Intel hat es mit dem P45 geschafft, abermals an der Leistungsschraube zu drehen, ohne dabei die Leistungsaufnahme zu erhöhen. Das Gegenteil ist der Fall: Der Verbrauch des Eaglelake-Chipsatz liegt bei niedriger Systemauslastung und im BIOS gute sechs bis sieben Prozent unter dem des P35. Erst bei Volllast gleichen sich die Werte an, wobei speziell bei Spielen und grafikbasierten Anwendungen teils deutliche Geschwindigkeitsvorteile des P45 auszumachen sind. Der Grund dafür ist in der mit 16 GB/s angebundenen PCI-Express-2.0-Schnittstelle zu finden. Sie lässt Spielen mehr Freiraum zum Skalieren als die mit 8 GB/s angebundene PCI-Express-Schnittstelle der ersten Generation, die beim P35 zum Einsatz kommt. Dies äußert sich in Leistungssteigerungen von etwa 23 Prozent bei Oblivion und circa 20 Prozent bei World in Conflict. Andere Spiele wie FEAR oder Company of Heroes zeigen sich hingegen vergleichsweise unbeeindruckt, bleiben aber zumindest mit dem P35 gleich auf. Ähnliche Ergebnisse zeigt auch der PC Mark Vantage. Hier sind es ebenfalls die grafikbasierten Testsuites, die einen Nutzen aus der neuen Schnittstelle ziehen. So ließen sich Leistungsverbesserungen von bis zu vier Prozent bei ansonsten identischer Hard- und Software erreichen.