Jobwechsel - brauche Rat

Elrey20

Lt. Junior Grade
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Aug. 2007
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Hallo Leute,
Ich (mitarbeitender Meister und 38 Jahre alt) brauche mal Euren Rat.
Seit nun 20 Jahren bin ich in einem kleinen Fam. Betrieb (Kfz mit Markenbindung) tätig.
Mein momentanes Jahresgehalt liegt bei 2380 x 13 = 30940 € . Bei 30 Tage Urlaub.
In diesem Betrieb sind für mich keine Aufstiegsmöglichkeiten vorhanden auch gibt es keine Nachfolgeregelung da Chef Kinderlos und schon 65 Lebensjahre alt.
Der Arbeitsweg beträgt gut 6km einfach welche ich bei schönem Wetter auch mit dem Bike bewältige!

Nach einigen Bewerbungen hatte ich nun ein Vorstellungsgespräch bei einem Großem AH (über 100 Angestellte) - Premium Marke mit neuer Zweitmarke. Auf welcher ich schon Gelernt habe und bis jetzt arbeite.

Stellenbeschreibung:
Kfz- Serviceberater für beide Marken wobei ich anfänglich nur die 2. Marke von der ich ja komme, abwickeln soll. Für die Premium Marke soll ich mir das Fachl. Wissen parallel dazu in einem Jahr erarbeiten und auch vom Hersteller geschult werden.
nach einer Probezeit von 4 Monaten soll es einen Leistungszuschlag (gesamte Gruppe) geben.
Nun im 2. Gespräch wurde das Gehalt besprochen
Angebot: 2500€ x 12 + Leistungszuschlag (ca. 100-150€) + halber Lohn Christmas im ersten Jahr. Nur 28 Tage Urlaub.
Arbeitsweg 20 km einfach. Will ich nicht Radeln müssen.
Im 2. Jahr soll sich das Monats Brutto zw. 2700 und 2800 bewegen ohne Leistungszuschlag da nicht mehr in diesem Sinne Produktiv. Jahrliche Steigerungen sollen normal sein zwecks Mitarbeiter Motivation.

Ich brauch jetzt echt mal andere Meinungen bzw. Sichtweisen für meine Entscheidungsfindung.
Also Bitte legt los und nehmt kein Blatt vor den Mund ich freue mich drauf.
Mfg
 
Zuletzt bearbeitet:
In diesem Betrieb sind für mich keine Aufstiegsmöglichkeiten vorhanden auch gibt es keine Nachfolgeregelung da Chef Kinderlos und schon 65 Lebensjahre alt.
Schon mal dran gedacht den Laden zu übernehmen?
 
Leider fehlendes Kapital meinerseits......
 
Finanzierung seitens der Bank hilft da. Das Unternehmen besteht schon und Bilanzen sowie GuV sind ja vorhanden.

Als Kaufpreis kannst du ein gewissen Multiplikator vom Jahresgewinn nehmen. Bsp. Gewinn 30.000 € p.a. -> Faktor 20 => 600.000 € p.a. Kaufpreis. (20 bedeutet dass nach 20 Jahren sich der Kaufpreis bei gleichbleibenden Gewinn amortisiert)

Als Sicherheit dient hierbei das Unternehmen. Evtl. ist die bisherige Hausbank auch bereit dich als Nachfolger zu finanzieren - die kennen das Unternehmen ja auch schon.
 
Evtl macht der Chef es ja auch auf Rentenbasis oder es wird eine "GmbH & Co. KG" (keine Ahnung was man da genau macht) davon gemacht, wobei er solange noch was zu sagen hat, bis er ein gewisses Alter erreicht hat und danach evtl nur noch einen Rentenbetrag bekommt. Sollte man mal zusammen mit seinem Steuerberater abchecken. Wenn er doch schon 20 Jahre mit Dir zufrieden ist, warum nicht nochmal solange?
 
Ich wuerde auch erstmal mit dem Besitzer sprechen, den du ja 20 Jahre kennst und sehen wie Er sich das so vorstellt mit der Nachfolge. Wenn Positiv, dann mit der Bank sprechen.

20 X Gewinn macht kein Mensch, ausser es waehre ein heiss umkaempftes Unternehmen. 8 - 10 waehre in dem Fall realistisch.

Erst wenn das alles zu keiner Loesung fuehrt wuerde ich an einen neuen Job denken.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Problematik ist, Ihr kennt den TE nicht. Vielleicht kann er die BWL Schiene nicht, hat keine Lust drauf oder anderes. Dann braucht er auch garnicht erst selbstständig zu werden. Viele Menschen wollen ewig Mitarbeiter bleiben, um sich genau um solche Dinge nicht kümmern zu müssen.

Dazu müsste sich der TE erstmal äußern, ob er in der Lage ist, ein Unternehmen zu führen (Buchhaltung etc.) und ob er überhaupt Lust darauf hat, bzw. jemanden kennt, der es weitermachen würde.
 
@ Mike

War doch auch nur ein Rechenbeispiel um die Logik zu erklären, wie man auf ein Kaufpreis kommt und wie sich dies zusammensetzt. Natürlich muss man den Faktor vorsichtig ermitteln bzw. über Alternativen nachdenken ...
Wichtig für den Faktor ist ja auch die Lage des Unternehmens ... liegt es im Osten hat ein anderen Faktor als im Westen. Wichtig ist aber auch, wie sich der bisherige Gewinn ermittelt - also zahlt der Eigentümer sich selbst ein Gehalt und nach Abzug dieses wird der Gewinn ermittelt oder nimmt er ausschließlich den Gewinn zum leben. Weiterhin ist interessant wie die Bilanz allgemein aussieht sowie die Ausstattung der Werkstatt (eigenes Gebäude schon abgeschrieben vs Miete , neue Hebebühne .... etc.) Gerade als Werkstatt mit Markenbindung muss ja auch viel Spezial-Werkzeug vorgehalten werden. Evtl. ist dieses auch schon abgeschrieben (=> Stichwort stille Reserven)

edit:
Zur Buchhaltung - diese würde ich abgeben zu den Steuerberater welcher auch zum Jahresende des Jahresabschluss des Unternehmens begleitet. Es gibt ausreichend Steuerberatungsgesellschaften die die Buchführung für kleine Unternehmen anbieten.
 
Natürlich, aber trotzdem ist das ein großer Schritt für jeden Menschen, der das noch nie gemacht hat. Was muss er alles machen, was muss er abgeben, wem muss er welche Rechnungen übergeben etc.

Vielleicht ist ihm das Risiko zu groß, da er keine Erfahrung vom Führen eines Gewerbes hat.

Natürlich alles nur Mutmaßungen! Müsste der TE klären, warum er von vorne rein die Übernahme ausgeschlossen hat.
 
Also wenn du tatsächlich den Job wechselst, dann solltest du sicher gehen, dass alle Gehaltsbestandteile glasklar geregelt sind. Auf keinen Fall irgendwelche Von - Bis Zahlen nutzen. Am Ende gibt es dann nämlich wieder Diskussion. Am besten sind Regelungen, die zu einem Zeitpunkt X ziehen.

Nach 6 Monate Probezeit Erhöhung des Gehalts um X EUR, nach weiteren 18 Monaten Erhöhung des Gehalts um X EUR.

Dann gibt es im Nachgang definitiv weniger Diskussion ud du weißt was dich erwartet. Solltest du das nicht schriftlich im Detail regeln wirst du dann evtl. nach der Probezeit einen Dämpfer bekommen und schon hast du keine Lust mehr auf den Job.
 
So bin wieder im Lande.

Ich habe das Angebot erst mal ausgeschlagen. Habe ein Paar Tage gebraucht mal Freunde und Familie befragt.
Einhellige Meinung aller: ein Wechsel ohne sofort spürbare Gehaltssteigerung (da mehr Verantwortung) macht keinen Sinn.

Zu der Übernahme Idee:
ich weis es durchaus zu schätzen ein Angestellten Verhältnis zu haben scheue mich aber nicht vor Verantwortung. Buchhaltung/ Bilanzen waren Bestandteil der Meisterausbildung und es ist völlig normal das einem Steuerberater zu übergeben.
Wenn ein Unternehmen mit mehreren Angestellten geführt werden soll bleibt keine Zeit für Buchhaltung.

Selbst und Ständig ist momentan nicht mein Ziel dies wäre nur Plan B falls die evtl. Arbeitssuche im Alter keinen Erfolg bringt, die Immobilie für diesen Zweck ist bereits im Familienbesitz.

Ausreichend Freizeit für Familie und Hobby o.ä. ist für mich Persönlich unersetzlich. Da Lebenszeit nun mal begrenzt ist.
 
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