Leer-Rohr, ISDN-Kabel, max. Länge?

@ selberbauer

Also wir haben ein Arcor Splitter/NTBA-Kombigerät und ein Arcor-Modem. Diese beiden sind per 0,5m Netzwerkkabel verbunden.

Die 4 Drähtchen, die oben zur ISDN-Dose gehen, sind in der Tat am Kombigerät angeklemmt, also kein Stecker. Ebenso lediglich angeklemmt sind die beiden ärmlichen Drähtchen, die das Kombigerät mit dem nächsten Knotenpunkt verbinden bzw. unser Haus verlassen.

Gibt es da einen grundsätzlichen Nachteil? Ist die Verbindung nicht sogar besser, als wenn man einen Stecker dazwischen hat?

Zumindest was die 4 ISDN,Drähtchen angeht, möchte ich aber natürlich auf einen 8p4c Stecker umsteigen, den ich dann ordentlich ins Kombigerät einstecken kann. Bietet sich ja an, wenn ich eh so ein Kabel verlege.

Ich lasse mich gerne überzeugen, auch die beiden Amt-Drähte mit einem Stecker zu versehen, wenn das nicht nur kosmetisch besser sein sollte.

//edit

Achja, kennt sich jemand mit Kabeldämpfung und den Strecken zwischen Amt und Wohnhaus aus?
Denn wenn man hier im Keller den Splitter umhängen würde, könnte man bis zu 2,20m sparen. Würde mich interessieren, ob sich das auf die Gesamtlänge und somit die Leitungsdämpfung vielleicht merkbar positiv auswirken würde.

Da hängt auch so ein "Post" Klemmkasten, den man eigentlich übergehen könnte, indem man die beiden benutzten Kabel direkt in den Splitter klemmt.

Wozu sind all die Kabel in der Leitung? Hat man früher soviele einzelne Adern gebraucht?
Und: Da sind nicht zufällig noch weitere Adern, die das gleiche Signal transportieren wie die beiden, die derzeit angeklemmt sind und in den Splitter gehen, oder? Denn Dämpfung soll ja direkt mit der Dicke der Leitung zusammenhängen.
 
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Nabend Colonel!

Stecker sind grundsätzlich von Übel. Wenn die Box sauber angeklemmt ist, würde ich das komplett so lassen.

Das vorhandene Telefonkabel ist aufgrund der fehlenden Schirmung und der ungeigneten Verdrillung eigentlich nicht für Ethernet geeignet.
Bei 10-15m Kabel würde ich es allerdings auf einen Versuch ankommen lassen.

Wie ich dich verstehe, sind bei dem Kabel Keller-EG noch 2 Doppeladern frei.
Verwende die, um von dem Router im Keller eine Verbindung zum Linksys EG zu schaffen.
Hilfreich wäre, wenn Du die Verbindung fest auf 10Mbit/s einstellen könntest. Dann läuft dein ISDN-Kabel auf jeden Fall.
Du brauchst allerdings eine Crimpzange und 2 RJ45-Stecker, um die Verbindung Router Keller-Linksys EG herzustellen.
Ethernet läuft auf den PINs 1,2;3,6

Gruß, DTFM

//edit
Wird im EG eigentlich ein ISDN-Telefon genutzt?
 
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Ein gut geschirmtes Kabel (CAT 6, Cat 5e) reicht, für ein 100MBit Netzwerk ist folgende Pinbelegung am RJ-45 Stecker notwendig / an der Netzwerkdose:

1,2,3,6

Wie gesagt, ein Kabel mit 4x2 Adern (Achtung: bitte zwecks Auflegen starre Litze verlegen), mit den 4 Adern die noch übrigbleiben gehst du mit der gleichen Belegung wieder zurück in den Keller.

Also 100MBit hoch, 100MBit wieder runter. Ist halt nicht zukunftssicher (Gigabit-LAN und wirklich strukturiert ist das Ganze auch nicht -> aber in Altbauten oftmals die gängigste Methode OHNE gleich Wände aufzuhacken).

Bei Fragen PN an mich, habe den Mist gelernt irgendwann mal... ^^


So long...
 
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@ DTFM

Na ich habe doch nicht vor, Internet über irgedwelche Mittelalter-Kabel zu betreiben. Alles was mit DSL zutun hat läuft über CAT5.

Das Mittelalter-Kabel soll definitiv raus.

Und man kann doch auch gar nicht Modem und Router mit 4 Adern verbinden, oder? Also ich habe gerade interessehalber mal geguckt, wieviele Kontakstellen mein Router hinten in der Dose hat, und es sind die vollen 8, die ja auch ein Netzwerkkabel bietet.
 
Colonel Decker schrieb:
Und man kann doch auch gar nicht Modem und Router mit 4 Adern verbinden, oder? Also ich habe gerade interessehalber mal geguckt, wieviele Kontakstellen mein Router hinten in der Dose hat, und es sind die vollen 8, die ja auch ein Netzwerkkabel bietet.


Doch kannst du, Kontakte 1,2,3,6, wie ich und mein Vorposter bereits sagten... Das reicht für 100MBit!


Edit: 4 Kontakte reichen ergo auch 4 Adern...

Das läuft hier bei mir gerade übrigens über schlichte ISDN-Kabel, vom Keller bis ins 1. OG, nur so am Rande! ;)



Nochmal Edit: Die Dämpfung (Attenuation) ist bei 2,2m Kabellänge zu vernachlässigen, schließlich kann es gut und gerne 5km vom Amt bis zu Dir sein um ein funktionalen DSL-Anschluß zu haben.

Wichtig ist das alles sauber aufgelegt ist im Haus und nicht in zig Dosen einfach nur irgendwelche Kabelenden miteinander verdrillt sind; das führt zu größeren Widerständen und die Probleme sind im Haus, nicht aber vom Amt zum Übergabepunkt (Haus).
 
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Wow, okay. Jetzt habe ich es kapiert.

Danke für den Tipp. Falls es mit dem Leer-Rohr und 2xRJ45+1xRJ14 doch alles nicht klappt, werde ich wohl darauf zurückgreifen.

PS: Du hast aber nicht zufällig gelernt, wozu die einzelnen Käbelchen sind, die hier im Keller ankommen und von denen nur (noch) 2 in Gebrauch sind, oder? Das lässt mir keine Ruhe, nicht dass ich hier unnötige Leitungsdämpfung habe...
 
Colonel Decker schrieb:
@ DTFM

Na ich habe doch nicht vor, Internet über irgedwelche Mittelalter-Kabel zu betreiben. Alles was mit DSL zutun hat läuft über CAT5.

Also gut, wenn Du Dir die Arbeit für 6Mbit machen willst...

Ernst beiseite, dann zieh ein CAT7-Doppelkabel ein, falls es irgendwie passt. Das wird allerdings um einiges mehr Raum brauchen, als das vorhandene Kabel.
Alternativ kannst Du versuchen, zusätzlich zum vorhandenen Kabel noch ein einzelnes CAT7 reinzuquetschen.

//edit
Der Thread ist heiss, um halbzwölf: zu langsam...
 
Colonel Decker schrieb:
Wow, okay. Jetzt habe ich es kapiert.

Danke für den Tipp. Falls es mit dem Leer-Rohr und 2xRJ45+1xRJ14 doch alles nicht klappt, werde ich wohl darauf zurückgreifen.

PS: Du hast aber nicht zufällig gelernt, wozu die einzelnen Käbelchen sind, die hier im Keller ankommen und von denen nur (noch) 2 in Gebrauch sind, oder? Das lässt mir keine Ruhe, nicht dass ich hier unnötige Leitungsdämpfung habe...


Du meinst den kompletten Kabelstrang (also mehr als 2 Adern) der von der Straße hinein kommt?

Wenn ja ist es wie folgt: die Telekom hat ja nicht immer ISDN-Anschlüße in petto gehabt; wollte also jemand einen separaten Telefonanschluß, so mußte ihm die Telekom diesen Anschluß auch über 2 weitere Adern auflegen (eine weitere Amtsleitung am Verteiler). Auch ein weiterer ISDN-Anschluß erfordert weitere 2 Adern, aber das ist ja nun klar denke ich.

Jedenfalls reichte in Zeiten ohne ISDN schon der Wunsch nach einer autarken Faxleitung aus um 2 weitere Adern zu beanspruchen (was dann aber eine 2 Rechnung bedeutete weil zusätzlicher Anschluß, klar).

Kurz: die Telekom wollte einfach nur für alles was evtl. kommt gewappnet sein, mehr bedeutet der Haufen Adern im Keller nicht! Du brauchst die 2 Adern vom Amt, den Rest kannst Du lose liegen lassen, da passiert gar nichts! :)
 
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@ spawn

Okay, also sind auf der Gegenstelle auch nur diese beiden Drähtchen für uns angeklemmt.

Aber wo doch diese Strecke das Nadelöhr ist, und sich dies mit der Leitungsdämpfung erklärt, die wiederum direkt mit der Kabeldicke zutun hat:

Warum klemmt die Telekom (bzw. Arcor/Vodafone) nicht einfach 2 oder noch mehr dieser ganzen Drähtchen an jeden der 2 nötigen Kontakte? Dann hätte man doch weniger Dämpfung, oder sehe ich das falsch?
 
Colonel Decker schrieb:
@ spawn

Okay, also sind auf der Gegenstelle auch nur diese beiden Drähtchen für uns angeklemmt.

Aber wo doch diese Strecke das Nadelöhr ist, und sich dies mit der Leitungsdämpfung erklärt, die wiederum direkt mit der Kabeldicke zutun hat:

Warum klemmt die Telekom (bzw. Arcor/Vodafone) nicht einfach 2 oder noch mehr dieser ganzen Drähtchen an jeden der 2 nötigen Kontakte? Dann hätte man doch weniger Dämpfung, oder sehe ich das falsch?


Genau, es sind auch nur 2 Adern von Euch aufgelegt, der Rest ist quasi tot.

Die Dämpfung würde sich dadurch imho nicht ändern (die Adern sind ja nicht in einem Strang schlagartig miteinander verdrillt sondern immernoch einzeln isoliert), von daher wäre das nicht von Erfolg gekrönt.

Wobei es dann auch fraglich ist ob dann noch alles störungsfrei funktioniert; schließlich splittest Du den Anschluß in meinetwegen 2x2 Leitungen auf (die Adern könnten sich auch gegenseitig stören -> elektromagnetische Induktion).
 
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Colonel Decker schrieb:
Oh achso, für weniger Dämpfung muss es also komplett verdrillt sein? Na dann hätte die Telekom früher wohl besser statt jeder Menge winziger Drähte 2 davon etwas dicker wählen sollen. Dumm gelaufen.

Ja, die Dämpfung lässt sich nur durch dickere Adern verbessern, dass ist so vollkommen richtig!

Je dünner das Kabel desto länger das Gesicht. So wünschenswert dünne Kabel wegen ihrer größeren Flexibilität sind, umso schlechter sind sie in ihren Dämpfungswerten. So ist das halt... ^^

Und nun aber Gute Nacht... ;)
 
So, das dünne Kabel ist durch. Nun würde ich das gerne oben an der Dose verdrahten, damit ich dann das unnötig dicke Uralt-Kabel raus reissen kann.

Leider sind die 4 grünen Kabel, die derzeit das Splitter/NTBA Kombigerät mit der ISDN-Dose verbinden, praktisch nicht zu unterscheiden. Und ich habe auch nichts zum durchmessen.

Daher noch schnell die Frage: Kann man etwas beschädigen, wenn man es nicht auf Anhieb richtig verdrahtet? Oder habe ich dann einfach nur kein Freizeichen?

Hier mal Bilder, falls das hilft:

1. Der Stecker, der unten in das Splitter/NTBA-Kombigerät soll. Weiss/Braun/Grün/Gelb, wenn man auf die Kontakte guckt bzw. die Halte-Nase von einem weg zeigt.



2. Die Dose, wo die 4 Adern dran sollen. "5, 4, 6, 3, S", letzteres nicht angeschlossen. Nun ist halt die Frage, welche Farbe an welche der 4 Zahlen gehört. Vielleicht kann das ja hier jemand aus dem FF sagen?



PS: Für die Lichtverhältnisse macht das Nexus One gar keine so schlechten Bilder.
 
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Ich blick gerade mal wieder zwar nur halb durch. Aber falls es hilft, die grünen Kabel haben eine Codierung (schwarze Striche), damit kann man die Adern unterscheiden (wenn das Kabel weit genug abisoliert ist.
 
Hm,
könntest du es vielleicht nochmal etwas chematischer erklären, bitte.

In etwa so:
Leitung --> Dose Keller -->

Vielleicht steig ich dann durch ;)

Grüße, cheater
 
Ist doch ganz einfach. Der Stecker kommt ins NTBA. Das andere Ende des ISDN-Kabels wird mit der Dose verdrahtet, an der das ISDN-Telefon hängt.

Habe nun die Anleitung des Splitter/NTBA Kombi-Gerätes gefunden. Dort steht:

S0-Bus-Verkabelung

S0 ab: RJ45 Kontakt 4 und 5
S0 an: RJ45 Kontakt 3 und 6

So wie es auf den Bildern in der Anleitung aussieht, wären die Kontakte der Reihen nach durchnummeriert, so wie ich oben den Stecker auch fotographiert habe.

Also wäre:

Weiss = 3
Braun = 4
Gelb = 5
Grün = 6

Also müsste es an die Dose von Links nach Rechts "Gelb, Braun, Grün, Weiss". (Siehe Foto; "5, 4, 6, 3").

Geht etwas kaputt, wenn ich es versuche und es ist nicht richtig so?
 
Ähm, kaputt gehen sollte da eig nichts (alle Angaben ohne Gewähr). Bei mir ist auf jedenfall noch nie etwas passiert.

Ich gehe mal davon aus das du im Keller und im Erdgeschoss eine Dose hast, wenn ja dann sollte es eigentlich vollkommen egal sein, wie du verdrahtest, hauptasche an beiden Dosen gleicht.

Grüße, cheater.
 
@ ds cheater

Im Keller ist keine Dose. Es sei denn du meinst die Dose im NTBA. Der Stecker auf dem Foto war an dem Kabel dran und bleibt es auch. (Den Stecker am anderen Kabelende habe ich abgeschnitten.) Daher muss ich mich halt oben an der Dose danach richten, wie die Reihenfolge der Kabel im Stecker ist und was das NTBA an welchem Kontakt haben will.
 
Kaputtgehen kann dadurch nichts, keine Sorge! ;)

Und ja, die Codierung der grünen Kabel ist eindeutig (und damit auch unterscheidbar). Aber das oft erst auf den 2. Blick (die Codierungsabstände / schwarzen Markierungen sind unterschiedlich und Du hast 2x2 Litzenpaare, so oder so). Das eine Litzenpaar ist dann also eindeutig vom Zweiten zu unterscheiden (wenn richtig verdrillt).


So long und ein gutes Gelingen, Spawngebob


P.S. Und "Guten Morgen!" erst einmal... ^^
 
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