Hmm,
ok, der Kunde weiss ja worauf er sich einläßt. Knebelvertrag bei vollem Preis. Aber als Kunde kann man ja dem einfach aus dem Weg gehen. Ich für meinen Teil finde es gibt genug Alternativen. Mich erstaunt eher die Passivität der Konkurenz.
Durch den Deal mit nur einem Provider verschleiert Apple den waren Preis, denn der Kunde zahlt ja indirekt weiterte Beträge an Apple. Das Gerät ist also in Wirklichkeit deutlich teuerer. Also Kundetäuschung und Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht. Die Lufthansa muss schließlich auch bei dem Verkauf ihrer Tickets einen Endpreis inkl. aller Gebühren aufführen. OK, dieser Vergleich ist vielleicht noch etwas weit hergeholt, aber in Ansätzen sicher nicht so verkehrt um eine Klage im Namen der Handy-Hersteller auszubauen.
Noch interessanter finde ich allerdings das Desinteresse der Provider. Vor gar nicht all zu kurzer Zeit sind alle Automobilhersteller von der EU dazu verdonnert worden, ihre Fahrzeuge an jedem X-beliebiegen Autohändler abgeben zu müssen, und dies zu den gleichen Konditionen der Vertragshändler. Was für Autos gilt, sollte für Handys wohl eben so gelten. Warum also lange um einen Vertrag buhlen, wenn er einem nach EU-Recht eh zustehen müßte???
Ich fürchte die Antwort ist recht simpel. Hersteller und Provider haben einen profitablen Weg der Kundenverarsche gefunden. Und die Vorteile liegen klar auf der Hand:
1. Die Hersteller entgehen dem Preisdruck der Konkurenz, da das Gerät günstiger erscheint als es in Wirklichkeit ist.
2. Der Provider spart sich den Invest für ein Kundenhandy.
3. Der Provider entgeht dem Preisdruck der Konkurenz.
Und alle halten still, um bei Erfolg auf eben diesen Zug mit aufspringen zu können. Klasse alle gewinnen, nur der Kunde, der darf sich hierbei wieder an Kosten wie vor 10 Jahren gewöhnen.
Hut ab !!!
Danke, ich verzichte.