News Konzernumbau: Intel ernennt neue Manager für Sales, AI und auch (AI-)GPUs

@ETI1120 Ich habe gar nicht von mir auf Andere geschlossen und Lip-Bu Tan gegenüber einen abfälligen Ton angeschlagen, habe ich auch nicht – Du interpretierst in meine Aussagen viel zu viel rein.

Ich habe bloß angemerkt, daß bei objektiver Betrachtungsweise man den Eindruck bekommt, als daß man im Großen und Ganzen bei Kündigungen im Management-Bereich (den unzähligen und überflüssigen Bürohengsten…) ganz offensichtlich schon durch sei und Intel stattdessen schnurstracks dazu übergegangen ist, daß Kündigungen jetzt doch lieber nur in der Fertigung durchgeführt werden.

Ergo daß das Reizthema Kündigung beim Management im Allgemeinen für Intel bereits fraglos beendet ist und der Intel'sche Wasserkopf weiter un|angetastet bleibt – Augenscheinlich auf explizite Order vom Vorstand.

Dazu müßte man aber wissen (oder sich zumindest gewahr machen), daß die knapp ~15K an Personal, welche bei Intel jetzt kürzlich hoch-dotiert gegangen wurden und ihren Abgang vergoldet bekamen, ohnehin nicht einmal die Menge an Personal darstellt, welche Gelsinger unmittelbar nach seiner Ankunft reinholte.
Den Hintergrund weswegen Gelsinger binnen kürzester Zeit etwa 20.000 (sic!) Leute reinholte, direkt nachdem er bei Intel als CEO anfingt, habe ich übrigens hier erklärt.

Kurz gesagt: Gelsinger hat die 2016'er Entlassungswelle über 12K umgehend mehr als rückgängig gemacht …

Trotzdem aber wird jetzt insbesondere und in erster Linie in der Fertigung Personal abgebaut, was meiner bescheidenen Meinung nach keineswegs hilft, den exzessiven Coroporate Bloat bei Intel entgegenzuwirken.
Weil wie gesagt, unter Gelsinger sind etwa ~20K dazugekommen, die ohne Not und größtenteils (für den technischen Betriebsablauf) sinnlos ran geholt wurden – Nicht einmal diese Größenordnung ist jetzt aber überhaupt abgebaut worden (~123K vs 109.800) und trotzdem wird auf die Fertigung umgeschwenkt.

Das kann somit keinesfalls helfen, die extreme personelle Ineffizienz bei Intel unter Kontrolle zu bekommen, weil gerade die Bereiche wo Intel schon immer zu viel hatte (Management auf der Büro-Ebene) jetzt schon (wieder) ausgeklammert wird – Vom Idealfall ausgegangen, diese wurden bereits erst angegangen; Was ebenfalls nicht sein kann, da Intel noch nicht einmal das Vor-Niveau von vor Gelsinger erreicht hat.

Die vorherigen Leistungen von Lip-Bu Tan, insbesondere bei Cadence, habe ich auch in keiner Weise schmälern wollen. Ich habe vielmehr sagen wollen, daß er vom Vorstand, jetzt wo er unter Vertrag steht, eben einfach zurückgerufen wurde … und die alt-eingesessene Management-Ebene (welche maßgeblich dafür verantwortlich ist, daß sich die immergleiche Chefetage seit Urzeiten überhaupt bei Intel halten kann) nicht angetastet werden soll, eben auf Geheiß von oben.

ETI1120 schrieb:
Lip Bu Tan ist nicht CEO geworden, um sich von anderen vorschreiben zu lassen was er tun und was er lassen soll.
Ähm, eben doch. Weil da kann ich Dich leider enttäuschen: Er ist der Chief Executive Officer dort.
Als solcher ist er einfach schlichter Befehlsempfänger, (wenngleich auf einem höheren und besser bezahlten Niveau als unsereiner), welcher dem Vorstand zu antworten hat. Nur dafür ist er angestellt und nur dafür wird er bezahlt: Die eigentliche Umsetzung des Willens vom Vorstand im Betriebsalltag

Und Tan kann eben nicht einfach mal „tun und lassen, was er will“, so wie Du dir das vorstellst – Er ist eben nicht „sein eigener Chef“, sondern hat dem Vorstand gegenüber Rede und Antwort zu stehen und ihre Wünsche umzusetzen (vollkommen gleich ob er jetzt will oder nicht). Es sei denn, daß er schlicht selbst kündigt.

Tan ist dem Vorstand gegenüber also rechtlich weisungsgebunden und hat den Weisungen des Vorstands verbindlich zu folgen, selbst wenn diese (Arbeits-) Anweisungen seinen (Ideal-) Vorstellungen diametral entgegenstehen und er zum Beispiel lieber beim Management aussortieren würde …

Und meiner Meinung nach ist es genau das, was jetzt passiert. Er wurde vom Vorstand zurückgepfiffen, beim Gedanken daran, beim Management aussortieren zu wollen – Deswegen ist Tan übrigens damals gegangen.

ETI1120 schrieb:
Er ist nur dem dem Board verantwortlich.
Richtig! Scheint, als wenn Du es ja doch irgendwie verstehst.
ETI1120 schrieb:
Er hat mit dem Board seine Anstellung ausgehandelt. das beinhaltet, dass der CEO in spe aufzeigt wie er/sie das Unternehmen in die Zukunft führen will. Da das Board mit Lip Bu Tan handelseinig geworden ist, haben sie wohl genügend Punkte an dem sie übereinstimmen gefunden. Das Board soll wohl auch in seinem Sinne umgebaut werden.
Nein. Tan mag Pläne dargelegt haben, wie er das Ganze als CEO gestalten wollen würde, allerdings heißt das noch lange nicht, daß das Board und Intel's Vorstand ihn deswegen einfach so „machen lassen“.

Ein CEO verhandelt vielmehr mit dem Board über das Salär, was er dafür verlangt, um als der Firma' Galionsfigur gegenüber der Öffentlichkeit herhalten zu müssen. Die Bezahlung kann man daher auch einfach als Reputationskompensation bezeichnen, insbesondere bei schon angeschlagenen Unternehmen …

Im Falle Intel vielmehr als Schmerzensgeld für's dargebrachte Brandopfer (für's Vernichten eigener Reputation).
ETI1120 schrieb:
Lip Bu Tan war selbst im Board, und hatte deswegen tiefere Einblicke als Außenstehende. Eine Frage ist, war seine Einschätzung der Situation, die er als Board Member gewinnen konnte, richtig? Oder gibt es bei genauen Hinsehen neue Erkenntnisse?
Tan hatte als Vorstandsmitglied ohne Frage tiefere Einblicke und seine Einschätzung dürfte zweifelsohne der Realität entsprechen – Nicht ohne Grund ist die typisch Intel'sche ausufernde Bürokratie und Ineffizienz selbst unter Außenstehenden seit Jahrzehnten weit verbreitet und in der Halbleiter-Industrie allseits bekannt.

Tan wird daher sehr wahrscheinlich hundertprozentig richtig gelegen haben mit seiner Einschätzung, Intel müßte effizienter werden und massiv Personal verlieren, insbesondere um wettbewerbsfähig zu werden.

Aber Du siehst ja schon, daß er mit seiner absolut gerechtfertigten Meinung ein ziemlicher Außenseiter war und deswegen den Laden seinerzeit verlassen hat – Er konnte sich mit seiner realistischen Ansicht nicht durchsetzen. Und offensichtlich teilte selbst nicht einmal Gelsinger seine Ansicht. Wenig verwunderlich…
ETI1120 schrieb:
Lip Bu Tan ist Intels letzte Chance. Wenn er scheitert wird Intel zerschlagen.
Das Problem das Lip Bu Tan lösen muss, kann mit "ausmisten" nicht beschrieben werden.
Das Selbe hat man auch schon über Gelsinger gesagt. Intel ist trotzdem nicht zerschlagen worden, noch hat es das Board fertiggebracht, Intel's Fabriken abspalten zu können – Lag wahrscheinlich ohne Frage wieder mal am Willen des Vorstands.

Und ja, bei Intel müßte gehörig ausgemistet werden und das hätte schon vor mindestens einem Jahrzehnt passieren sollen – Vor allem beim kriminellen und destruktiven Vorstand sollte man als erstes anfangen.
ETI1120 schrieb:
Lip Bu Tan muss Intel neu aufbauen. Dazu braucht er die Unterstützung der Mitarbeiter. Entlassungen mögen notwendig sein, aber sie haben gefährliche Nebenwirkungen. Idealerweise fängt man mit dem Umbau an, bevor man Leute entlässt.
Ob es jetzt Tan richten muß, ist in erster Linie unerheblich. Aber es muß etwas getan werden, ansonsten ist Intel über eher kurz als lang endgültig verloren, der Laden kann Konkurs anmelden und geht in die Annalen ein.

Um aber bei Intel überhaupt irgendeine Kehrtwende herbeizuführen, bedarf es weniger der Intel-Mitarbeiter, welche, wenn es ungemütlich wird, schon natürlicherweise größtenteils freiwillig gehen werden …
Sondern vielmehr eines Vorstandes, welcher die Probleme bei Intel sieht (oder zumindest zu sehen fähig/gewillt ist), mit (s)einem gesund-denkenden CEO d'accord geht und ihn unterstützt, anstatt ihrem aufräumenden CEO (wenn es für die Chef-Etage ungemütlich wird) in den Rücken fällt und einfach feuert.

Das Problem bei Intel waren niemals wirklich ihre CEOs, sondern ihr kriminelles und für Intel hochgradig destruktives Board of Directors (dem Vorstand also, unter Leitung ihres Chairmen), welche Intel entweder selbst in allen Vergangenheiten stets bergab wirtschafteten, oder aber planlosen CEOs wie Otellini oder fahrlässigen Chaoten wie Krzanich im Autopilot-Modus alles durchwinkten.

Die Quintessenz ist trotzdem, daß ohne Komplett-Austausch des Intel-Boards keinerlei Besserung eintritt, weil diese kriminelle Bande hat nunmal das Sagen und sie scheren sich offensichtlich einen Dreck um Intel selbst, insbesondere die tatsächliche Zukunft des Unternehmens (solange sie ihre Millionen-Boni kassieren).

ETI1120 schrieb:
Glaubst Du ernsthaft in der Forschung und Entwicklung klappt alles wie geplant oder gewünscht? Es gibt Rückschläge und manches entpuppt sich als Sackgasse. So wie es Intel bei 10 nm mit ihren Cobalt Kontakten gegangen ist.
Nein. Natürlich nicht, das versteht sich von selbst. Erst recht nicht in solch komplexen Industrie-Bereichen.
Millionen anderer Firmen waren aber auch schon in schwierigen Zeiten oder standen vor Sackgassen.

AMD ist übrigens bloß eines dieser besagten Unternehmen und die haben auch mehr als einmal vor einem Problem gestanden, eine Lösung gefunden und in Folge plötzlich die Industrie unkrempeln können.
Apple stand auch schon vor dem Ruin und konnte sich trotzdem irgendwie neu erfinden und erfolgreich werden.
Nvidia war übrigens auch mal beinahe Pleite und ist heute finanzstärker denn je … KI!
Lego war um 2000 über 800 Mil. in der Kreide, stand kurz vorm Bankrott, letztes Jahr 5,9 Mrd. € gemacht.
Netflix war in den 2000ern bei Einbrechen der DVD-Verkaufszahlen gar so verzweifelt, daß man sich selbst BlockBuster für bloß 50 Millionen anbot – Dem Blockbuster, was 2009 noch +$5 Mrd. USD machte und seit Jahren selbst in Konkursverwaltung ist. Amazon wollte mal Netflix 1998 für 14–16 Millionen übernehmen.

Ich denke Du ahnst, worauf ich hinaus will: Jeder stand schon vor Sackgassen und Scheidewegen, nur hat Intel seine nie lösen können und hat seine fundamentalen Probleme immer nur vor sich hergeschoben

Das Problem von Intel bei 10nm war nicht, daß man in eine Sackgasse geraten ist, sondern daß ihre Geschäftsführung (und hier insbesondere der Vorstand) so dermaßen hirnrissig und verblendet waren zu glauben, Intel könne nicht gar scheitern – „Wir brauchen deshalb keinen Plan B!“

Aus purer Arroganz hat man irgendeinen eventuellen Plan B gar nicht erwogen, sondern ist mit Anlauf krachend dermaßen gegen die Wand geklatscht, daß es Intel nicht nur ihr Vierteljahrhundert an Halbleiter-Führung gekostet hat, sondern als ehemaliger Markt-Monopolist auch noch die Marktführerschaft, weil es bei Intel überhaupt keine Alternative zu 10nm gab.

Das Problem von Intel und die grauen Eminenzen der Geschäftsführung war immer schon und ist bis heute, daß sie sich bei Intel für schlicht unfehlbar halten – Das ist der Grund, weswegen sie immer wieder scheitern.

In einer Industrie, in der eine kapitale Fehleinschätzung ein Unternehmen nicht nur absolut zerstören und obendrein auch noch Milliarden kosten kann, ist es schlicht und ergreifend nicht weniger als geistesgestört, keine Alternative (für alle Fälle) im petto zu haben und zu jedem Zeitpunkt eine weniger riskante Ausweichlösung in Gang setzen zu können, falls diese notwendig werden sollte.

Weil in der Halbleiterindustrie kann eben immer etwas Unvorhergesehenes passieren, da man ständig versucht sich in den Bereich des praktisch Unmöglichen zu bewegen – Da ist keine Alternative hirnverbrannt.
ETI1120 schrieb:
Das Problem war dass Intel fast 5 Jahre gebraucht hat das Problem in den Griff zu bekommen.
Weil Intel keinen Plan B hatte, siehe oben. Nicht nur unverantwortlich sondern schlicht schwachsinnig.
ETI1120 schrieb:
So etwas ist Intel nie zuvor passiert und deshalb ist Deine Vorgeschichte irrelevant.
Das ist Nonsense, da Intel in ihrer Geschichte mehr als einmal mit der sprichwörtlich runter gelassenen Hose kalt erwischt und immer wieder von selbst kleineren Wettbewerbern „an die Wand“ getüftelt wurde.

Resultat war bei Intel stets das selbe: Kurzschlußreaktionen, unüberlegte Schnellschüsse und blanke Panik.

AMD hatte selbst schon zu Zeiten des 486 effizientere Versionen. Cyrix hat Intel mit 60 Mann ein Reverse-engineered identisches Design serviert. Gegen AMD's Athlon hatte Intel damals auch keine Chance, keine Antwort gegen AMD64 außer ihre Itanic-Totgeburt und so weiter und so fort …

Vom letzten Mal, als Intel sich wieder mal kalt und vollkommen unvorbereitet erwischen ließ, das war übrigens von AMD ihr Ryzen in 2017 – Selbst von Threadripper und EPYC hat sich Intel bis zum heutigen Tage nicht wirklich erholt und rennt noch immer hinterher. ARM ist bloß das nächste Thema.

Und wenn wir von Prozess-Technologie sprechen, ist es ebenfalls sicherlich nicht das erste Mal gewesen, daß Intel in eine Sackgasse kam. Intel hatte schon vorher immer wieder massive Probleme mit der Ausbeute und konnte die Verzögerungen schon bei 14nm oder 22nm nicht länger verstecken – Mit 10nm hat es sich halt soweit aufgestaut, daß wirklich jeder Trottel selbst außerhalb der Industrie es mitbekommen mußte.


Intel und ihr absolutes Desaster 10nm™ war kein Einzelfall, sondern das (zumindest vorläufige) Endstadium ihrer immerwährenden Arroganz – TSMC konnte damit für immer davonrennen. Bis AMD wieder mit Ryzen um die Ecke kam und das Spiel von vorn begann. An beidem hat Intel bis jetzt zu knabbern …

Und das Apple, als schnöder Produzent von überteuerten Kopfhörern und sonstigen extravaganten „Lifestyle-Gadgets aus Cupertino“ (ohne an dieser Stelle die Leistungen Apple's schmälern zu wollen; es geht um die Relation) mit ihrem Apple Silicon Intel die nächste Tracht Prügel verpassen konnte und Santa Clara als der Prozessor-Hersteller an die Wand gefahren (entwickelt) hat, ist der nächste Treppenwitz der Geschichte.

Es spottet wirklich jeder Beschreibung, weil Intel's Arroganz kennt echt keine Grenzen!
 
TechFA schrieb:
Ich habe bloß angemerkt, daß bei objektiver Betrachtungsweise man den Eindruck bekommt,
Jeder Deiner Posts zum Thema Intel zeigt, dass Du nicht zu einer objektiven Betrachtungsweise beim Thema Intel fähig bist.
TechFA schrieb:
als daß man im Großen und Ganzen bei Kündigungen im Management-Bereich (den unzähligen und überflüssigen Bürohengsten…) ganz offensichtlich schon durch sei und Intel stattdessen schnurstracks dazu übergegangen ist, daß Kündigungen jetzt doch lieber nur in der Fertigung durchgeführt werden.
Das reimst Du Dir zusammen. Was Du Dir zusammenreimst hat rein gar nichts mit der Realität zu tun, weil Du beim Thema Intel alles unter einem Zerrspiegel anschaust.

Diese News geht darum, dass Lip Bu Tan 3 Manager von außen berufen hat. Das bedeutet im Klartext, der Umbau von Intel geht jetzt erst richtig los.

Und Deine ganze Interpretation der Kürzungen bei Intel Foundry steht und fällt mit dem Wort "worker" den Oregonlive in der Überschrift des Artikels zu den Personalkürzungen bei Intel Foundry verwendet. Im ersten Satz wird die Formulierung der Überschrift wiederholt.

Im zweiten Absatz wird Naga Chandrasekaran zitiert. Hier nun pötzlich nicht mehr "worker" sondern "job reductions". Außerdem wechselt das Zitat an dieser Stelle von direkter zu indirekter Rede. Und das ist alles an Information zu den geplanten Entlassungen im Artikel

Oregon Live hat eine Kopie der Email gesehen, d. h., nicht vorliegen. Ob Naga Chandrasekaran tatsächlich "worker" geschrieben hat steht noch lange nicht fest.

Du kannst Dir natürlich einreden, dass alle bei Intel so bekloppt sind, dass sie die Verwaltungsjobs beibehalten und die rausschmeißen, die tatsächlich arbeiten. Aber Intel ist in den USA und nicht in Deutschland.

TechFA schrieb:
Kurz gesagt: Gelsinger hat die 2016'er Entlassungswelle über 12K umgehend mehr als rückgängig gemacht …
Nein.

Den Schaden den Brian Krzanich mit seinen Entlassungswellen angerichtet hat, konnte Pat Gelsinger nicht mehr rückgängig machen. Er hat nur ein paar Leute zurückgeholt. Aber die meisten die Pat Gelsinger geholt hat, waren neue Leute. Er hat mit seiner Einstellungsorgie alles nur noch schlimmer gemacht. Und so ist es eben kein Wunder, dass zeitgleich erfahrene Entwickler in Scharen Intel verlassen haben.

Zwei der Leute die 2016 gegangen sind/wurden, haben heute Top Positionen bei TSMC. Einer könnte Nachfolger von C.C. Wei werden.

IMO ist die dysfunktionale Firmenkultur bei Intel eben durch die vielen Entlassungswellen entstanden und aufgebaut worden.


TechFA schrieb:
Ähm, eben doch. Weil da kann ich Dich leider enttäuschen: Er ist der Chief Executive Officer dort.
...
TechFA schrieb:
Richtig! Scheint, als wenn Du es ja doch irgendwie verstehst.
Dein Tonfall passt nicht zu Deiner totalen Unkenntnis darüber wie amerikanische Firmen organisiert sind.

Der CEO entspricht in etwa dem Vorstandsvorsitzenden einer deutschen AG.
Das Board entspricht in etwa dem Aufsichtsrat. Chair of the Board entspricht in etwa dem Aufsichtsratsvorsitzenden.

Es gibt aber Unterschiede, so ist es in den USA üblich, dass der CEO auch im Board ist und und oft sind die CEOs auch Chair of the Board. So wie Lisa Su bei AMD.

TechFA schrieb:
Nein. Tan mag Pläne dargelegt haben, wie er das Ganze als CEO gestalten wollen würde, allerdings heißt das noch lange nicht, daß das Board und Intel's Vorstand ihn deswegen einfach so „machen lassen“.
https://newsroom.intel.com/board-of-directors

Hier sind auch die neu berufenen Steve Sanghi und Eric Meurice aufgeführt.

Und da der Chief Excutive Officer dem Vorstandsvorsitzenden einer Deutschen AG entspricht, ergibt dieser Satz und alles was Du schreibst keinen Sinn.

Der CEO führt die Geschäfte und ist dem Board, das den CEO eingestellt hat, verantwortlich. Wenn ein CEO das Unternehmen nicht im Sinne des Boards führt, dann entlässt das Board den CEO. So wie es bei Intel nun 3 Mal in Folge passiert ist.

Im übrigen hat man doch bei Pat Gelsinger gesehen, dass das Board sehr lange tatenlos zugesehen hat.

TechFA schrieb:
Ein CEO verhandelt vielmehr mit dem Board über das Salär, was er dafür verlangt, um als der Firma' Galionsfigur gegenüber der Öffentlichkeit herhalten zu müssen.
Dieser Satz sagt viel mehr über Dich und Deine verzerrte Sichtweise als über Intel aus.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben