Kein Krankenkasse - nachzahlung

C4non

Lt. Commander
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Juli 2012
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1.296
Ich fühle mich gerade etwas seltsam und ich weiß das mein "Problem" wohl in ein Computerforum falsch gestellt ist.Allerdings bin ich in kein anderes Forum angemeldet oder gar aktive. Ich hatte letztes Jahr ein schrecklichen Tieffall. Es ist sehr schwer das zu beschreiben. Es ging einfach gar nichts mehr und solangsam erhole ich mich davon. Nun folgen die Problem - die ich in der Zeit angesammelt haben. Letztes Jahr April habe ich mein Studium hingeschmießen und mich komplett zurückgezogen. Ich war einfach nicht mehr lebensfähig. Nun, habe ich das Problem - das ich seit ein Jahr Keine Krankenversicherung habe. Hinzu kommt leider das ich mich nicht bei Arbeitsamt gemeldet habe. Ich hatte leider einfach keinen Nerven dafür. Mir war vielleicht irgendwo bewusst das ich ein neuanfang brauche und ein 2 studium im Winter anfangen werde. Die Zeit bis zum Winter muss ich all meiner Fehler irgendwie bereinigen. Ich weiß nicht wie ich da vorangehen soll. Melde ich mich jetzt wieder bei der Krankenkasse an - muss ich die versäumte Zeit nachzahlen. Das ist für mich unmöglich, da ich kein Einkommen habe und über Familie nicht versichert werden kann. Wie geh ich jetzt vorran? Besteht die Chance auf Hilfe von Arbeitsamt? Ich hab hier und da gelebt von kleinen Tätigkeiten - die mich noch am leben halten. Entschuldigung für mein Deutsch - aber es ist nicht gerade mein Muttersprache.:(
 
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Eine Nachzahlung besteht sofern ich das verstanden habe. Wenn ich mir das genau durchlese.

http://www.n-tv.de/ratgeber/Ohne-Nachzahlungen-in-die-Krankenkasse-article11097976.html

Ich weiß nicht wie ich daran gehen soll. Den, ich könnte mich jetzt Krankenversichern und die Beiträge zahlen(mit hilfe von unterstützung) aber die fällige Nachzahlung ist für mich momentan unmöglich. Ich war von April 2013 bis aktuell nicht versichert.
 
Wenn du jetzt zum Arbeitsamt gehst und dich Arbeitslos meldest, werden die nachfragen warum du jetzt erst kommst. Die werden fragen wie du die letzten Monate gelebt hast. Es kann haarig werden. Man kann dir das ganze auch als schwarzarbeit unterstellen. Denn du hättest dich auf jedenfall damals beim Arbeitsamt melden müssen. Eine drei Monatige Sperre droht dir auch.
Und bei der Krankenkasse wirst du nachzahlen müssen. Die frist hast du versäumt.

In meinen augen sieht es düster für dich aus. Du hast die dich da in was reingeritten.
 
Du hast ein Jahr keine Beiträge gezahlt, also kann nur für ein Jahr nachgefordert werden.
Die Höhe der Beiträge richtet sich nach der Höhe des Einkommen. Wenn du nachweisen kannst, daß du kein Einkommen während dieser Zeit gehabt hast, sollte nur ein Mindestbeitrag nachgefordert werden können.
Gehe schnellstmöglich zu Krankenkasse, erkläre die Situation und beantrage eine Stundung eventueller Nachforderungen. Weiteres warten und verzögern ist bestimmt nicht von Vorteil
 
han123 schrieb:
Ich möchte keinesweg "Deutschland" betrügen. In der Zeit habe ich lediglich kleine Tätigkeiten unternommen( damit ich etwas Taschengeld habe.. entgeltung alles deutlich unter 400€). Gelebt habe ich noch bei meiner Eltern.

Wie schaut es aus, wenn ich angebe ich sei in der Zeit in mein Heimat(im osten)?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator: (überflüssiges Zitat entfernt!)
In meinen Augen ist das kein Betrug. Du konntest ja auch keine Leistungen in Anspruch nehmen. Diese Neuregelung ist mehr als ungerecht. Klar, du hast einen Fehler gemacht, aber warum sollst du jetzt doppelt gestraft sein? Letzlich ist es deine Entscheidung, aber dieses Gesetz ist einfach Schwachsinn hoch zehn.
 
Auch mit Krankenkassen kann man reden, in deinem Fall würde ich einen Ratenzahlung empfehlen falls es zu einer Nachzahlung kommt. Wenn man mit offenen Karten spielt lässt die Krankenkasse sich darauf ein.

Ich kann gerne mal meine Kollegen am Montag fragen wie es sich in deiner Situation verhält, ich arbeite bei einer Krankenkasse.
 
Wenn Du nachweisen kannst, dass Du nicht in Deutschland warst - dann könnte es gehen. Kannst Du das nicht, dann bist Du beitragspflichtig gewesen und musst nachzahlen. Es gab eine Regelung nach der alle säumigen Zahler, die sich bis zum 31.12.13 bei einer KK versicherten, ihre Beitragsschulden erlassen wurden. Aber dafür kommst Du jetzt wohl nicht mehr in Frage.
 
Ich will ja alles richtig machen und mich krankenversichern lassen und monatlich beiträge bezahlen. Das ist ja kein Thema. Aber irgendwie muss es doch möglich sein keine Nachzahlung zubekommen. Ich weiß, ich hab ein schrecklichen fehler gemacht. Ich weiß, das es notwendig ist mich mit der Krankenkasse auseinanderzusetzen nur möchte ich weitere fehler vermeiden und deswegen frage ich hier nach. Es soll nicht das Gefühl hier herrschen...ich würde mich nicht bemühen mit der Krankenkasse hinzusetzen.
 
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Der cleverste und einfachste Weg dürfte sein, die KK seiner Wahl anzurufen und dort nach den Möglichkeiten zu fragen. Ein Computerforum ist sicher nicht der beste Weg um dazu verbindliche Auskünfte zu erfragen.
 
Wenn du bei deinen Eltern gelebt hast, und je nachdem wie alt du bist, hättest du ggf. mitversichert sein können. Sofern du in einer Bedarfsgemeinschaft bei deinen Eltern gewohnt hast, zählt übrigens nicht nur dein Einkommen, sondern das deiner Eltern. Kosten für Unterkunft und Miete hattest du in der Zeit keine, rückwirkend Geld zu verlangen ist generell nicht möglich.

Eine Selbstversicherung kostet ca. 300€. Ferner bekommst du, wenn du entweder aus dem Job scheidest, oder aus dem Studium wie du schreibst, eigentlich einen Brief, indem dir das mitgeteilt wird. Immerhin herrscht in Deutschland Versicherungspflicht. Daher könnte in dem Falle die Höchstsumme bei ca. 5000€ liegen. Halte ich für realistisch mit Nachzahlungen, ggf. Mahngebühren, was auch immer.

Solltest du zu einem Amt gehen, die ARGE wäre wahrscheinlich der Ansprechpartner, weil du vorher studiert hast, werden die alle Fragen stellen und dort kannst du das angeben. Evtl. lässt sich dort eine Lösung finden. Ansonsten müsstest du das Geld abstottern, jeden Monat 30€, dauert dann halt ne Weile bis du es zurück gezahlt hast.

Wenn du H4 beantragst rate ich dir dringend dieses Forum noch aufzusuchen:
http://hartz.info
Die haben mehr Sachverstand über das Thema und können viel differenzierter Lösungen anbieten und vorschlagen.
 
Hatte ein ähnliches Problem. Ich dachte ich sei familienversichert, hatte aber im Nachhinein keinen Anspruch darauf. Also war ich ca 8 Monate nicht versichert. Wenn man sich dann neu versichert muss man die vergangene Zeit nachzahlen. Laut Gesetz dürfen keine Versicherungslücken bestehen.

Nach elend langen und nervennzehrenden Verhandlungen habe ich mich mit der Kasse darauf geeinigt dass ich in der unversicherten Zeit "studiumvorbereitende/erfordernde Maßnahmen" gemacht habe (war leider nicht immatrikuliert) und so nur den Studentenbeitrag für 8 Monate nachzahlen musste. War aber auch bitter.
 
Crazy_Bon schrieb:
Eigentlich ist die Sache relativ einfach. Du warst über die Zeit über nicht versichert also kann die Krankenkasse auch nichts nachfordern. Einfach mal unverbindlich bei der KK nachfragen.
Ich habe mich mal informiert, es besteht eine Versicherungspflicht, besser gesagt einen Versicherungszwang. Es ist zwar gut gemeint vom Staat, aber was ist mit den Personen, die aufgrund fehlenden Einkommen sich keine Krankenkasse leisten können? Die nicht selbst bei Krankheit zu einem Arzt gehen und ohne einer KK-Karte eh nicht dran genommen werden. Immerhin hatte ich mal gelesen, daß es eine beachtliche Zahl an Menschen in Deutschland gibt, die nicht einmal Hartz4 beziehen, obwohl sie dafür berechtigt sind, aber aus Angst vor einer Gängelung und Schikane der Behörden haben, sowie aus Schamgefühl darauf verzichten und sich wie C4non irgendwie durchs Leben schlagen.
C4non wird wohl oder übel nachzahlen müssen.
 
Wer kein Einkommen hat bezieht in der Regel Hartz 4 oder hat genug Kohle auf der hohen Kante.
http://www.banktip.de/rubrik2/16386/14/krankenversicherung-bei-hartz-iv.html
Und wenn er sich schämt und deshalb nix macht, muss er halt nachzahlen, sobald es rauskommt.

Natürlich muss jeder kv sein. Wer soll denn Zahlen, wenn derjenige z.B. nach einem Unfall (sagen wir mal Beinbruch, weil zuhause von der Leiter gefallen) ins Krankenhaus kommt? Oder soll man die dann ablehnen, weil sie nicht versichert sind...

In meiner Welt ist das schon ok so.

@Topic: Da wirst du wie schon geschrieben nicht um die Nachzahlung rumkommen. AFAIK hätte deine letzte Kasse auch für dich zahlen müssen, wenn es nötig gewesen wäre. Und ich würde nicht anfangen mit: "ich war im Ausland blabla", das kann böse nach hinten losgehen, wenn das irgendwie rauskommt. Bleib bei der Wahrheit und steh dazu wie du gelebt hast! Red mit der Kasse, da kann man sicher auch Ratenzahlung beantragen.
 
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Ich hatte mal einen ähnlichen Fall. Ich konnte meine Beiträge bequem per Ratenzahlung abbezahlen.

Ich glaube die Krankenkasse ist schon froh wenn sie ihr Geld irgendwann wieder bekommt
 
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