Kleiner Büroserver gesucht

Xethon

Lieutenant
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Feb. 2005
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Hallo zusammen,

wir benötigen einen kleinen Büroserver für folgende Aufgaben:

- Bereitstellung der gemeinsamen Daten für die Mitarbeiter im Netzwerk (ca. 500 GB - 1 TB)
- Bereitstellung einer VM (alter Server mit Windows Server 2008 der als VM noch erreichbar sein soll)

Ihr seht, der Umfang ist nicht groß und dementsprechend soll er von der Ausstattung und vom Preis so minimal wie möglich gehalten werden. Ich hatte schon an einen NAS gedacht, aber damit fällt das Ausführen der VM flach richtig?

Ich freue mich über eure Vorschläge, was da in Betracht kommen könnte. Achja und leise sollte er sein, da er in meinem Büro stehen wird :-)
 
Auf einem NAS kann man auch teilweise VMs ausführen (mir ist QNAP bekannt), ist die Fragen ob die Performance ausreichend ist, da kann man wohl nicht zuviel verlangen.
 
Hi,

ich halte es für sinnvoller, da ein IT- bzw. Systemhaus zu beauftragen. Was macht ihr, wenn der Server ausfällt? Was macht ihr, wenn ein Defekt vorliegt? Was macht ihr, wenn ein Mitarbeiter absichtlich / unabsichtlich Daten löscht? Was macht ihr bei einem Verschlüsselungstrojaner? Ist immer jemand erreichbar, der sich darum kümmern kann? Habt ihr das alleine im Kreuz und dafür für alles Konzepte?

- Konzept zur Datensicherung vorhanden?
- Konzept für den Zugriffsschutz vorhanden?
- Budget für Server in zweifacher Ausfertigung vorhanden (Ausfallzeit minimieren)?
- welches OS soll verwendet werden? Ggf. Lizenzen vorhanden?

VG,
Mad
 
Such mal bei Amazon nach "Nas VMWare" und ordne das nach Preis und such ein Gerät aus mit guter Nutzerbewertung.
Hast Du eines gefunden, kannst ja hier noch mal fragen.
 
Die besseren QNAP NAS Systeme haben auch einen Hypervisor drauf auf dem man kleinere Server laufen lassen kann. Das könnte euch gegebenfalls schon ausreichen.
 
Xethon schrieb:
Ich freue mich über eure Vorschläge, was da in Betracht kommen könnte. Achja und leise sollte er sein, da er in meinem Büro stehen wird :-)

Den alten Server weiter laufen lassen und ein neues NAS oder einen i3 als neuen Server danebenstellen. Dann schrittweise vom Alten auf den Neuen migrieren und den Alten schließlich ausmachen.
 
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Im TS-253A ist halt nur ein Celeron N3150 verbaut. Der hat nicht viel Leistung, aber vielleicht reicht es ja.
Was macht ihr mit Windows Server 2008?
Auf welcher Hardware läuft jetzt Windows Server 2008?

Als Platten WD Red.
 
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WD Red 4 TB, wird sogar bei Amazon als Kombination vorgeschlagen :)

Leider, schreibst du nicht, wie viele Mitarbeiter die Firma hat. Denn ein Celeron N3150 ist zwar nett, aber auch langsam ;)
 
Vielen Dank für den Vorschlag. Man hat ja die Auswahl der Festplatten bei dem NAS, aber das wird ja dann nur eine sein, richtig? 2x 2 TB würden für uns ausreichen. Kann der denn RAID 1? Konnte dazu nichts finden.

Die Firma hat 5 Mitarbeiter und die Zugriffe werden sich im Rahmen halten, da dort dann Daten liegen werden, die nicht regelmäßig abgerufen werden.

Die Windows Server 2008 Maschine ist ein alter Server, der noch bei uns läuft aber abgeschaltet werden soll. Dort ist ein altes WaWi-System drauf, das wir zwar nicht mehr produktiv verwenden aber wo von Zeit zu Zeit noch einmal drauf zugeriffen werden sollte um bestimmte Daten abzurufen.

Ist die Rechenleistung des NAS dafür zu gering?

Edit: Der Windows Server 2008 läuft auf einem Intel Xeon E5420 @ 2,50 GHz und 4 GB RAM.
 
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HP Proliant Microserver Gen8

hab so eine kiste zuhause
läuft momentan freenas corral drauf mit nem plex server. leider ist der G1610T nicht sonderlich leistungsfähig dafür kann man dann aber einfach einen Xeon 1260L oder 1265L holen und dann sollten auch VMs kein sonderliches problem darstellen.
unterstützt problemlos auch 8TB laufwerke, hotswap (obwohl auf den rahmen steht dass es nicht geht) und ist nicht allzu laut (wobei sich das mit einem quadcore xeon natürlich ändern könnte)

ich suche auch momentan nach einem der beiden xeons für den server um mehr leistung für plex zu haben, als mit dem dualcore ohne HT

wenns nicht viel kosten soll und diy in ordnung ist ist das die beste lösung
 
Der Xeon E5420 wird in etwa doppelt so schnell sein wie der Celeron N3150, soweit man die überhaupt vergleichen kann.
Im NAS hat der N3150 aber noch andere Aufgaben zu erledigen, d. h. die Leistung steht nicht immer zur Verfügung.

Warum kann Windows Server 2008 nicht jetzt schon abgeschalten werden? Wegen dem WaWi?
Könnte Windows Server 2008 nicht auf irgendeinen Desktop in einer VM installiert werden?
 
War eigentlich geplant, dass ein Desktop-Rechner dafür hinhalten muss, da wir einen freien Arbeitsplatz haben. Jedoch kann die CPU keine Virtualisierungstechnik, weshalb die VM nicht startet.

Der Server soll jetzt auch in den nächsten Tagen abgeschaltet werden und nur noch als VM zur Verfügung stehen. Umgewandelt habe ich ihn schon, jetzt benötigen wir nur ein System, das immer eingeschaltet ist und bei Bedarf die VM ausführen kann. Die Zugriffe halten sich wie gesagt im Rahmen. Wenn es hochkommt greift eine Person vielleicht einmal die Woche darauf zu. Es ist nur wichtig, dass die VM eben da ist für den Notfall.
 
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Welches VM kommt zum Einsatz?
Welche CPU hat das verhindert?
Kann man den alten Server nicht einfach bei Bedarf einschalten?
 
Umgewandelt habe ich den Server mit dem VMWare Converter, sprich die VM an sich liegt im .vmx und die Festplatte im .vmdk Format vor wenn du das meinst.

In dem freien Arbeitsplatz läuft ein Intel Core2Duo E7300 @ 2,66 GHz. Dieser beherrscht laut Intel Diagnosetool keine Virtualisierung.

Eigentlich wollen wir unseren kompletten Serverschrank inkl. Racks, Firewalls, USV, etc. entsorgen, weil die Hardware 1. eine Menge Strom zieht 2. Wir sie aufgrund Outsourcing nicht mehr benötigen und 3. Sehr laut ist. Deshalb ist die Überlegung nur noch ein kleines, leises Gerät anzuschaffen, das in meinem Büro steht und nur noch die verbleibenden Aufgaben wie Dateispeicher und eben die VM übernimmt.

Gibt es denn evtl. einen anderen NAS mit einer besseren CPU, der die VM handeln kann? Z.B. von Synology. Die preisen das Thema Virtualisierung auch auf ihrer Webseite an (https://www.synology.com/de-de/dsm/6.1/iSCSI_virtualization).
 
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Das was Synology da nennt bedeutet nur, dass deren NAS-Lösungen als Storage-Ziel für Virtualisierungen funktionieren. Damit du dann eine VM damit betreiben kannst brauchst du immer noch einen eigenen Server auf dem die VM dann läuft. Kannst du also abhaken.

Wie die Vorredner schon schrieben: HP Microserver Gen 8. Der kostet mit Xeon E3-1220L (2x Kerne + HT) und 8 GB RAM ohne Platten um die 670 € inkl. MwSt. Dazu dann 2x Platten in ausreichender Kapazität als Raid 1.
Als OS z.B. ein Windows Server 2012 R2 mit Hyper-V Rolle und dann könnt ihr mit Hyper-V euren alten Server virtualisieren. Oder Openmediafault als OS, KVM zusätzlich installieren und dann den alten Server über KVM virtualisieren.
Oder die uneleganteste Lösung von allen von der euch hoffentlich jeder inkl. mir abraten wird: Windows 7/8.1/10 als OS und dann Hyper-V oder Virtualbox oder VMware Player o.ä. darauf für den alten Server.

So oder so fehlt dann zusätzlich dazu noch ein Backup-Konzept. Der Klassiker wäre ein NAS mit 2 Disks im Raid 1 worauf der neue Server inkl. VM sich sichert und dann noch regelmäßig vom NAS auf USB-Platte sichern und diese dann räumlich getrennt vom NAS aufbewahren. Wie bei jedem Backup-Konzept: Backup ist nur dann erfolgreich und sicher, wenn auch der Restore regelmäßig getestet wird.

Alle anderen Lösungen sind Pfusch sondergleichen und haben mMn in einem Unternehmen nichts zu suchen.
 
Xethon schrieb:
In dem freien Arbeitsplatz läuft ein Intel Core2Duo E7300 @ 2,66 GHz. Dieser beherrscht laut Intel Diagnosetool keine Virtualisierung.

Ok, aber es wird doch irgend jemand von den 5 Mitarbeitern einen besseren Rechner haben mit einer CPU, die das kann?
Wenn immer derselbe User auf die VM zugreifen können muss, dann wäre es am Besten, wenn es auf seinem Rechner installiert wäre. Die VM braucht ja nur kurz laufen - so wie ich das verstanden habe.

Alternativ würde ich einfach den alten Server lassen und bei Bedarf einschalten und danach eben wieder ausschalten. Dann spielt der Strombedarf und evtl. Lärm kaum eine Rolle. Außerdem kannst du dann ein billiges NAS hinstellen, z. B. Synology DS 216j für 160€. Inkl. 2x2TB WD Red für 2x90€ kommst du dann lediglich auf 340€.
Meistens ist es bei Firmen aber so, dass irgendwann eine Server-Software laufen wird und dafür wird dann ein Server benötigt. Von daher ist der HP Microserver nicht verkehrt.
 
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Vielen Dank für die vielen, hilfreichen Beiträge.

Wir werden es jetzt wohl so machen, dass wir den Server bei Bedarf hochfahren und nutzen und danach wieder abschalten. Zusätzlich kaufen wir uns einen günstigen NAS mit 2 Platten im RAID 1, um die Datensicherung zu gewährleisten. Ein richtiger Server ist zwar ne super komfortable Sache, aber wer weiß wie lange wir den Server mit dem WaWi-System noch brauchen (vllt. 1-2 Jahre).

Zum Abschluss noch eine doofe Frage, aber wie demontiere ich einen Server, der mit Teleskopschienen im Schrank befestigt ist? Der Serverschrank soll ja demnächst abgeschafft werden und den Server mit der WaWi möchte ich an einen anderen Ort verfrachten. Leider scheitere ich schon an der Demontage. Ich kann ihn aus dem Schrank ziehen aber ab einem gewissen Punkt ist Schluss. Muss ich die beiden Schienen komplett vom Gehäuse abschrauben (an jeder Seite sind 2 Muttern und so wie es aussieht noch jeweils eine unter der Führungsschiene, an die ich aber nicht drankomme) oder kann ich den Server auch irgendwie nur aus der Führungsschiene bekommen und die Seitenprofile bleiben dran?
 
Backup bitte nicht vergessen! Aber du hattest ja bestimmt schon ein Backup ;)

Ein Raid1 ist kein Backup. Damit kannst du nur Ausfallzeiten minimieren. Wenn du eine Datei versehentlich löschst, dann ist die auf beiden Platten weg. Wenn ein Virus Unfug macht, dann macht er das ebenfalls auf beiden Platten.

Wegen Ausbau des alten Servers:
Kann man da bei den Teleskopschienen vielleicht irgendwas hinein drücken, damit sich der Server löst oder vielleicht kann man den dann weiter raus ziehen und kommt an die Schrauben dran?
Also genauso wie beim Schubladen.
 
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Ah ok, dann habe ich das falsch verstanden mit dem Raid 1. Das System schützt dann also nur, wenn eine Platte hardwaremäßig den Geist aufgibt, richtig? Backups werden immer auf externe Platten gemacht, das handeln wir schon immer so.

Es gibt hinten an der Schiene auf jeder Seite etwas zum Reindrücken aber damit kann man den Server wieder reinschieben, weil er beim Rausziehen am weitesten Punkt sage ich mal einrastet. Weiter rausziehen geht beim Betätigen leider nicht.
 
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