Können "instabile" Rechner trotzdem "stabil" laufen?

lead341

Lt. Commander
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Unter Instabilität verstehe ich grundsätzlich die Möglichkeit von Systemabstürzen. Prime95 und memtest35 sind zwei Programme, mit denen sich die Stabilität messen lässt. Nun ist mir folgendes Phänomen bekannt: ein Freund (der auch einen Core2 E6600, 2 GB Corsair XMS Ram etc.) erhält ständig Fehleranzeigen bei Prime95 sowie memtest - meist laufen die Programme kaum 1 minute und schon die ersten Rundungsfehler bei prime oder Speicherfehler bei memtest. Dies geht jetzt schon etwa gut zwei bis drei monate - der Rechner ist jedoch kurioserweise in Anwendungen und Spielen bisher kein einziges Mal abgestürzt und läuft auf voller Performance (mit Spielen meine ich mind. 5 Stunden WOW oder Spellforce 2 am Stück bei übertakteter CPU etc.pp.). Auch ich hatte - aufgrund falsche Spezifikationen, zu geringer Spannungen etc. - schon Fehlermeldungen bei den oben genannten Programmen (die ich dann zwar behoben habe, allerdings erst sehr spät) - aber auch nie Abstürze in Spielen oder ähnliches erlebt. Für mich (als Laien) wirft dies die Frage auf, inwiefern man von einer akribisch gemessenen Instabilität in benchmark-Programmen tatsächlich auf Stabilität in Anwendungsprogrammen und Spielen schliessen kann.
Oder kann es schlussendlich sein, dass sich "Instabilität" auch anders bemerkbar macht? Also nicht durch Abstürze, sondern vielleicht durch fehlerhafte Savegames, deaktivierte Funktionen etc?

Gruss lead
 
Es gibt beide Fälle... bei manchen laufen Spiele und Anwendungen Wochenlang wunderbar, bei anderen ist der rechner stundenlang Primestable aber gewisse Spiele funktionieren nicht.

Prime-Stabilität ist lediglich ein reproduzierbarer Versuch den CPU/Speicher Verbund zu einem Fehler zu "provozieren". Das Programm überprüft ja schliesslich die Ergebnisse akribisch. Wenn ein Spiel hin und wieder mal abstürzt kann das ja auch andere gründe haben: Programmierfehler, Treiberkonflikte, Softwarekonflikte.

Rechner die Fehler machen können durchaus defekte Savegames oder defekte Festplattenpartitionen verursachen, eben deshalb versucht man sicherzustellen dass sie "sauber ticken" weil sonst die Fehlersuche nachher so mühsam ist und die verursachten Fehler sehr unangenehme Auswirkungen haben können.
 
Spiele sind ja auch eher gutmütige Anwendungen, was Prozessor und Speicher betrifft, spätestens beim Videorendering oder Packen und beim Multitasking brechen instabile Systeme schnell zusammen oder produzieren Murks. Wenn man den Rechner nur zum Spielen nutzt, kann man das vernachlässigen, zumal heutige Spiele keinen instabilen Rechner brauchen, um häufig abzustürzen. :evillol:
 
Ich kann deinem Kollegen nur empfehlen so schnell wie möglich eine Primestabilität herzustellen, da dies auch meist mit Performanceverbesserungen einhergeht. Mal die Maschine nicht so sinnlos hoch übertakten, vor allem nicht das RAM.

Mir käme ein primeinstabiler Rechner nicht ins Haus ;)
 
Prime95 oder SP2004 bietet nur einen Trend, eine Garantie für 100% stable gibt es leider nicht, aber wenn nach 20 Std. Prime kein Fehler aufgetauchtist, ist die Wahrscheinlichkeit natürlich höher das der Prozessor stabil ist wie wenn schon nach 3 Minuten der erste Rundungsfehler auchtaucht.

Bei deim Kumpel kann es 100 mal gut gehen, aber wenn er pech hat schreibt er irgendwann was wichtiges am Rechner, speichert zwischendurch nicht und zaclk plötzlich kackt der Rechner ab und alles ist weg und bei ganz großem Pech haut es ihm dabei gleich die Partition übern Jordan. Spätestens danach wird er seine CPU's nur noch primestable rocken lassen ;)
 
Nun, Fehler bei Prime deuten darauf hin, dass die Mühle eben unter Last nicht wirklich stabil ist. Damit kann man aber häufig durchaus leben, wenn andere Tools und Anwendungen stabil sind; das ist dem eigenen Geschmack überlassen. Aber ohne Prime-Screen kann er zumindest beim heißgeliebten "Längenvergleich" nicht wirklich teilnehmen. :)

Fehler bei Memtest würde ich keinesfalls ignorieren, sondern auf Ursachenforschung gehen (zu hoher Takt, zu geringer VDimm, Speicher defekt,).
 
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