Kleines Office Netzwerk

duklum

Lt. Commander Pro
Registriert
Okt. 2002
Beiträge
1.493
Hi, also,

in meinen Unternehmen gibt es seit kurzem einen Glasfaseranschluss. Da der neue Anschluss an einer anderen Stelle ist als zuvor DSL, müssen einige Geräte neu platziert werden und diese Gelegenheit möchte ich nutzen um das Netzwerk grundsätzlich neu auf zu bauen. Vorweg: mit PC bauen kenne ich mich bestens aus, beim Thema Netzwerk hingegen kaum. Hoffe ich bekomme hier guten input von euch.

Aktuell beginnt es mit einer Fritzbox 7590XA. Daran hängen per Ethernet ein Hauptrechner (Win11), Zweitrechner (FedoraWS), Fileserver/NAS (TrueNAS Community) und zwei Drucker. Alle fünf ports der Fritzbox sind somit belegt. Würde ich die Fritzbox am neuen Glasfaseranschluss betreiben, so würde ich den WAN port nutzen müssen, womit dann nur noch vier statt fünf meiner Geräte daran angeschlossen sein könnten. Es muss also auf jeden Fall eine andere Lösung her, auch da ich tendenziell ein paar mehr freie ports haben möchte, um in Zukunft weitere Netzwerkgeräte anschließen zu können.

Hier knapp die Anforderungen:
  • mindestens sechs mal Ethernet, acht wären besser
  • Geschwindigkeit 2,5Gbit
  • davon optional zwei ports 10Gbit für NAS und Hauptrechner
  • solides WLAN
Was ich nicht benötige:
  • poe
  • neuster WLAN standard (darf, aber muss nicht)
  • SFP (ethernet CAT6 ist schon ausreichend verlegt)
Das 10G Ethernet wäre nett, da mein NAS ausschließlich aus NVMe SSDs besteht und die Fritzbox mit maximal 1Gbit ein Flaschenhals ist. Vermutlich würde sich mein NAS auch über mehr als 2,5G freuen. Falls zwei 10G ports aber schwierig werden könnte ich darauf erst mal verzichten - die beiden Rechner haben die entsprechenden ports sowieso noch nicht - nur 2,5G onboard. Noch wird mein NAS ausschließlich lokal als Fileserver und für Backups genutzt. Wäre aber offen dafür mal sowas wie Syncthing oder ähnliches aus zu probieren. Über TrueNAS apps gibt es da verdammt viele interessante Apps.

Momentan sind Modem, Router und WLAN in der Fritzbox vereint - schön einfach. Soll ich die drei Funktionen in verschiedene Geräte aufteilen oder nur teilweise? Zu viele Geräte möchte ich vermeiden. Habe keinen WLAN router gefunden der alle meine Anforderungen in einem Gerät vereint. Vielleicht die Fritzbox als reinen router weiter verwenden?

Da der WLAN Empfang von sowohl der alten als auch der neuen Position nicht jeden Raum gut abdeckt, wäre es vermutlich schlau WLAN nicht im router zu haben sondern getrennt als access point in einem zentral gelegenen Raum, oder?

Vom Layout her ist es recht einfach. Drei Räume nebeneinander (Fotostudio, Hauptarbeitsraum, Lager). DSL ist im Lager, Glasfaser ist nun im Fotostudio. Geräte (NAS und zwei Drucker) wandern also vom Lager ins Fotostudio.

Was schlagt ihr mir für Geräte und Hersteller vor? Auf was gilt es sonst noch zu achten?
 
von wem ist der Glasfaser Anschluss? wurde Technik mit bestellt?
 
Telekom, glaube "Business 300" oder so ähnlich. Hat über ein Jahr gedauert bis der Anschluss endlich kam. Heute wurde vom Vermieter dann endlich auf dem Gelände das Kabel verlegt und nun kommt es durch ein frisch gebohrtes Loch bei mir an. Wahnsinn wie fein diese kleinen Glasfasern sind. Da muss noch ein Techniker kommen und an das Kabel was dran hängen. Der "Anschluss" ist darum streng genommen noch nicht vorhanden. Nur die reine Faser.
 
Moin moin,
deine Überlegungen sind nachvollziehbar!
Ein budget hast du uns aber nicht gegeben.

Mein Vorschlag der deine Anforderungen packt.
Vorschlag

Wenn jetzt aber schon 8 ports gut wären, würde ich eventuell gleich auf 16 ports mit 4x sfp+ gehen.

Was APs angeht, finde ich die Idee gut die FB nur als Router zu benutzen. Welche APs hängt von euren Anforderungen ab, wenn es auch flott sein soll dann wifi6 oder besser!
Da könnt ihr auch avm (heissen die nicht anders inzwischen) Produkte nehmen, aber im Grunde auch jeden anderen AP eurer Wahl.
 
Budget - bin davon ausgegangen, dass ich mit weniger als 200€ nicht hin kommen werde. Mehr als 400€ wären aber overkill, denke ich.

Der Mikrotik Vorschlag scheint mir auf den ersten Blick sehr interessant. Von der Firma hatte ich schon die roten und schwarzen Geräte mit Kühlkörper hinten dran gesehen und fand sie super geil, leider zu wenig 2.5G.
Der "CRS310-8G+2S+IN" würde dann direkt am Anschluss hängen? Keine Fritzbox mehr? Dann noch AP dazu und gut? Bin etwas verwirrt, denn das Gerät nennt sich "switch" aber hat ein "RouterOS". Ist es ein Switch oder Router?

Bin mir gar nicht sicher was da für ein Gerät am Faserende installiert wird vom Techniker.

Netzwerk bin ich echt sowas von grün, Beispiel - erst seit Kurzem ist mir klar, dass man diese optischen SFP Anschlüsse auch mit traditionellem Kupfer per Adapter nutzen kann. Darum bin ich besonders gespannt auf eure Hinweisen bezüglich "was gilt es sonst noch zu achten?"
 
Zuletzt bearbeitet:
duklum schrieb:
Es muss also auf jeden Fall eine andere Lösung her, auch da ich tendenziell ein paar mehr freie ports haben möchte, um in Zukunft weitere Netzwerkgeräte anschließen zu können.
Was spricht gegen einen Switch hinter der FritzBox?
duklum schrieb:
Momentan sind Modem, Router und WLAN in der Fritzbox vereint - schön einfach. Soll ich die drei Funktionen in verschiedene Geräte aufteilen oder nur teilweise?
Aufteilung bringt schon was, gerade bei WLAN. Wenn man mehrere Access Points setzt hat man automatisch eine bessere WLAN-Abdeckung.
duklum schrieb:
Da der WLAN Empfang von sowohl der alten als auch der neuen Position nicht jeden Raum gut abdeckt, wäre es vermutlich schlau WLAN nicht im router zu haben sondern getrennt als access point in einem zentral gelegenen Raum, oder?
Alternativ im Router und eben noch einen weiteren Access Point.
duklum schrieb:
Was schlagt ihr mir für Geräte und Hersteller vor? Auf was gilt es sonst noch zu achten?
Hast du eine Netzwerkverkabelung? Also könntest du den Access Point per Kabel an den Router anschließen?
Ergänzung ()

duklum schrieb:
Netzwerk bin ich echt sowas von grün, Beispiel - erst seit Kurzem ist mir klar, dass diese optischen SFP Anschlüsse auch mit traditionellem Kupfer per Adapter nutzen kann.
SFP-Module gibts ja nicht nur mit Glasfaser-Ausgang, sondern eben auch mit Kupfer/RJ45. Wobei die in der 10G-Variante meines Wissens meist recht heiß werden.
 
rezzler schrieb:
Was spricht gegen einen Switch hinter der FritzBox?
Dagegen spricht nur, dass es dann mehr einzelne Geräte wären. Aber kann sich auch herausstellen, dass es sinnvoll ist. Ich warte mal ab was noch so vorgeschlagen wird.

rezzler schrieb:
Hast du eine Netzwerkverkabelung?
Ja Kanäle sind vorhanden. Darin habe ich schon einige CAT6A Kabel verlegt. Kein Problem da noch weitere zu verlegen.

rezzler schrieb:
SFP-Module gibts ja nicht nur mit Glasfaser-Ausgang
Danke, jetzt wird mir klar, dass SFP an sich nicht optisch ist sondern das Modul im Anschluss bestimmt ob Optik oder Kupfer dran kommt.
 
duklum schrieb:
Hier knapp die Anforderungen:
  • mindestens sechs mal Ethernet, acht wären besser
  • Geschwindigkeit 2,5Gbit
  • davon optional zwei ports 10Gbit für NAS und Hauptrechner
  • solides WLAN
In einem Gerät wird das nix.
Für die Verteilung einen Switch nutzen (Zyxel und TP-Link haben wahrscheinlich die einfachere Oberfläche, falls man doch mal was umstellen möchte):
https://geizhals.de/?cat=switchgi&xf=13086_8~13266_2G5~13285_2

Drucker und co brauchen sicher keine 2,5Gbit/s und können bei Portmangel auch wieder an die Fritzbox.
duklum schrieb:
Da der neue Anschluss an einer anderen Stelle ist als zuvor DSL, müssen einige Geräte neu platziert werden und diese Gelegenheit möchte ich nutzen um das Netzwerk grundsätzlich neu auf zu bauen.
Da du sagst, dass du Kabel legen kannst / liegen hast, ist das doch komplett egal, was wo steckt. selbst vom Glasfasermodem aus kann man mit RJ45 nach "irgendwo" im Bereich von gut 50m umlegen.
duklum schrieb:
Das 10G Ethernet wäre nett, da mein NAS ausschließlich aus NVMe SSDs besteht und die Fritzbox mit maximal 1Gbit ein Flaschenhals ist.
Man kann die im Zweifel auch einfach direkt miteinander verbinden, da muss kein Switch dazwischen.

duklum schrieb:
Noch wird mein NAS ausschließlich lokal als Fileserver und für Backups genutzt.
Und wo ist das richtige Backup?
duklum schrieb:
Soll ich die drei Funktionen in verschiedene Geräte aufteilen oder nur teilweise?
Wieviel Geräte gibt es denn im WLAN und wie wichtig ist dir das? Im Zweifel sonst evtl. einfach einen Fritzrepeater noch irgendwo platzieren.
duklum schrieb:
Vom Layout her ist es recht einfach. Drei Räume nebeneinander (Fotostudio, Hauptarbeitsraum, Lager). DSL ist im Lager, Glasfaser ist nun im Fotostudio. Geräte (NAS und zwei Drucker) wandern also vom Lager ins Fotostudio.
Grundriss?
duklum schrieb:
Der "CRS310-8G+2S+IN" würde dann direkt am Anschluss hängen? Keine Fritzbox mehr?
Nein
duklum schrieb:
Bin mir gar nicht sicher was da für ein Gerät am Faserende installiert wird vom Techniker.
Uninteressant, da kommt RJ45 raus, das sollte das einzig interessante daran sein.
duklum schrieb:
ass man diese optischen SFP Anschlüsse auch mit traditionellem Kupfer per Adapter nutzen kann.
SFP+ mit Glas ist einfach wesentlich günstiger als mit Kupfer und die Module kochen nicht, SFP auf RJ45 ist echt oft hart am thermischen/elektrischen Limit.

duklum schrieb:
Dagegen spricht nur, dass es dann mehr einzelne Geräte wären. Aber kann sich auch herausstellen, dass es sinnvoll ist. Ich warte mal ab was noch so vorgeschlagen wird.
In der Größeordnung ist das doch pupsegal. Switch + Fritzbox + Repeater ist jetzt nicht das Riesennetzwerk.


duklum schrieb:
Ja Kanäle sind vorhanden. Darin habe ich schon einige CAT6A Kabel verlegt. Kein Problem da noch weitere zu verlegen.
Dann kann man da doch auch Glasfaser durchwerfen und das NAS kann im Lager stehen bleiben.
 
Zurück
Oben