Lebensdauer der Daten auf Speichermedien im Auge behalten ?

Die Kopier Methode hängt doch auch von der Daten Menge ab.
Oder ob man die Daten nochmal sichten will. (überflüssiges entfernen z.B.)

Ich würde immer die Datei Methode wählen. Dauert zwar länger aber man muss ja nicht zuschauen.
Ich habe auch meine Backups meistens in RAR verpackt. (schneller)
Man kann auch das Träger Medium wechseln. Sonst ist man immer auf gleichgroßen Datenträger angewiesen.

Die Zeit resettet ja nicht bei wieder verwendeten Datenträgern. Und neue Datenträger haben ja eine erhöhte Anfangs Ausfall Wahrscheinlichkeit.


Außerdem halte Ich von der starren 3-2-1 Methode nichts.
Von wichtigen Daten habe Ich diverse Kopien auf verschiedenen Datenträger, von anderen gibt es nur eine Kopie.
 
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HubertusW schrieb:
Außerdem halte Ich von der starren 3-2-1 Methode nichts.

HubertusW schrieb:
Von wichtigen Daten habe Ich diverse Kopien auf verschiedenen Datenträger,
So weit auseinander ist das nicht, die Idee dahinter ist die gleiche. Natürlich muss man eine Backupstrategie für jedes System individuell anpassen.
 
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oskdueh schrieb:
hi,

ich beschäftige mich gerade mit dem thema lagerung von daten auf speichermedien und zu der haltedauer auf

Generell gilt ;

Datenträger 2x im Jahr mindestens ne Stunde anklemmen. Egal ob SSD oder HDD / USB Stick.

SSD Zellen brauchen mal kurz Saft um wieder aufzuleben.
HDD brauchen mal kurz n paar Umdrehungen damit die sich nicht totstehen.

Beide können im Extremfall manchmal überraschend lange halten.
  • Hab schon SSD's aus Kellern gezogen die 10 jahre nicht anwaren und sofort ohne Fehler booteten.
  • Hab HDD eingesammelt, wahrscheinlich seit 15 Jahren nicht an waren und dennoch 1A laufen.

Geht aber auch umgekehrt :(
  • SSD 3 Jahre alt - "zerfallen" = neuformatieren aber Daten halt weg
  • Nagelneue Ersatz-HDD ausm Ersatzteillager - lag da kaum 3 Jahre - eingebaut, ging 10min kaputt nach einschalten = totgelegen.

Daten = immer nervig !!
Goldene regel - immer nur Neu kaufen / Nur Garantiezeit benutzen / gut kühlen

CD/DVD = Ja, sollten 1001 Jahre halten - Realität - Beispiel - alte WinNT 4.0 CD im Regal gefunden - Temperaturstabil gelagert, 20 Jahre kein Sonnenstrahl drauf, versiegelt - konnte man schon durch die packung sehen wie die Beschichtung abfiel...

USB Sticks - ähnlich wie SSD, sollte man "frisch" halten - aber sterben auch gerne mal so und/oder durch ewig USB ein/ausstecken = Pech.

Was ich lange benutzt hab war LTO - ist n super-system ! - haben natürlich auch magnetische Zerfallsraten!
Halten aber überraschend lange, sind robust und sehr zuverlässig - ist DAS System was die Welt nicht seit gestern nutzt...

Was ich jedoch aktuel habe als Datensicherung ;
2x 4TB Samsung 870 Evo
2x 4TB Seagate 2,5Zoll HDD - die halt die Daten der SSDs gespiegelt drauf haben
+4x 2TB Micro-SD Cards, die ebenfalls nochmal alles mehr oder weniger gespiegelt drauf haben
= Keine Sorge wenn mal ein Medium failed = Keine Nervenzusammenbrüche.

Wie erwähnt - imemr mal anklemmen und frisch halten.
Ansonsten besitz ich noch MP3's von 1998, die immer halt mitgewandert sind über zig Platten/Medien/ SCSI / CD/DVD / HDD / SSD - sind fehlerfrei & leben.
Ist egal ob mit clonen / Back-Upsoftware / LTO -> einfach rüberkopieren - frischt die automatisch auf.
 
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gymfan schrieb:
Genauso gehe ich seit Jahrzehnten insb. bei Daten vor, die ich einmalig speichere und niemals wieder ändere (z.B. Bilder, Videos)
Es werden sofort nach dem Erstellen der Bilder (im Idealfall vor der ersten Nutzung der Daten, also bei Bildern beim Kopieren vom der Speicherkarte auf die SSD/HDD, aber vor der Sicherung der Bilder) Prüfsummen erstellt. Diese kann ich beliebig oft mit dem Original oder Kopien vergleichen, auch offline ohne eine zweite Quelle der Daten zu haben.
Da würden mich konkrete Erfahrungswerte interessieren. Wie oft schlug in diesen Jahrzehnten der Vergleich mit der Checksumme fehl, und ließen sich dabei irgendwelche Muster erkennen?
 
Das einzige wo ich der AI zustimme ist, dass billige CDs nach einigen Jahren anfangen sich selbst aufzulösen.

Wenn du etwas auf CD / DVD sichern willst, musst du die teuren Archiv Datenträger kaufen.

edit: Achja, und die 3-2-1 Regelung für Backups befolgen wenn dir die Daten was wert sind.
 
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oskdueh schrieb:
kennt ihr noch andere methoden ?
Ja, nennt sich "Backup".
Du scheinst einfach nur Datenarchive zu haben.
Es ist vollkommen egal, wie lange da die (theoretischen) Laufzeiten sind. Ohne Backups sind Deine Daten nicht mal ansatzweise sicher. Egal, wie Du es drehst und wendest.

Auch Klonen ist kein Backup!
Halte alle Daten mindestens 2 - besser 3fach vor und führe zeitnahe und regelmäßige sowie versionierte Backups durch. 3-2-1-Methode.
Prüfe regelmäßig die Backup-Daten

Dann erledigt sich auch Deine Frage nach der Haltbarkeit eines Mediums.
Alleine durch die Prüfung wird Dir ein Ausfall bewusst - und dadurch, dass die Daten mehrfach vorhanden sind, droht auch kein Komplettausfall - in first place.

Zur den Haltbarkeiten von Datenträgern:
 
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mchawk777 schrieb:
Halte alle Daten mindestens 2 - besser 3fach vor und führe zeitnahe und regelmäßige sowie versionierte Backups durch. 3-2-1-Methode.
Der TE hat doch nun deutlich geschrieben, dass er das scheinbar mangels Verständnis nicht möchte.
Ergänzung ()

Carrera124 schrieb:
Da würden mich konkrete Erfahrungswerte interessieren. Wie oft schlug in diesen Jahrzehnten der Vergleich mit der Checksumme fehl, und ließen sich dabei irgendwelche Muster erkennen?
Ich hoffe mal das jemand der ein vernünftiges Backup hat darauf keine Antwort liefern kann. In dem Moment in dem das aus technischen gründen fehlschlägt ist die Ursache auszutauschen.
 
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Ja_Ge schrieb:
Der TE hat doch nun deutlich geschrieben, dass er das scheinbar mangels Verständnis nicht möchte.
Dann muss er halt damit leben, dass man ihn darauf hinweist.
Ich weise auch Leute darauf hin, dass es nicht gut ist vor oder hinter ein fahrendes Auto zu treten - in Abhängigkeit der Fahrtrichtung. 😉
Ja_Ge schrieb:
Ich hoffe mal das jemand der ein vernünftiges Backup hat darauf keine Antwort liefern kann.
Was ich nur sagen kann ist, dass ich Datenträger hatte, die in Rekordzeit durch waren - und andere Datenträger, die schon seit C64-Zeiten noch halten. Kommt aber wohl auf das raus, was Du hier sagst. 😉
 
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Duran schrieb:
Wenn du Statistiken willst, lies die Ausfalldaten zu den Rechenzentren. Genauer geht es nicht.
Die Statistik hilft Dir aber bei einer Platte nichts. Die sagt nichts über diese eine Platte rein gar nichts aus.

Cunhell
 
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@Ja_Ge Selbst der gibt Dir dazu keine konkrete Angabe heraus.
Bei Platten wie SSDs hast Du normalerweise eine typische Verteilung.
Ein Teil der Platten sind DOA, dann fallen über einen gewissen Zeitraum immer wieder welche aus um im höheren Alter dann wieder gehäufter auszufallen.
Aber wie sich genau eine bestimmte Platte verhält kannst Du daraus trotzdem nicht ableiten.

Ausser man hat das "Glück" eine Charge zu erwischen, die problembehaftet ist. Dann kann es auch mal ratz fatz gehen mit den Ausfällen. Wir hatten da mal eine Seagate Platte bei uns in den Storage Systemen. Von denen wurden dann fast täglich welche ausgetauscht. War nicht lustig.

Cunhell
 
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cunhell schrieb:
Die Statistik hilft Dir aber bei einer Platte nichts. Die sagt nichts über diese eine Platte rein gar nichts aus.
Das ist halt der Punkt: Statistische Ausreißer gibt es immer - und Du weist nicht, ob es Deine Hardware betrifft.
Das kann man jetzt drehen und wenden, wie man will - es ändert nichts.
 
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Banned schrieb:
Abseits von Festplatten und SSDs gibt es Speichermedien, die Daten sehr lange sicher halten sollten (LTO oder MDISC). Ersteres rentiert sich aber eigentlich nur bei sehr großen Datenmengen und Letzeres bei sehr geringen.
BEI GOTT! von mdisk hörten wir schon. von lto noch nicht. was sind das ?
google sagt das sind quantum lto- laufwerke und bänder.
das laufwerk scheint ja sehr teuer zu sein in der anschaffung.

Current LTO Generations & Performance
Quantum provides hardware and media for multiple generations of LTO Ultrium technology.
  • LTO-10: The newest generation, offering up to 30 TB native (75–100 TB compressed) per cartridge.
  • LTO-9: Supports 18 TB native (45 TB compressed) with transfer speeds up to 400 MB/s (native).
  • LTO-8: Provides 12 TB native (30 TB compressed) and is a common standard for many current mid-sized archives.

lto 10 würde mir gefallen :-))
aber was sind die genau vorteile von quantum lto gegenüber normalen hdds ?
ist diese technologie so herausragend in der datenspeicherung ?

LTO-Ultrium-Band Quantum MR-L10MQN-01

  • Speicherkapazität von bis zu 30 TB nativem Speicher und bis zu 75 TB komprimiertem Speicher
  • Mit Strontiumferrit-Magnetband für hohe Datendichte und lange Lebensdauer
  • Daten können beliebig gelöscht, geändert und überschrieben werden
  • Zuverlässige Datenübertragungsrate von bis zu 1100 MB/s
  • Archivierungsdauer von 30 Jahren
  • LTO-10 Bänder sind nicht abwärtskompatibel

also die daten draufspeichern und 30 jahre ruhe haben ?
ist das das herausranegste merkmal von quantum lto ?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich nutze unter Linux eine Mischung aus Sektor- und Dateikopie.

Die Rootpartition (Rest ist unwichtig) wird 1:1-kopiert und dann die Partitionstabelle mit parted korrigiert, so dass das Image auch auf alte, kleinere Platten oder SATA-SSDs kopiert und dann direkt davon gebootet werden kann.

Regelmäßig wird das Image dann mounted und mit rsync aktualisiert.

Man muss ein bisschen aufpassen wenn man so ein Image testet, als Klon der Installation hatte ich da schon Adresskollisionen und Mails, die auf den Klon abgerufen wurden.. ist ja alles identisch.
 
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Carrera124 schrieb:
Wie oft schlug in diesen Jahrzehnten der Vergleich mit der Checksumme fehl, und ließen sich dabei irgendwelche Muster erkennen?
Wenn ich danach gehe, war der gesamte Aufwand seit ca. 2005 sinnlos.

Fehler habe ich nur in den zwei Situationen erkennt (und konnte sie nach dem beheben des Uraprungsproblems per Backup beheben), wo es echte HW-Probleme gab. Beide male war es ein RAM Problem des PCs, mit dem kopiert wurde. Beide male hat sich das zunächst in den Daten gezeigt, aber erst später oder unter gewissen Konstellationnen auch im normalen Windows oder Linux-Betrieb.

Die alten HDDs (insg. vier 750GB bis 2TB 3,5" HDDs in USB2/3 Gehäusen) sind geschätzt 10-15 Jahre alt, die HDDs im NAS (und Backup-NAS) sind auch von 2018 bis 2020.

Die einzigen Datenträger, die gelegentlich Fehler liefern, sind DVD-R und/oder DVD-RAM, die ich anfänglich als zusätzliche Sicherung genutzt habe. Wobei sich auch die DVD-RAMs heute nicht mehr neu beschreiben lassen. Gelagert waren die beschriebenen Medien alle identisch, teils müssten es auch identische Produktionschargen sein, die sich von 2003 bis ca. 2010 fehlerfrei beschreiben ließen (bei DVD-RAM prüft dies das Laufwerk beim Beschreiben selber).

Trotzdem ist es mir lieber, Prüfsummen zu haben und die Datenträger auf korrekte Lesbarkeit prüfen zu können wie mich nur darauf zu verlassen, dass die HDDs die Daten so lange korrekt liefern, wie sie diese überhaupt noch lesen können.

Defekte HDDs haben sich bei mir immer durch SMART-Fehler angekündigt und ich habe dabei bisher keine Daten verloren. Der krasseste Fall war eine 1TB 2,5" HDD, die von 2010 bis 2018 nahezu 24/7 im DVB-C Receiver lief. Ich hatte nie Probleme mit den Daten, die darauf (temporär) gespeichert wurden. Beim Auslesen der SMART-Werte am PC habe ich mich trotzdem gewundert, dass die HDD überhaupt noch lief.

Der fast schon historische Q6600 als Backup-NAS hat noch nie Fehler beim Prüfen der BTRFS-Partition gemeldet. Der läuft seit dem Ram-Defekt eines der 2 GB DDR2 Riegel und damit Rückbau von 8 GB auf 4 GB, anscheinend stabil, wird aber nur selten angeschaltet.

oskdueh schrieb:
ist das das herausranegste merkmal von quantum lto ?
Das Herausragenste ist der unschlagbar güstige Preis je TB, dort, wo sie inkl. Robotern eingesetzt werden. Da geht es dann aber nicht um ein paar mickrige (zwei bis dreistellige) TB sondern um große professionelle Backup-Lösungen für Firmen und Archive. Oder wenn man jede Nacht ein Offline-Backup ziehen will/muss und das Tape dann für >10 Jahre in den Tresor lagert.

Und auch unabhängig vom Preis würde Dir LTO 10 nicht gefallen. LTO Medien muss man mit der nötigen Geschewindigkeit füttern. Bei 400 MB/s Schreibgeschwindigkeit (unkomprimierbare Daten) wird das selber mit einer einzelne SATA SSD schon zum Problem.

Ja_Ge schrieb:
Evtl. kann der Hersteller auch Daten liefern.
Selsbt meine aktiv genutzten HDDs (8-16TB) sind schon lange aus der Garantie raus, Mehr wie 5 Jahre liefert Seagate auch nicht, WD damals sogar nur 3 Jahre.

Selbst der Backblaze hdd Report liefert einem als Privatanwender keine wirklich relevanten Infos. Weder betreibe ich die HDD ähnlich wie sie noch bin ich heute in der Lage, die selben Chargen wie die von ihnen vor ein paar Jahren gekauften zu bekommen.
 
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gymfan schrieb:
Und auch unabhängig vom Preis würde Dir LTO 10 nicht gefallen. LTO Medien muss man mit der nötigen Geschewindigkeit füttern. Bei 400 MB/s Schreibgeschwindigkeit (unkomprimierbare Daten) wird das selber mit einer einzelne SATA SSD schon zum Problem.
ich verstehe nicht. warum würde mir das nicht gefallen und warum MUSS man die lto mit der nötigen geschwindigkeit füttrn ? interne minisas-anbindung über hbo tri-karte wäre doch ok ? oder nicht ?
 
oskdueh schrieb:
MUSS man die lto mit der nötigen geschwindigkeit füttrn
Das müssen die Leute beantworten, die sich damit fundiert auskennen. Ich habe die Links zu den Artikeln und YT-Videos nicht mehr.

Mein Fazit aus den damaligen Artikeln (noch LTO-9) war, dass das Bandlaufwerk nur mit einer Geschwindigkeit schreibt/liest. Kann der Host die Daten nicht schnell genug liefern oder verarbeiten, dann wird der Schreibprozess abgebrochen und danach wieder fortgesetzt (=Erneutes anstarten des Bandes und der Mechanik). Wie gut Bänder und Mechanik darauf ausgelegt sind und wie groß der Puffer des Laufwerkes ist (mein NAS hat nur 32 GB Ram), wird sich dann zeigen.

Aber wenn Du Datenmengen und einen Server hast, die dazu passen, kannst Du es ja ausprobieren. Dafür muss Du "nur noch" ein einzelnes LTO-10 Laufwerke finden. Bei mind. 255€ für ein LTO-10 Band muss man m.M.n. im Privatbereich schon sehr außergewöhnliche Ansprüche haben, bis sich sowas auch nur ansatzweise finanziell rechnet, selbst wenn der eigene Fileserver genug Leistung dafür hat.

Die LTO-10 Laufwerke sind auch (laut Wikipedia) zu nichts wie sich selber kompatibel.

Für kleinere Backups wären für mich schon eher ältere LTO-Versionen interessant gewesen. Dann sind die Laufwerke (gebraucht) und Medien (neu) auch güntiger. Bis ich darüber nachgedacht habe, was das für Konsequenzen hat. Wieder nur auf mich als Privatperson ohne Supportvertrag betrachetet.

Sowas hatte ich, in ähnlicher Konsequenz, schon mit QIC80 Streamern und Iomega JAZ Drives. Beides wurde zur jeweiligen Zeit nur zur Datensicherung gekauft. Lege ich mir heute ein zweites LTO-Laufwerk hin für den Fall, dass das aktiv genutzte kaputt geht? Gehe ich davon aus, dass ich im Schadensfall wieder ein gebrauchtes finde, welchem ich auch bedenkenlos meine Bänder anvertraue. Oder suche ich mir in dem Fall einen Dienstleister, der das benötigte Backup einliest.

Bei den Datenmengen, die bei mir privat zu sichern sind (unsortiert keine 24TB), fahre ich mit HDDs besser. Laufwerke sind recht günstig, Anschlussmöglichkeiten zu Hauf vorhanden und selbst für PATA HDDs heute noch billig zu kaufen. Ebenso DVD- oder BR-Laufwerke.

Am Ende kommt noch dazu, dass ich die Daten von der HDD im Schadensfall (=meine Wohnung brennt ab, das ext. Backup ist noch verfügbar) mit jedem beliebigen Windows/Linux Gerät auslesen kann.

Dass Du, bei all Deinen Beschreibungen, bisher nur die physikalische Lesbarkeit der Daten betrachtest, ist Dir sicher bewusst.

Nachtrag: Mind. LTO-8/9 und damit vermutlich auch LTO-10 bieten variable Bandgeschwindigkeiten, bei LTO-5 hatte HPE das speziell in seine Laufwerke eingebaut. Das Argument gilt also nicht (mehr), was aber nichts an den Laufwerktspreisen (auch gebraucht) ändert.
 
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Ich bin nicht sicher ob ich die eingangsfrage richtig verstehe.
Machst du dir sorgen um die Lebensdauer des Mediums, oder der Datenintegrität auf dem Medium?
Ausfall einer ganzen HDD ist was anderes als bitflips, bzw 'bit rot' oder andere quellen von Datenfehlern.

Festplatten halten ihre Daten schon sehr lang. Ich hatte mir auch sorgen wegen bit rot gemacht und ca. 2013/2014 Backups und einige langzeitdaten auf ZFS gepackt da das prüfsummen, redundanz, automatische reparatur bei fehlern und als bonus noch kompression bietet. Aber bis dato wurde nie ein einziger Fehler bei der prüfung gefunden -> die magnetisierung auf den scheiben hält
Auch HDDs die nach über 10 Jahren ungenutzt herumliegen mal spaßeshalber angeschlossen wurden schienen noch intakte Daten zu haben, sofern sie denn anliefen.
Aber um sicher zu gehen würde ich ein Dateisystem nutzen das Prüfsummen und idealerweise auch reparatur unterstützt. Macht man das manuell wird es fummelig.

Bandlaufwerk ist privat schnell zu teuer und ausgehend von Disketten fürchte ich ist die abhängigkeit vom Lesegerät womöglich bei hohem Alter so hoch dass es eben nicht mehr so einfach austauschbar ist.
CDs fallen aufgrund des Aufbaus im allgemeinen aus, zu klein, zu empfindlich. DVDs könnten eine Option sein bei guter Lagerung, allerdings sind die M-DISC eingestellt und 'normale' DVDs gehen zu schnell still und leise kaputt. Wer will schon vierteljährlich einen Stapel DVDs in mindestens doppelter Ausführung einlesen und vergleichen. Das dauert doch ewig, vom manuellen wechseln ganz zu schweigen.
Blurays gibts noch, sind aber ggf. so teuer dass man überlegen kann gleich HDDs zu nehmen. Kommt auf die Datenmengen an.

Normale SSDs oder USB Sticks sind afaik für langzeitbackups ungeeignet. Zu lange stromlos und die Daten verflüchtigen sich ggf. relativ schnell, dazu kommt der Preis. Redundanz plus kurzfristiger ersatz falls doch was kaputt geht muss ja auch eingeplant werden. SSDs wären zumindest bequem und schnell falls man das Geld hat und die z.b. in einem NAS zuverlässig mindestens einmal alle paar wochen laufen lässt und eine komplette überprüfung der Daten macht. Entweder frischt der Controller Zellen die zu schlecht werden oder mehrere Leseversuche brauchen automatisch wieder auf, oder das Dateisystem erkennt eben einen Fehler und schreibt die Daten neu. Bitrot gelöst, bleibt Hardwaredefekt, Malware, Löschen/Überschreiben durch Irrtum usw.

Ggf. ist es auch ein Bonus dass ZFS und Btrfs nicht nur prüfsummen und reparatur bieten, sondern auch einfache snapshots. Das hilft ggf. auch gegen irrtümliches löschen sofern man es bemerkt bevor der Snapshot gelöscht wird. Auch kein RAID Controller der probleme machen kann, hauptsache die CPU, der RAM und die Signalverbindung zu den Datenträgern ist stabil. Ist man paranoid ist das schon schwer genug, hab erst letztens gesehen dass Korrosion an einem SATA Kabel dafür sorgen kann dass die Daten scheinbar defekt sind. Weder Platte, noch Windows haben erkannt dass es am Kabel lag. Ich dachte immer die Verbindung hätte eine zuverlässige absicherung mit CRC, aber scheinbar kann das trotzdem unerkannt bleiben. Auch etwas wo nur redundanz hilft.

Aber wenn es um Aufbewahrung von Daten geht sollte man sich ggf. einfach überlegen was man genau braucht (wie lang, wie viel, wie zugänglich), wogegen man sich schützen will (bitrot, HW defekt, Blitzschlag, Diebstahl, Brand, sonstige höhere Gewalt, Malware, Kinder oder Haustiere, potentiell übelmeinende personen mit zugang zur hardware etc) und dann in ruhe gucken was man womit lösen kann und wie teuer das wird und wie hoch das risiko tatsächlich ist. Jeweils gucken wie hoch ist der Schaden und wie wahrscheinlich ist der eintritt.
Ich habe recht schnell erkannt dass der Schutz gegen einige Dinge zwar Möglich aber so aufwändig, teuer oder unbequem ist dass ich es eher darauf ankommen lasse. Oder man versucht es mit einem Kompromiss. Z.b. den Verlust im Schadensfall mit einem seltener aktualisierten Backup begrenzen anstatt das Tagesaktuell halten zu wollen. Daten nur lesbar halten schützt gegen crypto trojaner, aber das aktualisieren wird unbequem und man muss den Weg selbst absichern.

Am ende kann man sehr viel machen, es kostet nur schnell richtig geld und wird aufwändig und ggf. unbequem.
 
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Bigeagle schrieb:
Machst du dir sorgen um die Lebensdauer des Mediums, oder der Datenintegrität auf dem Medium?
zweites
Ergänzung ()

Bigeagle schrieb:
Auch kein RAID Controller der probleme machen kann, hauptsache die CPU, der RAM und die Signalverbindung zu den Datenträgern ist stabil.
aber hba-tri-karte ist ok ?
 
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