Informatikstudium ... nur was genau?

Maik1

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Hallo,
Ich habe vor zu Studieren, bin mir bei der Wahl des richtigen Studienganges aber noch total unschlüssig.

Zur Zeit habe ich drei verschiedene Vorstellungen von dem, was ich später machen möchte.
1. Was am liebsten machen möchte, wären wenn ich in einer Firma arbeiten kann, die z.B. intelligentes Wohnen entwickelt. Wo sämtliche Technick am Haus durch Computer gesteuert wird. Und diese Software/ Hardware zu entwickeln und damit ein einfaches Wohnen zu ermöglichen.
2. Dann interressieren mich außerdem noch Auto-Navigations-Systeme, wo Fahrzeuge miteinander kommunizieren, um keine Unfälle zu bauen, etc. . Als auch das Fahrzeuge direkt via GPS gesteuert werden.
3. Aber mich interresieren auch Server und Client Systeme im Web. Insbesondere die neuen Systeme ala Silverlight. Ich habe bereits einige Websites programmiert. Nur glaube ich nicht, dass für Websiteentwicklung noch immer so viele Leute gesucht werden. Oder hat man dort immernoch gute Zukunftschancen dort?

Das sind meine Berufsvorstellungen. Nur was müsste man für die drei verschiedenen Sachen studieren?

Ich bin euch für jede Antwort dankbar.
Maik1
 
AW: Infromatikstudium ... nur was genau?

Wie wärs mit ganz normaler Informatik?

Gruß,
[sauba]
 
AW: Infromatikstudium ... nur was genau?

Ich habe das Gefühl, dass jemand nur weil er in der Jugend gern am PC sitzt, sofort irgendwelche abgedrehten Science-Fiction-Szenarien als möglichen Job auswählt. So war ich auch mal aber die Realität sieht anders aus. Das ist ja fast so als würde man Astronaut werden wollen....
 
AW: Infromatikstudium ... nur was genau?

Zu 1.) 2.)

Hier liegts du mit Informatik / Technischer Informatik oder sogar Mechatronik / Elektrotechnik recht gut. Das kommt darauf an, was du genau machen willst: Programmierung, Hardwaredesign, beides ?

zu 3.) Kauf dir nen Buch, für sowas braucht man nun wirklich nicht zu studieren. Verdienen wirst du in dem Bereich auch nicht viel. Anders sieht es allerdings aus, wenn du dich eher für Datenbanken interessierst. Wenn du auf dem Gebiet richtig Ahnung kannst du gut verdienen. Hier könnte sogar ein Informatik mit der entsprechenden Vertiefungsrichtung und eine Promotion Sinn machen.

Wichtig: Vielleicht solltest du eher in Richtung FH Studium schauen, bei einem Uni Studium machst du Anfangs wirklich nur mathematische Theorie und kannst dann später in eine bestimmte Richtung vertiefen. FH ist von Anfang an wesentlich Praxis orientierter.
 
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AW: Infromatikstudium ... nur was genau?

Hilbertraum schrieb:
zu 3.) Kauf dir nen Buch, für sowas braucht man nun wirklich nicht zu studieren. Verdienen wirst du in dem Bereich auch nicht viel.
mich wundert immer, woher Personen immer wissen, mit was man angeblich kein Geld verdient.
Die ersten beiden angesprochenen Bereiche sind Vertiefungsrichtungen der Informatik (Computer Microsytems: integrierte Schaltungen, Prozessoren) oder eben ein IST-Studiengang, und das man da nichts verdient ist Quatsch, diese Personen werden genauso gesucht wie alles andere, er wird eben nur nicht an solche futuristischen Projekte kommen, wie er es gerne hätte.

Hilbertraum schrieb:
Anders sieht es allerdings aus, wenn du dich eher für Datenbanken interessierst. Wenn du auf dem Gebiet richtig Ahnung kannst du gut verdienen. Hier könnte sogar ein Informatik mit der entsprechenden Vertiefungsrichtung und eine Promotion Sinn machen.
Ja, Datenbank-Spezialisten sind seht gut bezahlt, aber genauso wie viele weitere Richtungen in denen man sich sehr stark spezialisiert, das ist ja der Sinn eines Studium.

nekro1 schrieb:
Für reines Programmieren -> Informatikstudium. Die bits und bytes sind deine besten Freunde
für reines Programmieren: Ausbildung, an einer Uni hat man da nichts zu suchen
 
AW: Infromatikstudium ... nur was genau?

Du solltest dich bei Informatik erstmal 2 grundlegende Dinge fragen.

1. Bin ich gut bis sehr gut in Mathe. Sicherlich kannst du ein Informatikstudium auch mit einer 4 oder 5 in Mathe bewältigen, aber es wird dir sehr viel schwerer Fallen.

2. Wie sieht es bei dir mit Kreativität und logischem Denken aus. Wenn du schon Probleme hast, dass Physikbuch aus der 11 Klasse zu verstehen und die Aufgaben zu lösen wirst du dich später eindeutig damit beschäftigen müssen.


Was ich damit sagen möchte? Ganz einfach, Informatik gehört mit zu den schwierigsten Studiengängen die es gibt. Ein Großteil der Studierenden steigt zu Beginn aus und viele schaffen plötzlich die letzten zwei Semester nicht mehr.

Grundsätzlich kann ich dir aber empfehlen, studiere Informatik wenn du Lust darauf hast später etwas mit Technik/Vernetzung von Hard- und Software usw. zu machen. (das passt zumindest auch in deine Beschreibung)
Spezialisieren tust du dich dann später in deinem Master, erstmal solltest du aber den Bachelor schaffen mit dem man natürlich auch schon viel erreichen kann.
 
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AW: Infromatikstudium ... nur was genau?

Hallo,

Dipl. Informatiker sind eigentlich Mathematiker.
Dipl. Informatiker (FH) gehen mehr in richtung Softwarentwicklung.
 
AW: Infromatikstudium ... nur was genau?

Zum Jobangebot: Das ist immer eine Momentaufnahme. Mal werden mehr Leute gesucht, mal weniger. Und je nachdem wie flexibel man mit dem Arbeitsort ist, gibt es auch mehr oder weniger Angebote.

Bzgl. der Haussteuerungsgeschichte: Schau doch mal bei den Lichtschalterherstellern auf die Webseiten und guck die Stellenangebote durch. Diese haben i.d.R. auch intelligentere Lösungen für Häuser im Programm und man sieht die Anforderungen, die heute gestellt werden.

Grundsätzlich geht es dann in Richtung Kombination aus Elektrotechnik und Informatik.

Für die Autonavigationssysteme hilft die reine Informatik oder Mathematik mit Nebenfach Informatik. Evtl. auch Elektrotechnik, kann aber sein, daß hier die Theorie für die Informatik knapp gehalten ist.

Bzgl. Client/Server Systemen ist Informatik i.d.R. auch das Richtige.

Meiner Meinung nach ist aber das wichtigste, daß man nachweisen (Zeugnis, Arbeitsproben, etc) kann, daß man programmieren kann. Die Fachlichkeit bekommst Du in der Tiefe sowieso meist nicht im Studium geboten.
 
AW: Infromatikstudium ... nur was genau?

Hi,

vielleicht ist das genau das richtige für dich ;)

MaTSE = Mathematisch Technischer Softwareentwickler (Dualstudium = Ausbildung + Studium)

Kann ich nur empfehlen!!
Falls du mehr Infos haben möchtest -> PN



Viele Grüße
Stephan
 
AW: Infromatikstudium ... nur was genau?

ice-breaker schrieb:
für reines Programmieren: Ausbildung, an einer Uni hat man da nichts zu suchen

Was erzählst du den da?! Gerade der Engineering Prozess umfasst mehr als nur die stupide Anwendungsentwicklung (dazu reicht Ausbildung), aber zum Engineering Prozess gehört auch Qualityinsurance, Project Management, Maintenance etc , da brauchste schon mehr skills ;-) Schließlich möchte man ja nicht nur 40std die Woche rumprogrammieren :)
 
AW: Infromatikstudium ... nur was genau?

du sprachst von reinem Programmierer und dies ist eine Ausbildung.
Was du nun aber beschreibst geht in die Richtung Softwarearchitekt (Software Engineering) und ist in der Tat ein Teil des Studiums.
Du hast nur vorher eben von ganz anderen Verhältnissen gesprochen als jetzt ;)

Denn als reiner Programmierer wird man sich in einem Studium "langweilen", weil einen die Theorie nicht interessiert und es auch in relativ wenig Kursen ums programmieren geht.
 
AW: Infromatikstudium ... nur was genau?

Puhh, das sind ja mal viele Antworten in der kurzen Zeit.

@[sauba]: Ganz normale Informatik will ich auf keinen Fall studieren, denn das ist mir zu theoretisch. Je mehr praxis desto besser.

@Harper: Schon klar, aber diese "Science-Fiction-Szenarien" die ich beschreiben habe, gibt es alle heute schon. Zwar mehr oder weniger in der Forschung und Entwicklung, aber es gibt sie schon.

@Hilbertraum: Hardwaredesign eher weniger. Da macht mir Programmieren mehr spaß.
Ja mit Datenbanken habe ich auch schon gearbeitet. Insbesondere bei CMS-System (PHP und MYSQL). Nur das sind ja sicherlich die "einfachen" Dinge. Gerade bei Silverlight, C# und .net hab ich noch nicht ganz geblickt. Aber dazu muss ich mich erst mehr beschäftigen. Gerne würde ich sowas vertiefen, denn Websiteentwicklung macht mir viel Spaß. Aber ob da Medieninformatik reicht?

@nekro1: Informatik: zu theoretisch; Medieninformatik: wäre ok, siehe oben; Wirtschaftsinformatik: die 50% BWL da drin sind nichts für mich

@ice-breaker: Als Datenbankspezialist: welche konkreten Aufgaben hat man da genau in einem Unternehmen: nur DB überwachen, neue anlegen? Ich hätte nicht gedacht, dass es dafür spezielle Leute gibt.

@Atomaffe:
zu 1. Mathe LK 10 Pkt. (Prüfung 11 Pkt.)
zu 2.: Physik LK hatte ich 9 Pkt. (Prüfung auch 9 Pkt.) Physik ist mir nicht ganz so leicht gefallen, aber unlogisch war es mir jetzt nicht gerade, wenn ich mich so erinnere. :rolleyes:

Ja gerade beim reinen Info Studium habe ich auch schiss, dass bei dem ganzen Mathematischen Zeugs versagen werden, da es ja nicht mehr viel mit der Mathematik aus Abi gemainsam haben soll?

@DerYvo: Für mich hört sich Softwareentwicklung besser an.

@Toecutter: Ja, ich habe mich schon auf einigen Websites umgeschaut und dort meistens Wirtschaftinformatiker gefunden oder Elektrotechnicker. Aber eher selten direkt Informatik z.b. als Softwareentwickler.

@SteveP: Ahh, Lego Mindstorms. Ja damit habe ich schon gerne in meiner Kindheit gespielt. :D Ja, die Website klingt auch ziemlich interessant. Werde mich damit auch informieren.

Danke schonmal für die Infos...
Maik1
 
AW: Infromatikstudium ... nur was genau?

Maik1 schrieb:
@Harper: Schon klar, aber diese "Science-Fiction-Szenarien" die ich beschreiben habe, gibt es alle heute schon. Zwar mehr oder weniger in der Forschung und Entwicklung, aber es gibt sie schon.
du wirst aber höchstwahrscheinlich als Nicht-Akademiker keine Stelle in einem Unternehmen in der Forschung bekommen ;)
Bzw: wird solch ein Forschungszweig überhaupt von Unternehmen durchgeführt? Es gibt ja auch einige Dinge, an denen eher in Unis geforscht wird.

Maik1 schrieb:
@ice-breaker: Als Datenbankspezialist: welche konkreten Aufgaben hat man da genau in einem Unternehmen: nur DB überwachen, neue anlegen? Ich hätte nicht gedacht, dass es dafür spezielle Leute gibt.
Optimierung, Skalierung, Management (Backups), Konzeption neuer Systeme, eben alles um eine Datenbank herum. Erfordert eben wirklich sehr tiefes Verständnis von Datenbanken (Datenstrukturen, Algorithmen, Prozesse usw).

Maik1 schrieb:
Ja gerade beim reinen Info Studium habe ich auch schiss, dass bei dem ganzen Mathematischen Zeugs versagen werden, da es ja nicht mehr viel mit der Mathematik aus Abi gemainsam haben soll?
Stell dir Abi-Mathe wie die Grundschule vor, und das Studium-Mathe wie die Oberstufe, du wirst zwar hier und da Dinge wiedererkennen, aber dies meist nur am Anfang (ersten 2 von 12 Übungen) des Semester danach kommt dann neues.
Es ist mit Lernen natürlich schaffbar nur würde ich es niemandem Empfehlen der im Abi damit auf Kriegsfuß stand, wer im Mathe-Lk aber gut durchgekommen ist, wird auch Uni-Mathe schaffen.
 
DerYvo schrieb:
Dipl. Informatiker sind eigentlich Mathematiker.

Unfug. Die Informatik mag sich aus der Mathematik entwickelt haben, im Grunde ist auch alles Mathematik, aber wer ein paar abgespeckte Grundvorlesungen gehört hat, ist noch lange kein Mathematiker – nicht einmal annähernd. Außerhalb des Faches Mathematik selbst lasse ich die Bezeichnung "eigentlich Mathematiker" höchstens noch für Theoretische Physiker gelten. Alles andere ist pure Rechnerei.
 
Wenn du denkst dass allgemeine Informatik zu "theretisch" ist, kann ich dich beruhigen. Ich studieren momentan Allgemeine Informatik (6 sem) und ich kann dir sagen, dass du reichlich mit Praktikas belagert wirst.
Mathematik ist machbar, im Vergleich zu Mechatronikstudium zumindest.

Ich hab in meinem Studium ziemlich viel gemacht. Netzwerke und Netzwerkpläne erstellen, Datenbanken und Datenbankprogrammierung (Zugriff auf die Datenbank), Hardwareprogrammierung, Kernelprogrammierung, Algorithmen programmieren, Web (PHP, HTML,CSS, Javascript), Allgemeine Softwareentwicklung (C, C++, C#, PHP) als WPF kann man sich auch JAVA nehmen, Grafische Datenverarbeitung und Computergrafik usw.

In fast jedem Fach werden Praktikas verteilt.

Wenn du dir Beispielsweise die FH Darmstadt anschaust kansnt du dir sogar die Fächer selbst aussuchen.

Wäre ich jetzt in deiner Lage, würde ich mich für ein BA Studium entscheiden. Bekommst Geld, direkt Praxisbezug und nach dem Studium gute Möglichkeiten übernommen zu werden.

PS: Ich studiere auf einer FH, kann sein dass Unis sehr theoretisch sind.
 
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natürlich ist FH praktisch besser als TU, dass sollte er eben bedenken, aber normale Informatik an einer Uni ist eben theoretisch.
Er muss eben erstmal eine Entscheidung treffen ob Uni oder FH.

PS.: Ich bin nur einer paar hundert Meter neben dir, Informatik der TU Darmstadt ;) :D
 
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aggroman schrieb:
Wenn du dir Beispielsweise die FH Darmstadt anschaust kansnt du dir sogar die Fächer selbst aussuchen.
Aber das auch erst ab dem 4. Semester so richtig, zumindest ists bei mir so (SPO 07).
 
Das ist überall so, immerhin muss man erst einmal die Grundlagen erlernen um sich später in bestimmte Richtungen zu spezialisieren.
Es seiden wir sprechen hier direkt von spezialisierten Studiengängen, eben "Bindestrich-Informatiker"
 
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