Keplersche Gesetze, Anwendungen?

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S4ndM4N

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Servus,
im Rahmen meiner Hausaufgabe sollte ich mich über die Keplerschen Gesetze informieren ,die grobzusammengefasst sich auf die Planetenbewegung beziehen.
Jetzt ist eine weitere Frage, wofür man dieses Wissen benötigt. Ich selbst habe mir überlegt evtl. beim Funken um zu wissen wann man einen Satelliten anfunken muss um Kontakt herzustellen (?). Jedoch weiß ich nicht wirklich was ich googeln soll und frage nun euch , wofür diese Gesetze dienen.
 
verbessert mich, falls ich falsch liegen sollte: aber gabs da mal nicht irgendsowas wie: wir helfen hier nicht bei hausaufgaben oder sowas?
 
Sie werden bspw. in der Raumflugmechanik angewandt.

Aber mal ehrlich, selber machen macht doch auch Spaß, nicht?
 
Im Prinzip treffen die 3 Kepler Gesetze allgemeine Aussagen zu Planetenbewegungen. Müsste nachlesen, aber einmal wird immer die gleiche Fläche in gleicher Zeit bestrichen, dann das Verhältnis der grossen Halbachsen zu den Umlaufdauern, das dritte war glaub ich der Beweis für Elipsenbewegung der Planeten.

Wozu man das braucht? Wozu braucht man den Newton? Man kann etwas berrechnen :D
 
@Knubbel, ja das sind ja die Gesetze, allerdings findet sich doch recht wenig in Bezug auf die Anwendung. Ich selbst habe bissher nur ,dass es zur Bestimmung dient, wann z.b. unser oder ein Planet mit einem Himmelskörper kollidiert und zur allg. Bestimmung wann und wo Planeten sein werden, jedoch kann das doch nicht alles sein :S
 
Jetzt ist eine weitere Frage, wofür man dieses Wissen benötigt
zu nichts (mehr)
Sie wurden durch präzisere Berechnungen ersetzt.
In grober Annäherung sind sie aber sicherlich noch heute gebräuchlich.

Sie dienen, wie du schon sagts, dazu zb Umlaufbahnen von Planeten zu bestimmen (aber auch die von Monden, Asteroiden bzw allgemein von Massen), bzw. dazu den gemeinsamen Mittelpunkt zweier Körper unter idealisierten Bedingungen (keine Fremdeinwirkung, sogenannte "Bahnstörungen") festzulegen. (Die Erde dreht sich genaugenommen nicht um die Sonne. Beide bewegen sich um einen gemeinsamen Mittelpunkt; der sich aber aufgrund der enorm viel größeren Masse der Sonne innerhalb der Sonne befindet - aber eben nicht in ihrem Mittelpunkt)
 
wenn ich dass jetzt noch richtig aus meiner schulzeit zusammenkriege, waren die keplerschen gesetze da für die elipsenberechnung der umlaufbahnen. wenn das stimmt, stimmt auch dasfolgende :D
Da du sämtliche stabilen Umlaufbahnen damit berechnen oder zumindest annähern kannst, kannst du die keplerschen gesetze auf alles anwenden, was sich in einer stabilen umlaufbahn befindet. einschränkung ist jedoch dass es einen schwerpunkt geben muss, der nicht beeinflusst wird, bzw so minimal, dass man darauf nicht eingehen muss, wie im sonnensystem zB die Sonne. bei Doppelsternsystemen, wo 2 Sterne umeinenader Kreisen geht das auch noch, da abhängig vom Massen Verhältnis der Partner zwischen beiden der Schwerpunkt liegt (so übrigens auch beim System Erde - Mond. Der Schwerpunkt liegt wenn ich mich richtig erinnere 6000km von dem Erdmittelpunkt entfernt). Bei Systemen mit 3 Körpern in ähnlicher Größenordnung wird es dann kompliziert =)

Praktisch anwendbar ist sind die Gesetze somit für einige Fälle: in der Raumfahrt um die Umlaufbahnen zu berechnen, auf denen sich Sateliten im Idealfall befinden sollten. Zur Vorherberechnung von Asteroidenumlaufbahnen um den sehr unwahrscheinlichen Fall, dass die Erde von einem größeren Objekt getroffen wird vorherzubestimmem. In der Astronomie kann man so auch die Masse von unsichtbaren Partnern in Doppelsystemen, zB schwarze Löcher, schwach leuchtende Sterne bestimmen. Im bereich der exoplaneten lassen sich zB schwere Gasriesen entdecken, indem beobachtet wird, wie der dazugehörige Stern um den gemeinsamen Schwerpunkt schwankt, aus dieser Elipsenbahn lässt sich dann Masse und Umlaufzeit des planeten berechnen.
Das wären ein paar anwendungsgebiete, die mir einfallen, wie gesagt lässt sich damit prinzipiell jede umlaufbahn von objekten, die eine solche haben, annähern. daraus lassen sich dann weitere rückschlüsse, zB auf die Masse der Objekte ziehen.

da es aber keine abgeschlossenen systeme gibt, sind diese gesetze nur bei groben berechnungen anwendbar, beispielsweise in das Erde - Mond System kommt noch der Einfluss der Sonne herein, der nicht vernachlässigt werden darf.

lg Nemesis
 
oh ja, nemesis spricht da noch was wichtiges an.
Eben das "finden" von nicht leuchtenden Körpern oder gar absorbierenden (Schwarze Löcher).
 
Vielen dank für alle Beiträge, besonders für deinen langen ausführlichen NemesisFS.
An alle Leute denen es nicht passt, dass ich hier einfach mal Nachfrage, nachdem man im Internet relativ wenig gefunden hat, müssen sich den Beitrag ja nicht durchlesen und schon garnicht darauf antworten.

Danke für eure Hilfe!
 
S4ndM4N schrieb:
Vielen dank für alle Beiträge, besonders für deinen langen ausführlichen NemesisFS.
An alle Leute denen es nicht passt, dass ich hier einfach mal Nachfrage, nachdem man im Internet relativ wenig gefunden hat, müssen sich den Beitrag ja nicht durchlesen und schon garnicht darauf antworten.

Danke für eure Hilfe!

Also wenn man im Internet eines findet, dann doch wohl Beiträge zu Nerdthemen wie Astronomie.
 
mir ist da grad noch was eingefallen: es stimmt zwar, dass die keppler gesetze kaum mehr praktisch angewandt werden, weil es das idealisierte 2körper system eben nicht gibt, eine anwendung, wo das irrelevant ist, ist folgende: wenn man eben das nicht erreichbare ideal anstrebt, bei den oben schon genannten satellitenbahnen. diese werden durch die keplerelemente (Two Line Elements) angegeben, an die sich der Satellit hält und die Bahn ständig korrigiert.

Und dass es schon schwierig ist, im Internet sachen dazu zu finden, stimmt schon bedingt, wirklich gute Infos findet man in der Fachliteratur, Wissenschaftsmagazinen, die auch im Internet nicht so einfach verfügbar sind, eine fundierte Zusammenfassung zu so etwas findet man vor allem in Büchern. Liegt vermutlich daran, dass man in der Astronomie eben nicht so ohne weiteres etwas selber machen kann, wie zB dass man mal eben seinen Prozessor übertakten kann.

Wenn du dich nicht nur schulisch für das Thema interessierst, kannst du dir ja mal ein Wissenschaftsmagazin kaufen, zB Sterne und Weltraum, das bietet einen guten Einblick in die Hobbyastronomie oder auch das Spektrum der Wissenschaft, dort sind oft sehr interessante, verständliche Artikel zur aktuellen Forschung in der Astronomie, Astrophysik und Teilchenphysik, das geht ja immer mehr Hand in Hand =)
 
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Und schwups, braucht man die Hausaufgaben gar nicht mehr selbst machen. :mad:
 
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