Lautsprecher rauschen, kommt das vom Verstärker?

l_uk_e

Commodore
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Mahlzeit Community!

Folgendes ist mit mal wieder aufgefallen. Hatte das schon länger, aber habs auf die Lautsprcher geschoben. Nun habe ich neue (Selbstbau) und da ist es immer noch!
Die Lautsprecher rauschen wenn keine Musik oder generell wenn kein Ton abgespielt wird.
Habe einen alten Denon Stereo-Receiver. Angeschlossen sind: TV, PC mit X-Fi Titanium und ein Bluetooth Adapter von Logitech (http://www.amazon.de/Logitech-schnu...9&sr=8-1&keywords=logitech+Wireless+bluetooth)

Der Verstärker hat A/B Schaltung. An A sind Behringer B2031P Truth angeschlossen, an B die Selbstbau Lautsprecher.
Nun ist es so, dass die Lautsprecher ein deutliches Rauschen von sich geben. Je nachdem welcher Kanal eingeschaltet ist.

Da es bei beiden Lautsprecherpaaren auftritt gehe ich mal stark von einem "Fehler" am Verstärker aus. Wodurch kann das denn hervorgerufen werden? Wenn ich Musik oder Filme höre ist das natürlich nicht wahrzunehmen, aber es nervt wenn man eben mal nichts an hat. Will auch nicht immer Verstärker eine und ausschalten müssen.

An den Kabeln wird es wohl auch nicht liegen. Habe schon verschiedene ausprobiert.

Hat jemand eine Idee wie das Rauschen zustande kommt? Und vor allem wie ich das wieder los werde?

MFG
L_uk_e
 
Das nennt sich Grundrauschen und ist bei jedem Verstärker vorhanden, je nach Qualität dessen ist es lauter oder leiser. Nein, dagegen kannst du nichts machen, ausser die Lautstärke zu reduzieren oder den Verstärker zu wechseln. Und nein, wahrscheinlich ist es auch kein Defekt, aber das müsste man im Handbuch/technische Beschreibung nachschlagen (nennt sich dort Signal/Rauschabstand) und dann mit einer Referenzquelle messen, wie laut das Rauschen ist und was der Hersteller als Max angibt.

@KTelwood: Wenn mir jemand etwas von Rauschen erzählt, denke ich nicht an das markante und definitiv lautere 50Hz Brummen, welches auch wahrnehmbar bei Musik wäre.
 
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Sind die Quellen digital angeschlossen oder analog? Bei Stereo wirds wahrscheinlich analog sein. Jede analoge Quelle rauscht in gewissem Maße. Wichtig ist der "Rauschabstand" und da dürfte der Denon von allen Geräten die beste Qualität haben. Die Digital-Analog-Wandler von TV und Logitech Adapter dürften stärker rauschen, als die von der X-Fi. Bei der X-Fi sollte der Rauschabstand aber (vermutlich) groß genug sein, dass man es nur hört, wenn man ohne Musik oder andere Klänge die Lautstärke so weit aufdreht, dass einem bei nächsten Windows Warnton, jetzt mal übertrieben gesagt, die Ohren wegfliegen. Jedenfalls ist das bei meiner Audigy 2ZS so.

P.S.
Mein PC hängt analog an einem Philips (Marantz) DFA888
 
KTelwood schrieb:
Google mal das 50Hz-Brummen ;)

Er spricht von Rauschen nicht von Brummen.
Ergänzung ()

Samurai76 schrieb:
Das nennt sich Grundrauschen und ist bei jedem Verstärker vorhanden, je nach Qualität dessen ist es lauter oder leiser. Nein, dagegen kannst du nichts machen, ausser die Lautstärke zu reduzieren oder den Verstärker zu wechseln. Und nein, wahrscheinlich ist es auch kein Defekt, aber das müsste man im Handbuch/technische Beschreibung nachschlagen (nennt sich dort Signal/Rauschabstand) und dann mit einer Referenzquelle messen, wie laut das Rauschen ist und was der Hersteller als Max angibt.

Genau das stimmt. Jeder Verstärker hat ein Grundrauschen. Je nach Preisklasse mehr oder weniger.
 
ja gut, der Verstärker hat schon seine 10 Jahre aufm Buckel nehme ich mal an. Habe ich irgendwann mal zu Weihnachten bekommen und hat mir immer treue Dienste geleistet.
Müsste ein Denon DRA-455 sein wenn ich mich nicht irre. Habe den jetzt nicht vor mir...aber sieht so aus: http://www.nrpavs.co.nz/archive_1_10/Sold_1_10_htm/Images/Denon_DRA-455_cup_700x333_pixels.gif

Ich meine aber, dass das Rauschen auch immer gleich laut ist, egal ob voll aufgedreht oder nicht.

Edit: @Mount Walker: Ist alles analog angeschlossen. Nur der Sound vom TV geht per Toslink in einen Lindy D/A Wandler und dann eben analog weiter zum Verstärker.
 
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Jede Vor- und Endstufe, sowie jedes Quellgerät produziert ein Rauschen (SNR).
Diese Grundrauschen wird durch den Verstärker (der nicht hörbar rauschen sollte) verstärkt.

EDIT: Dein Verstärker hat eine SNR von 78dB, was sehr wenig ist.
 
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Eine durchaus beachtliche Quelle für Rauschen ist im Heizungsbetrieb zu erkennen. Man kann natürlich die Heizungspumpe abstellen, um das Rauschen abzustellen - aber nach längerer Zeit wird der eine oder andere HiFi Fan dann seltsame Klappergeräusche wahrnehmen... :)
 
l_uk_e schrieb:
Ich meine aber, dass das Rauschen auch immer gleich laut ist, egal ob voll aufgedreht oder nicht.
das solltest du mal wirklich austesten!
Wie änderst du überhaupt die Lautstärke, am PC oder Amp? Ich vermute mal hier das Problem...

genauso ob das Rauschen immer gleich ist, egal welche Quelle oder wenn gar keine Quelle angeschlossen ist. Am allerbesten wäre es, wenn du dir zwei Cinch Stecker nimmst und die "kurzschließt", direkt macht man das normalerweise nicht, zwei kleine Metallfilm Widerstände, 33, 47, 100Ohm (was gerade rum liegt) wären ideal.
Die steckst du auf die Buchsen eines Eingangs am Verstärker und schaltest auf den. Wenn es jetzt aus den LS rauscht, dann ist es definitiv der Verstärker!

Achja, die LS sind passiv, oder? Dann können die nicht "von alleine" Rauschen, oder du bist der nächste Nobelpreis Kandidat für die Lösung aller Energie Probleme ;)
 
Gut ich schaue später mal zu Hause ob es auch wirklich genau der Verstärker ist. meine aber ja.
@ Zwenner: Ist denn weniger = besser?

@ Mickey Mouse: Ich habe keine Widerstände zu Hause. Damit fängts schonmal an ^^
Rauschen ist bei allen Quellen gleich. Lautstärke wir nur am Verstärker geregelt. Im Windows steht die Lautstärke auf 100%

Die Lautsprecher sind passiv ja. Bekommen nur Strom über die Lautsprecherkabel.
Die Behringer sind es genauso...passive Nahfeldmonitore.

Rauschen tun die LS ja auch nicht wenn ich die Kanäle ausschalte, also A oder B. Es muss definitiv A oder B eingeschaltet sein. Ich teste aber nochmal ob es auch noch rauscht wenn ne Quelle nicht angeschlossen ist und ich auf diese schalte
 
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Da man bei dieser Angabe von einem Abstand spricht (Signal-Rausch-Abstand), was wäre dort wohl besser, ein kleiner Abstand (das Rauschen ist fast so hoch wie das Signal) oder ein eher höherer Abstand (Viel Signal- wenig Rauschen)?
 
1. LS sind passive Bauteile und die können (bis auf das vernachlässigbare Widerstandsrauschen) nicht rauschen.

2. Am SNR kann es nicht liegen, da es ein Verhältnis beschreibt und das Rauschen daher mit steigendem Pegel ebenfalls ansteigen müsste.

Zwenner schrieb:
Dein Verstärker hat eine SNR von 78dB, was sehr wenig ist.

Ein Rauschpegel der fast 10.000-fach unterhalb des Nutzsignals liegt, stört dich ernsthaft?

Keine Angst l_uk_e, wenn der Amp tatsächlich ein SNR von 78dB hat, ist das Rauschen fast immer unhörbar!

Dein Problem scheint mir eher ein Masse-Problem zu sein! Zieh mal alle Anschlüsse ab und schau, ob das Rauschen irgendwann plötzlich aufhört... ich wette, sobald der PC abgestöpselt ist, verschwindet das Geräusch!
 
Werde alles mal testen sobald ich zu Hause bin und mich nochmal melden. Und ja mich stört das Extrem weil die Nahfelder aufm Schreibtisch, ca 70 cm von mir entfernt stehen.
Da ist das deutlich zu hören, sobald ein Signal anliegt und eine Musik spiel oder so!
 
Wie die Abkürzung SNR (Signal to Noise Ratio) sagt, bezieht sich die Angabe nicht auf das Grundrauschen, welches jedes elektrische Gerät produziert. Und ein Masseproblem würde sich im 50hz brummen widerspiegeln, was a)kein rauschen ist und b) wesentlich lauter als jedes Grundrauschen sein dürfte.

selbst wenn ein SNR von 78dB nicht auffällt sollte man sich doch die Frage stellen ob die Schaltung wirklich sauber ist. Also meine größte Endstufe ist mit einem SNR von 105dB angegeben. Und 27dB Unterschied sind Welten!
 
Ratterkiste schrieb:
Und ein Masseproblem würde sich im 50hz brummen widerspiegeln...

Das ist leider totaler Unsinn und offenbart, dass du von Verstärkertechnik nicht sonderlich viel Ahnung hast!

Netzbrumm ist etwas völlig Anderes als ein Masseproblem! Ein Masseproblem äußert sich dadurch, dass über die Masseverbindung der Kleinsignalleitung (Cinch-Kabel) ein Ausgleichsstrom zwischen unterschiedlichen Massepotentialen zweier Geräte fließt. Dieser Strom führt über den Ausgangswiderstand des Verstärkers zu einem Spannungsabfall welcher wiederum am Verstärkereingang verstärkt wird.
Bei unendlichem Dämpfungsfaktor (bzw Ausgangswiderstand des Verstärkers=0) und Kabelwiderstand=0 gibts keine Probleme, in der Realität aber eben doch. Besonders bei der Verbindung PC (mit Schutzleiter) <-> Anlage (ohne Schutzleiter) und einer Kleinsignalverbindung bei der Gerätemasse und Signalmasse auf demselben Leiter liegen!


selbst wenn ein SNR von 78dB nicht auffällt sollte man sich doch die Frage stellen ob die Schaltung wirklich sauber ist. Also meine größte Endstufe ist mit einem SNR von 105dB angegeben. Und 27dB Unterschied sind Welten!

In einer reinen Endstufe ist das ja auch viel leichter zu realisieren als in einem Vollverstärker, wo alle beteiligten Komponenten eng aufeinander hocken!

Außerdem: ist ein Autoreifen mit 190km/h-Freigabe an einem Ur-Beetle besser als einer mit 160km/h-Freigabe? Sicher Ja, aber bringt es was????

Zum Verständnis des weisen Gleichnisses: Unser Gehör ist der Ur-Beetle :D
 
So ich habe jetzt folgendes herausgefunden:
Verstärker ist definitiv ein Denon DRA-455

Rauschen besteht auch weiterhin, wenn ich die Kabel von der Soundkarte zum Verstärker raus ziehe und auf den Eingang wechsel. Ich höre das Rauschen auch in 1-1,5 Meter Entfernung noch.
Was soll ich noch test?
Kann ich davon ausgehen dass es definitiv am Verstärker liegt? Vielleicht muss ich mal den von meinem Vater testen. Der ist zwar noch älter, aber das sollte ja egal sein.
 
Was hast du sonst noch angeschlossen? Das Antennenkabel? Ab damit!

Zieh mal wirklich alle Verbindungen ab, außer die LS und schalte zwischen den Eingängen um. Was passiert?
 
ok, hatte ich gemacht. Antennenkabel war eh nicht dran.
Komischerweise habe ich kaum rauschen wenn ich auf Radio umstelle.
Was mir allerdings aufgefallen ist: Wenn ich den Treble Regler komplett nach links drehe, also der Ton halt richtig dumpf sein würde, ist das Rauschen komplett weg.
 
Mist, doch kein Masseproblem... Klingt so, als würde der Verstärker empfindlich auf Störsignale reagieren.

War das Problem schon immer da? Du schreibst "schon länger", aber hast du irgendwann vielleicht das DECT-Telefon in die Nähe der Anlage gestellt oder irgend einen anderen "Störer" beigestellt?

Um sicherzugehen, dass es aufgefangene und verstärkte Störstrahlung ist und nicht doch ein Defekt vorliegt (unwahrscheinlich, da im Tuner-Betrieb Alles OK ist) solltest du mal einen Eingang (CD oder Tape) kurzschließen (kann nix passieren!) und diesen Eingang wählen. Ist das Rauschen weg, musst du dich auf die Suche nach dem Störer machen!
 
Yamanni schrieb:
Das ist leider totaler Unsinn und offenbart, dass du von Verstärkertechnik nicht sonderlich viel Ahnung hast!

Dann streich den Satz, mit dem war ich sowieso nicht glücklich.

Wenn der TE dann mal alle Kleinsignalkabel abzieht und nur noch der Verstärker am Netz hängt wird er höchstwahrscheinlich trotzdem noch ein Rauschen vernehmen. Meinentwegen alle Eingänge kurzgeschlossen.

Bei mir kommt auch ein Rauschen aus den LS, selbst wenn alles andere abgeklemmt ist (ansonsten hängen meine Endstufen symmetrisch per XLR an der Aktivweiche, wenn die dranhängt wird das Rauschen minimal lauter, stört aber nicht falls man mehr als 2 Meter entfernt sitzt, trotz ca. 98db Wirkungsgrad).

Zum SNR: selbst ein absoluter Einsteigerverstärker wie der Denon PMA 520 ist mit 105dB SNR angegeben...und was gewöhnliche Class A/B Schaltungen angeht hat sich in den letzten Jahren kaum etwas getan was solche riesigen Sprünge erklärt.
 
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