen.

MfG Psylo
 
@DaPsylo: Im Grunde gebe ich Dir recht, aber in grösseren Betrieben ist es einfach aus Gründen der Ersatzteillagerung und der tiefgreifenden Systemkenntnis *1) sinnvoll nur wenige Referenzplattformen zu betreiben.

1) in den Abteilungen, die für die Wartung und Reparatur der Rechner zuständig sind

Wie eine SSD beim Compilieren im Vergleich zu einer klassischen Festplatte abschneidet würde mich auch mal interessieren. Habe hierzu bisher nichts im Netz gefunden. Insbesondere das Verhalten bzgl. der Fragmentierung und des Trim-Befehls fände ich interessant, da hier doch sehr häufig viele kleine Dateien erzeugt und auch wieder gelöscht werden.
 
Ich arbeite im Büro mit einer normalen Bürogurke und an Studienprojekten / Bachelorarbeit etc zu Hause an meinem Laptop mit einer SSD. Der Unterschied ist mehr als deutlich. Ich bekomm beim Eclipse starten / Rechner Hochfahren et.c im Büro regelmäßig nen Krampf. Auch Kompilieren etc läuft nach einem Project clean auf ner SSD unbemerkt im Hintergrund während ich im Büro manchmal schon glaubte Eclipse hätte sich verabschiedet.

Ansonsten: Viel RAM (min 4GB), vernünftige CPU (ich fahre mit Quad ganz gut) und 2. Festplatte? also ich brauch für meine Sourcen nicht mehr als 5 GB... für alle Projekte incl Abhängigkeiten. Und selbst da befindet sich das meiste eh im SVN und nicht aktuell auf meinem Rechner. Wenn man viel mit Grafik/Video macht mag das wohl was anderes sein aber ich glaub 1 TB sind ansonsten albern.
Grafikkarte reicht mir persönlich ebenfalls was man so Onboard findet. GPGPU fähige gibt es ansonsten auch schon für 50 Euro
 
Ich würde auch sagen dass eine SSD alleine schon reicht wenn wirklich nur programmiert wird. Sources sind nicht wahnsinnig groß (natürlich gibts Ausnahmen) aber normalerweise hat man sowieso nur die aktuellen Projekte am Rechner und der Rest verschwindet in SVN o.ä. bzw auf File-Servern. Außerdem rattern SSDs ja auch nicht wie Festplatten, was bei nem leisen System natürlich gut ist.
 
für richtige projekte würde ich letztendlich in ner VM entwickeln.
coden und so kann man noch in ner lokalen IDE, aber testen würde ich nur in ner VM mit nem kunden-OS (meist XP oder linux).
und wenn man irgendwann soviele abhängigkeiten erzeugt hat, zb. frameworks oder fremdapplikationen, dann ists sicherer, auch für die entwicklungsumgebung eine VM einzurichten.
da kann man einfach mal nen snapshot abziehen, die ganze VM sichern etc. und man kann sich nicht das lokale system "zumüllen".
und man kann gleichzeitig auf ner anderen VM entwickeln, wenn auf nem anderen system gerade das programm gebaut wird etc.
bei großen projekten kann das builden ja beliebig lange dauern.

also das erfordert schonmal viel festplattenspeicher, mindestens 4 kerne und viel hauptspeicher.
8gb sind da schon ok, dh. auf jeden fall 64bit OS benutzen.
 
Zuletzt bearbeitet:
@DonnyDepp
Was entwickelst du denn für Projekte die solch einen hohen Aufwand erfordern?

@Beeker6
Ich habe derzeit mit Groovy&Grails zu tun und empfinde alles dank SSD jetzt schneller. Beim Compilieren muss ja immer auf recht kleine Dateien zugegriffen werden und da macht sich die SSD schon positiv bemerkbar.

MfG Psylo
 
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