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NewsIntel-Googlebooks: Diesmal wird x86 zum Kompatibilitätsproblem
Diesmal wird x86 zum Kompatibilitätsproblem Google räumt zum Verkaufsstart ein: [B][SIZE=5]Einige [/SIZE][/B]Android-Apps laufen auf Googlebooks mit Intel nicht optimal. Snapdragon ist nicht betroffen.
Andere Seiten haben schon im Titel ein Drama daraus gemacht. Das hier ist klar abgegrenzt. Wegen der paradoxen Situation mit der x86-Kompatibilität habe ich zudem das als Titel gewählt und nicht das Problem mit ein paar (von Google(!) nicht genannten) Apps. Kann nicht erkennen inwiefern die Berichterstattung unseriös wäre.
Google versucht ein Apple Ökosystem aufzubauen. Mal sehen ob sie dabei mehr Geduld haben als Microsoft. Die haben es ja ein paarmal versucht, auch im Smartphone Bereich Fuß zu fassen, aber immer unter fragwürdigen Entscheidungen aufgegeben.
Grundsätzlich finde ich das in Ordnung, weil man einfach keine gute Alternative zu Apple bekommt (nur 1 Account, keine lästigen Inkompatibilitäten und Redundanzen die schon bei der Kontaktliste anfangen), weil alle anderen Hersteller auch nicht bis ins letzte Detail offen sein wollen.
Von Google haben die meisten nicht-Apple user eh schon die PlayStore services, die Suchmaschine und Maps, jetzt gibt's das Handypaket (mit Watch und inEars dazu) dazu und nun sollen Laptops folgen. Wobei doch bei uns die Chromebooks schon 0 Verbreitung haben gefühlt.
Mich würde mal interessieren was da so an Googlebooks in DE und AT abgesetzt wird. Gefühlt gibt es da nur Windows/Apple und eine kleine Gruppe Linux Nerds.
PS: Früher oder später gibt es fix eines das von Google selbst gebaut wird (also nicht direkt selbst, sondern halt wie bei Apple) und Pixelbook heißt. Aber anscheinend kommt man da nicht in den Markt rein, wenn man nicht so ein Konstrukt mit den OEMs auch macht.
Das war ja bei Chrome OS auch schon so, das Chromebooks mit x86 Intel CPU mit Einführung der Android Apps damals weniger kompatibel waren als Geräte mit ARM.
Es wundert mich lediglich das an dem Problem nicht zwischenzeitlich gearbeitet wurde, da es ja schon jahrelang besteht.
Die ganze Situation um ARM und wie "Apps" von Google und Apple gehandhabt werden ist hier der Pferdefuß.
Google koppelt Apps an ihren Shop und verschiedene proprietäre Dienste. Hier müssen entsprechend um die App herum sehr viel geschlossene und geschützte Bedingungen erfüllt sein und damit stellt sich Google selbst ein Bein.
Einfach nur eine ARM App Lauffähig über eine Kompatibilitätsschicht zu machen ist nicht das eigentliche Problem.
Siehe zum Beispiel "Waydroid" unter Linux. Es gibt auch unter Windows ein "Android auf Windows".
Im Prinzip wird hier wieder deutlich wie geschlossene Software vernagelt ist und das zum Problem wird.
Hatte das zuletzt erlebt, als ich mal GrapheneOS ausprobiert habe. Also ein Open Source Android. Das benötigt keine Kompatibilitätsschicht zum Ausführen, aber da viele Apps in den Google Diensten gefangen sind laufen die Apps dann doch nicht.
Diese ganze ARM Smartphone/Tablet Welt ist aufgrund der proprietären und verschlossenen Software regelrecht zum Wegwerfartikel verkommen, nur wegen der Software.
Mir geht's vor allem darum, dass bislang nichts konkretes bekannt ist, keine Erfahrungsberichte oder Reddit Posts, ihr aber allgemein von Problemen schreibt.
Ich finde es halt weniger seriös oder sagen wir unglücklich, wenn sich solche Berichte nur auf schwammige Aussagen stützen. Ich finde natürlich grundsätzlich gut, dass ihr das Thema schnell zum Verkaufsstart aufgegriffen habt. Somit sind potenzielle Käufer informiert. Aber wird sich zeigen wie gravierend das ganze am Ende des Tages wirklich ist.
RealOlstyle schrieb:
Einige Spiele mögen tatsächlich das Android NDK nutzen, aber das ist die absolute Ausnahme.
NDK ist eher die Regel als die Ausnahme. Fast alle externen Bibliotheken die in Apps eingebunden werden und entweder für Grafikberechnung, Foto- oder Videobearbeitung dienen sind native via NDK angebunden.
Was ist bitte naheliegender, als die inzwischen erwachsen gewordenen ARM Prozessoren mit dem dafür geschriebenen Betriebssystem zu vereinen? Mit intel (oder auch AMD, wenn) hat man sich doch den Pferdefuß mit ins Boot geholt, statt konsequent die Stärken des Systems zu nutzen. Man installiert ja ( wenn man voller Guter Gedanken ist) kein Windows auf einen Mac-Rechner. Da hätte ich mir vom Betriebssystem Eigner tatsächlich ein wenig mehr Cochones gewünscht. Jetzt müssen die Kunden die Eier haben, sich für ein nur fast gutes Konzept 1200 flocken hinzulegen.
Das parallel weiter laufende ChromeOS erfüllt diese Zusagen äußerst zuverlässig!
Hatte bis kürzlich hier ein Asus Flip von 2019 mit in den Einstellungen vermerkter Supportzusage bis 2029. Und die Updates kamen sehr pünktlich.
Mein Chromebook Plus läuft bis 2033.
Kein anderes OS schreibt das in die Einstellungen hinein und liefert m.E. derart schnell!
Evil_Owl schrieb:
Es wundert mich lediglich das an dem Problem nicht zwischenzeitlich gearbeitet wurde, da es ja schon jahrelang besteht.
Nicht daran gearbeitet im Sinne von es bestehen weiterhin Kompatibilitätsprobleme die nicht rechtzeitig gelöst wurden.
60% der offiziell von Google angekündigten / vorgestellten Geräte setzen auf x86, und laufen damit trotz hoher Einstiegspreise lediglich eingeschränkt je nach Anwendung.
Ich vermute, die verkaufen Geraete, die sie sowieso schon bauen, jetzt als Googlebooks, vielleicht mit kleinen Aenderungen. Das reduziert die Kosten dieser neuen Geraetekategorie. Erst wenn sich da ein grosser Markt etabliert hat und es tatsaechlich etwas bringen sollte, Geraete dafuer zu bauen, die anders sind, wird das auch getan werden.
Was die Probleme einiger Anwendungen auf Intel-Prozessoren betrifft: Vor vielen Jahren hat ein Benutzer von Gforth auf einem Android-Tablet mit Intel-Prozessor eine Support-Anfrage gestellt, in deren Rahmen herausgekommen ist, dass auf seinem Tablet das ARM-Binary von Gforth emuliert laeuft und nicht das IA32 oder AMD64 Binary, obwohl die Gforth fuer Android auch mit Support fuer IA32 (WIMRE) gebaut worden ist. Das System hat dann nur aus irgendeinem Grund lieber das ARM-Binary (emuliert) ausgefuehrt. M.W. hat derjenige, der die Android-Pakete baut, dann herausgefunden, was passiert und hat das gefixt. Vielleicht sind die Schwierigkeiten mit manchen Anwendungen auf den Intel-Googlebooks aehnliche Kleinigkeiten.
Ergänzung ()
person unknown schrieb:
Was ist bitte naheliegender, als die inzwischen erwachsen gewordenen ARM Prozessoren mit dem dafür geschriebenen Betriebssystem zu vereinen? Mit intel (oder auch AMD, wenn) hat man sich doch den Pferdefuß mit ins Boot geholt, statt konsequent die Stärken des Systems zu nutzen. Man installiert ja ( wenn man voller Guter Gedanken ist) kein Windows auf einen Mac-Rechner. Da hätte ich mir vom Betriebssystem Eigner tatsächlich ein wenig mehr Cochones gewünscht.
Die Betriebssystemeigner wollen, wenn sie die Prozessoren nicht selbst herstellen, moeglichst viele Prozessoranbieter (und damit auch moeglichst viele Architekturen), sonst koennen die wenigen Anbieter Oligopol- oder Monopolpreise verlangen. Deswegen draengt Microsoft zu Windows on ARM (was da aber wegen des auf Intel gewachsenen Oekosystems schwieriger ist) und deswegen gab es schon frueh Android auf Intel-Prozessoren (und es gab auch Android-Tablets mit Intel-Prozessoren).
Und als Benutzer wuensche ich mir, dass ich auf einer Hardware alle Betriebssysteme laufen lassen kann, die ich will. Wenn nicht-Android-Linux, Android-Linux, und Windows alle auf beliebigen Maschinen mit AMD64, ARM und RISC-V laufen wuerden, waere das fuer uns optimal. Wobei ich mich schon frage, warum Android-Linux jetzt auf den Qualcomm-Prozessoren laeuft, aber nicht-Android-Linux nicht. Aber vielleicht beantwortet die Antwort darauf auch die Frage, warum nur die X1-Prozessoren in Googlebooks sind.
Das beantwortet nicht meine Nachfrage!
Du hast wie viele Chromebooks die letzten, sagen wir mal, 10 Jahre benutzt?
COS war ja zunächst als reines Desktop OS auf x86 Basis eingeführt worden und ist es im Grunde immer noch. Die Vorzüge waren der anspruchslose Umgang mit Hardware, was es dann insbesondere in den USA für den Bildungssektor interessant gemacht. Der sehr hohe Marktanteil sprach dann für sich.
Der Nachteil war, vorsichtig formuliert, die unterirdische Versorgung mit Apps. Viel investieren wollte man da aber nicht und hat den einzig richtigen Schluss gezogen, Chromebooks für den Android Play Store zu öffnen.
Womit man sich dann natürlich Darstellungsprobleme eingehandelt hat. Gerade zu Anfang war das heftig. Mit der Zeit hat man das aber gut in den Griff bekommen.
D.h. jetzt nicht, dass alles optimal dargestellt wird, aber man damit durchaus leben. Man kann daher kaum behaupten, dass daran nicht gearbeitet wurde. M.E. wurde da relativ viel dran gearbeitet.
Jetzt kommt Google mit seiner neuen Geräteklasse und einem neuen Betriebssystem daher, und scheinbar fallen ihnen die Probleme auf die Füße, die sie vorher bei COS schon nicht ganz gelöst hatten. Wen wunderts?
Evil_Owl schrieb:
60% der offiziell von Google angekündigten / vorgestellten Geräte setzen auf x86, und laufen damit trotz hoher Einstiegspreise lediglich eingeschränkt je nach Anwendung.
Was ist denn deine Frage bitte? Es geht dir ja scheinbar irgendwie nahe bei der Reaktion.
Du sagst deiner Meinung nach wurde da viel daran gearbeitet, fair und gehe ich mit. Hatte ich dir aber schon geschrieben auf was ich mich da bezog.
Und wenn ich mir aber das Endergebnis anschaue war es einfach leider nicht genug, was daran gearbeitet wurde, wenn die alten Fehler weiterhin bestehen mit dem neuen OS. Und dieses bewirbt man dann auch noch offensiv und explizit mit dem Feature Android Apps und Zugang zum Playstore. Die Historie von Chrome OS ist da nebensächlich.
Entschuldige das ich dafür kein Verständnis habe und es kritisiere, wenn ein Milliarden Dollar Konzern wie Alphabet es nicht schafft seine eigenen Produkte vor Markteinführung 100% lauffähig zu bekommen. Wieso soll man das beschönigen?
Ich selbst hatte lange Zeit 3 Chromebooks (2015-2024) von Acer (Intel) und Lenovo (Intel, ARM) und hab selbst die Entwicklung und Verfügbarkeit von dem Feature gesehen. Das ist aber für mich kein Argument Google für das jetzige Verhalten und die erbrachte bzw. nicht erbrachte Leistung irgendwie in Schutz zu nehmen.
Dito, ändert aber nichts an den Versprechungen und Behauptungen des Google Marketings, was das Endprodukt dann effektiv nicht halten kann. Nicht jeder Kunde ist so aufgeklärt und weiß um den Pferdefuß bei den neuen Geräten.