Internetprobleme bei Ping-sensitiven Anwendungen

OskharrVonOtten

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Hallo zusammen, seit Samstag habe ich ein erhebliches Problem mit meiner Internetverbindung:

Sobald ich ein Online-Spiel starte, habe ich sehr hohe Ping-Schwankungen bis hin zum Verbindungsabriss. Dabei ist es egal, um welches Online-Spiel es sich handelt (getestet mit BfV und The Division 2). Meine Internetgeschwindigkeit allerdings ist allgemein nicht davon betroffen. Ich kann nach wie vor mit der gebuchten Geschwindigkeit runterladen und auch Streaming bei Netflix und Amazon ist kein Problem. Ich habe bei meiner FritzBox 7530 schon die aktuellste Firmware installiert, die Treiber von meinem WLAN-Stick aktualisiert und einen DNS Flush durchgeführt. Heute war ein Techniker der Telekom bei mir im Haus und hat die Dose gewechselt sowie die Leitung durchgemessen - alles ohne Ergebnis. Ich weiß so langsam echt nicht mehr weiter. Hatte einer von euch schon mal etwas vergleichbares?

Gibt es noch weitere Lösungsansätze, die ich noch nicht beleuchtet habe? Wie gesagt, das ganze tritt nur bei Online-Gaming auf. Das ist irgendwie schon ein sehr spezifischer Fehler. Ich habe mal einen der gemessenen Ping-Verläufe an den Beitrag angehängt.
 

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OskharrVonOtten schrieb:
Treiber von meinem WLAN-Stick
Hast Du nur mit WLAN getestet oder den PC auch mal direkt per Kabel mit der Fritzbox verbunden?
Könnte auch ein Störer im WLAN sein.
 
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Werde ich testen. Kann ich mir allerdings nicht vorstellen, da die Streaming in 4K ohne Probleme möglich ist und der Ping auch insgesamt normal ist, solange ich keines der Spiele öffne. Sobald ich allerdings eines der beiden Spiele starte, zeigt der Ping diese interessanten Verläufe und teilweise verliert der Rechner die komplette Internetverbindung, bis das Spiel wieder beendet ist. Ich sage ja, ein sehr spezifischer Fehler.

Ich werde LAN direkt testen
 
Downloadordner auf dem selben physikalischen Datenträger wie die betroffenen Spiele?
 
Nein, der Downloadordner ist auf der M2.SSD vom System und die Spiele sind auf einer normalen SSD. Aber die Spiele starten an sich ohne Probleme und sind im Offline-Modus (zumindest BfV) im Singleplayer spielbar
 
Als dritten Datenträger habe ich eine SATA-HDD angeschlossen, ja. Systemplatte ist eine M2 HDD und die Spiele sind auf einer SATA-SSD. Scheint aber an meinem WLAN Stick zu liegen. Mit einem LAN-Kabel funktioniert alles normal
Ergänzung ()

Blöde Frage: Aufgrund der Lage des Routers ist LAN keine Dauerlösung bei mir. Wie kriege ich das über WLAN wieder hin
 
Den Stick besser positionieren und/oder einen mit externen Antennen nehmen.
Kann was bringen oder auch nicht.

BFF
 
OskharrVonOtten schrieb:
dritten Datenträger

öhm ja dafür im Geräte.Manager (Laufwerke) den SchreibCache deaktivieren bzw. auf schnelles Entfernen schaklten, System neu starten.

WLAN ? öhm, schon beim Haupt-WLAN die SSID unsichtbar geschaltet ?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator: (vertippt nochmal ! ;-))
Du brauchst einen vernünftigen WLAN-Adapter. Eine Empfehlung mit sehr guter Ping habe ich nicht. Es wird aber nie so gut wie mit einem kabel werden völlig unmöglich.
Ich nutze diesen und bin zufrieden hat aber auch eine Ping von 20-50ms https://eu.dlink.com/de/de/products/dwa-192-ac1900-ultra-wi-fi-usb-adapter

Ich habe auch noch diesen da der keine Steckdose verdeckt https://www.alternate.de/Linksys/RE6700-EG-Range-Extender-Repeater/html/product/1209080?

Zusatz: beste und teuerste Lösung wäre ein sehr guter Repeater oder gleich ein Router mit mehreren Antennen die könne ja auch in dem Modus laufen
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist das zufällig ein Fritz WLAN Stick?
Die Teile sind sehr unzuverlässig wenn die WLAN Verbindung nicht perfekt ist.
Bei meinem Cousin habe ich nach 2 Tagen aufgegeben und stattdessen einen von TP-Link für 20€ geholt (Archer T2UH). Ging dann besser.

Ich muss demnächst eine Fritzbox für meine neue Wohnung kaufen. In dem Zusammenhang hatte ich gelesen, dass das WLAN von der 7530 wohl nicht so gut sein soll. Falls mal ein Routerwechsel ansteht, wäre die 7590 eine Option.
 
Ja ist ein Stick von Fritz. Hab auch so den Eindruck gewonnen, dass die Dinger Mist sind. Mit der Box bin ich bislang eigentlich sehr zufrieden.
 
OskharrVonOtten schrieb:
Blöde Frage: Aufgrund der Lage des Routers ist LAN keine Dauerlösung bei mir.
Netzwerkkabel können problemlos bis zu 100m lang sein. Befinden sich Router und PC nicht im selben Raum nutzt man Flachbandkabel um durch Türen durch zu kommen. Kabelschellen oder -kanäle sind idR immer möglich. Löcher kann und darf man auch problemlos in Mietwohnungen bohren.
Die Aussage "Kabel ist nicht möglich" kann in 99% der Fälle übersetzt werden mit "Ich bin zu faul und schmeiße lieber Geld für WLAN aus dem Fenster und akzeptiere irgendwann, dass WLAN nun einmal Fremdeinflüssen unterliegt".
 
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OskharrVonOtten schrieb:
Werde ich testen. Kann ich mir allerdings nicht vorstellen, da die Streaming in 4K ohne Probleme möglich ist und der Ping auch insgesamt normal ist, solange ich keines der Spiele öffne. Sobald ich allerdings eines der beiden Spiele starte, zeigt der Ping diese interessanten Verläufe und teilweise verliert der Rechner die komplette Internetverbindung, bis das Spiel wieder beendet ist. Ich sage ja, ein sehr spezifischer Fehler.
Ja, es ist ein WLAN-spezifischer Fehler. Sorry, aber deine Vorstellung bzw. deine Erklärung für dich selbst hat nichts damit zu tun, was du tatsächlich machst.

Der Grund, warum du beim 4k Streaming und auch sonst keine Probleme hast, ist, dass Daten von Online-Spielen im Gegensatz zu Daten beim Surfen oder Streamen zeitkritisch sind. Du schießt ja jetzt, dementsprechend soll den Gegner auch jetzt die Kugel treffen.

Beim Streaming hingegen wird ein Puffer gefüllt und ab einem gewissen Füllstand beginnt der Player mit dem Abspielen. Ob zwischendrin mal Pakete verloren gehen, ist egal, die werden wieder aufgefüllt, bis der Player zur entsprechenden Stelle im Film kommt. Natürlich nur, solange die Verbindung stabil ist.

Zudem sind die Zeitintervalle zwischen den Abfragen, um das Spiel für alle Spieler flüssig zu halten, meist deutlich kürzer hintereinander. Das kannst du ja auch nicht zusammenfassend packen. Bei einem Film ist klar, was noch alles kommt, bis der Film vorbei ist. Bei einem Spiel wissen die restlichen Spieler und der Server nicht, wann du plötzlich nach links gehst, bis du es dann tust.

Deine Bandbreite hat nichts damit zu tun, wie gut du online Spielen kannst, zumindest nicht ab einer gewissen Höhe, die heute nahezu jede Verbindung liefert. Die Anzahl Spuren einer Autobahn sagt ja auch nichts darüber aus, wie gut die Fahrbahndecke ist, oder wie schnell die Autos darauf (jedes einzeln betrachtet) tatsächlich fahren.

Und die Pinganfrage auf der Kommandozeile schickt gemächlich jede Sekunde eine Ping Anfrage raus und teilt dir das Ergebnis mit. Du kannst dir vielleicht vorstellen, dass es davon in einem Spiel erheblich mehr in der gleichen Zeit gibt.

Sowas macht leider nicht jeder Stick mit, zudem müssen die Daten halt durch die Luft. Dann passiert eben genau das.
 
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Du hast geschrieben "Hallo zusammen, seit Samstag habe ich ein erhebliches Problem mit meiner Internetverbindung"
wie war es denn vor Samstag ? Ohne Probleme ? Hast du vielleicht etwas verstellt in den Tagen nach Samstag ?
Irgendwas installiert, oder Kabel umgesteckt ? Router neu ? etc.
Auch finde ich das schon sehr fix von der Telekom.....Samstag Problemauftritt, denke mal du hast dann Monatg bei der Telekom angerufen und heute Mittwoch schon jemand von denen vorbeigekommen ?
Net schlecht.
Meine Vermutung ist, du hast irgendwas gemacht oder verändert. ODER du lässt etwas wesentliches aus. Geschichte klingt komisch
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja Kabel legen wäre ein längeres Projekt, da das ganze um mehrere Ecken rum müsste. Mir ist vollkommen klar, dass LAN WLAN in allem Belangen überlegen ist. Aber bis Samstag war ich ja auch zufrieden mit der Verbindung und Gaming war mit WLAN mit einem Ping von etwa 20 ms möglich.

Ich war in der Zwischenzeit los und habe einen neuen Stick gekauft und mit diesem funktioniert alles wieder wie vor Samstag. Scheinbar war der Stick der Übeltäter und hat Samstag den Geist aufgegeben.
 
OskharrVonOtten schrieb:
Werde ich testen. Kann ich mir allerdings nicht vorstellen, da die Streaming in 4K ohne Probleme möglich ist und der Ping auch insgesamt normal ist, solange ich keines der Spiele öffne.
Das sind zwei Paar Schuhe. Es reicht schließlich auch nicht, nur zu sagen, dass das eigene Auto 500 PS hat. Die 500 PS können nämlich der Beschleunigung dienen (=> Sportwagen) oder es handelt sich um ein Fahrzeug, das schwere Lasten ziehen soll (=> Traktor). So haben Streaming und Spiele zwei vollkommen unterschiedliche Anforderungsprofile, wie eben Sportwagen und Traktor auch.

Einem Stream von Netflix ist dein Ping beispielsweise vollkommen egal. Beim Streaming ist es wichtig, dass konstant eine gewisse Bandbreite zur Verfügung steht, um den Puffer im Player zu füllen. Ob das jeweils mit 20 oder 200ms Verzögerung beginnt, ist dem Player ziemlich egal.

Ein Online-Spiel wiederum arbeitet nahezu in Echtzeit. Das heißt es gibt keine Pufferung, sondern jede Aktion muss möglichst ohne Verzögerung übertragen werden. Die Datenmenge ist dabei meistens sehr gering, die Bandbreite der Verbindung demnach eher nachrangig, der Ping muss aber stabil und möglichst klein sein.


OskharrVonOtten schrieb:
Ich war in der Zwischenzeit los und habe einen neuen Stick gekauft und mit diesem funktioniert alles wieder wie vor Samstag. Scheinbar war der Stick der Übeltäter und hat Samstag den Geist aufgegeben.
Naja, ob der Stick im eigentlichen Sinne "Schuld" hat, sei mal dahingestellt. WLAN nutzt im Gegensatz zu einem LAN-Kabel eben ein geteiltes Medium, die Luft oder den Äther. Es reicht, wenn ein Nachbar sich einen neuen WLAN-Router zulegt und/oder den Kanal wechselt, um bei dir Störungen zu verursachen. Ein klassischer WLAN-"Stick" hat in der Regel winzige interne Antennen, die denkbar schlechte Sende-/Empfangseigenschaften haben. Ultra-Nano-Super-Winzig-Klein-Sticks sind eben nicht das Gelbe vom Ei. Besser sind USB-WLAN-Adapter, die mittels USB-Kabel auf dem Schreibtisch positioniert werden können und zudem auch "richtige" Antennen haben, die man auch ausrichten kann. So kann man dem WLAN deutlich bessere Chancen einräumen als bei einem Nano-Stick, der im schlimmsten Fall noch hinten am PC steckt, inmitten von Dutzenden Kupferkabeln (Stichwort: Faraday'scher Käfig)
 
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