iPhone (3GS) Akkupflege und -leistung

headR

Cadet 4th Year
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Liebe Community,

seit genau 2 Jahren bin ich in Besitz eines iPhone 3GS. Anfangs war ich sehr auf Akkupflege bedacht, manche von euch hätten mich wohl als pedantisch in dieser Hinsicht bezeichnet.
Aus meiner Jugend und vor allem aus der Zeit meiner ersten Handys, Discmen, Minidiscplayer, etc. (in den 90er Jahren) weiß ich, dass (zumindest damals) der Grundsatz zur Akkupflege Gültigkeit hatte:
Lass den Akku erst zur Gänze entladen, um ihn dann vollständig aufzuladen, wenn du möglichst lange Freude an deinem Energiespeicher haben willst.
Nun in Zeiten der fortgeschrittenen Akkutechnologien und Energiespeichermaterialien bin ich mir nicht sicher ob dieser Grundsatz nachwievor Daseinsberechtigung hat.
Jedenfalls habe ich diesen Grundsatz auch noch während der letzten 2 Jahre mit meinem iPhone 3GS und dessen Lithium-Ionen-Batterie weiter verfolgt, auch wenn ich in den letzten Monaten etwas nachlässiger geworden bin. Früher habe ich mich nicht getraut das Handy an den PC anzuschließen, wenn ich selbiges synchronisieren wollte und der Akku noch nicht ganz leer - sprich: bereit zum Aufladen - war. Ich hatte Angst, die Akkuleistung würde nachlassen, wenn ich den Akku nicht zuerst ganz entleert hätte.
Könnte ihr mir sagen ob es Sinn macht so sehr auf die Pflege des Akkus zu achten (heute, mit den besseren Technologien usw. und insbesondere mit dem Akku des 3GS = Lithium-Ionen-Batterie), oder hat das Mittlerweile keine (merkbaren) Auswirkungen mehr auf die Leistung des Akkus? Laut Wikipedia sind Lithium-Ionen-Batterien ja keinem Memory-Effekt ausgesetzt und Wikipedia meint weiters: Die Mehrheit der in Endverbrauchergeräten verbauten Lithium-Ionen-Akkus der ersten Generationen hatte aber nur eine kurze Lebensdauer. Teilweise konnte der Nutzer schon nach einem Jahr erheblichen Kapazitätsverlust feststellen; nach zwei bis drei Jahren war so mancher Lithium-Ionen-Akku bereits unbrauchbar geworden. Dabei stellte sich heraus, dass der schleichende Kapazitätsverlust weniger von der Zahl der Lade- und Entladezyklen, sondern vor allem von den Lagerbedingungen abhing: Je höher die Temperatur und je voller der Akku, desto eher kam es zum Ausfall. Als Grund hierfür werden in der Regel parasitäre unumkehrbare chemische Reaktionen genannt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es reicht völlig aus das Gerät einmal im Monat zu entladen, jedes mal ist total unnötig und bringt auch nichts. Sie haben in den ersten tausend Ladungen keinen Memory Effekt. Bei Li-Io Akkus ist die Betriebstemperatur und der Ladestand wichtig. Also niemals direkt in der Sonne oder im Sommer im Auto liegen lassen, solltest du das Gerät länger nicht benutzen, den Akku bei 40-50% Ladestand kühl lagern im Keller oder von mir aus auch im Kühlschrank bei 10-15 °C. :D
 
Zuletzt bearbeitet:
Kannst bedenklos laden wann du möchtest, heutzutage hat man diesen Memory Effekt nichtmehr wie du es schon bei Wiki gelesen hast.
 
Dieser Grundsatz gilt lediglich für die Ni-Cd Akkus.

Bei Li-Io Akkus ist es mitunter sogar schlecht den Akku vollkommen zu entladen, da hierdurch Zellen unter eine gewisse Spannung fallen können - womit sie dauerhaft zerstört werden. Normalerweise wird dies durch die integrierte Ladekontrolle verhindert - ob dies auch in Handys Verwendung findet ist mir jedoch nicht bekannt.
Weiters kann durch sporadisches (einmal alle 2 Monate) entladen auf min. 10% der Akku-Kapazität durch folgendes Vollladen die Ladeelektronik erneut Kalibriert und somit der Akku mitunter besser genutzt bzw. eine, im Vergleich zu davor, höhere Kapazität erreicht werden.

Die idealen Lagerbedingungen sind übrigens Ladung bei 40% und in etwa 15°C gelagert werden - Wenn man z.B. ein neues Handy erwirbt ist da der Akku ja auch meist auf etwa 40% vorgeladen. Weiters verliert ein Li-Io Akku in etwa 20% seiner Kapazität pro Jahr und erreicht seine max. Kapazität erst nach ungefähr zehnmaligen Vollladen.

Summa Summarum kann man zwar viel falsch sowie richtig machen - bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung eines Smartphones von in etwa ~2 Jahren sollte man sich jedoch nicht allzu sehr den Kopf darüber zerbrechen ob man mit halb vollem akku den nächsten Tag auskommt oder nicht...

Hier noch einwenig Lektüre für die, dies noch einwenig genauer wissen wollen: http://batteryuniversity.com/partone-5-german.htm
 
Stofftier schrieb:
Normalerweise wird dies durch die integrierte Ladekontrolle verhindert - ob dies auch in Handys Verwendung findet ist mir jedoch nicht bekannt.
Das Gerät bzw. Android fährt rechtzeitig herunter, eine komplett Entladung kannst du nur mutwillig erreichen aber nicht wenn du das Gerät so lange anlässt bis es aus geht. Richtig ist aber, dass eine häufige Entladung vermieden sollte, erst nach 30 Lade Zyklen eine Entladung. Das kann ein mal im Monat oder seltener sein, je nach dem wie oft man den Akku lädt.

Stofftier schrieb:
Weiters verliert ein Li-Io Akku in etwa 20% seiner Kapazität pro Jahr
Trifft auf Mobiltelefone weniger zu würde ich behaupten, da diese deutlich kühler als notebooks sind. Lässt sich aber bei android nur schwer bestimmten ohne Messinstrumente. Mir ist jedenfalls keine App bekannt die das könnte. Es lässt sich lediglich die Spannung / Temperatur auslesen oder kennst du da eine Möglichkeit?
 
So etwas in die Richtung habe ich mir auch schon gedacht. Würde ansonsten ja zu einigen Beschwerden führen. ^^

Also mein Nokia N97 Mini wird als Navigationsgerät und gleichzeitigem Aufladen doch sehr heiss - einmal fing sich schon die Displayfolie an zu lösen... ^^ Aber du hast natürlich recht - Akkus in einem Laptop sind da ganz anderen Temperaturen ausgesetzt - und dies auch noch über längere Zeit.

Also ich konnte bei meinem N97 mithilfe des Programms "ION Battery Timer" lediglich die durchschnittlich zu erwartende Länge bis zum nächsten Laden eruieren. Hierbei konnte ich eine Abnahme innerhalb eines Jahres bei relativ gleicher Benutzung von 2d 14h auf 2d 5h feststellen.

Wenn es nicht möglich ist die aktuelle Kapazität einzusehen wird man wohl nicht umhinkommen den Akku extern zu entladen und beim Vollladen den Ladestrom über die Dauer der Ladung zu messen um somit ein exaktes Ergebnis zu erhalten. Bzw. könnte man im eingebauten Zustand eine Stromzange verwenden um über die Dauer der Ladung und den geflossenen Strom ein ungefähres Ergebnis zu erhalten...
Andersrum wäre es natürlich auch möglich ^^
 
Wisst ihr auch wie es sich bei Lithium-Ionen-Akkus mit (häufigem) Kurzladen verhält?
 
Mein 3Gs hat jetzt 26 Monate auf dem Buckel und der Akku funktioniert einwandfrei! Ich bin nicht pingelig was das laden betrifft, lass es aber auch schon mal gern solange laufen, bis es von allein ausgeht - ist ja immer noch der Entladeschutz aktiv!
Allerdings muß ich auch sagen, dass ein Kollege sein iphone 3Gs jeden Tag im Auto anklemmt - also das Ding ist glaube ich noch nie soweit entladen gewesen, dass es von alleine ausging - und dennoch ist der Akku nach >20 Monaten völlig ok!
 
laut Wikipedia ist es am Besten, den Akku möglichst nicht unter 50% zu entladen:
"Idealer Ladungszustand: Es ist empfehlenswert, Li-Ionen-Akkus „flach“ zu zyklen, wodurch sich deren Lebensdauer verlängert. Das Entladen unter 51 Prozent sollte vermieden werden, da es bei „tiefen Zyklen“ zu größeren Kapazitätsverlusten aufgrund irreversibler Reaktionen in den Elektroden kommen kann. Der Akku altert schneller, je höher seine Zellenspannung ist, daher ist es zu vermeiden, einen Li-Ion-Akku ständig 100 Prozent geladen zu halten." http://de.wikipedia.org/wiki/LiIon#Hinweise_zum_Umgang_mit_Li-Ionen-Akkus

Laut Apple aber soll man den iPhone Akku einmal im Monat ganz entladen:
"Regelmäßige Verwendung ist das A und O: Zur Aufrechterhaltung der Leistung einer Lithium-Batterie müssen sich die Elektronen in der Batterie hin und wieder bewegen. Achte darauf, mindestens einen Ladezyklus pro Monat durchzuführen (Aufladen der Batterie auf 100 % und dann völliges Entleeren)." http://www.apple.com/de/batteries/iphone.html

Welche Info nun die bessere ist - Wiki oder Apple - kann ich nicht beurteilen.

Grundsätzlich ist eine Tiefentladung zu vermeiden. Sprich das leere Handy nicht über längere Zeit liegen lassen.
 
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