KI als Hüter von Fakten? Kann KI eine Diskussion moderieren?

Meta.Morph schrieb:
Es soll darum gehen, Schwurbler vom Öffentlichen Diskurs auszuschließen. Das können die am Stammtisch machen.

Vielleicht wäre ein einfaches Down- und Upvoten besser? Natürlich müsste man Beiträge anonymisieren. Die Beiträge sollen zählen und nicht die "Reputation".
Und das ist sehr bedenklich, da es erstens antidemokratisch ist und zweitens eine moralische Autorität generiert. Die Mehrheit entscheidet eben nicht was Evident ist, sondern ausschließlich der Inhalt. Niemand darf sich anmaßen darüber zu urteilen was Schwurbelei ist. Einfach gesagt war Einstein mit seiner Relativitätstheorie auch ein "Schwurbler" in den Augen der etablierten, autoritären Wissenschaft. Versteh mich nicht falsch, aber die Gesellschaft täte gut daran einen offen Diskurs zu erhalten, nach wissenschaftlichen Vorbild.
 
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Franky4Finger's schrieb:
Modellberechnungen sind Thesen, nicht mehr und nicht weniger, egal was die Grundlage ist.
Inwiefern Modellberechnungen mehr sind als nur Thesen, habe ich bereits erläutert.
Schon alleine das Vorhandensein irgendeiner Grundlage zeigt, dass mehr als nur die These existiert.


Franky4Finger's schrieb:
In der Wissenschaft ist nichts "bestätigt"
Wieder falsch.
Beispielsweise gibt es zahlreiche Experimente, die die Thesen, die Erde ist eine "Kugel" oder R=U/I, bestätigen.

SirSinclair schrieb:
schon allein der Begriff "wissenschaftlicher Konsens" impliziert nämlich das es unbewiesene Theorien sind, sonst wäre ein Konsens gar nicht nötig.
Zum Glück ist die Welt ja nicht schwarz weiß und es gibt ziemlich viel zwischen unbewiesener Theorie (irgendein Menschen brabelt einfach was los) und Beweis (mathematischer absoluter Beweis durch Logik).
Der wissenschaftlicher Konsens zeigt immerhin, dass die Menschheit nichts zu Stande gebracht hat, die Theorie anzuzweifeln - und dank big oil gibt es im Bereich Klima ja nicht wenige, die versucht hätten was zu finden ;)
 
SirSinclair schrieb:
In der Wissenschaft ist Mehrheitsmeinung irrelevant, was zählt sind einzig Beweise.
Das ist so nicht ganz richtig. Also insbesondere bei die empirischen Wissenschaften haben in dem Sinne keine Wahrheit. Es gibt Theorien und die können entweder die Wirklichkeit gut beschreiben oder eben nicht so gut.
Und daran werden sie gemessen. Und wenn eine Theorie halt nicht wirklich gut zu Wirklichkeit passt, wird sie durch eine neue Theorie ersetzt.
Das hat aber erst mal nichts mit Wahrheit zu tun. Klar versucht man sich einer objektiven Wahrheit anzunähern. Aber es gibt halt kein glasklares Ja oder Nein.
Das einzige, womit Du einzelne Theorien rauskegeln kannst, in dem Du die widerlegst.

Bei Mathematik ist das wiederum anders. Du hast ein Set von Definitionen und Aussagen und da kannst Du dann tatsächlich auch so was wie Beweise durchführen.

Du kannst nicht darüber streiten, ob der Satz des Pythagoras gilt. Wohl aber kann man die Urknall-Hypothese kritisch hinterfragen, wenngleich es eine Menge Indizien gibt die darauf hinweisen, das es so gelaufen sein kann (und es dementsprechend auch eine Mehrheitsmeinung dazu gibt).
 
andy_m4 schrieb:
Und wenn eine Theorie halt nicht wirklich gut zu Wirklichkeit passt, wird sie durch eine neue Theorie ersetzt.

Das wäre aber gar nicht möglich wenn man abweichende Meinungen unterdrückt wie es der Threadstarter per KI tun möchte.

Außerdem ist es in der Praxis nicht so das eine Theorie durch eine andere ersetzt wird, sondern das oftmals zum gleichen Zeitpunkt mehrere verschiedene Theorien existieren die sich widersprechen.
 
@KitKat::new()

Du kannst dich auf den Kopf stellen, es ändert nichts daran, dass Modellberechnungen Thesen sind.
Mal grundsätzlich, damit Klarheit herrscht.. In der Wissenschaft ist nichts endgültig bestätigt. Es gibt Annahmen, die durch Evidenz gestützt werden, zum Beispiel die Annahme, dass die Erde eine Kugel ist, und diese gilt so lange, bis jemand sie falsifiziert.
Das ist explizit so vorgesehen, damit Wissenschaft offen bleibt und kein Dogmatismus entsteht.
Wer von endgültiger Bestätigung spricht, versteht die wissenschaftliche Methodik nicht und argumentiert mit Glauben.
 
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Franky4Finger's schrieb:
Du kannst dich auf den Kopf stellen, es ändert nichts daran, dass Modellberechnungen Thesen sind.
Meine Behauptung war, dass sie mehr als nur Thesen sind.
Franky4Finger's schrieb:
Wer von endgültiger Bestätigung spricht
Och bitte, du bist der/die einzige, die davon spricht.

Fazit: Wie wärs wenn du keine Strohmänner jagst?


Franky4Finger's schrieb:
und diese gilt so lange, bis jemand sie falsifiziert.
und nein, so läuft das auch nicht, schon alleine wegen nicht falsifizierbaren Thesen ohne jegliche Evidenz
 
SirSinclair schrieb:
Das wäre aber gar nicht möglich wenn man abweichende Meinungen unterdrückt wie es der Threadstarter per KI tun möchte.
Ja. Da bin ich durchaus bei Dir.
Es ging mir auch nur um den Part, das es in der Wissenschaft zwingend Beweise braucht.
Und da kommts halt drauf an.

SirSinclair schrieb:
Außerdem ist es in der Praxis nicht so das eine Theorie durch eine andere ersetzt wird, sondern das oftmals zum gleichen Zeitpunkt mehrere verschiedene Theorien existieren die sich widersprechen.
Ja. Es muss nicht eine sein. Es ging mir auch nur darum den grundlegenden Vorgehensweise zu beschreiben und nicht die Anzahl der gleichzeitig existierenden Theorien.
 
Meta.Morph schrieb:
@Franky4Finger's
@K1LL3RC0W

Danke, dass ihr direkt einen Beweis für eine Faktenfreie Diskussion liefert.

Ihr Ignoriert vollständig, das Systeme eine Entwicklungen über tausende von Jahren durchlaufen haben und dass sich diese keinesfalls so schnell anpassen können.
Die Klimatischen Veränderungen von heute, sind noch am ehesten mit dem Ausbrechen des Sibirischen Trapps vergleichbar. Das hatte ein Massensterben zur Folge.
Du hast offenbar meinen Text nicht verstanden. Es ging darum, das Wissenschaft nie endgültig ist, sondern Theorien stets und ständig neu überprüft und ggf. korrigiert werden. Und ja... mit diesem Wissen, ist eine Vorhersage, wie Sie die Medien stets und ständig runterpredigen, unwissenschaftlich. Sie berufen sich aber stets auf eben Jene. Paradox.
 
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@KitKat::new()

Verdreh hier nicht die Tatsachen und projiziere nicht deine Unsicherheit auf mich, denn wenn du lesen kannst, jagst du den Strohmann.
Du redest von „Bestätigung“, ich erkläre wissenschaftliche Methodik, das ist ein klarer Unterschied.
Wenn du das noch nicht kapierst, liegt das nicht an mir, sondern daran, dass du die Grundlagen der Wissenschaft nicht verstanden hast.
 
Ging es nicht eigentlich in der Eröffnung dieses Themas eher um die Gegenrede gegen "Talkrundengäste", die immer wieder unwidersprochen und leicht nachweisbar falsche Fakten (Daten, Zahlen ...) von sich geben ... ? Und gar nicht so sehr um komplexere wissenschaftliche Theorien, Thesen und Modelle?
 
Child schrieb:
die immer wieder unwidersprochen und leicht nachweisbar falsche Fakten (Daten, Zahlen ...) von sich geben ... ?
Vermutlich ja. Insofern hast Du einen Punkt.

Aber auch das leisten LLMs ja nicht zu 100%.
Insofern bleibt das Problem, das LLMs Moderation allenfalls unterstützen können, aber (zumindest Stand: heute) Ihnen nicht völlig autonom die Entscheidungsgewalt gegeben werden kann.
Und selbst dann ist ja noch diskussionswürdig, was daraus folgen sollte. Soll ein solcher User ausgeschlossen werden? Soll ein Beitrag gelöscht werden? Oder lediglich der Beitrag und die entsprechende Stelle markiert werden?

Und vor allem:
Löst das ein praxisrelevantes Problem? Also wie oft ist denn tatsächliche eine falsche Zahl und ähnlich objektive und einfach zu belegende Fakten das Problem?
 
Franky4Finger's schrieb:
@KitKat::new()

Verdreh hier nicht die Tatsachen und projiziere nicht deine Unsicherheit auf mich, denn wenn du lesen kannst, jagst du den Strohmann.
Du redest von „Bestätigung“, ich erkläre wissenschaftliche Methodik, das ist ein klarer Unterschied.
Wenn du das noch nicht kapierst, liegt das nicht an mir, sondern daran, dass du die Grundlagen der Wissenschaft nicht verstanden hast.
Ich verdrehe nichts.... Du scheinst nur meine Intension nicht zu verstehen... Du hast nicht unrecht. Mir ging es allein darum, dass Medien stets alles mit "wissenschaftlicher Fakt und endgültig, genau so...:" darstellen. Im Kontext mit dem Thema KI, ist das Problematisch, da KI bei den Quellen, die sie nutzt, das nicht hinterfragen kann und oft als gegeben hin nimmt.

Also komm bissl runter :cool_alt:. Ich widersprach ja nicht inhaltlich, sondern ich sprach von der Sicht vieler und gerade von Medien auf die Wissenschaft und das einfach nur vereinfacht.
 
Franky4Finger's schrieb:
Nein. Wie kommst Du darauf? Das wäre schon ein wenig merkwürdig, da ich dann ja mit mir selbst diskutieren würden. :freak:
 
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