News Im größten Boom: Micron verschiebt Speicherfabriken um Jahre

cookie_dent schrieb:
Beim reinen Bauablauf geht das (wenn die Privatwirtschaft baut)
Bei uns dauert die Planungs- und Genehmigungsphase halt seeehr lange.
Wenn was in privaten Sektor verkackt wird bekommt man das im Regelfall einfach nicht mit.
 
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Hm, ist das die Baustelle bei der alle ausländischen Facharbeiter von der ICE verhaftet und verschleppt wurden und die Facharbeiter dann verständlicherweise keinen Bock mehr hatten in den USA weiter zu arbeiten? :daumen: Wobei ich glaube, woran ich denke, war eine Batteriefirma im Bau.
 
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Kaufmannsladen schrieb:
Keines der Projekte hat 20 Jahre gedeuert. ;)
Wobei 16 Jahre jetzt auch nicht mehr so weit davon entfernt sind - Baubeginn BER 2006 und Eröffnung 2020. Stuttgart 21 würde nach aktuellen Planungen auch auf 16 Jahre kommen, wenn keine Verzögerungen auftreten. Begonnen wurde 2010 und aktuell ist eine Teileröffnung für Ende 2026 kalkuliert.
 
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cookie_dent schrieb:
Man stelle ich vor, so ein Projekt hätte man in DE angefangen.
ESMC wurde Mitte 2023 gegründet, hatte ein Jahr später den ersten Spatenstich und will Ende 2027 die Produktion starten
 
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Kaufmannsladen schrieb:
Keines der Projekte hat 20 Jahre gedeuert.
Stuttgart 21 Baubeginn 2010
Planungs Beginn meines wissens 1995

Die Planungen des BER lassen sich soweit meine Kenntnisse auf 1992 zurückdatieren
 
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Apple ][ schrieb:
Aber WARUM diese Verspätungen nun projektiert werden ist dem Artikel leider nicht zu entnehmen.
Die Verzögerungen in New York passieren hauptsächlich wegen FEIS (Final Environmental Impact Statement). Stromzufuhr z.B. ist geklärt und New York hatte da bereits über 300 kV Untergrund Neubau zugestimmt, aber Wasserzufuhr z.B. (über 48 Mio. Gallonen/Tag nach letzter Meldung von Reuters) wird noch debattiert und beim generellen Impact auf die Umwelt gab es auch noch weitere Punkte, die jetzt "zusätzlich aufgemacht wurden".

TL;DR: Bürokratie.

Wolfgang.R-357: schrieb:
Womöglich will man die Trump-Ära durchtauchen, um Probleme zu vermeiden, der Typ ändert seine Meinungen nicht selten so schnell wie andere ihre Unterhosen wechseln.
Auch haben sie Finanziell sicher keine Anreize dies so schnell wie möglich durchzuziehen, da sie durch KI gerade ihren Profit des Jahrhunderts machen.
Es ist tatsächlich genau andersherum.

Unter Biden gab es Subventionen, die Trump nochmal deutlich ausgebaut hat. In Idaho (Boise) liegt jetzt die Priorität nicht nur weil der Hauptsitz dort auch durch die R&D Abteilungen usw. Vorteile hat, sondern weil Idaho republikanisch geführt ist und man dort bedeutend weniger Bürokratie-Hürden überspringen muss.

Die Verzögerungen in New York (Democrats) kommen dort mehrheitlich aus der Politik.

foofoobar schrieb:
Woanders ist das Gras auch nicht grüner.
Also was Wirtschaft & Baumaßnahmen usw. angeht ist das Gras woanders durchaus deutlich grüner.

In den USA gibt es viel, was deutlich fixer und größer und nicht selten auch günstiger fertig wird, als hier.
In Japan fühlt man sich wie in einer anderen Welt, da sind wir Neandertaler dagegen.
Und China z.B. baut man direkt einen ganzen neuen Flughafen, in der Zeit, wo am BER einmal das Feuerlöschsystem eines Terminals kontrolliert, für mangelhaft befunden, neu geplant, neu beantragt und dann neu gebaut wird.

DrillSgtErnst schrieb:
Wenn dann der Boom weg ist, was passiert dann?
drago-museweni schrieb:
Hmm naja passt zur aktuellen Gesamtlage perfekt, aktuell bis 2045 zu planen ist sehr mutig, wer weiß was bis dahin alles passieren wird.
Was soll denn verschwinden oder warum wäre das mutig?

Über lange Zeit hinweg kennt die IT nur einen Weg: weiter nach oben - und das sehr steil.

Auch eine Dotcom-Blase, beispielsweise, hat nur einen Teil der Branche und auch nur für kurze Zeit betroffen. Hauptsächlich Investoren. KI geht nie wieder weg, dafür ist das in viel zu vielen Bereichen bereits produktiv und gewinnbringend im Einsatz. Sollte es tatsächlich so sein, dass LLMs und weitere Schlüsseltechnologien nicht die Durchbrüche in den kommenden Jahren liefern, die man derzeit anpeilt, dann wird sich der Aktienkurs von NVIDIA und ein paar anderen halbieren und im Jahr darauf ist "business as usual" angesagt.

Risikokapital wird ja investiert, weil man die Kohle übrig hat. Selbst wenn da einige bei Pleite gehen, KI (und auch alles andere in der IT) ist ja nicht ingesamt eine Blase; es ist lediglich fraglich, ob das jetzt zweistellige, dreistellige oder vierstellige Milliardenbeträge in Zukunft abwerfen wird. Und je nachdem, wie es kommt, wird sich der Markt dann eben in die Richtung entwickeln.

Nach der Dotcom-Blase ist ja auch nicht direkt die ganze IT-Wirtschaft verschwunden oder das Internet verschwunden oder Intel pleite gewesen oder ...

Neodar schrieb:
Wende dich mal an die Verantwortlichen für den BER oder Stuttgart 21. Die haben da viel Erfahrung ;)
Kaufmannsladen schrieb:
Keines der Projekte hat 20 Jahre gedeuert. ;)
@Kaufmannsladen das hätte ich mir ja vorher überlegt, etwas entkräftendes pro BER zu posten. @MichaW hat da ja absolut recht:
MichaW schrieb:
Stimmt. Deutlich länger.

Das Projekt Stuttgart 21 begann 1994, das Projekt BER 1992.
Wir reden ja hier nicht nur von den reinen Baumaßnahmen.
 
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stefan92x schrieb:
ESMC wurde Mitte 2023 gegründet, hatte ein Jahr später den ersten Spatenstich und will Ende 2027 die Produktion starten
Stimmt, die hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm.
Wir sprechen uns Ende 27 wieder, ob der Termin/die Planung eingehalten wurde ;)
 
Bei diesen Planungs-/Bauzeiträumen sollte man sich schon fragen, wie sinnvoll es ist zu versuchen, jede Produktion ob Stahl, Chemie, Chips, Spielzeug etc. wieder ins eigene Land zu holen.
Dort geht ja die Tendenz hin. Ob in den USA oder bei uns.

Ich würde natürlich gerne sehen, dass die deutsche Wirtschaft unabhängig und unerpressbar dasteht aber das bleibt eine Illusion.

Die Globalisierung bietet in diesem Punkt schon große Vorteile (Grüße gehen raus an Adam Smith).

Schade, dass sie kaputt ist.
 
Micron wollte einfach die damals zur Verfügung stehenden Mrd. an Förderungen mitnehmen. Das ist der Grund warum es so lange dauert. 10Mrd. sind zwar Peanuts für Micron über den Zeitraum, aber 10Mrd. haben oder nicht haben sind schon wichtig.
 
Neodar schrieb:
Wende dich mal an die Verantwortlichen für den BER oder Stuttgart 21. Die haben da viel Erfahrung ;)
Schon einmal mit den vorgeschriebenen Verfahren beschäftigt? Da sind so viele Fallstricke drin, dass man sich gar nicht mehr wundert, warum Bauprojekte derart lange dauern. Nicht nur, dass es bis zur Grundsteinlegung gerne schon einmal Jahre dauert - aus verschiedensten Gründen. Auch während des Baus kann noch so viel passieren...

BER und Stuttgart 21 sind ja super dokumentiert. Ein gar nicht unwichtiger Faktor ist eben der Faktor Mensch. Miese Bauausführung, schlechte Projektplanung, persönliche Befindlichkeiten...
War es bei BER nicht so, dass nach jahrzehntelanger Planung 2006 der Spatenstich war und sich plötzlich 2010, als der Flughafen quasi fertig gebaut war - wenn man mal die Mängel außer Acht lässt - plötzlich eine Bürgerbewegung formierte, weil böser Flughafenlärm?
 
Warum auch neue Fabriken schneller bauen,
wenn man die Hälfte für den doppelten Preis verkaufen kann.

Man fährt einfach die Produktion zurück und wundert sich dann über die "erhöhte" Nachfrage.
 
kachiri schrieb:
BER und Stuttgart 21 sind ja super dokumentiert. Ein gar nicht unwichtiger Faktor ist eben der Faktor Mensch. Miese Bauausführung, schlechte Projektplanung, persönliche Befindlichkeiten...
Bei Stuttgart 21 kommen durch die umfangreichen, innerstädtischen Tiefbauarbeiten auch gerne mal unplanbare Verzögerungen dazu. Man kann im Vorfeld erkunden wie man will, man stößt im Erdereich dann trotzdem immer wieder auf Überraschungen, seien es falsch oder gar nicht dokumentierte, alte Leitungen/Rohre oder schlicht ungünstige Bodenverhältnisse.
 
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Stephan Remmler würde jetzt singen:

 
ascer schrieb:
TL;DR: Bürokratie.
Du fändest es also besser, dass man sich nach der Fertigstellung Gedanken über die Strom- und Wasserversorgung macht? Oder wie soll ich diesen Kommentar deuten?
 
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stefan92x schrieb:
ESMC wurde Mitte 2023 gegründet, hatte ein Jahr später den ersten Spatenstich und will Ende 2027 die Produktion starten
Der Vergleich hinkt aber, weil ESMC im Vergleich zu Micron (A) winzig ist und (B) veraltete Technik. Natürlich geht das bedeutend schneller.

Micron
ESMC
Total Invest>$200 Milliarden>10 Milliarden EUR
Technikindustry leading EUV (noch nicht spezifiziert, aber <=10nm) für DRAM und auch später SSD Chips28nm (+22nm?) CMOS
16 (und vielleicht 12nm) FinFET
Wafers Per Monthnoch nicht spezifiziert, aber >250k sind angepeilt + Ausbaustufen40k

Wenn du jetzt eine vergleichsweise kleine Fabrik für existierende Verbrenner-Technik hochziehen würdest, ginge das z.B. natürlich auch viel schneller, als wenn du eine NextGen GigaFab für E-Autos bauen möchtest.

Wir sind einfach ewig weit hinten dran und benutzen nur bereits existierende Technik im vergleichsweise kleinen Rahmen, deshalb geht ESMC schneller.
 
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Ist ja wie in Deutschland. Sind wir doch nicht so schlecht....😁
 
Kyouko schrieb:
Die Planungen des BER lassen sich soweit meine Kenntnisse auf 1992 zurückdatieren
MichaW schrieb:
Das Projekt Stuttgart 21 begann 1994, das Projekt BER 1992.
Wir reden ja hier nicht nur von den reinen Baumaßnahmen.
"Pläne für einen Ausbau des Flughafens Schönefeld existierten seit den 1960er Jahren". (https://de.wikipedia.org/wiki/Flughafen_Berlin_Brandenburg)

"Stuttgart 21 geht auf Diskussionen um die Schaffung einer schnellen Verbindung zwischen Stuttgart und Ulm, als Fortsetzung der Schnellfahrstrecke Mannheim–Stuttgart, in den 1980er Jahren zurück." (https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_von_Stuttgart_21)

Wenn schon, denn schon.
 
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gustlegga schrieb:
Idaho: roter Bundesstaat
New York: blauer Bundesstaat
Zufall ?

kein Zufall wenn man verfolgt hat wie jetzt die Wahl in New York ablief und Massenweise Menschen flüchten von dort in rote Staaten.

Ist natürlich Micron zu unsicher innem Bundesstaat weiterzubauen wo ein Marxist das sagen hat als Chef der kostenlose Busse verspricht und Co.
 
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