Kaufberatung Balkonkraftwerk in 2026 - Speicher schon sinnvoll?

CubeID schrieb:
Mit der neuen Regelung kannst du sogar über 2kWp gehen. Und auch die Quelle wo der Strom herkommt ist egal, könnte auch Wind oder Wasser sein. "NUR" zwei Auflagen wenn man über 2kWp geht: Weiterhin max 800W einspeisen, und der WR muss fest verdrahtet oder via Einspeisesteckdose (Wieland) angeschlossen sein.
Bis <2kWp Modulleistung ist AFAIK weiterhin der Schukostecker möglich.
Das ist eine wirklich interessante Info.
Hast du ggf. vielleicht einen Link wo man das nachlesen kann?
Bitte nicht falsch verstehen, dass ich dir das nicht glaube, aber würde es dennoch gerne wissen wo es steht, bevor ich etwas fest verbaue! ;)

CubeID schrieb:
Wenn der Invest für den Akku nicht weh tut, würde ich ein Growatt Noah oder Nexa noch mit einem Shelly (Pro) 3EM kombinieren und dynmaisch auf Nulleinspeisung laufen lassen.
Mit dem 3EM würde man dann den ganzen Stromverbrauch auf allem drei Phasen beim Eingang in den Zählerschrank messen oder?
Würde da auch mein kleiner Tasmota Smart Meter (sowas habe ich schon: https://bitshake.de/#) reichen?
Der Zähler ist ja saldierend, dann müsste Es ja reichen, wenn ich weiß was ich an Verbrauch habe um den Speicher zu regeln?
Oder ist ein 3EM besser?

Knighty schrieb:
AC-seitig gibt er nur 800W ab.
Aber auch das kann man dann je nach Verbrauch regeln oder?
Sonst würde ja mein guter Speicher-Strom ins Netz fließen oder?
 
Wie gesagt, er regelt dynamisch und hält den Stromzähler bei 0, sofern es ihm möglich ist.
Wenn du einen Hichi oder vergleichbares hast kannst du ne modifizierte Firmware installieren, die nen 3EM vorgaukelt. Probiert hab ich das aber noch nicht.
Und die 2kWp Grenze ist bisher nur in einer Norm gefallen, im eigentlichen Gesetz stehen die 2kWp noch drin.
 
hier steht das wichtigste gut zusammengefasst
https://www.energiemagazin.com/balkonkraftwerk/vereinfachte-regeln/
https://www.vde.com/de/presse/pressemitteilungen/weltweit-erste-produktnorm-fuer-steckersolargeraete

bei 800W ist nach Gesetz und VDE Norm bei der Einspeisung Schluss
bei der Modulleistung gibt es Unterschiede, die mir teilweise auch nicht einleuchten

Laut Gesetz darf man bis zu 2.000W Modulleistung installieren, laut VDE nur 800W plus 20%, also 960W bei Verwendung einer Schuko Steckdose. Jetzt kommt es aber, nimmt man z.B. eine Wieland Dose darf man 2.000W Modulleistung haben. Was aber null Sinn macht, denn der Wechselrichter darf eh nur 800W abgeben.
Die Modulleistung beeinflusst in keinster Weise die Wechselrichter Leistung, mehr als 800W gehen nicht.
Das Einzige was ich mir vorstellen kann, bei mehr als 960W liegen die 800W viel länger dauerhaft an und könnten so ggf. zu einer Überlastung führen.

Zum Messsystem, ich kann nur empfehlen eines zu nehmen was der Speicher Hersteller direkt unterstützt. Am besten alles aus einer Hand, dann funktioniert das gut und man hat einen Verantwortlichen. Von Bastelaktionen rate ich hier dringend ab. Du kannst gerne die Daten zusätzlich in Deinem Smarthome erfassen, aber die Regelung bleibt dem Hersteller.
 
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eehm schrieb:
Mit dem 3EM würde man dann den ganzen Stromverbrauch auf allem drei Phasen beim Eingang in den Zählerschrank messen oder?
Würde da auch mein kleiner Tasmota Smart Meter (sowas habe ich schon: https://bitshake.de/#) reichen?
Der Zähler ist ja saldierend, dann müsste Es ja reichen, wenn ich weiß was ich an Verbrauch habe um den Speicher zu regeln?
Oder ist ein 3EM besser?
Ja, theoretisch würde es reichen wenn du weißt was du verbrauchst, praktisch muss das der WR auch irgendwie wissen und entsprechend regeln. Daher bin ich bei @XN04113: Wenn du nicht in DIY an der Stelle ausbrechen willst, nimm das was der Hersteller am Werk unterstützt. Den Shelly Pro 3EM gibt's für 70-80€, da würde ich mich auf keine Spielereien einlassen.
XN04113 schrieb:
bei 800W ist nach Gesetz und VDE Norm bei der Einspeisung Schluss
bei der Modulleistung gibt es Unterschiede, die mir teilweise auch nicht einleuchten

Laut Gesetz darf man bis zu 2.000W Modulleistung installieren, laut VDE nur 800W plus 20%, also 960W bei Verwendung einer Schuko Steckdose. Jetzt kommt es aber, nimmt man z.B. eine Wieland Dose darf man 2.000W Modulleistung haben. Was aber null Sinn macht, denn der Wechselrichter darf eh nur 800W abgeben.
Die Modulleistung beeinflusst in keinster Weise die Wechselrichter Leistung, mehr als 800W gehen nicht.
Das Einzige was ich mir vorstellen kann, bei mehr als 960W liegen die 800W viel länger dauerhaft an und könnten so ggf. zu einer Überlastung führen.
Ob Schuko oder Wielanddose ergibt für mich auch nicht wirklich Sinn, einzig wenn man von der Wielanddose exklusiv ein Kabel für das BKW hätte würde es Sinn ergeben. Was man aber genauso mit einer Schukodose machen kann (und ich glaube bei neueren Normen auch muss? Außendosen extra abgesichert).

Die 800W mit 960Wp haben da schon eher einen Hintergrund der sich mir erschließt:
Mit 960Wp/2 Modulen ist die Zeit in der die 800W vom WR kommen kürzer und seltener als wenn man 2kWp auf 800W drosselt. Wenn man dann noch einen Akku dazwischen klemmt, sind theoretisch sogar 24/7 800W Einspeisung möglich, und da wird es mit unseren 1,5mm² Käbelchen in den Wänden schon eng.
In DE sind nur 1,5mm² verpflichtend, was 2A zu den bis zu 18A Luft lässt die man sicher mit dem Querschnitt betreiben kann. 2A wären nur 460W, womit die ursprünglichen 600W/2,6A schon großzügig waren.
Bei 800W kommst du dann schon mit fast 3,5A zusätzlich um die Ecke, oder knapp 345W/1,5A über dem für was 1,5mm² Kabel als sicher im Betrieb angedacht waren.
In anderen EU-Ländern (NL, ES, IT) sind es 2,5mm² für Steckdosen vorgeschrieben (Beleuchtung teilweise auch 1,5mm²), mit den auch 20A für das Kabel machbar sind. Womit eine 16A Sicherung + 3,5A BKW im Rahmen bleibt, selbst wenn man an dem BKW 2kWp oder mehr anschließt.

In DE sicher auch Edge-Case in dem dann wirklich was passieren würde, theoretisch jedoch möglich - und für dieses theoretische Szenario wird es am Ende eben ausgelegt.

Gibt dann noch den Ansatz bei dem man es überwacht (hieß glaube ich Stromwächter) und dynamisch in Abhängigkeit vom Verbrauch im Sicherungskreis und eingespießter Leistung regelt, eigentlich wie mit einem Shelly o.ä. Leistungsmessern. Da waren es sogar bis zu 2KW Einspießeleistung! Da wird das Ganze dann leider deutlich teurer und man bewegt sich sehr, sehr weit über dem, was mal die Idee vom BKW war: Einfach und günstig für JEDEN.
Kleiner OT rant, nix gegen den TE:
Liegt leider in der Natur des Menschen: Höher, schneller, weiter. Warum nur 2 Panel wenn Platz für 4 oder gar 8 vorhanden ist. Oder 7kWp (15 Panels) sind doch auch zulässig!?!
"Da wäre man ja dumm wenn man es nicht macht!" ...


Damit BTT: 4 Panel / 2kWp mit Akku, einem Shelly und dynamischen Einspießen halte ich für eine solide Kombi. Wie geschrieben zwar auch schon oberhalb was ein eigentlich BKW mal war (WR + 2 Panel). Aber nicht so eine Eskalationsstufe mit 15 Panels - das hat dann mehr mit einer richtigen PV-Anlage als mit einem BKW gemein - IMHO.
 
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eehm schrieb:
  • Hoymiles HMS-800W-2T Wechselrichter
  • 4 Module mit etwa 450Wp
  • Growatt Noah 2000 Speicher (nicht mehr arg teuer)
Habe Lustigerweise genau das in Betrieb^^
BKW Ost, 2 Paneele mit 800W Hoymiles + BKW Süd 4 Paneele mit 4kW Growatt Speicher und 800W Hoymiles

Shelly 3PM Pro im Zählerkasten um den Smarten Verbrauch zu steuern und nichts einzuspeisen - zahlt sich schon aus - während Vormittag das OST KW das Haus versorgt, lädt der Akku auf Süd schon gut und übernimmt dann je nach Sonnenstand wenn von OST nix mehr kommt.

Aber... Im Winter wird der Speicher nicht mal annährend voll, und braucht die Energie grossteils selber um zu heizen -> Output im Winter geringer als ohne Speicher.
Zweites "aber" - Wenn der Speicher voll geladen ist, schießt er einfach die vollen 800W permanent raus bis die Sonne weg ist. Stört mich ein wenig, weil Nulleinspeisung ists dann halt auch nimmer.

Habe auch nach der Reihe angefangen, erst nur ein BKW, dann ein zweites, dann den Speicher - und jeweils ~1 Jahr mitgeschrieben ob das für mich was bringt.
 
eehm schrieb:
  • Hoymiles HMS-800W-2T Wechselrichter
  • 4 Module mit etwa 450Wp
  • Growatt Noah 2000 Speicher (nicht mehr arg teuer)
Als Noah 2000 und ehemaliger HMS-800W-2T Nutzer rate ich dir einen HMS ohne W zu nehmen.
Die Nulleinspeisung mit dem Noah funktioniert gut, wenn sie denn funkntioniert. Growatt werkelt ständig an der Firmware rum, wodurch es immer wieder Probleme gibt.
Ich habe meinen HMS-800W-2T eingemottet und steuere jetzt einen HMS-1600-4T per openDTU-on-Battery.
Kannst natürlich auch den HMS-800-2T (ohne W!) nehmen. Der kostet aber das gleiche. opendtu funktioniert auch mit dem BitShake.
Wenn man den direkt mit dem Noah nutzen möchte, musst du einen Shelly mit Uni-Meter emulieren.

-15°C machen dem Noah übrigens nix. Da heizt er halt etwas länger.
Bei deiner hohen Grundlast, auf jeden Fall die maximalen 2.000Wp ausreizen. Also 5 x 400Wp oder 4 x 500Wp Module. Dazu dann drei Noah 2000. Die bekommst du auf jeden Fall über Nacht leer.

Falls du Fragen zum Noah hast, hier habe ich alles Wissenswerte zusammengetragen: https://www.photovoltaikforum.com/wissen/entry/108-fragen-und-antworten/

Im gleichen Blog findest du auch die jeweiligen Probleme zu den Firmwares.

Heute war Großwaschtag. Trotzdem knapp 70% Autarkie zum jetzigen Zeitpunkt.

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