Kaufberatung zwei NAS's (Büro + Heim)

skyfall

Lt. Junior Grade
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335
Ich möchte zwei zutun. Nur bin ich mir nicht so sicher welches sein wird.

Dies sind die Anforderungen:

Büro:
  • Datenserver für 2-3 Benutzer
  • Docker für weniger als sechs Container's
  • Nextcloud oder Synology Drive bin mir da nicht so sicher
  • Backup für MS O365
  • Backup für zwei Notebook's, iPad und iPhone
  • VM für Win 10 für Software welche nicht auf Docker laufen. VM wird aber nicht täglich benötigt.
  • Arbeitsspeicher minium 8 GB
  • Speicherbedarf 4 - 6 TB

Reicht dafür die Synology 918+ mit 4 oder 8 GB Ram Upgrade oder 1019+ weil da bereits 8 GB Ram ab Werk.

Anfangs möchte nur zwei HDD's einbauen. Für die VM noch eine SSD HDD, damit sollte es ja etwas flüssiger laufen. Macht es überhaupt noch Sinn M.2 SSD einzubauen, welche die nur ca zwei Jahre halten? Oder lieber HDD mit 7.2k U/min .

Wär ich mit 1618+ oder 1819+/RS 820+ besser bedient?

Heim:
  • Plexserver 4K
  • Backup Büro NAS
  • Docker
  • Nextcloud

Da bin ich mir auch nicht sicher welches Gerät. Auch hier die Synology 918+ nehmen oder was anders?

Sonst habe ich noch ein 216+2 mit 8 GB Ram stehen. Soll ich diesen an nur als Backup brauchen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Leistungsanforderungen an einer Anzahl fest zu machen hilft niemandem. Auch Container bzw. die darin laufenden Programme haben gewisse Anforderungen die es zu beachten gilt.
Je ein Container mit postgresql, mariadb und mssql, dazu ein aufgeblähtes node.js, ein Webserver und noch irgendwas aufgeblähtes.
Oder ne winzig kleine mariadb im Container, ne kleine Wordpress Instanz als Intranet, ein Webserver mit fast nur statischem Content und noch 2 Container mit irgendwas.
Beides sind je sechs Container aber mit unterschiedlichen Anforderungen wie du siehst.

Backup für MS o365. Soll das NAS eine Software mitbringen um Daten aus o365 direkt zu sichern? Soll das NAS nur Storage bereit stellen für eine woanders laufende Software für o365 Backups?

Backups für Endgeräte: Naja.. ein Netzlaufwerk bereit stellen ist keine Raketentechnik, das kann auch ein Raspi 1. Das spannende ist da eher das darunter liegende Storage bzw. wie viele parallele Zugriffe erfolgen dabei? Aber mit zwei HDDs im Raid 1 sollte das grob passen.

Wieso sollten M.2 SSDs nur zwei Jahre halten? Ansonsten bedient eine M.2 SSD und eine HDD völlig andere Anforderungen.

Von den Specs sind sich die Systeme relativ ähnlich, alle drei verwenden z.B. die gleiche CPU: https://www.synology.com/de-de/products/compare/DS1618+/DS1819+/RS820+
von daher eher relevant ob rackmount oder nicht.

Für zuhause: Es empfiehlt sich immer Produktivdaten von Backupdaten zu trennen.
Bei Plex: Soll hier auch transkodiert werden oder nur an einen 4k und alle möglichen Codescs fähigen Client übertragen werden? Das ist ein himmelweiter Unterschied der die Entscheidung massiv beeinflusst welches NAS empfehlenswert ist und welches nicht.
 
snaxilian schrieb:
Beides sind je sechs Container aber mit unterschiedlichen Anforderungen wie du siehst.

Ich habe eher an Pi-Hole, Nextcloud und OCRmyPDF gedacht.

snaxilian schrieb:
Backup für MS o365. Soll das NAS eine Software mitbringen um Daten aus o365 direkt zu sichern? Soll das NAS nur Storage bereit stellen für eine woanders laufende Software für o365 Backups?

Die Backups würde ich mit Active Backup for Office 365 auf der NAS mache.

snaxilian schrieb:
Wieso sollten M.2 SSDs nur zwei Jahre halten? Ansonsten bedient eine M.2 SSD und eine HDD völlig andere Anforderungen.

Habe es hier gelesen

https://idomix.de/das-problem-mit-dem-synology-ssd-cache-und-samsung-m-2-sata-ssds
 
Da alle drei genannten NAS die gleiche CPU verwenden und du sowieso den RAM auf 8 GB oder mehr aufstocken willst sollten die Container kein Problem darstellen bzw. wird sich die Leistung nicht unterscheiden.

Zu den SSDs: Wenn man die Kommentare zu dem Artikel liest und 5 Minuten weiter recherchiert scheint dies ein "Problem" von Synology zu sein, die da zu restriktiv vorgehen. Auf der anderen Seite nutzt idomix in seinem konkreten Fall SSDs die für die einzelne Nutzung in PCs und Laptops vorgesehen sind. Also falsches Gerät/Werkzeug für die Aufgabe meiner Meinung nach. Denn die SSDs an sich funktionieren ja noch gut außerhalb des NAS.
Hinzu kommt dass ich mir nicht sicher bin ob und wie Synlogy TRIM für die Cache-SSDs implementiert hat...
Ansonsten ist der Artikel über ein Jahr alt und laut einem der verlinkten Threads in den Kommentaren hat sich das Abnutzungsverhalten ggf. verändert. Hab es nur grob überflogen, müsstest mal genauer suchen und dich einlesen wenn es dich interessiert.
 
Die 918 hat die minimal schwächere CPU (c3538 ist ca 8% schneller aber dafür höherer Energieverbrauch) aber unterstützt nur maximal 8 GB Ram, dafür NVMe SSDs als Cache möglich. Andererseits haben wir ja gelernt, dass man dafür keine billigen SSDs nutzen sollte^^ Wenn du nicht alle 3,5" Slots benötigst könntest dir auch zwei Sata SSDs holen, Synology damit zuerst einrichten, Docker + VM da mit ablegen und restliche Slots mit HDDs als Datenablage verwenden. Oder Sata SSDs als Cache verwenden, das können auch beide Modelle.

Die 4-6 TB Speicherbedarf die du angibst: Brauchst du die jetzt? Wie sieht dein bisheriges jährliches Wachstum aus und welcher Speicherbedarf ergibt sich somit in 5 Jahren? Ist da bereits ein Puffer/Reserve eingebaut?
Wenn du mit je zwei HDDs und zwei Sata SSDs (als Cache und/oder für VMs, Container, etc) auskommst dann reicht die 918+ mit vier Bays. Wenn du aber deutlich mehr Speicherplatz benötigen solltest müsstest du entweder die Sata SSDs entfernen und NVMe SSDs als Cache einbauen um zu erweitern oder eben auf ein NAS mit mehr als vier Bays setzen.
 
Bezüglich Speicherbedarf ich benötige max 2 TB bis 2021 und danach jährlich ca 5 GB.

Habe kurz die Werte verglichen:

Aggregiertes 1GbE SMB - Sequenzieller Durchsatz (64KB)
DS 918+ DS1618+
Read: 225.91 450.79
Write: 222.13 442.70

https://www.synology.com/de-de/products/performance#5_8bay

https://www.synology.com/de-de/products/performance#4bay

Welche der Werte sollte ich vergleichen? Bei gewissen sind es nicht so gross und bei anderen wieder sehr gross.

Bezüglich der HDD Ironwolf mit 7.2k U/m oder Red mit 5.9k U/m?
 
Nicht vergleichbar, da im Test ein Raid 5 verwendet wurde, du jedoch ein Raid 1 nutzen willst.

Erstellung von Backups, Dateiablage etc erfordern nicht viel Leistung, die meiste "Last" sofern man davon reden kann dürfte Nextcloud o.ä. und das ocr2pdf vermutlich erzeugen und das ist im kleinen Umfeld vermutlich vernachlässigbar.

Zum Thema Festplatten: Es gibt IronWolfs mit 5400, 5900 und 7200 rpm und afaik haben die WD Red 5400 und nicht 5900 rpm. Je mehr RPM, desto schneller die Zugriffe natürlich aber auch desto höher der Stromverbrauch und Lautstärke. Die RPM sollte aber kein Kriterium für dich sein. HDDs sind vergleichsweise lahme Datengräber egal ob mit 5400 oder 7200 U/min. Will man hohe Geschwindigkeiten nimmt man SSDs oder sehr viele HDDs in einem striped Raid10, vorzugsweise dann aber 2,5" mit 10k U/min.
Viel wichtiger ist da eher der Fakt, dass WD mit seinen Reds gerade beim bescheißen erwischt wurde und angeblich auch manche Seagate Modelle ähnlich verfahren. Siehe hierzu u.a.: https://www.computerbase.de/news/storage/wd-red-festplatten-smr-ohne-kennzeichnung.71714/
Bei größeren Datenmengen würde ich darauf achten, dass die HDDs eine hohe URE aufweisen, also wie wahrscheinlich und häufig Bitfehler sind. Bei den WD Reds die mMn grundlos empfohlen werden bzw jetzt wurden ist diese nämlich nur 1 zu 10^14, andere Hersteller bieten 1 zu 10^15. Bei den WD Red Pro versuchte man früher per Taschenspielertrick die Leute weiter zu täuschen indem man die URE mit 10 in 10^15 angibt was aber rechnerisch dem 1 in 10^14 entspricht... Keine Ahnung ob das immer noch so in den Datenblättern steht. Weitere Faktoren wären für mich die MTBF sowie die Garantielänge. Aber je höher die letzt genanten Werte sind, desto höher eben der Preis. Das muss jeder für sich entscheiden ob es das einem Wert ist da es kein Garant ist sondern eben nur die Wahrscheinlichkeiten ändert. Früher oder später wird jede Platte ausfallen aber dafür hat man ja an Backups gedacht, alternativ waren die Daten halt nicht so wichtig 🤷‍♂️
 
@snaxilian

vielen Dank für die sehr ausführliche Aufklärung.

Die Frage ist welche soll ich nun nehmen? Was ist die Empfehlung.
 
Hauptvorteil wären die 6 Slots ggü. den 4 Slots aber du brauchst ja keine 4 wie du gemerkt hast. Also wofür die ~170€ zum Fenster schmeißen wenn die 918+ ausreicht? Zusätzlichen RAM musst sowieso bei beiden dazu kaufen.
 
Denke die 918+ sollte vorerst ausreichen. Was ist mit HDD‘s?

und für zuhause auch die 918+?
 
Zu HDDs hab ich meine Meinung gesagt. Eine Preissuchmaschine wirst selbst bedienen und Datenblätter lesen können, oder?

Zumindest im Plexforum findet man begeisterte Nutzer der DS918+. Wenn es dir das Geld wert ist: warum nicht?
 
Habe mich für 2 x Ironwolf 6TB mit 5.4k rpm entschieden, wegen URE. Trotz der höheren dB. Stromkosten habe ich mal ausgeklammert.

So kann ich mal anfangen. SSD Cache kommt etwas später. Vermutlich wird m.2 Samsung Pro 970.
 
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