Apple ][ schrieb:
Aber WARUM diese Verspätungen nun projektiert werden ist dem Artikel leider nicht zu entnehmen.
Die Verzögerungen in New York passieren hauptsächlich wegen FEIS (Final Environmental Impact Statement). Stromzufuhr z.B. ist geklärt und New York hatte da bereits über 300 kV Untergrund Neubau zugestimmt, aber Wasserzufuhr z.B. (über 48 Mio. Gallonen/Tag nach letzter Meldung von Reuters) wird noch debattiert und beim generellen Impact auf die Umwelt gab es auch noch weitere Punkte, die jetzt "zusätzlich aufgemacht wurden".
TL;DR: Bürokratie.
Wolfgang.R-357: schrieb:
Womöglich will man die Trump-Ära durchtauchen, um Probleme zu vermeiden, der Typ ändert seine Meinungen nicht selten so schnell wie andere ihre Unterhosen wechseln.
Auch haben sie Finanziell sicher keine Anreize dies so schnell wie möglich durchzuziehen, da sie durch KI gerade ihren Profit des Jahrhunderts machen.
Es ist tatsächlich genau andersherum.
Unter Biden gab es Subventionen, die Trump nochmal deutlich ausgebaut hat. In Idaho (Boise) liegt jetzt die Priorität nicht nur weil der Hauptsitz dort auch durch die R&D Abteilungen usw. Vorteile hat, sondern weil Idaho republikanisch geführt ist und man dort bedeutend weniger Bürokratie-Hürden überspringen muss.
Die Verzögerungen in New York (Democrats) kommen dort mehrheitlich aus der Politik.
foofoobar schrieb:
Woanders ist das Gras auch nicht grüner.
Also was Wirtschaft & Baumaßnahmen usw. angeht ist das Gras woanders durchaus deutlich grüner.
In den USA gibt es viel, was deutlich fixer und größer und nicht selten auch günstiger fertig wird, als hier.
In Japan fühlt man sich wie in einer anderen Welt, da sind wir Neandertaler dagegen.
Und China z.B. baut man direkt einen
ganzen neuen Flughafen, in der Zeit, wo am BER einmal das Feuerlöschsystem eines Terminals kontrolliert, für mangelhaft befunden, neu geplant, neu beantragt und dann neu gebaut wird.
DrillSgtErnst schrieb:
Wenn dann der Boom weg ist, was passiert dann?
drago-museweni schrieb:
Hmm naja passt zur aktuellen Gesamtlage perfekt, aktuell bis 2045 zu planen ist sehr mutig, wer weiß was bis dahin alles passieren wird.
Was soll denn verschwinden oder warum wäre das mutig?
Über lange Zeit hinweg kennt die IT nur
einen Weg: weiter nach oben - und das sehr steil.
Auch eine Dotcom-Blase, beispielsweise, hat nur einen Teil der Branche und auch nur für kurze Zeit betroffen. Hauptsächlich Investoren. KI geht nie wieder weg, dafür ist das in viel zu vielen Bereichen bereits produktiv und gewinnbringend im Einsatz.
Sollte es tatsächlich so sein, dass LLMs und weitere Schlüsseltechnologien nicht die Durchbrüche in den kommenden Jahren liefern, die man derzeit anpeilt, dann wird sich der Aktienkurs von NVIDIA und ein paar anderen halbieren und im Jahr darauf ist "business as usual" angesagt.
Risikokapital wird ja investiert,
weil man die Kohle übrig hat. Selbst wenn da einige bei Pleite gehen, KI (und auch alles andere in der IT) ist ja nicht ingesamt eine Blase; es ist lediglich fraglich, ob das jetzt zweistellige, dreistellige oder vierstellige Milliardenbeträge in Zukunft abwerfen wird. Und je nachdem, wie es kommt, wird sich der Markt dann eben in die Richtung entwickeln.
Nach der Dotcom-Blase ist ja auch nicht direkt die ganze IT-Wirtschaft verschwunden oder das Internet verschwunden oder Intel pleite gewesen oder ...
Neodar schrieb:
Wende dich mal an die Verantwortlichen für den BER oder Stuttgart 21. Die haben da viel Erfahrung
Kaufmannsladen schrieb:
Keines der Projekte hat 20 Jahre gedeuert.
@Kaufmannsladen das hätte ich mir ja vorher überlegt, etwas entkräftendes pro BER zu posten.
@MichaW hat da ja absolut recht:
MichaW schrieb:
Stimmt. Deutlich länger.
Das Projekt Stuttgart 21 begann 1994, das Projekt BER 1992.
Wir reden ja hier nicht nur von den reinen Baumaßnahmen.