Schon ...
Schwarz oder Weiß war noch selten richtig. Je spezialisierter die Ausbildung bzw. die spätere Aufgabe wird, desto besonnener und intelligenter müssen die jeweiligen Anwärter sein. Beim KSK bekommst schon nen Rüffel, wenn du dich selbst zu positiv siehst ("da war ich ja jetzt noch gar nicht an der Grenze"). Das demoralisiert den Rest - sowas kannst dir denken, aber nicht aussprechen. Find ich gut: Fresse halten, zusammen halten.
Jeder Job hat seine Erfordernisse, so hat sie eben die BW auch. Ich weiß nicht, wie es heute zugeht. Ob es nun "zu weich" ist oder nicht. Ich weiß auch persönlich nicht, wie es früher zuging, denn ich war nie bei der Truppe. Mir persönlich sagt die Struktur nicht zu, hart werden kann ich auch ohne die Bundeswehr - allerdings nicht im Kopf, da bleibe ich lieber freundlich-fluffig.
Ein Freund, ist Ausbilder und war 2x (3x?) monatelang in Afghanistan bisher, berichtet davon, dass er nun froh über die Abschaffung des Wehrdienstes ist. Nun kann er sich wieder voll und ganz um die kümmern, die auch wirklich Soldat sein möchten und nicht nur "reinschnuppern". Der Grundwehrdienst war seines Erachtens mittlerweile eh viel zu kurz, man hatte kaum Zeit den Jungs ernsthaft was beizubringen.
Zum Thema Frauen und Härte:
Ist unterschiedlich. Ich kenne hier welche, da nehme ich jede Wette an, dass sie 99% der Nicht-Spezialeinheitsleute in Grund und Boden laufen und sie nach 20km Marsch noch aus dem Stand dermaßen verdreschen, dass sie eher denken sie wären Chorknäblein, statt Soldaten. Die Kombination aus Dauerlauf, Klettern/Bergsteigen und jahrelang Kali machts möglich.

Das ist wohl aber doch her die Ausnahme als die Regel, dennoch gibt es sie.
Im Endeffekt läuft es doch darauf raus:
Menschen sollten sich selbst einschätzen lernen und dann das tun, was ihnen liegt. Bin ich 1,50 groß und wiege körperbaubedingt 38kg, dann gehe ich als Frau nicht zum Bund. Andersrum sollte beim Bund ein wenig mehr Anpassungsdenken herrschen. Es ist nicht zwingend nötig, dass alle dieselbe Leistung in denselben Bereichen erbringen müssen. Ein paar Anpassungen für Frauen dürfen gerne sein - oder fallen den werten Männern dann die Eier aus der Hose? Wer so knüppelhart ist, wie oft getan wird, sollte auch das mental ertragen können. Man kann sich aus beiden Richtungen entgegen kommen, warum auch nicht? Es gibt sicher weniger Frauen als Männer, die für den Job geeignet sind. Aber die "Richtigen" sind sicherlich eine große Bereicherung.
//edit:
Ups, da hab ich grad die Eingangsfrage vergessen:
Also: Ja, die Härte ist notwendig, ich muss ja unter schwierigen Bedingungen klarkommen. Dazu gehört natürlich nicht Flatratesaufen oder mit dem Kopp in der Latrine stecken. Man ist SOLDAT und dieser Beruf beinhaltet physische und psychische Grenzgänge. Auf den Einsatz an sich kann man sowieso nicht 100% vorbereitet werden, aber man kann so ausgebildet werden, dass zumindest eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht, die Dinge gut genug im Griff zu behalten. Und das geht eben nicht nur durch Erklärbärspiele, sondern durch Kontakt mit der Substanz. Ich musste auch erstmal meinen eigenen Rattanstock mitten in die Fresse bekommen, inklusive cut, bis ich gelernt hatte, ihn JEDERZEIT fest genug zu halten. Klarer Fall von selbst Schuld, cut verheilt, Lehre bleibt. Hätt ich da nun den Trainer wegen "übertriebener Härte" verklagen sollen?
"halt ihn immer immer immer gut fest, hörst du?"
"ja"
"denk immer dran! wenn es mal schnell geht, kriegst ihn sonst in die Fresse, das tut weh!"
"ja, alles klar, ich denk doch immer dran"
"okay, super"
*10 Minuten später*
*zack*
"aua!" *klingeling*
"siehste?" *g*
^^