kurioser "Monster-Server" - Ratschläge und auch Hilfestellung erbeten

hpoperator

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Guten Abend liebe Community,

durch einen glücklichen Umstand bin ich nun an einen Server gekommen, ein Kumpel von mir liquidierte sein Unternehmen und hat benötigte daher seine IT nicht mehr. Erfuhr leider recht spät davon und konnte daher nur den "Server" abstauben (den komischweise niemand so recht haben wollte --> Gut für mich 😆) . Leider weiß ich aber die Komponenten nicht so richtig einschätzen.

Kleiner Verdruss:
Kam aber mit dem Kumpel überein, dass ich 4 Platten davon behalten kann und ihm die 20 anderen überlasse, die er wohl größten Teil veräußern möchte. Alles andere könnte ich ebenso behalten.

Was mir bekannt ist:
  • Verbaute SAS-Platten (HGST HUH721010AL4200) 24 stück davon a 10TB (auf dem Bild sind nur 8 zu erkennen, jedoch liegen unter jeder Platte noch 2 weitere)
  • 4x LSI-Karten (SAS9211-8i) - absolut glücklicher Zufall, denn ich wollte mir wegen einem Projekt sowieso die LSI Broadcom 9211-8i kaufen
  • RAM-Speicher 8x16GB (Muss noch genau schauen welcher genau verbaut ist)

Nun weiß ich nicht so recht um welche Art von Karten es sich handelt, bei denen, die sich zwischen den LSI-Karten befinden.
Prozessor schau ich auch noch mal in aller ruhe nach dem verbauten.

Für mich kam nach dem ersten Blick ein Betrieb des Servers nicht in Frage, da ich zum einen denke, dass er ein Stromhungriges Monster ist und zum anderen, da ich "nur" 4x SAS Platten behalten werde, könnte ich im nachgang diese nicht separat hinzu kaufen, da zu teuer in der Anschaffung. Und..... 40TB da hätt ich soweiso jetzt erst einmal reichlich Platz zur verfügung 🫣
Bin aber da für Empfehlungen, welche in eine andere Richtung gehen (--> Server nur mit diesen 4 SAS weiterbetreiben) offen.

Da ich nun gerne die Festplatten formatieren möchte und bisher kein entsprechendes Equipment für die SAS-Platten habe, stellt sich mir die Frage ob ich nun die LSI-Karten einfach in den PCIe-Anschluss von meinen Esprimo-PC (=wird sowieso mein Backup-Server werden) stecken kann und dann nacheinander die Platten formatieren kann. Ich kenne mich nämlich mit RAID nicht aus. Ich selbst wollte die LSI eigentlich im geflashten Zustand verwenden um im späteren ZFS zu betreiben.

Ich wäre euch dankbar für Ratschläge (Genauere Angaben zu den verbauten Komponenten kann ich gerne morgen nachreichen).

LG
 

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Sofern es PCIe Karten sind, ja.
Normalerweise sollte beim booten, nach dem POST eine Option kommen, um direkt in die Firmware/Menü des Controllers zu kommen, da kann das RAID auflöst werden.
Ist die Option nicht vorhanden, dann muss dies erstmal im UEFI/Legacy Bios einstellt werden.
 
hpoperator schrieb:
die LSI-Karten einfach in den PCIe-Anschluss von meinen Esprimo-PC (=wird sowieso mein Backup-Server werden) stecken kann und dann nacheinander die Platten formatieren kann.

Ja, kannst du problemlos. Wäre noch interessant, ob die Karten mit IT oder IR Firmware geflasht sind.
Für ZFS sollte man die Karte nur mit IT Firmware verwenden, also als reinen HBA.
Umflashen ist jetzt aber kein Problem.

hpoperator schrieb:
da ich "nur" 4x SAS Platten behalten werde, könnte ich im nachgang diese nicht separat hinzu kaufen, da zu teuer in der Anschaffung. Und..... 40TB da hätt ich soweiso jetzt erst einmal reichlich Platz zur verfügung 🫣
Da du hoffentlich einen RAID-Z1 unter ZFS machen wir’s, bleiben von den 40TB Brutto gar nicht mal so viel übrig ;)
 
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Will keine Motivationsbremse sein, aber ausgelutschte 10TB 7.200 Platten, die werden durch den SAS Anschluss nicht schneller. Obs den Aufwand wert ist? Gerade wenn du jetzt schon keine Erfahrung mit raid hast.
 
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Und Strombedarf und Lautstärke werden beide recht hoch sein, normalerweise tut man sich privat das nicht an?
 
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Hans-juergen schrieb:
7.200 Platten, die werden durch den SAS Anschluss nicht schneller
also aktuell kopiere ich hier bei mir zuhause große Dateien von meinem Arbeits-PC zum NAS mit ca.110MB/sek. , wenn ich das auch mit diesen Platten erreiche, reicht mir das absolut. Etwas weniger wäre auch noch ok. Und ich habe in meinem NAS auch nur normale WD HDDs verbaut , glaub aber 9200er
Fusionator schrieb:
Da du hoffentlich einen RAID-Z1 unter ZFS machen wir’s, bleiben von den 40TB Brutto gar nicht mal so viel übrig
recht haste. 🫣
 
Das Board scheint ein Supermicro X10SRL-F zu sein und die Karten sehen wie Mellanox ConnectX-4 LX aus.

https://www.supermicro.com/de/products/motherboard/X10SRL-F
https://www.serverschmiede.com/konf...roller-pcie-x8-mcx4121a-acat-rdma-roce-nvidia

Mit entsprechendem Gehäuse sollte sich das Board weiterverwenden lassen, das ist der Vorteil von Supermicro gegenüber DELL, HPe und co. Auf den Prozessor bin ich gespannt (Intel® Xeon® Prozessor E5-2600 v4†/ v3 und E5-1600 v4†/ v3 Familie).

https://www.cpu-world.com/CPUs/Xeon/TYPE-Xeon E5-1600 v4.html
 
hpoperator schrieb:
4x LSI-Karten (SAS9211-8i)
Such dir Leute, die dir die Dinger abkaufen!

Fusionator schrieb:
Für ZFS sollte man die Karte nur mit IT Firmware verwenden, also als reinen HBA.
Die besagten Controller sind auch wenn man sie als HBA betreibt Stromfresser vorm Herrn. Nichts was der TE schreibt bedingt die Nutzung von SAS. Also wäre ein PCIe3 Sata HBA-Controller mit ASmedia Chipsatz deutlich empfehlenswerter.

Die Karten zwischen den SAS-Controllern schauen mit so aus, als hätten sie SFP Einschübe verbaut. Das sind entsprechend Netzwerkkarten.



Und das den Server keiner wollte... Die Kabel sind von KW35 des Jahres 2016. Die Kiste ist also knapp zehn Jahre alt, die Kiste ist aus dem Service raus, die HDDs jenseits jedweder verantwortbaren Betriebszeit, der Prozessor aus heutiger Sicht ist lahm und der ganze Aufbau schreit danach das eigene Rechenzentrum mit Strom- wie Kühlbedarf zu belasten.
Ein Großteil der Kritikpunkte stimmt selbst für Homelabs.
Ergänzung ()

hpoperator schrieb:
1GBe Netzwerk schaffen sogut wie alle HDD-Verbünde. Zeitgemäß ist das aber nicht und ein derartiges Monster benötigt viel zu viel elektrische Leistung, um die HDDs-Verbünde auf Daten über das zu langsame Netzwerkinterface warten zu lassen.
 
Du hast eigentlich recht, aber da hier alles geschenkt(?) ist, relativiert sich das auch wieder. Vor allem, wenn der Server nicht 24h laufen sollte.
Die Hardware, die der TE braucht, lässt sich in eine schickes Fractal Design R5 einbauen.
Ich hätte ja fast geschrieben, er soll die Platten doch an das Mainboard anschließen, aber SAS ist mir dann doch noch eingefallen :stock:
 
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