Lebensdauer der Daten auf Speichermedien im Auge behalten ?

oskdueh

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hi,

ich beschäftige mich gerade mit dem thema lagerung von daten auf speichermedien und zu der haltedauer auf verschiedene speichermedien bis daten verlorengehen könnten, sagt die google-ai folgendes:

Die Haltbarkeit von Datenträgern variiert stark: Während Festplatten (HDD) oft 5–10 Jahre halten, sind SSDs/USB-Sticks (5–10 Jahre) und gebrannte CDs/DVDs (5–30 Jahre) stark von Lagerung und Nutzung abhängig. Professionell gepresste Discs können bis zu 100 Jahre halten, während Spezialmedien wie M-Discs bis zu 1.000 Jahre versprechen. Wichtige Daten sollten alle 5–10 Jahre umkopiert werden.
mediafix.de +4
Haltbarkeit im Überblick (bei guter Lagerung):
  • HDD (Festplatte): 3–10 Jahre
  • SSD / USB-Stick / SD-Karte: 5–10 Jahre (abhängig von Schreibzyklen)
  • CD / DVD / BD (gebrannt): 5–30 Jahre
  • CD / DVD / BD (gepresst): 50–100 Jahre
  • Magnetbänder: 10–30 Jahre
  • M-Disc: Bis zu 1.000 Jahre (Herstellerangabe)
    mediafix.de +6
Wichtige Einflussfaktoren:
  • Lagerung: Kühl, trocken und dunkel ist ideal.
  • Erschütterungen: Magnetische Festplatten (HDD) sind empfindlich gegenüber Stößen.
  • Nutzung: Flash-Speicher (SSD, USB) verschleißen durch häufiges Überschreiben.
    YouTube +3
Empfehlung: Setzen Sie auf eine 3-2-1-Regel (3 Kopien, 2 verschiedene Medien, 1 davon extern/Cloud), um Datenverlust vorzubeugen.
SRF +1

Nun zu meiner eigentlichen Frage:

wenn ich ein speicher medium habe bei dem ich nicht mehr weiss wie lange die daten ohne gebrauch dadrauf liegen, welche methoden des neuspeicherns der besagten daten gelten als richtig ? ich frage weil mir zwei einfallen, eine erfordert weniger arbeit bzw. ohne pc und eine erfordert mehrarbeit, weil über softare am pc:

1) man clont quasi extern die source-hdd auf eine andere gleichgrosse hdd. dabei werden alle sektoren auf die neue hdd kopiert. gilt das als neubeginn der zeit-zählung (zeit-reset) be der haltbarkeit von date auf einem speichermedium ? logisch wäre es dass ja, denn die daten werden sektor für sektor rüberkopiert. ist es aber technisch auch ?

2) man nutzt zb eine clone-seoftware am pc zb "beyond compare" bei der man nach dem kopieren binär vergleichen kann. hier ist es klar, dass man bei so einen "rüberkopieren" mit anschliessemdem binär-vergleich die haltbarkeit der daten auf das neue speichermedium wieder von null startet.

kennt ihr noch andere methoden ? oder sind das die einzigen: extern über clone-gerät und inter über softare ? muss man bei externen clone-geräte auf etwas bestimmtes achten ? da gibt es sicher auch qualitätsunterschiede bzw. verschiedene arten wie die daten geklont werden: manchen klonenn nicht bit für bit sondern in einer gröberen aufstückelung.

ich habe aktuell den hier von startech:

  • DUPLICATION MODE: Standalone sector-by-sector copier is compatible with any file format and copies the entire drive, including empty sectors; Up to 22 GB/min; Target disk must be equal/larger than the source disk; File recovery / Disk mount / Cloning tool

aber es gibt auch teurere duplizier-geräte, da wäre die frage ist teurer auch gleich besser ? zb das hier von adr:

Mit dem ADR Festplatten Kopiergerät erstellen sie identische Kopien Ihrer Master-Festplatte.
Mit diesem Model erstellen Sie 1 exakte Kopie Ihres Masters.

ob es beim adr-modell um sector-by-sector klonen handelt steht nicht in der beschriebung...
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Aussagen sind etwas doof formuliert, kann wesentlich länger funktionieren. Gibt ja auch 25 Jahre alte Festplatten die noch alte Daten beeinhalten.
Was man auf jeden Fall tun sollte, regelmäßig mal anschließen, das kann helfen. Die USB Sticks gehen auch nicht einfach so kaputt aber es kann wohl sein das der Zustand schwächer wird über all die Jahre.

Neuschreiben hilft auf jeden Fall, da wird alles "aktuell" gemacht. Ob das im normalen Zustand schon geschieht über Firmware kann ich leider nicht sagen. Vermute mal schon.
Ohne Strom geht das natürlich auch nicht. ;)
 
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Duran schrieb:
kann wesentlich länger funktionieren.
Ein "kann" bei Datenarchivierung ist der völlig falsche Ansatz.
Je nach Datenmenge und gewünschter Speicherdauer passende Medien, am besten unterschiedliche nehmen.
 
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@TorenAltair
Wichtige Daten hast du 2 bis 3mal, daher ist das Speichermedium egal. ;)
Festplatten machen bis 15 Jahre wenig Probleme, die kann selbst direkt beim anschließen schon kaputtgehen, einfach indem sie sich aufhängt.
Bei Seagate gab es in der Vergangenheit auch schon Fehler in der Richtung. Früher gabs einige Modelle die nach 6 bis 8 Jahren immer wieder streikten. Das war auch eher kein Zufall.
 
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also im falle von neubeschreiben sind beide methoden gleich gut ? externes klonen sector by sector ? oder ist die interne von "beyond compare" mit binär-vergleich besser ? wohl nicht oder ? wenn bei der externen dock-station sektor für sektor geklont wird mit gelich grosse hdds ? auch hier kann nichts "verloren" gehen...bitte auf die fragen im thread eingehen wenn es geht. backup strategien kenne ich selbst.
 
Duran schrieb:
Festplatten machen bis 15 Jahre wenig Probleme
Dann lies mal nach was die Hersteller an Datenintegrität für Firmen gewährleisten. Da ist nichts mit 15 Jahren.
 
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Wenn die Handhabung korrekt ausgeführt wird ist die Art der Kopie „gleich gut“.
 
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Erfahrungswerte schlagen Herstellerwert.
Du vergisst da die Toleranzschwelle, kann man noch locker Prozente draufrechnen.
Eine Brücke bricht auch nicht direkt bei 31t ein wenn 30t draufsteht.

Wenn du Statistiken willst, lies die Ausfalldaten zu den Rechenzentren. Genauer geht es nicht.
 
  • Selbstdiagnose & Reparatur (Data Refresh): Moderne Festplatten führen im Leerlauf (Idle) interne Überprüfungen durch. Sie lesen Datenbereiche und prüfen diese auf Fehler. Wird festgestellt, dass ein Sektor schwächer wird, können die Daten innerhalb dieses Sektors intern aufgefrischt (neu magnetisiert) werden, um Datenverlust durch „magnetisches Verblassen“ zu verhindern.
  • Fehlerhafte Sektoren: Wenn Sektoren nicht mehr reparabel sind, werden sie von der Festplattenelektronik als defekt markiert und durch Reserve-Sektoren ersetzt (Remapping), wodurch die Daten auf gesunde Bereiche umgeleitet werden.
Bei SSD ist es klar das eine eingebaute Mechanik gibt. Was für Festplatten meinst du denn? Baujahr spielt da sicher auch eine Rolle.
Wenn ich das so lese musst du das was du dachtest nicht mal tun. Es wäre aber hilfreich bzw. schafft bessere Sicherheit.
 
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Ja, andererseits habe ich auch schon Festplatten gehabt die einfach den Dienst komplett eingestellt haben, für die Daten nützt es dann nix wie oft bzw. wie viel Prozent es diese fälle nach Zeit X gibt, selbst wenn noch Garantie drauf ist.
 
Duran schrieb:
Wenn ich das so lese musst du das was du dachtest nicht mal tun. Es wäre aber hilfreich bzw. schafft bessere Sicherheit.
ich will das aber tun weil ich genung nervenzusammenbrüche wegen datenverluste gehabt habe.
 
@Ja_Ge noceinmal bitte...ich benötige keine 3-2-1 10 ratschläge.

die frage des threads zielt auf "NEUBESCHREIBUNG" um die zeit der haltungsdauer zu reseten.
die frage lautet: sind beide methoden gleich gut ? extern sector by sector oder intern mit spezielle software und binär-überprüfung. gibts noch andere methoden oder nur die zwei um daten auf ein neues speichermedium "aufzufrischen" ?
 
Es gibt nunmal keine 100% sichere Methode.

oskdueh schrieb:
gilt das als neubeginn der zeit-zählung (zeit-reset) be der haltbarkeit von date auf einem speichermedium
Bei einem neuen Medium magst Du das so für Dich definieren. Woher auch immer Du weisst, dass die Quelldaten alle korrekt (so, wie sie einst auf dem Quell-Datenträger geschrieben wurden) gelesen und dann auch geschrieben wurden. Mehr wie ein blindes Vertrauen auf die Fehlerkorrektur des Speichermediums, gepaar mit dem Vertrauen auf die Verkabelung und den Hauptspeicher des kopierenden Rechners ist das nicht.

Und ja, ich hatte bei sowas schonmal unbemerkt Datenfehler, weil exakt eine RAM-Zelle des PCs defekt war.

oskdueh schrieb:
hier ist es klar, dass man bei so einen "rüberkopieren" mit anschliessemdem binär-vergleich die haltbarkeit der daten auf das neue speichermedium wieder von null startet.
Für mich ist das nicht klar. Woher weiss ich:
(a) dass die Daten, die ich kopiert habe, nicht auf dem Quell-Datenträger schon unbemerkt verändert wurden?
(b) dass die Daten nicht beim Kopieren und Vergleichen zweimal exakt identisch zerstört wurden. Theorie: Beim Lesen der Daten geht immer Bit 0 kaputt. Die Daten werden falsch geschrieben, beim Testen geht wieder bit 0 der Quelle kaputt und da auf dem Zeil schon Bit 0 kaputt ist meint BC, es wäre alles ok.

Einzige Möglchkeit:
Irgendwer erzeugt beim Schreiben der Originaldaten Prüfsummen, welche entweder bei jedem Lesen/Nutzen der Quelldaten verglichen werden, oder spätestens nach dem Kopieren der Daten auf dem Ziellaufwerk.

Genauso gehe ich seit Jahrzehnten insb. bei Daten vor, die ich einmalig speichere und niemals wieder ändere (z.B. Bilder, Videos)
Es werden sofort nach dem Erstellen der Bilder (im Idealfall vor der ersten Nutzung der Daten, also bei Bildern beim Kopieren vom der Speicherkarte auf die SSD/HDD, aber vor der Sicherung der Bilder) Prüfsummen erstellt. Diese kann ich beliebig oft mit dem Original oder Kopien vergleichen, auch offline ohne eine zweite Quelle der Daten zu haben.

Sollte es mal eine fehlerhafte Datei geben, greift eines der vorhandenen Backups. Davon ist eines sogar noch mit BTRFS "gesichert", welches auch Prüfsummen erstellt und diese bei jedem Lesen vergleicht (auf Redundanz habe ich dort verzichtet). Dank Prüfsummen kann ich auch das Backup auf Korrektheit testen.

Ja_Ge schrieb:
Gerade dann, 3-2-1 Strategie befolgen.
Reicht nicht, wenn man sich nicht 100% sicher ist, dass die Quelldaten korrekt sind. Entweder mit BTRFS/ZFS arbeiten oder eigene Prüfsummen anfertigen und prüfen.

Ich lösche im obigen Fall die Bilder auf der Speicherkarte erst, wenn die Bilder nachweislich (korrekte Prüfsummen) sowohl auf dem PC wie auch auf dem NAS angekommen sind.
 
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Ea gibt keine Garantie dafür, wie lange ein Speichermedium die Daten hält. Kannst deine KI ja mal nach "Bitrot" bei HDDs und SSDs fragen. Die Gefahr steigt sicherlich mit der Zeit, aber theoretisch kann er jederzeit auftreten.

Wichtig ist, dass du eine Methode hast, die Integrität der Daten zu testen (also Prüfsummen: Auf Dateisystemebene, separat angelegt oder auch über ein gepacktes Archiv).

Ohne Prüfsummen weißt du nie, ob deine ganzen Daten wirklich noch okay sind - da hilft dann auch die 3-2-1-Regel nur noch bedingt.

Abseits von Festplatten und SSDs gibt es Speichermedien, die Daten sehr lange sicher halten sollten (LTO oder MDISC). Ersteres rentiert sich aber eigentlich nur bei sehr großen Datenmengen und Letzeres bei sehr geringen.
 
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oskdueh schrieb:
die frage lautet: sind beide methoden gleich gut ?
Nein, keine ist ausreichend, wenn ich mal von einem normalen Windows-Nutzer ausgehe, der NTFS nutzt.

oskdueh schrieb:
um daten auf ein neues speichermedium "aufzufrischen" ?
Was will ich da auffrichen. Die erwähnten Bilder liegen zum Teil schon seit >10 Jahren auf einer ext. USB2 HDD bei meinen Eltern Einmal im Jahr wird die korrekte (!) Lesbarkeit per Prüfsummen geprüft. Ist zwar Dank USB2 zeitaufwändig, aber die vielen Stunden habe ich beim Weihnachtsbesuch, das geht ja automatisch.

Kopiergeräte? Wenn Du Dich auf sowas verlassen möchtest, bitte. Mir reichen schon die Videos auf YT über "Deppen" (sorry) die bei sowas "aus Versehen" die HDDs vertrauscht haben (wie äquivalente Leute, die es schaffen, zufälig eine HDD/SSD zu formatieren).

Ich kopeiere lieber per Windows oder Linux, da kann ich ansatzweise abschätzen, was passiert. Ach so, beim lezten Kopieren von ca. 8 TB an Daten an einem Stück musste ich zwischendrin die HDD manuell kühlen. Die lag nur auf dem Tisch, weil sie danach die Quellplatte im PC ersetzen sollte. Sind ja nur 15-23 Stunden, die man für sowas braucht. Wie ich in einem Kopieregerät an die SMART Daten komme, wenn das kein sündhaft teures Profigerät ist?
 
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@oskdueh
Deine Frage erklärt sich beinahe von selbst.
Sobald du neu (über)schreibst sind die Daten "neu-frisch".

Das heisst nur nicht das die Inhalte identisch sind. Die könnten sich nach 10 Jahren verändert haben bzw. ein Teil fehlt.
Wenn du "alles schreibst" wird doch erneuert da brauchst es keine besondere Prüfung.

Checksummen sind dagegen dafür da Abweichungen zu erkennen.
Bei RAR oder ZIP kannst auch noch Herstellungsinformationen hinzufügen, dann werden Fehler noch behebbar sein. Deswegen nutzt man auch häufig Backup Programme die sowas unterstützen.

Informationen zur Widerherstellung finde ich spannender, da kannst du teilweise über 5 Prozent und mehr "wiederholen" die mal verloren gingen. Wenn du schon von Speicherung redest, warum speichert man wichtiges Zeug anders?
 
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oskdueh schrieb:
die frage lautet: sind beide methoden gleich gut ? extern sector by sector oder intern mit spezielle software und binär-überprüfung. gibts noch andere methoden oder nur die zwei um daten auf ein neues speichermedium "aufzufrischen" ?
Es spielt von der Qualität der Daten keine Rolle wie du die Daten kopierst. Selbst wenn dein Kopierprogramm nur einen Vergleich macht und nicht kopiert weil sie identisch sind haben sie die gleiche Qualität. Und ein Neuschreiben verbessert auch nicht die Qualität des Mediums selber, da findet kein refresh oder sowas statt.

EDIT: Solange kein Defekt vorliegt. Bei einem ggf. unbemerkten Head-Crash könnte es von Vorteil sein, dass keine Sektor-Kopie mehr gemacht wird und der Kopf auf jeden Sektor einwirken kann.
Aber das (sehr theoretische) Problem tritt bei einem vernünftigen Backup nicht auf.
 
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