Kein Lotto für Hartz-IV-Empfänger

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DonMasterChief

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Hallo zusammen!


Folgender Artikel ist mir heute ins Auge geraten

http://www.wdr.de/themen/panorama/28/lotto_hartziv/index.jhtml

Ich persönlich habe nichts dagegen einzuwenden. Das ist doch moralisch für den Steuerzahler nicht hinnehmbar, dass dieses Geld für Glücksspiel verzapft wird. Der Satz ist sowieso schon niedrig, da sollte es doch lieber besser investiert werden als in Glücksspiel.

Grundgesetz Artikel 2
Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit.

Das mag ja soweit stimmen, aber spätestens hier ist es nicht mehr akzeptabel.

Was haltet ihr davon?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Gibt doch auch diejenigen, die diese Minimaljobs machen bei euch. Die die man auch neben dem HARTZIV machen darf.
Daher ... kann man denke ich nicht so eindeutig NEIN (bzw in dem Fall halt JA zu dem Verbot) sagen.
Generell die Grundidee stimmt, aber ein generelles Verbot kann man denke ich rechtlich nicht durchsetzen.

miac schrieb:
Ich bin dafür das jeder Bürger einen Schein pro Monat kostenlos erhält. :lol::lol:

Und der Pot füllt sich ... mit den Steuern? ^^
 
sry aber mir ist sowas egal, das sollte am Ende jeder für sich selber entscheiden

und wenn er Glück hat ist derjenige welche eh weg vom Amt, also warum demjenigen Steine in den Weg legen ;)
 
DonMasterChief schrieb:
Ich persönlich habe nichts dagegen einzuwenden. Das ist doch moralisch für den Steuerzahler nicht hinnehmbar, dass dieses Geld für Glücksspiel verzapft wird. Der Satz ist sowieso schon niedrig, da sollte es doch lieber besser investiert werden als in Glücksspiel.

Sorry, aber ich habe da eher die Meinung deines Freundes. Es geht niemanden einen feuchten Schimmel an, für was der Hilfeempfänger seinen Regelsatz ausgibt. Und wenn er sich Monatelang vom Munde einen HDTV oder eine PS3 abspart ist es auch seine Sache und geht niemanden was an.

DonMasterChief schrieb:
Das mag ja soweit stimmen, aber spätestens hier ist es nicht mehr akzeptabel.

Warum? Wenn er seine ganze Kohle für die Spielgebühren ausgibt und die Miete, Telefon etc. nicht mehr zahlen kann, dann hat er sich in grosse Schwierigkeiten gebracht und ist selbst Schuld. Es ist sein Leben. Bevormundung ist echt das letzte vor allem für erwachsene Menschen.

DonMasterChief schrieb:
Ich gehe deutlich in die konservative Richtung. Spiegelt es meine politische konservative Orientierung wieder, wenn ich pro Kein Lotto für Hartz-IV-Empfänger bin?

Es spiegelt eher deine Vorurteile gegen H4 Empfänger wieder denke ich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Von dem Verbot halte ich eig. nichts.
Wenn jemand von dem Hartz IV Satz noch was übrig hat soll er von mir aus Lotto spielen.
Ein anderer gibt die gleiche Menge an Geld vllt für Alkohol und Zigaretten aus.
 
Ich find' das Ganze relativ albern - will man den Arbeitlosen jetzt ein rotes A auf die Jacke nähen oder wie soll die Erkennung funktionieren?

Wenn man den Leuten genau vorschreiben will, was sie kaufen dürfen und was nicht, dann macht das Pauschalierungsprinzip von Hartz IV ohnehin keinen Sinn.
 
Ich denke, das jeder mit seinem Geld machen sollte, was er/sie will.
Einer versäuft sein Geld und der Andere kauft eben Lottoscheine.

Denke aber mal, das diese Entscheidung gegen das Grundgesetz verstösst, wie auch andere Beschlüsse im SGB2.
 
Bin auch der Meinung, dass es genug Menschen gibt, die ohne es zu wollen von HartzIV leben müssen und in den "Minijobs" verbraten werden (persönlich kenne ich 3 Stück, von denen einer nach 4 Jahren erfolgloser Suche jetzt endlich wieder nen Job gefunden hat).
Die reißen sich teils den Arsch auf, weil sie für 1€ pro Stunde arbeiten MÜSSEN und dann willst du ihnen noch das Recht absprechen dieses Geld in etwas Glück zu investiern?
Tut mir leid, da kommen wir auf keinen Nenner.
 
Das sind alles Erwachsene Menschen und die können mit dem Geld machen was Sie wollen.

Wenn Sie am Ende zu wenig haben um zu Leben oder Rechnungen zu bezahlen ist das deren Pech. Deswegen bekommen die ja nicht mehr Geld.

Also das ist mal wieder so eine Schwachsinnsentscheidung über die mal wieder nicht genau nachgedacht wurde.
 
Naja jeder kann ja mit seinem Geld machen was er will auch ein Hartz 4 Empfänger gibt ja in der Hartz-4-Satzberechnung auch Kontingent für Alkohol und Zigaretten also kann er meiner Meinung nach auch ohne Probleme Lotto spielen, problematisch finde ich es nur wenn z. B. ein Hartz 4 Empfänger sich Lottoscheine kauft und sich dann bei einer Hilfsorganisation ein warmes Mittagessen besorgt, aber solange Jeder mit dem Geld was ihm zugeteilt auskommt spricht auch nichts gegen das Lotto spielen.
 
Wenn gespart wird, ist das eine völlig andere Ausgangssituation. Dann wäre es auch berechtigt.
Nur wenn es heißt "Ich beziehe Hartz-IV und gebe es gerne für Glücksspiel aus", tut mir Leid, dann wäre ich nicht mehr bereit (auch wenn dies nicht möglich ist) meine Steuern für solche Menschen abzugeben.

Hartz-IV ist dafür gedacht, seine existentiellen Grundlagen zu finanzieren und nicht um Spaß auf Kosten anderer zu haben.
 
Und dann darf man als Nächstes keine Playboy-Abos mehr abschließen? Oder Fernseher >30"? Oder mehr als 8 Rollen Klopapier im Monat?

Ich finde das einerseits richtig, andererseits kommt es mir schon sehr selektiv vor da Verbote auszusprechen.

Wie wäre es stattdessen mit max. 1 Lottoschein pro 100€ oder 200€ Einkommen/Monat? Würde auch diese seltsamen "Lottotippwerbungen" ausschalten...
 
Hier stand Mist.

Desweiteren leben wir in einem Staat (D), in dem der Tagessatz für das Essen eines Polizeihundes höher ist, als der eines Harz 4 Empfängers. Letzterem stehen 25 Euro in der Woche zu. Macht also 3,75 am Tag. Beim Hund ist es das Doppelte.

Der Angesprochene Bereich ist da höchstens die Spitze des Eisberges. Der Film "Soilent Green" aus den 70gern hat die 2 (oder mehr) Klassengesellschaft schön dargestellt. Wenn wir sie nicht jetzt schon haben (Privatschulen / Internate /Privatversicherungen / Krankenversicherungen), dann steuern wir mit sehr hoher Geschwindigkeit ihr entgegen.

Abgesehen davon halte ich von solchen Bevormunden ebenfalls sehr wenig bis nichts. Wenn ich jemandem Geld gebe, sollte er damit tun und lassen können was er will. Wenn ich ihm dieses Vertrauen nicht gebe, wo ziehe ich dann die Grenze, was er darf und was nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ab sofort bekommt jeder H4-ler einen Tätowierung auf die Stirn und sie dürfen nicht mehr Lotto spielen, nicht mehr ins Kino und auch nicht mehr in den Zoo.
Zudem bekommen sie noch eine elektronische Fußfessel und eine Überwachsungssoftware auf den Computer, damit man überprüfen kann, ob sie auch den ganzen Tag nach Jobs suchen.
 
sollen se spielen ... und alles was sie über 5000€ gewinnen geht an gemeinnützige projekte ...
damit se sich nen kleinen urlaub gönnen können ... oder so ...

die halten schon genug die hand auf

finde die eine Familie bei uns lustig ... tun nix ... ab so lut nix !
haben kaum geld (angeblich) bekommen aber ne komplett neu sanierte wohnung !
und unser einer kann sich diese nicht leisten ... die haben 3 flachbild tv's
und jeden abend is da stimmung ... und andere harzter knaller gehen ein und aus (natürlich mit fahne)
und der knaller ist zur x-mas zeit, die haben ja kaum geld, aber in jedem fenster 4~5 lichtermoped's
(eine lichtergehte, zwei sternschnuppen, ein schwiepbogen etc.)

____

Tätowierung auf die Stirn und sie dürfen nicht mehr Lotto spielen, nicht mehr ins Kino und auch nicht mehr in den Zoo.
sowas abgewandeltes gabs doch schon mal
 
naja ich find es nicht in Ordnung, dass Leute, die ihr Geld vom Staat; besser gesagt vom Volk beziehen, dieses auch noch in Glücksspiele investieren; dieses Geld wäre viel besser in Weiterbildung der Menschen angelegt. Und ich meine es gibt genügend Leute, die mit ihrem versteuerten Geld eine 2. Familie ernähren könnten, und wenn dann dieses Geld in Glücksspiel "vergeudet" wird, dann fragt man sich doch als Steuerzahler, warum gebe ich ihnen Geld?
 
DonMasterChief schrieb:
Hallo zusammen!


Nebenbei eine Frage mich betreffend[/B]
Ein Freund von mir ist furchtbar links (SPD) und dagegen.
Ich gehe deutlich in die konservative Richtung. Spiegelt es meine politische konservative Orientierung wieder, wenn ich pro Kein Lotto für Hartz-IV-Empfänger bin?

Das war eine rhetorische Frage, oder?
Sicherlich lässt sich das mit einem konservativen Weltbild gut begründen. Vermutlich dürfte die Mehrheit der CDU/CSU Anhänger dafür sein. Ich vermute einfach mal, die Mehrheit der SPD Anhänger indes auch.

Interessant wäre die FDP: An sich ist die Entscheidung ja ein Einschnitt in die Freiheit des Einzelnen (ähnlich wie beim Rauchverbot), andererseits ist es auch neoliberaler Sicht natürlich eine Verschwendung von Steuergeldern.
 
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