News Keine Nerds: Computerspieler stehen im Leben

Zwirbelkatz schrieb:
.... Selbst ich komm mir schon häufig deutlich über dem Altersdurchschnitt vor, wenn ich in Spielen Online gehe. ...
Jaja, was genau hjast du an den von mir genannten Worten Siedler und Sims nicht verstanden? Egoshooter sind eine Domäne von U30, es gibt nur wenige (aber durchaus auch einige), ältere Leute, die online Egoshooter spielen. Aber Egoshooter machen gerademal 5 % des Gesamtumsatzes der Spieleindustrie aus...
 
Laut Studie gehöre ich dann wohl zu den Gewohnheitsspielern. Ich spiele - wenn sich nichts Interessanteres findet - durchschnittlich 10-12 Std. die Woche (meist 8 Std. an einem verregneten WE und die restlichen 4 Std. verteilt über die Woche). Es gibt aber auch Wochen da spiele ich gar nicht. Momentan spiele ich hauptsächlich WoW, seit der Beta, PVP und PVE Server, und habe insgesamt 3 Level 60er, 4 Level 30er (-> für die Insider, von denen es ja auch etliche Tausend in Deutschland gibt) und Half-Life 2.

Ich bin 34 Jahre alt und spiele schon seitdem ich 12 Jahre alt bin Computerspiele. Angefangen vom TI99-4a, über C64, Amiga und letztendlich PC. Ich spielte/kenne alle Genre und bin auch ziemlich gut in den Genres die mir Spass machen. Auch heute kann ich locker noch mit einigen 16-Jährigen Hardcore-Gamern mithalten (jahrelanges Training ;-) ). Es gab Phasen in meinem Leben da habe ich 14h+/Tag gespielt (aufstehen->spielen->schlafen) und Monate da habe ich überhaupt nicht gespielt.

Trotz dieses teilweise krankhaften Spieleverhaltens habe ich mein Leben ganz gut auf die Reihe bekommen: Abitur gemacht, studiert, promoviert, Familie, Freunde etc... Im Laufe dieser 21 Jahre, in denen ich mal mehr und mal weniger gespielt habe, habe ich eines gelernt:
Es ist verdammt schwierig die Balance zwischen zuviel Spielen und gar nicht Spielen zu halten, besonders wenn das momentane Spiel einfach sehr viel Spass macht (Suchtfaktor). Wie Buddabrot schon sagte, dann hat man einfach keinen Bock auf Arbeit/Schule/Studium. Dies fällt umso schwieriger wenn man noch jung ist und noch nicht im Leben steht. Erst nach einigen Jahren konnte ich ein gesundes Verhältnis zu Computerspielen entwickeln und merken, wenn es einfach zu viel war/ist. Meistens merkt man es daran, dass andere Sachen auf der Strecke bleiben bzw. Freunde einen darauf aufmerksam machen. Man muss auf jeden Fall mit seinem Spielverhalten offen umgehen und mit anderen darüber reden, ansonsten können die Freunde einem nicht helfen (wenn man denn Spiele süchtig ist).

Heute bin ich sehr zufrieden mit meinem Leben, habe eine Frau die ich liebe, eine Hand voll sehr gute Freunde, viele Bekannte und einen Beruf der mir sehr viel Spass macht. Ich bin stolz darauf ein Spieler zu sein, denn PC>TV - und ist nunmal einfach die geistvollere und anspruchsvollere Unterhaltung der Zukunft.

Aus diesem Grund sind Computerspiele aus unserem Leben einfach nicht mehr wegzudenken und wer sich mit Computerspielen nicht selbst befasst sondern sie einfach nur als krankmachend abtut aufgrund einiger süchtiger Hardcore-Gamer, kann irgendwann einfach nicht mehr mitreden. Da ich selbst bald Papa werde, empfinde ich es als Vorteil, dass ich (falls mein Kind Spielen sollte) mitreden kann.
 
Zurück
Oben