Kowa schrieb:
Ein Schneeballsystem ist was anderes. Da gibt es Ausschüttungen, die durch weitere Anwerbungen bezahlt werden.
Das Prinzip Schneeballsystem ist schon sehr ähnlich.
So lange wie die Investoren mehr Geld investieren als abziehen, steigen die Preise.
Gibt es also viele junge dynamische Menschen wie den TE die neu einsteigen und investieren wollen, geht der Kurs krass weiter nach oben. Aber wehe, der Kurs stottert mal und eine größere Menge Leute zieht sein Geld ab.
Da nichts dahinter ist als die Fantasie der "Anleger", kann der Wert sehr schnell auch auf Null fallen.
Wenn Apple pleite geht, kannst Du als Aktionär zumindest noch ein kaputtes iPhone bekommen, bei Bitcoin gar nichts.
Der Unterschied zwischen einem Schneeballsystem und anderen Anlageformen ist m.E. eher das: Beim Schneeballsystem gibt es einen einzigen Organisator und Ansprechpartner. Das ist der Arsch, der i.d.R. das meiste Geld für sich rauszieht, der Dich bei Ausschüttungen zum Reinvestieren belabern will, und der Dir Kontostände ausstellt auf denen Summen stehen, die er nie im Leben alle auszahlen kann. Deswegen auch belangt wird, wenn das System kippt und er sich nicht tief genug versteckt hat.
Bei Aktien, Derivaten, Bitcoins etc gibt es keinen Organisator, der Preise festlegt, sondern die werden zwischen den Marktteilnehmern - also denen die haben, und denen die haben wollen - ausgehandelt. Aber genau wie bei Schneeballsystemen gilt auch hier, daß ein Wert, hinter dem keine Masse steht, nicht weiter ist als Phantasie.
Und hinter Bitcoins steht - meiner bescheidenen Meinung nach - gar nichts. Die Transaktionen die über das System laufen sind Peanuts im Vergleich zu Paypal oder Kreditkarten - mit der Aussicht, daß das auch auf längere Zeit so bleiben wird.
Heißt: Fast alle, die Bitcoins haben sind bereits selbsternannte Investoren wie Du und Dein Kumpel.
Und wer zuletzt kauft, der kann nur noch noch mit Verlust wieder aussteigen.