franeklevy
Vice Admiral
- Registriert
- Juni 2006
- Beiträge
- 6.678
AW: Nebengewerbe anmeldene neben der Ausbildung
Hallo,
also erstmal lieber Nedim89, würde ich mir einen etwas freundlicheren Ton von dir wünschen. Es klingt schon etwas arrogant, wenn man jemanden, der offensichtlich einen anderen Standpunkt als den eigenen vertritt mit "nicht gerafft" und noch ein paar andere Aussagen von dir tituliert.
Du bist ans Forum getreteten und wolltest vom selbigen Wissen, ob sich dieses LR für dich lohnt. Die Antwort war wohl recht eindeutig.
Leider passieren dir nun aber genau diese Denkfehler, auf die wir im Forum hingewiesen haben. Meinst du nicht, es ist (zumindest moralisch) sehr fragwürdig, wenn ein Business nur auf Kontakten und neuen Mitgliedern besteht. Der eigentliche Verkauf von Produkten aber in den Hintergrund rückt. Warum verkauft diese Firma dann diese Produkte nicht direkt, sondern schafft sich die eigene Komkurrenz, und nichts anderes ist es eben, wenn man Personen aus der näheren Umgebung anspricht, damit diese das gleiche Modell verfolgen. Der Kuchen ist nur begrenzt groß! Du warst ja augenscheinlich auf einer Wirtschaftsschule, daher sollten dir der USP ein Begriff sein. Ein Bäcker wird auch nicht den Nachbar nebenan beauftragen auch Brötchen zu produzieren. Der Markt kann nicht unendlich wachsen, es gibt nur einen begrenzten Nachfragemarkt. Wenn allerdings nun die Angebotsseite durch extreme Population an Anbietern expotenziell immer größer wird - dann bleibt eben nur noch eins, die Produkte den eigentlichen Firmenmitgliedern (AN) selbst zu verkaufen. Anders ist es auch nicht zu erklären, warum der Produktverkauf so im Hintergrund zu stehen scheint, wenn doch diese Produkte qualitativ so hochwertig sind, müssten sie doch im freien Markt einen beträchtlichen Marktanteil aufweisen und die Hauptabnehmer dürften dann eben nicht die eigenen Mitarbeiter sein - hier kaut sich die Katze leider selbst den Schwanz ab.
Leider bist du trotzdem dazu verpflichtet als Einzelunternehmer eine Produkthaftung und Versicherung abzuschließen. Es ist (gelinde gesagt) grob fahrlässig dies nicht zu machen. Du verkaufst die Produkte, also musst du auch dafür haften - alles andere ist juristisch gesehen einfach falsch, geh mal bitte zu einem Anwalt und lass dich rechtlich beraten, aber so blauäugig ein Geschäft abzuwickeln halte ich für sehr riskant.
Du gründest damit eine Existenz, nicht mehr und nicht weniger, zumindest musst(!) du einen Gewerbeschein beantragen, wenn auch nur Kleingewerbe.
Und für deinen angepeilten Nettolohn wirst du wohl weit über 7000,- Brutto umsetzen müssen. Aber als Absolvent einer Handelsschule hast du bestimmt einen Geschäftsplan erarbeitet, und kennst daher die möglichen Risiken.
Ich kann dir trotzdem nur raten, kontaktiere bitte einen Anwalt, bevor du richtig Ärger bekommst, das HGB ist hier leider wenig zimperlich, auch wenn du es sehr locken zu sehen scheinst.
Sollte wirklich alles bei dir gut gehen, so hast du wohl nur Glück, was natürlich jeden zu wünschen ist. Ich persönlich würde aber nach wie vor die Finger von diesem Geschäft lassen.
PS: es ist trotzdem - wie man es auch nennen mag und trotz Anerkennung - ein Schneeballsystem. Das solltest du als Person, welche dieses System gerafft hat, schon anerkennen. Das SBS ist ja nicht unbedingt schlecht, verspricht es doch schnell für einige wenige viel Geld und Erfolg - leider bleiben die meisten auf der Strecke - und dies trotz viel Ehrgeiz und Motivation.
Grüße,
franeklevy
Hallo,
also erstmal lieber Nedim89, würde ich mir einen etwas freundlicheren Ton von dir wünschen. Es klingt schon etwas arrogant, wenn man jemanden, der offensichtlich einen anderen Standpunkt als den eigenen vertritt mit "nicht gerafft" und noch ein paar andere Aussagen von dir tituliert.
Du bist ans Forum getreteten und wolltest vom selbigen Wissen, ob sich dieses LR für dich lohnt. Die Antwort war wohl recht eindeutig.
Leider passieren dir nun aber genau diese Denkfehler, auf die wir im Forum hingewiesen haben. Meinst du nicht, es ist (zumindest moralisch) sehr fragwürdig, wenn ein Business nur auf Kontakten und neuen Mitgliedern besteht. Der eigentliche Verkauf von Produkten aber in den Hintergrund rückt. Warum verkauft diese Firma dann diese Produkte nicht direkt, sondern schafft sich die eigene Komkurrenz, und nichts anderes ist es eben, wenn man Personen aus der näheren Umgebung anspricht, damit diese das gleiche Modell verfolgen. Der Kuchen ist nur begrenzt groß! Du warst ja augenscheinlich auf einer Wirtschaftsschule, daher sollten dir der USP ein Begriff sein. Ein Bäcker wird auch nicht den Nachbar nebenan beauftragen auch Brötchen zu produzieren. Der Markt kann nicht unendlich wachsen, es gibt nur einen begrenzten Nachfragemarkt. Wenn allerdings nun die Angebotsseite durch extreme Population an Anbietern expotenziell immer größer wird - dann bleibt eben nur noch eins, die Produkte den eigentlichen Firmenmitgliedern (AN) selbst zu verkaufen. Anders ist es auch nicht zu erklären, warum der Produktverkauf so im Hintergrund zu stehen scheint, wenn doch diese Produkte qualitativ so hochwertig sind, müssten sie doch im freien Markt einen beträchtlichen Marktanteil aufweisen und die Hauptabnehmer dürften dann eben nicht die eigenen Mitarbeiter sein - hier kaut sich die Katze leider selbst den Schwanz ab.
Leider bist du trotzdem dazu verpflichtet als Einzelunternehmer eine Produkthaftung und Versicherung abzuschließen. Es ist (gelinde gesagt) grob fahrlässig dies nicht zu machen. Du verkaufst die Produkte, also musst du auch dafür haften - alles andere ist juristisch gesehen einfach falsch, geh mal bitte zu einem Anwalt und lass dich rechtlich beraten, aber so blauäugig ein Geschäft abzuwickeln halte ich für sehr riskant.
Bevor einige rumschreien, dass es Geldverschwendung ist (hab ich auch schon oft gehört und auch schon oft darüber gelacht, vor allem weil eine eigentliche Existenzgründung mit Fixkosten (Miete, Lagerkosten, Telefon, Strom, Gas, Wasser, etliche Versicherungen usw.) viel viel mehr kostet und man viel viel mehr Zeit investieren muss.
Du gründest damit eine Existenz, nicht mehr und nicht weniger, zumindest musst(!) du einen Gewerbeschein beantragen, wenn auch nur Kleingewerbe.
Und für deinen angepeilten Nettolohn wirst du wohl weit über 7000,- Brutto umsetzen müssen. Aber als Absolvent einer Handelsschule hast du bestimmt einen Geschäftsplan erarbeitet, und kennst daher die möglichen Risiken.
Ich kann dir trotzdem nur raten, kontaktiere bitte einen Anwalt, bevor du richtig Ärger bekommst, das HGB ist hier leider wenig zimperlich, auch wenn du es sehr locken zu sehen scheinst.
Sollte wirklich alles bei dir gut gehen, so hast du wohl nur Glück, was natürlich jeden zu wünschen ist. Ich persönlich würde aber nach wie vor die Finger von diesem Geschäft lassen.
PS: es ist trotzdem - wie man es auch nennen mag und trotz Anerkennung - ein Schneeballsystem. Das solltest du als Person, welche dieses System gerafft hat, schon anerkennen. Das SBS ist ja nicht unbedingt schlecht, verspricht es doch schnell für einige wenige viel Geld und Erfolg - leider bleiben die meisten auf der Strecke - und dies trotz viel Ehrgeiz und Motivation.
Grüße,
franeklevy
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