Job wechseln - ja od. nein?

Nebula123

Lt. Commander
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Hi,

ich arbeite in einem IT-Unternehmen und bin dort für die Installation der Kunden-Rechner zuständig und überprüfe und reparierte auch die Rechner bzw. deren Geraffel drumrum.
Einige spezielle Sachen von dem was ich bearbeite mache nur ich; aufgrund meiner Fähigkeiten sowie Quali/Quanti bin ich bei meinen Kollegen und Kunden sehr geschätzt und so leicht nicht zu ersetzen - schon gar nicht kurzfristig.
Kundenkontakt habe ich eigentlich tägl. via eMail/Telefon.

Nun gab es vor ein paar Tagen an unserem Standort eine interne Stellenausschreibung in einer anderen Abteilung. Einige würden mich gerne auf dieser Stelle sehen die zudem zügig besetzt werden soll.
Ich wäre dann im Support tätig und würde dann bei Kunden vor Ort od. per Fernwartung Server/Rechner betreuen, hätte Bereitschaftsdienst und würde mich um unsere Haus-interne IT kümmern.

Auf der alten Stelle bin ich so eigentlich recht zufrieden, bei der neuen Stelle sagt mir das Tätigkeitsfeld nicht so zu, zumal die dort einigen Leerlauf haben und als Support auf Aufträge warten müssen während ich auf der alten Stelle dauerbeschäftigt bin (ich weis mit Leerlaufzeiten nix anzufangen :rolleyes: ). Vor-Ort-Einsätze sagen mir eher wenig zu.
Dafür winken auf der neuen Stelle mehr Kohle und Zertifizierungen. :D

Ne Bewerbung habe ich zwar fertig, aber noch nicht eingereicht, da sich quasi stündlich meine Meinung dazu ändert - mal ja, mal nein. :( :freak:
Auf meiner alten Stelle habe ich einen gewissen Status und mein Weggang (sofern mein AL mich hergeben würde) wäre für die Abteilung ein herber Verlust während ich auf der neuen Stelle natürlich ganz unten anfangen und mich wieder hocharbeiten müsste. :o

zu Hülf :freaky:
 
Du hast dir deine Frage bereits selbst beantwortet. Dir würde die neue Arbeit nicht so zusagen. Außerdem verlierst du bei einem Wechsel deinen "Status". Wenn deine derzeitige Stelle gut bezahlt ist und nicht in Gefahr ist klar bleiben
 
veränderung ist immer gut. mehr kohle auch. neue herausforderungen auch...

ich würde es definitiv tun in dieser vom geld regierten welt...

musste keine zahlen nennen, aber wieviel mehr gehalt hättest du? (netto)
 
Moin,

das wirst nur Du Dir selber beantworten können.
Ich würde mir das wie folgt überlegen, ist das Mehrgeld so viel, dass es sich lohnt einen Job den man gerne macht zu kündigen bzw. was bringt Dir der Weggang für Deine beruflichen Ziele?
Bedenke aber auch Stillstand ist der Tot für eine geplante Karriere.

it's up to you!

in diesem Sinne
Grüße blueGod
 
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Tja das ist eine Zwickmühle. Da Hilft fragen nichts. Das musst du ganz alleine wissen. Nur du weist was das Beste für dich ist!
 
Ja - wenn es dir sehr wahrscheinlich keinen Spaß machen wird und du nicht durchgehend beschäftigt wirst, dann ist das nix.
Dann bringt auch keine Kohle was, dass dirs mehr Spaß macht.

Wenn du allerdings denkst, dass du in deinem jetzigen Umfeld keine Aufstiegschancen siehst (aber das möchtest), dann kann man es sich nochmal überlegen.


Ergänzung:
Von wegen Geld regierte Welt usw... pff.. was bringt einem so viel Geld, wenn man kein Privatleben mehr hat wegen den vielen Wochenstunden? Was bringt einem viel Geld, wenn man die Zeit auf der Arbeit totschlagen muss oder andererseits immer auf die Uhr schaut, weil es absolut keinen Spaß macht?
Ich bin lieber mit etwas beschäftigt, was ich mag. Dort gibt es bestimmt auch Bereiche, die man noch erkunden kann und sich verbessern kann.
 
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Naja nicht so einfach zu entscheiden.Musste abwägen ob das Geld was du mehr bekommen würdest es wert ist von ganz unten wieder anzufangen.Hatte mal ein Kollegen dem ist es auch so gegangen.Der hat sich gegen das Geld entschieden und ist als Abteilungsleiter geblieben.Zumal du auhc sagst das du ungern Aussendienst machen würdest.Also bleib doch einfach.
 
Bedenke auch das die eigene Freizeitplanung mit Bereitschaftsdienst stark leiden kann, je nachdem was da für Bereitschaftszeiten auf dich zu kommen.
 
also interner it-lvl1-support ist nicht jedermanns sache.
da wird man schnell zum mädchen für alles und bekommt probleme aus jeder ecke vorgesetzt.

was ist überhaupt der unterschied zwischen den beiden stellen?
einmal kunden-support und die andere stelle ist kunden-support vor ort oder wie?
 
Auf der neuen Stelle würden nach kurzer Zeit bereits ~300€ mehr raus springen, dazu kämen weitere MS und Citrix-Zertifikate. Hin und wieder Abwerbeversuche durch betreute Firmen kommen später noch dazu.

Mit meiner jetzigen Arbeit bin ich zwar zufrieden (außer dass sie besser bezahlt sein könnte ;) ), kann dort aber nicht mehr viel neues lernen. An Zertifikaten kann ich dort eigentlich nur solche machen die ich für meine dortige Arbeit brauche (Dell / Lenovo).

Bei der ganzen Sache habe ich ständig das Gefühl - egal wie ich mich entscheide - die falsche Entscheidung zu treffen. :(

@JohnnyDepp
Die neue Stelle wäre übrigens im 3rd Level. Wenn ich dort mal Vor-Ort muss dann idR. zur Serverwartung. Die Rufbereitschaft wird zwar den einzelnen Leuten aufgeteilt (Wochenweise), soll aber wie ich gehört habe nur sehr selten wirklich gebraucht werden.
Bei meiner jetzigen Stelle installiere und konfiguriere ich die Gerät bei uns im Haus und werden dann an die Kundenstandorte verschickt. Sollte irgendwas sein rufe ich bei denen an od. schreibe ne Mail. Richtig zu Gesicht bekomme ich die Leute nur wenn die zu Besprechungen im Haus sind od. fals gemeinsam was gefeiert wird.


Bei meiner alten Stelle muss man noch dazu sagen dass bei neuem Zeugs (ausgenommen Drucker :utminigun: ) ich mit vorn dabei bin und die ich dann nach eigenem Ermessen auch übernehme und dafür bestehende Arbeiten die ich mittlerweile für "lästig" erachte auf andere abschiebe bzw. deren Bearbeitung verweigere.
 
Zuletzt bearbeitet:
da du im ersten post bereits gesagt hast, dass dir die neue Stelle nicht soo taugen würde, würde ich nicht wechseln, evtl. eher mal ne Gehaltserhöhung oder so fordern;)
 
sdsdsds schrieb:
da du im ersten post bereits gesagt hast, dass dir die neue Stelle nicht soo taugen würde, würde ich nicht wechseln, evtl. eher mal ne Gehaltserhöhung oder so fordern;)

ja so langsam hege ich ja die Hoffnung das mein jetziger AL noch was drauf packt damit ich auf jedem Fall bleibe. :)
 
Hallo!

Jeder - ausnahmslos jeder - ist zu ersetzen. Das erst einmal vorab.

Ich weiß nicht wie alt Du bist, aber Du solltest bedenken, dass heutzutage jeder sich weiterentwickeln muss um sein Einkommen auch langfristig sichern zu können. Mit Rechner zusammenschrauben und Softwareinstallationen sowie Kundenkontakt per eMail / Telefon ist heute kein Blumentopf mehr zu gewinnen.

Es mag sicherlich auch sein, dass Du heutzutage damit zufrieden bist, was Du tust - sowohl vom Einkommen her als auch vom Anspruch. Wird das aber auch in 5, 10, 15 Jahren noch so sein? Wie willst Du einem neuen Arbeitgeber erklären, dass Du Dich beispielsweise innerhalb von 10 Jahren nicht weiterentwickelt hast, solltest Du aus irgendeinem Grund mal gezwungen sein Dich um einen neuen Arbeitgeber zu bemühen?

Soweit meine Überlegungen. Wobei ich vom Charakter her auch jemand bin, der sich immer permanent weiterentwickeln will und wollte. Auch wenn ich selbst über sehr außergewöhnliche Fähigkeiten in einer exzellenten Qualität verfüge, bin ich nicht der Meinung unersetzbar zu sein. Auch wenn verschiedene Leute das durchaus denken - dennoch ist das ein Trugschluss. Es gibt immer jemanden, der mehr kann und das noch besser als man selbst.

Grüße
DrTopo
 
was bringt's ihm wenn er sich total unwohl da fühlen würde?-nix
weiterbilden schön und gut, aber man sollte sich dann im neuen Job auch wohl fühlen
Also erst mal mit deinem jetzigen AB sprechen wegen Gehaltserhöhung und wenn das nicht klappt, dann musst du schauen, ob dir das Geld mehr wert ist als dein jetziger Job, der dir gut gefällt!
 
Stillstand heißt Rückschritt. Never change a running system. Sowas oder ähnliches hört man oft, wenn es darum geht, sich einer neuen Lebenssituation zu stellen, die mit Veränderung einhergeht. Man lebt in alt-bekannten Mustern, verrichtet Arbeit die einem vertraut ist und lebt mit Menschen zusammen, die man kennt. Nur ist leider nichts für die Ewigkeit; sei es im privaten oder sei es im beruflichen. Irgendwann bricht man aus diesen Mustern aus, ob freiwillig oder unfreiwillig und sieht sich einer neuen Situation gegenüber - wie du jetzt. Nur was tun?

Ich persönlich lebe nach den Maximen daß alles, was man tut und macht, einem eine persönliche Zufriedenheit bringen sollte. Erst damit kann man sich frei entfalten, denn wenn es einem innerlich gut geht, dann trägt man das auch nach außen hinüber, was sich in Leistung, Anerkennung und Zuverlässigkeit widerspiegelt. In dem Falle würde ich, wenn ich du wäre, erstmal versuchen eine Gehaltserhöhung durchzubringen, da es dir, wie du selber sagst, in deinem jetzigen Job Spaß macht und du dich da aufgehobener fühlst als in der Ausschreibungsstelle.

Geld alleine ist nämlich nicht alles. Ich persönlich würde lieber auf 10% mehr Gehalt verzichten und dafür einen Job haben, der mir Spaß macht, der mich fordert und bei dem ich morgens das Gefühl habe gerne hinzugehen. Natürlich ist nicht alles immer schön und auch tolle Berufe werden hier und da mal eintönig oder langweilig; ganz abgesehen von deiner täglichen Verfassung.

Und wer sagt dir, daß diese Stellenausschreibung die einzige Chance in deinem Leben bleibt? Wer sagt dir, daß du, wie von DrTopo weiter oben beschrieben, den Job den du jetzt machst, auch noch in 5 oder 10 Jahren machst? Man kann noch nicht einmal genau sagen, was nächstes Jahr passiert, oder nächsten Monat, oder vielleicht sogar nächste Woche. Du hast jetzt die Chance zu wechseln, sicher. Aber wer sagt dir, daß so etwas nicht nochmal vorkommt?

Mit Bereitschaftsdienst, egal ob er nun selten oder häufig vorkommt, beschneidest du dich selber um ein Stück Privatleben. Planung kann da manchmal komplizierter sein als man denkt. Und darunter leiden dann wieder andere Dinge wie Familie, Beziehung etc. - ist dir das wirklich die 300 Euro mehr + diverse Zertifikate wert? Letzten Endes ist es immer die Sichtweise darauf, die einem oft erst beim zweiten Hinsehen bewusst wird.

Mag sein, daß Stillstand Rückschritt bedeutet. Nur ist es in deinem Fall wirklich ein Rückschritt? Arbeitest du schon so lange in deinem Beruf daß du davon sprechen kannst? Stillstand für mich wäre z.B. 20 Jahre am Band zu arbeiten ohne die Möglichkeit zu haben aufzusteigen. Also Perspektivlosigkeit. Fehlende Perspektive geht meist einher mit Unzufriedenheit und die sehe ich bei dir in deinen Worten nicht. Eher Unschlüssigkeit und Angst/Bedenken vor der Zukunft. Zufrieden scheinst du ja zu sein, nur bei der Bezahlung könnte es etwas besser aussehen. Und genau da solltest du ansetzen. Geh auf deinen Abteilungsleiter zu, mach ihm bewusst, was dir an der Stelle liegt, wo du dich siehst und handel eine Gehaltserhöhung aus. Wenn du so gut bist, wie du sagst, dann wird er das auch registrieren und honorieren. Und wenn du in einigen Jahren das Gefühl hast, nicht weiterzukommen oder auf der Stelle zu treten, dann kannst du dir immer noch überlegen in eine andere Sparte zu wechseln. Der Vorteil dabei ist: du hast dann viel Erfahrung gesammelt, die dir später weiterhelfen wird und die beim Arbeitgeber immer gern gesehen ist.

Besten Gruß
 
ich frage mich die ganze Diskussion hindurch warum viele davon ausgehen das Arbeit spaß machen muss, es ist nunmal Arbeit. Bedenke bitte, wenn du zu lange auf einer Position bleibst wirst du nach etwa 4-5 Jahren zu teuer, egal wie gut du bist und bei der nächste schlechten Geschäftslage fliegst du raus. Es spielt keine Rolle ob du 5 oder 15 Jahre auf einer Position arbeitest weil du nach 5 Jahren nichts mehr dazu lernst (@marcelRamon), Berufserfahrung hat somit ihre Grenzen. In dem von dir beschriebenen Breicht gibt es ungemein viel Konkurenz, versuche aufzusteigen!
 
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das jeder ersetzbar ist, ist mir klar. Des wegen schrieb ich ja "kurzfristig nix zu ersetzen" was bei dem Jobwechsel eintreten würde - mein Teamkollege kann nicht alles was ich tue wie auch eine Ersatzperson vorerst nicht verfügbar ist.

Bei meinem jetzigen Job gibt es hin und wieder mal kleine Neuerungen. Morgen arbeite ich an was anderem als heute wenn auch alles eigentlich Routine ist.
Bei den Kollegen auf der neuen Stelle komme ich täglich mehrmals vorbei - die sitzen vor ihren Rechnern und haben ne Fernwartungssession laufen, mal schreiben sie irgendwelche Scripte, mal surfen die gelangweilt rum, hin und wieder sind die außer Haus od. im Haus kurz unterwegs und sind teilweise schon da wenn ich erst auftauche und noch da wenn ich Feierabend habe. Die Zeit, die die am Tag mal nicht vorm Rechner sitzen ist etwa die gleiche Zeit wie ich vor meinem Rechner sitze. In meinem Bereich laufe ich am Tag locker 2-3km.
Meine Arbeitszeiten orientieren sich an denen unserer Kunden, auf der anderen Stelle muss einiges (Wartungsarbeiten/umbauten) in die Abendzeit/Sa/So gelegt werden und den normalen Geschäftsbetrieb nicht zu stören - als Pendler eher suboptimal.

Fluktuationen treten in der anderen Abteilung eher auf als in meiner Jetzigen.

Abgesehen von der Tätigkeit (mit der ich mich vielleicht noch anfreunden könnte) sagen mir die Leerlaufzeiten und die Arbeitszeiten am wenigsten zu. :(

ich bin übrigens 30
 
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Wenn dir die Arbeitszeiten und Leerlaufzeiten nicht zusagen, die Fluktuation in der anderen Abteilung hoch ist, du gewisse Einschnitte im Privatleben vornehmen musst und dir dein jetziger Job einfach mehr Spaß macht dann bleib bei dem :)

Übrigens kann man auch nicht pauschalisieren daß man nach 5 Jahren austauschbar wird oder nichts mehr dazulernt. Zweiteres vielleicht noch aber gerade ersteres wage ich zu bezweifeln, da mit der Zugehörigkeitsdauer ja auch die Erfahrung wächst und die Fehlerquote sinkt, was wiederum zu effektiverem Arbeiten führt. Sicherlich hat Erfahrung auch ihre Grenzen. Nur wird das von Betrieb zu Betrieb wohl unterschiedlich gehandhabt.

Wenn ich mir Freunde und Bekannte anschaue und ihre Jobs, dann erlebe ich es zweigeteilt. Manche davon arbeiten seit 10 Jahren oder mehr im selben Job und derselben Position, andere wiederum steigen auf oder wechseln ganz die Branche. Ebenso erlebe ich es in den Einzelhandelsgeschäften hier bei uns in der Stadt. Bei vielen sieht man seit Jahren dieselben Gesichter, manchmal kommen vereinzelt neue hinzu, aber vieles bleibt doch beim alten.
 
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Nebula123 schrieb:
Bei meiner alten Stelle muss man noch dazu sagen dass bei neuem Zeugs (ausgenommen Drucker :utminigun: ) ich mit vorn dabei bin und die ich dann nach eigenem Ermessen auch übernehme und dafür bestehende Arbeiten die ich mittlerweile für "lästig" erachte auf andere abschiebe bzw. deren Bearbeitung verweigere.
Unterschätze diesen Punkt nicht, glaub mir, dass ist extrem viel wert, wenn du Sachen einfach weiter delegieren kannst.
 
Auf jeden Fall wechseln ! Die Weiterbildungsmöglichkeiten mitnehmen und sich nach ner Weile wieder umschauen ob man wieder wechseln kann. Wenn du auf der Stelle bleibst wirst du dich schnell ärgern die Chance nicht wahrgenommen zu haben.
 
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