Industrie- Werkzeug- Zerspanungsmechaniker Fragen

Mit Abitur Handwerkausbildung nach Wahl, evtl nen paar Jahre als Geselle um Erfahrung/Geld für ein Studium zu sammeln und das dann hinten dran hängen.
Wenn Zerspaner auf der Liste steht würde ich auch mal den Schraubenpolierer bzw Werkzeugmacher in den Raum stellen.
Hab in einer mittelständischen Firma Maschinenbau gelernt (ca 250 Leute), war gelegentlich im Ausland auf Montage. In Frankreich hat mir Englisch nichts gebracht, das konnte da keiner. In Russland, Polen und Italien war es recht hilfreich. Gab aber auch für die Leute die da hin durften bei Bedarf vorher Kurse während der Arbeitszeit.
 
Update:

Er könnte nächstes Jahr eine Ausbildung als Industriemechaniker bei einem Dax-Konzern beginnen.

Die haben im folgendes gesagt: " Damit sie es verstehen, wir bilden über unseren Bedarf aus"

Was bedeutet das für ihn ? Setzten jetzt mittlerweile auch die großen Konzerne ihre Azubis nach dem Abschluss auf die Straße ?!?
 
8Kevin9 schrieb:
Update:

Was bedeutet das für ihn ? Setzten jetzt mittlerweile auch die großen Konzerne ihre Azubis nach dem Abschluss auf die Straße ?!?

Ja das heißt es. Es ist bei viele Dax Unternehmen üblich, das mehrere hunderte oder tausende
azubis eingestellt werden, aber nur z.B. 10 % der Besten übernommen werden.
 
ok danke, leite ich weiter. dann muss er wohl nach was sinnvollerem suchen :mad:
 
Ich würde diese Aussage alleine nicht als Grund nehmen den Ausbildungsplatz nicht anzunehmen.

Unternehmen, auch und vor allem diejenigen die auf ihre Azubis aufbauen wollen, müssen über ihren tatsächlichen voraussichtlichen Bedarf ausbilden. Wenn ich in 3 Jahren 100 fertige Azubis brauche und dafür genau 100 einstelle steh ich blöd da wenn 9 die Ausbildung nicht schaffen und 7 danach eine andere Stelle annehmen.

Zudem kann man heute garnicht so genau planen um den genauen Bedarf an Arbeitskräften zu kennen.

Meine Lesart der Aussage wäre eher "wir können dir keine Übernahmegarantie und/oder einen unbefristeten Arbeitsvertrag versprechen". Und das ist etwas, das kein seriöses Unternehmen der Welt machen kann.

Edit: Und wenn es die wirtschaftliche Situation zulässt werden nachher doch alle übernommen die da sind. Auch wenn man die fertigen Azubis erstmal garnicht wirklich braucht, deren Ausbildung hat dem Unternehmen viel Zeit und Geld gekostet, sowas "wirft" man nicht einfach weg.
 
Zuletzt bearbeitet:
8Kevin9 schrieb:
ok danke, leite ich weiter. dann muss er wohl nach was sinnvollerem suchen :mad:

Sinnvollerem? Dann geh zu einem mittelständischem Betrieb.
Mit allen Vor- und Nachteilen.
Aber streng dich an und die Sache läuft, wo ist dein Problem?

Mit der Einstellung würde es eher kritisch werden.
 
Dadurch fehlt aber doch die Motivation oder nicht ? Man hat so kein Ziel mehr vor Augen.

Er könnte auch bei einem Automobilunternehmen unterkommen. Hier winkt ihm nach der Ausbildung eine unbefristete Übernahme. So kann er schon jetzt für die Zukunft planen.

Aber wenn der Ausbildungsmart auch so bekloppt ist kann er ja gleich irgendwas studieren. In beiden fällen würde man wieder bei 0 beginnen :mad:
 
Dadurch fehlt aber doch die Motivation oder nicht ? Man hat so kein Ziel mehr vor Augen.
Ist die mögliche Übernahme nicht Motivation genug sich vom Rest durch gute Noten und Leistungen abzusetzen?

Er könnte auch bei einem Automobilunternehmen unterkommen. Hier winkt ihm nach der Ausbildung eine unbefristete Übernahme. So kann er schon jetzt für die Zukunft planen.
Seine Entscheidung.

Aber wenn der Ausbildungsmart auch so bekloppt ist kann er ja gleich irgendwas studieren. In beiden fällen würde man wieder bei 0 beginnen
Äußerst interessant. Wenn er Abi hat warum nicht studieren? Durch eine Ausbildung macht die Oberstufe keinen Sinn mehr. Mehr Zeit für nichts investiert.
Ein Studium ist immer die richtige Entscheidung. Vorausgesetzt man studiert etwas halbwegs Vernünftiges und was einem Spaß macht.

Aber bei 0 beginnen, da kann man doch den Kopf schütteln. Du hast den Sinn & Zweck des Studiums scheinbar nicht wirklich erfasst.
 
8Kevin9 schrieb:
Er könnte auch bei einem Automobilunternehmen unterkommen. Hier winkt ihm nach der Ausbildung eine unbefristete Übernahme. So kann er schon jetzt für die Zukunft planen.

Aber wenn der Ausbildungsmart auch so bekloppt ist kann er ja gleich irgendwas studieren. In beiden fällen würde man wieder bei 0 beginnen :mad:

Er kann also schon sagen das ihm sowohl die Arbeit im allgemeinen als auch die Arbeit in dem Unternehmen mit den Arbeitskollegen Spaß machen wird...
Nichts ist schlimmer als ein Job wo man sich morgens schon regelmäßig quälen muss um hin zu gehen und dann "auch noch was zu machen". Das ist weder für den AG noch den AN wünschenswert und hilfreich.
Weiß er denn das er nach der Ausbildung nicht doch noch/lieber was studieren möchte?

Wie schon gesagt wurde, ein Unternehmen investiert in Laufe der Ausbildung nicht wenig Geld in einen Azubi, dieses wirft man ungern freiwillig weg. Gerade in größeren Konzernen sieht die Ausbildung in handwerklichen Berufen so aus das die Lehrwerkstatt direkt für die Schrotttonne produziert. In Mittelständischen und kleinen Unternehmen sieht da die Welt und auch die Kosten/Nutzen-Rechnung des Azubis mitunter deutlich anders aus.
 
Man kann auch noch nach einer Ausbildung studieren.

Ich würd empfehlen eine Ausbildung zu machen, evtl 2 Jahre Arbeiten und dann Meister/Techniker machen oder aber auch studieren.

Somit stehen dir alle Wege offen. Wenn du keinen Bock mehr hast zu lernen und die Arbeit passt dann bleibt man einfach dabei.

Besonders bei größeren Firmen hat man den Vorteil, dass man eine "Wiedereinstellgarantie" bekommt. Du muss dir also nach dem Studium nicht erst wieder einen Job suchen und kannst somit eigentlich nix außer etwas Zeit und Geld verlieren.
Oft bekommt man aber gleich eine Ingenieur-stelle. Du wirst auch anderen fremden Bachelor/Dipl Ing. vorgezogen, da Stellenausschreibungen immer zuerst intern erfolgen und bei den Stellen eigene Mitarbeiter bevorzugt werden.


Bei uns in der Firma ist der Abteilungsleiter ca 27 Jahre alt. :D Er hat zuerst ne Ausbildung gemacht, dann Abi und schließlich Maschinenbau studiert. Er wurde sofort als Abteilungsleiter eingesetzt als er wieder ins Unternehmen kam. Ohne Vitamin B.

Ich bin hab ne Ausbildung gemacht und wurde übernommen. Mache gerade den Meister im Online- Unterricht. Großteils deshalb weil ich ein Stipendium bekommen hab und ihn nicht zahlen muss. :D
Bin auch noch am überlegen ob ich nacher Maschinenbau studieren soll.

Auch wenn es schon viele Meister gibt, gibt es noch immer genügend Chancen eine Stelle zu bekommen wenn man gut ist. Aber auch wenn nicht, ist es sehr von Vorteil, da du dieses Wissen immer wieder mal brauchen kannst.


Zerspanungsmechaniker werden zur Zeit echt in Hülle und Fülle gebraucht. Bei uns in der Abteilung wird 7 Tage die Woche und 24 Stunden am Tag gearbeitet. Wir arbeiten in einem 5 Schichtmodell.

Zwar müssen wir regelmäßig auch am Wochenende arbeiten, aber dafür haben wir ne 33,6 Stunden Woche und gehen mit ca. 2200 Euro Netto nach Hause. :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Habe es selbst gelernt und verdienen tut man als frisch Ausgelernter zwishcen 2.500 Brutto und 3.500 Brutto. Der Verdienst ist also relativ gut. Mit Nachtschicht oder sonstigen Sachen kannst du soviel wie ein Jungingenieur verdienen!

Aufstiegschancen schlecht, nur mit Meister + Techniker und dann aber auch sehr begrenzt bzw. ohne Beziehungen in größeren Unternehmen Fehlanzeige.

Die Arbeit kann aber Spaß machen und abwechslungsreich sein. Paar bekannte von mir sind gerade für paar Monate in China :)
 
Kann es vill sein, das der Zerspanungsmechanikier besser bezahlt wird als der Industriemechaniker?
 
Bookstar schrieb:
Habe es selbst gelernt und verdienen tut man als frisch Ausgelernter zwishcen 2.500 Brutto und 3.500 Brutto.

Welcher Tarifvertrag spuckt für Neulinge denn noch 3500 Brutto aus ? :eek:

Bisher hab ich immer davon gelesen dass frisch Ausgelernter von Jahr zu Jahr weniger verdienen :freak:
 
So, als uralter SPANI => Dreher sag ich Dir erst mal : Es muss SPASS machen! Du kannst nicht Leistung bringen und gleichzeitig zur Autobahn schielen. Du musst ein Teil einlegen , dass nächste entnehmen, dass nächste einlegen.... und dabei musst Du die Kiste noch RAUF-und_RUNTER regeln. Glaub nicht was Dir dir Brummies erzählen -es macht keinen Spass!. Sowas macht keinen Spass! (es ist hohl!). Heute mag das anders sein ! Dass müsst Ihr aber erst mal rausfinden!!
Macht es und gebt uns Nachicht davon!
 
So schlimm ist es jetzt nicht wenn das Arbeitstempo passt. Wenn ein Teil 1-2 Minuten läuft.... Teil raus, Teil rein und 2 Minuten nix tun, dann gehts wieder von vorne an.

Wenn Frühschicht und Spätschicht besonders fleißig waren, dann kann man sich in der Nachtschicht auch schon um 2 oder 3 Uhr morgens zum Kartenspielen und Bier saufen zusammensitzen......(bis 6 Uhr)

Wenn man bei uns als Programmierer arbeiten würde, dann wären 3500 Brutto schon drinnen. Aber so ne Stelle muss man auch erst mal bekommen.
 
Als Werkzeugmacher ist ein Stundenlohn von 60 ... 80,-€ drin, wenn du gut bist (ohne Schicht). Steigerung nach oben offen. :D Mit dieser Berufbezeichnung hast du immer ein Bonbon in der Tasche, weil du gegenüber den anderen Berufen etwas mehr kannst.

TalBar schrieb:
Wenn er Abi hat warum nicht studieren? Durch eine Ausbildung macht die Oberstufe keinen Sinn mehr. Mehr Zeit für nichts investiert
Die Leute, die vor dem Studium eine Ausbildung machten, unterscheiden sich gegenüber den anderen mit reinem Studium wie Tag und Nacht, Ausnahmen nicht inbegriffen.
 
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