@andiac
Ich finde du machst den 2. Schritt vor dem 1.
Du sagst auch Patriotisches Verhalten kann irgendwie "gut" sein, und man muss doch nur immer schön friedlich und "nett" sein; dann passt alles.
Vielleicht, vielleicht nicht.
Richtigerweise sollte man doch erst mal den Begriff des Patriotismus klar definieren und sich fragen was dahinter steckt.
Als Patriotismus wird eine emotionale Verbundenheit mit der eigenen Nation bezeichnet. Im Deutschen wird anstelle des Lehnwortes auch der Begriff „Vaterlandsliebe“ synonym verwendet.
Diese Bindung wird auch als Nationalgefühl oder Nationalstolz benannt und kann sich auf ganz verschiedene als Merkmale der eigenen Nation angesehene Aspekte beziehen, etwa ethnische, kulturelle, politische oder historische.
http://de.wikipedia.org/wiki/Patriotismus
Du ließt in dieser Definition Begriffe wie Nationalstolz, Vaterlandsliebe; mit den Merkmalen ethnisch, kulturell, politisch....usw...
Ich weiß nicht in wie weit du dich mit militärischen Außeinandersetzungen der jungeren Geschichte auseinandergesetzt hast:
Ich führe hier mal Kosovo/ Sarajevo; Afghanistan; Israel/Palestina an. In allen genannten Beispielen giengen den dortigen auseinandersetzungen ethno-nationalistische Hetze von irgendwelchen machthungrigen Führern voraus. Meist wollte man das eigene Land vom ungeliebten politisch/kulturell/oder religiös anders denkenden "Befreien", um danach als mächtiger Despot die eigenen Macht Fantasien auszuleben.
Das Volk schaltete irgendwie den Verstand aus, plapperte die Parolen nach und der Völkermord wurde Realität. Und dafür muss man garnicht aufs 3. Reich zurückgreifen , das Masaker in Srebrenica und in Sarajevo ist gerade mal 15 Jahre her. Der Israel/Palestina Konflikt findet im hier und jetzt statt.
Desto genauer man sich mit diesen Konflikten befasst, desto mehr wehrt man sich gegen jede Art der Verallgemeinerung, war es doch die Undifferenziertheit und die Polemik, die über die Vernunft und den Verstand gesiegt haben.
Man tausch das "eigene Reflektieren" gegen "Vaterlandsliebe"
Dies wäre nun meine praktische Erklärung, wieso ich verallgemeinernde Begriffe wie Patriotismus ablehne. Sicher kann man auch irgendwie was positives aus diesem Begriff rausschustern. aber warum so umständlich. Ich kann meinen Mitmenschen auch als "nicht Patriot" helfen.
Hilfe sollte sich sowieso nach der "bedürftigkeit" richten.
Ich finde du machst den 2. Schritt vor dem 1.
Du sagst auch Patriotisches Verhalten kann irgendwie "gut" sein, und man muss doch nur immer schön friedlich und "nett" sein; dann passt alles.
Vielleicht, vielleicht nicht.
Richtigerweise sollte man doch erst mal den Begriff des Patriotismus klar definieren und sich fragen was dahinter steckt.
Als Patriotismus wird eine emotionale Verbundenheit mit der eigenen Nation bezeichnet. Im Deutschen wird anstelle des Lehnwortes auch der Begriff „Vaterlandsliebe“ synonym verwendet.
Diese Bindung wird auch als Nationalgefühl oder Nationalstolz benannt und kann sich auf ganz verschiedene als Merkmale der eigenen Nation angesehene Aspekte beziehen, etwa ethnische, kulturelle, politische oder historische.
http://de.wikipedia.org/wiki/Patriotismus
Du ließt in dieser Definition Begriffe wie Nationalstolz, Vaterlandsliebe; mit den Merkmalen ethnisch, kulturell, politisch....usw...
Ich weiß nicht in wie weit du dich mit militärischen Außeinandersetzungen der jungeren Geschichte auseinandergesetzt hast:
Ich führe hier mal Kosovo/ Sarajevo; Afghanistan; Israel/Palestina an. In allen genannten Beispielen giengen den dortigen auseinandersetzungen ethno-nationalistische Hetze von irgendwelchen machthungrigen Führern voraus. Meist wollte man das eigene Land vom ungeliebten politisch/kulturell/oder religiös anders denkenden "Befreien", um danach als mächtiger Despot die eigenen Macht Fantasien auszuleben.
Das Volk schaltete irgendwie den Verstand aus, plapperte die Parolen nach und der Völkermord wurde Realität. Und dafür muss man garnicht aufs 3. Reich zurückgreifen , das Masaker in Srebrenica und in Sarajevo ist gerade mal 15 Jahre her. Der Israel/Palestina Konflikt findet im hier und jetzt statt.
Desto genauer man sich mit diesen Konflikten befasst, desto mehr wehrt man sich gegen jede Art der Verallgemeinerung, war es doch die Undifferenziertheit und die Polemik, die über die Vernunft und den Verstand gesiegt haben.
Man tausch das "eigene Reflektieren" gegen "Vaterlandsliebe"
Dies wäre nun meine praktische Erklärung, wieso ich verallgemeinernde Begriffe wie Patriotismus ablehne. Sicher kann man auch irgendwie was positives aus diesem Begriff rausschustern. aber warum so umständlich. Ich kann meinen Mitmenschen auch als "nicht Patriot" helfen.
Hilfe sollte sich sowieso nach der "bedürftigkeit" richten.
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