Kennt sich jemand mit Abgeltungsteuer aus?

konnichi

Lt. Junior Grade
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Aug. 2009
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412
Hallo Community;
Kennt sich jemand mit der Abgeltungsteuer aus?

Ich habe vor einem Firma aufzubauen, eine Sache blicke ich nicht durch, und das mit der 25% Steuer. Hier wäre mein Rechenbeispiel, sehr grob.

- Unternehmensform: GmbH.
- Gewinn der Firma in 12 Monaten: 60.000€.
- Gehalt Chef Brutto: 2200€/Monat;
- eine Mitarbeiterin Brutto: 1800€/Monat
- Abschreibungen pro Monat: Gebäude, Firmenwagen, etc. gesamt 150€;

Tätigkeit der Firma: Handeln auf der Börse mit den Käufen/Verkäufen von Wertpapieren, Aktien, usw.


Meine Frage wäre, wie viel Gewinn würde am Ende des Jahres zurückbleiben? Wie viel würde zurückbleiben, wenn ich die Mitarbeiterin entlassen würde, und der Umsatz bliebe gleich?

Kennt sich jemand mit den Steuern aus? Auch im groben? Ich habe viel gegoogelt, viel recherchiert, ich habe keine passende Antwort auf meine Frage gefunden.
Ich würde mich riesig auf möglich Antworten freuen. Viel Dank schon mal im Voraus.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich würde mir persönlich einen Steuerberater suchen wollen. Da kommen noch ganz andere Steuerliche/Rechtliche Fragen auf dich zu. Als Chef einer Firma sollte man sich auf das konzentrieren was man am besten kann.
 
60.000€ Umsatz
- 12x2.200 Chef Gehalt (26.400)
- 12x2.200 * 40% Arbeitgeberanteil Sozialversicherungen (10.560)
- 12x1.800 Gehalt Mitarbeiterin (21.600)
- 12x1.800 * 40% Arbeitgeberanteil Sozialversicherungen (8.640)
Zwischensumme
-7.200 Verlust ....

So mal die graue Theorie. Die 60.000€ Umsatz pro Jahr sind einfach lächerlich niedrig. Und am Anfang sollte man wenn dann nur Mieten und keine Immobilie kaufen und ein Firmenwagen ist für Handel von Aktien eh obsolet.

Die gute Info: wer Verlust macht zahlt keine Steuern, die Abgeltungssteuer ist somit dein geringstes Problem. ;)
 
In welcher Unternehmensform willst du denn das Unternehmen führen?
Klingt von den Grundüberlegungen nach einer GmbH. Oder willst du ein Einzelunternehmen?

Und wie soll man den Gewinn berechnen wenn du von "Umsatz" sprichst. Der Umsatz sind nur die Einnahmen.
 
@bobbyacz

Also der TE hat nicht viele Infos gegeben, aber neben den Umsatz hat er ja auch ein paar Aufwendungen benannt. Da kann man ganz gut ein indikativen Gewinn bzw. Verlust ermitteln.

Alleine die Personalkosten reichen aus, dass er mit Verlust abschneidet.

PS es ist schon fast egal was er macht, welche Unternehmensform er wählt etc. Bei diesem geringem Umsatz ist jede Form der Selbstständigkeit nicht tragbar!
 
Ich habe gefragt, weil mir nicht ganz klar war, ob er die Abgeltungssteuer auf den Börsenhandel oder auf den Gewinn meinte.
 
_killy_ schrieb:
Umsatz ist noch längst nicht Gewinn, die Rechnung würde passen, wenn die 60.000€ der Gewinn wären, aber wenn man beim "Käufen/Verkäufen von Wertpapieren, Aktien, usw." 60.000€ Umsatz macht, dann bleibt als Provision nur ein Bruchteil als Gewinn und wenn man mit den Wertpapieren Handeln will, kann man gleich gar nicht vorhersagen und wie viel Gewinn übrig bleibt. Wenn die 60.000 dann nur das Startkapital sind, wird es ebenfalls für Angestellte, Miete, Firmenwagen vorne und hinten nicht reichen.
 
Lernt man sowas (Steuern, Umsatz/Gewinn etc.) nicht auch wenn man die Grundkurse von z. B. IHK etc. zur Unternehmensgründung besucht und dort dann u. a. einen Businessplan erstellt?
 
@Holt

Ich hätte jetzt den Umsatz vom TE beim Aktienhandel als Rohertrag I angesehen. Der Begriff Gewinn ist für mich immer fest nach Abzug aller weiteren Kosten belegt.

Spitzfindigkeiten können wir uns aber auch kneifen ... das simple Rechenbeispiel, egal ob es Umsatz, Gewinn oder was auch immer ist hat doch schon gezeigt, dass die 60.000€ p.a. absolut nicht ausreichen. ;)
 
Eben, selbst bei 60.000€ Rohgewinn aus der Geschäftstätigkeit ist da nicht genug übrig. Der TE sollte sich in jedem Fall professionell beraten lassen, sonst ist ein Schiffbruch wohl unvermeidbar.
 
Hallo! Danke für die schnellen Antworten. Ich habe den obigen Beitrag korrigiert, der 60.000€ Beitrag ist der zu erwartende Gewinn und nicht der Umsatz. Die Löhne sind Brutto löhne, keine Netto Löhne. Sry für die falsche Infos gestern Abend.
Wie würde es jetzt aussehen? Wäre das machbar? Könnte man etwas in der Größenordnung starten ohne Schiffsbruch zu landen?
 
Du solltest Dir die folgenden Artikel zur Abgeltungssteuer durchlesen: link1, link2, link3, link4 !

Das sollten auch alle Anderen hier noch einmal nachholen, um dem TE die einzig richtige Antwort zu geben:
Er hat mit seiner Firma nichts mit der Abgeltungssteuer von 25% zu tun!

Er sollte aber gar keine Firma aufmachen!
Denn wer zu doof ist, die Begriffe Umsatz/Gewinn richtig zuzuordnen und es auch nicht schafft, von 60.000 Euro Gewinnplan die 3-4 Kostenarten abzuziehen, der kann nicht erfolgreich an einer Börse handeln!
Wer zudem noch lächerliche monatliche 150 Euro für Gebäude/Firmenwagen, aber nichts für Telefon/Internet/Börsenzugang usw. einplant, der hat doch keinerlei Einblick in die Materie und wohnt vermutlich noch zu Hause im Kinderzimmer.
Ich bezweifle, dass überhaupt Abitur vorliegt.
Das man für Wertpapierhandel überhaupt erhebliches Umlaufkapital benötigt, scheint dem TE auch noch nicht klar zu sein.
Ich frage mich auch, aber nicht ernstlich, welche Art Dienstleistung im Rahmen der Firma überhaupt angeboten werden soll.
 
konnichi schrieb:
Die Löhne sind Brutto löhne, keine Netto Löhne.

Selbst wenn es sich um Bruttolöhne handelt, so kommt da selbstverständlich noch der Arbeitgeberbeitrag (für Krankenversicherung usw.) hinzu.
Insofern ist die Aufstellung von _killy_ schon richtig.
 
ThomasK_7 schrieb:
Er hat mit seiner Firma nichts mit der Abgeltungssteuer von 25% zu tun!
Wenn es eine GmbH ist, dann hat er bei Auszahlung der Gewinn an die Gesellschafter dennoch Abgeltungssteuer zu bezahlen. Als GF einer eigenen GmbH kann man Gewinne der Gesellschaft dann aber auch über das eigene Gehalt entnehmen, solange dies steuerlich vorteilhafter ist. Hier scheint dies aber derzeit eher theoretischer Natur zu sein.
ThomasK_7 schrieb:
Ich frage mich auch, aber nicht ernstlich, welche Art Dienstleistung im Rahmen der Firma überhaupt angeboten werden soll.
Das würde mich auch interessieren, leider erfahren wird dazu nichts, was bei mir den Verdacht bekräftigt das hier jemand einem anderen auf den Leim zu gehen scheint, Stichwort Strukturvertrieb oder der TE die Chance beim Zocken mit Derivaten nicht realistisch einschätzt. Denn man sollte dazu wissen:
hamju63 schrieb:
Selbst wenn es sich um Bruttolöhne handelt, so kommt da selbstverständlich noch der Arbeitgeberbeitrag (für Krankenversicherung usw.) hinzu.
Eben, da dem TE auch dies nicht bekannt ist, kann man ihm nur dringend empfehlen sich vorher umfassend zu informieren. Ich kann ja verstehen wenn er nicht alles in Internet ausbreiten möchte, aber er sollte sich z.B. einem Steuerberater anvertrauen und mit dem alle Details besprechen, der kann ihm dann auch darlegen ob das ganze Vorhaben überhaupt realistisch oder von vorne herein ein Scheitern absehbar ist.
 
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