Carrera124 schrieb:
Wie oft schlug in diesen Jahrzehnten der Vergleich mit der Checksumme fehl, und ließen sich dabei irgendwelche Muster erkennen?
Wenn ich danach gehe, war der gesamte Aufwand seit ca. 2005 sinnlos.
Fehler habe ich nur in den zwei Situationen erkennt (und konnte sie nach dem beheben des Uraprungsproblems per Backup beheben), wo es echte HW-Probleme gab. Beide male war es ein RAM Problem des PCs, mit dem kopiert wurde. Beide male hat sich das zunächst in den Daten gezeigt, aber erst später oder unter gewissen Konstellationnen auch im normalen Windows oder Linux-Betrieb.
Die alten HDDs (insg. vier 750GB bis 2TB 3,5" HDDs in USB2/3 Gehäusen) sind geschätzt 10-15 Jahre alt, die HDDs im NAS (und Backup-NAS) sind auch von 2018 bis 2020.
Die einzigen Datenträger, die gelegentlich Fehler liefern, sind DVD-R und/oder DVD-RAM, die ich anfänglich als zusätzliche Sicherung genutzt habe. Wobei sich auch die DVD-RAMs heute nicht mehr neu beschreiben lassen. Gelagert waren die beschriebenen Medien alle identisch, teils müssten es auch identische Produktionschargen sein, die sich von 2003 bis ca. 2010 fehlerfrei beschreiben ließen (bei DVD-RAM prüft dies das Laufwerk beim Beschreiben selber).
Trotzdem ist es mir lieber, Prüfsummen zu haben und die Datenträger auf korrekte Lesbarkeit prüfen zu können wie mich nur darauf zu verlassen, dass die HDDs die Daten so lange korrekt liefern, wie sie diese überhaupt noch lesen können.
Defekte HDDs haben sich bei mir immer durch SMART-Fehler angekündigt und ich habe dabei bisher keine Daten verloren. Der krasseste Fall war eine 1TB 2,5" HDD, die von 2010 bis 2018 nahezu 24/7 im DVB-C Receiver lief. Ich hatte nie Probleme mit den Daten, die darauf (temporär) gespeichert wurden. Beim Auslesen der SMART-Werte am PC habe ich mich trotzdem gewundert, dass die HDD überhaupt noch lief.
Der fast schon historische Q6600 als Backup-NAS hat noch nie Fehler beim Prüfen der BTRFS-Partition gemeldet. Der läuft seit dem Ram-Defekt eines der 2 GB DDR2 Riegel und damit Rückbau von 8 GB auf 4 GB, anscheinend stabil, wird aber nur selten angeschaltet.
oskdueh schrieb:
ist das das herausranegste merkmal von quantum lto ?
Das Herausragenste ist der unschlagbar güstige Preis je TB, dort, wo sie inkl. Robotern eingesetzt werden. Da geht es dann aber nicht um ein paar mickrige (zwei bis dreistellige) TB sondern um große professionelle Backup-Lösungen für Firmen und Archive. Oder wenn man jede Nacht ein Offline-Backup ziehen will/muss und das Tape dann für >10 Jahre in den Tresor lagert.
Und auch unabhängig vom Preis würde Dir LTO 10 nicht gefallen. LTO Medien muss man mit der nötigen Geschewindigkeit füttern. Bei 400 MB/s Schreibgeschwindigkeit (unkomprimierbare Daten) wird das selber mit einer einzelne SATA SSD schon zum Problem.
Ja_Ge schrieb:
Evtl. kann der Hersteller auch Daten liefern.
Selsbt meine aktiv genutzten HDDs (8-16TB) sind schon lange aus der Garantie raus, Mehr wie 5 Jahre liefert Seagate auch nicht, WD damals sogar nur 3 Jahre.
Selbst der Backblaze hdd Report liefert einem als Privatanwender keine wirklich relevanten Infos. Weder betreibe ich die HDD ähnlich wie sie noch bin ich heute in der Lage, die selben Chargen wie die von ihnen vor ein paar Jahren gekauften zu bekommen.