Leistungsstarker Office-PC soll kommen, kurze Beratung erbeten

Hardilein

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Hallo liebe Leute,

wir benötigen für die Praxis einen leistungsstarken Office-PC für die Auswertung und Bearbeitung von Röntgenbildern (keine 3D-Aufnahmen wie CT usw., die Dateien sind also nur zwischen 1 MB und ca. 1000 MB (im Ausgangsformat) groß.

Die Hersteller empfehlen dazu meistens einen PC auf Core i7 - Basis mit 16 - 32 GB RAM und dazu Festplatten im Raid-1-Verbund für die erste Stufe der Datensicherung.
Da diese Hersteller es gerne vom Lebendigen nehmen, möchte ich den PC lieber selbst bauen, ich habe da auch bereits Erfahrung. :)

Übertaktet werden soll nicht!

Ich bräuchte bitte aber noch ein paar kurze Tipps zur Konfiguration, hauptsächlich zur CPU - Mainboard - Festplatten - Zusammenstellung.

CPU: ein aktueller Core i5 müsste eigentlich reichen, die Firmen übertreiben da sicherlich gerne etwas, im Prinzip könnte höchstens das SMT / HT (wie auch immer es gerade heißt) nützlich sein.
Alternativ hatte ich an nen Xeon gedacht, aber der aktuelle Skylake geht ja nur auf so (für mich) seltsame Boards und der alte steigt bereits kräftig im Preis und müsste auf nem alten Board verbaut werden.

Beispielkonfig zum alten Xeon (nur ohne die fette Graka natürlich, dann mit ner anderen kleineren)
http://geizhals.eu/?cat=WL-625381&wlkey=2f915f67cad463815f9f57eb68faf16f


Die Platten würde ich aus 2 SSDs im Raid-1-Verbund für das OS und die Programme und 2 HDDs im Raid-1-Verbund als langfristiges Datengrab zusammenstellen. Das Mainboard muss das natürlich bieten können.


Meine Core i5 Konfig:
http://geizhals.eu/?cat=WL-625529&wlkey=07d27ae8f70aaad87d6832c28bd303d4

CPU besser doch Xeon?
Mainboard so ausreichend für 4 Platten, davon je zwei im Raid1?
SSDs besser die Pro mit 10 Jahren Garantie? Geschwindigkeit ist imo ja auch bei der Evo nicht wirklich schlechter und die 5 Jahre Garantie würden uns wohl reichen...
HDDs sind für Dauerbetrieb ausgelegt (RED), aber doch schon recht alt - ist da ne Blue von 2015 eher zu empfehlen?
RAM Habe da einfach mal ins Blaue gegriffen... Lohnt sich schnellerer RAM mit ggf. besseren Timings?! Wenn der PC zu langsam sein sollte, würde ich nochmals 2x8 GB RAM nachkaufen.

+Tastatur
+Maus
+Windows (7 und später Upgrade?)
Gehäuse + CPU-Kühler: andere Vorschläge?
+Sata-Kabel?! Wie viele liegen denn bei?! Ich brauche ja 5!


Vielen Dank für eure Hilfe! :D
 
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Um welchen Software-Hersteller geht es?
Solutio?

Kann nur davon abraten, selbst einen PC hinzustellen, wenn der Softwarehersteller auch PCs anbietet. Die wälzen dann jeden noch so primitiven Supportfall immer zu erst auf die nicht von ihnen stammende Hardware ab. Da machst dich dann beim Kunden sehr beliebt, wenn dann das Ping-Pong-Spiel mit der Schuldzuweisung losgeht.


btw: Ein RAID ist nie eine Datensicherung, die fehlt in deinem Konzept noch völlig.
 
Also beruflich würde ich da auch eher etwas nehmen bei dem ich dann Support habe. Um wieviel Daten geht es denn?? Ich hätte jetzt ja eher an so 5+ HDDs im Raidverbund gedacht( Raid5?, kenn mich da nicht so aus, da wo dann auch mal 1 oder 2 HDDs ausfallen dürften)
 
RAID soll ja auch nur die erste Stufe sein, eine externe Datensicherung ist bereits für den alten PC vorhanden und wird ggf. ausgebaut werden.

Software ist nicht Solutio. Das Röntgengerät kommt von Sirona (ehemals Siemens), das vertreibende Depot ist Henry Schein Dental (die bieten auch besagten Standard-PC an), die Abrechnungssoftware ist von Dentasys (kleine Firma) und die kommen per Fernwartung auch mit meinem anderen, bereits bestehenden, selbst zusammengebauten Windows7-PC bestens klar.
Da habe ich also keine Bedenken.

Ich könnte, wie gesagt, auch über den Installateur der Röntgensysteme (das Depot Henry Schein) nen PC beziehen, dieser wäre dann allerdings deutlich teurer - und ist auch nicht anders konfiguriert (eher schlechter). Daher sehe ich eigentlich nicht ein, dieses Geld imo unnötig auszugeben. ;) Um den PC würden die sich sowieso nicht kümmern im Wartungsfall.
 
Ohne echten Raid-Controller reicht schon eine defekte Platte für einen Komplettausfall. Die ganzen Software-RAIDs sind nice-to-have aber niemals so, dass man sich komplett drauf verlassen sollte. RAID-1 ist da dann noch eher robust, da die Daten nur gespiegelt sind, ein RAID5 würde ich niemals im Produktivbetrieb als onboard-Lösung laufen lassen
 
Ich weiß, dass Datensicherung wichtig ist. Erst recht bei digitalen Röntgenbildern, die man sonst nicht mehr zurückbekommt. Daher ist RAID-1 für mich auch nur der Anfang. Es soll noch mindestens eine weitere extern stationierte Platte geben, evtl. noch mehr...

Was sagt ihr denn nun allgemein zur Konfiguration? Core i7 ist wohl eher Schwachsinn, denke ich. Dann lieber doch den alten Xeon?
 
Das kommt ganz auf die Software drauf an. Wenn die von mehreren Kernen profitiert, dann schadet SMT nicht. Ansonsten ist ohne SMT und höherer Grundtakt viel sinnvoller.
Unterschätze Bildverarbeitung nicht. Röntgenbilder mit 1000MB sind schon nicht ohne.
Ich würde an deiner Stelle Rücksprache mit dem Softwarehersteller halten und mich an deren Empfehlungen halten, wenn du schon nicht das Gerät bei denen kaufen willst.
 
Da hast du schon recht. 1000 MB waren nur meine Schätzung, weil der Röntgen-Hersteller mit Roh-Daten arbeitet, die deutlich größer sind als das letztendliche Bild (dieses ist meistens nur 1 - 10 MB groß als komprimiertes .jpg). Die Rohdaten der großen Panorama-Aufnahmen liegen jedoch zunächst in mehreren Ebenen vor und daraus wird das beste Bild berechnet, dieses kann man auch manuell beeinflussen (ca. 1 Monat lang, je nach Einstellung). Danach liegt nur noch das kleine Bild vor.
Die Rohdaten werden auf dem Röntgengerät selbst gespeichert und aus Speicherplatzgründen automatisch gelöscht.. (man müsste sie dann übertragen, falls man diese mal unbedingt länger behalten will (schwierige diagnostische Frage ect.))
Die Berechnung muss der PC leisten und das sollte möglichst nicht zu lange dauern. Daher muss er ja auch etwas Power haben.
Für JPGs würde ja jedes Tablet reichen! ;)

Ich sehe auch kein Problem darin - falls ich mich geirrt haben sollte mit der Datenwut - größere Platten nachzukaufen. :) Nur ist das Mainboard natürlich auf 6 SATAs limitiert!
 
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Dann lieber doch den alten Xeon?
ASUS, ASRock & Gigabyte bringen Consumer-Boards für den Sockel 1151 mit Chipsatz C232.
Wenn du noch warten kannst (k. A. wie lange), wäre auch ein "Skylake" Xeon möglich.
 
Es geht weniger um die Festplatten als vielmehr um die CPU die diese Daten verarbeiten muss. Wie groß die Bilder sind und wie du die HDDs dimensionieren musst, wirst du wohl besser ausrechnen können. Du kennst deine Daten ja.
 
Hersteller-PC-Empfehlungen von http://www.sirona.com/de/produkte/bildgebende-systeme/orthophos-sl-2d/?tab=3583

unter PC Voraussetzungen SIDEXIS 4* (das ist die Röntgensoftware)...

Server:

Mindestanforderungen > Empfohlene Anforderungen
Festplatte*** > 675 GB > 1 TB
RAM ≥ 4 GB ≥ 8 GB
CPU ≥ 2 GHz DualCore ≥ 2,3 GHz QuadCore Prozessor mit 64 bit (x64)
Grafikspeicher ≥ 512 MB ≥ 1 GB

Das sollte erst mal das wichtigste sein. Die empfehlen also durchaus auch ne Graka (möglicherweise ist das Programm dann ja CUDA-kompatibel dann... ?! Wozu wäre sonst ne Graka mit 1 GB Speicher gut...)


JollyRoger2408 schrieb:
ASUS, ASRock & Gigabyte bringen Consumer-Boards für den Sockel 1151 mit Chipsatz C232.
Wenn du noch warten kannst (k. A. wie lange), wäre auch ein "Skylake" Xeon möglich.

Aber das sind dann doch recht spezifische Boards... Ist da der Support und auch die Kompatibilität stets gegeben?!


BTW: Diese Anforderungen sind auch für 3D-Röntgen die gleichen (welche deutlich mehr Power benötigen). Also dürfte ich dann sehr viel Luft haben mit meiner 2D-Anwendung.
 
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Bei der Grafik gehts wohl eher um die Auflösung und DirectX-fähigkeit. CUDA glaub ich eher nicht, vorallem wäre dann für eine wirklich brauchbare Beschleunigung eine Quaddrokarte aufgeführt.

Ich würd bei diesen Anforderungen einen möglichst hochgetakteten Quad ohne HT nehmen. Wenn HT dabei, nice-to-have, aber die Software wirds nicht nutzen können, sonst würden sie mehr als 4 Kerne empfehlen
 
Genau das habe ich mir auch gedacht - dann sind wir wohl auf einer Linie. ;) Was sagst du denn zur Konfig? Besser nen noch schnellerer i5?
 
Und die Praxis kann sich ein Ausfall über mehrere Tage/Wochen leisten, falls ein Hardware Defekt vorliegt?

Ich würde sowas in professionelle Hände geben, die auch entsprechenden und vor allem schnellen Service bei einem Defekt leisten werden.
 
Musst du entscheiden was Budget da ist ;)

Ich würde mir eher noch den Kopf über ein viel wichtigeres Thema zerbrechen: Die Datensicherung. Eine externe Platte halt ich im gewerblichen Bereich mit dieser Art von wichtigen Daten für äußerst gefährlich. Ein Kurzschluss oder Defekt im Netzteil kann dir im Worst-Case auch die externe Platte mit in den Tot reissen. Da würde ich mir nochmal Gedanken um eine richtige Sicherung machen
 
Es ist keine externe Festplatte, sondern ein Netzwerk-NAS. Dieses steht allerdings im gleichen Gebäude, erfüllt also noch nicht alle Anforderungen an ein Backup. Da gebe ich euch recht.
Bisher hatten wir noch nicht so viele sensible Daten, sodass mehrere Außerhaus-USB-Sticks zusätzlich zum NAS und RAID-1 gereicht hatten, doch das wird mit den Röntgenbildern wohl zu viel werden. Also bräuchte ich noch ein Backup übers Internet auf ein NAS zu Hause. Da könnt ihr mich gerne noch beraten.

Erst einmal muss aber der neue PC her!

Und die Praxis kann sich ein Ausfall über mehrere Tage/Wochen leisten, falls ein Hardware Defekt vorliegt?
Das ist ja nicht der einzige PC, auf dem sollen nur die Daten primär gespeichert und aufbereitet werden. Wenn der PC ausfällt, dann kann ich halt dort keine Bilder mehr abrufen, daher ja auch das Backup.
Neue Bilder kann ich trotzdem noch schießen. Muss das dann nur in der Software umstellen. Zusätzlich haben wir noch einen weiteren Office-PC und geplant sind noch 2 iPads zum Betrachten der Bilder.

Ein Ausfall über mehrere Tage wäre also kein Weltuntergang. Btw: Wenn die Praxis abbrennt, habe ich sowieso ganz andere Sorgen :p


Was den Service angeht: Da hast du sicherlich durchaus recht, aber normalerweise kann ich das Problem selbst beheben oder es geht über Fernwartung. Bei nem schwerwiegenden Hardwaredefekt ist das natürlich ein anderes Thema. Wenn man allerdings den Rechner selbst zusammenstellt, fällt einem auch die eigenständige Reparatur deutlich leichter.

Leider sagt keiner von euch was zur Config des Rechners. :( Ich muss also davon ausgehen, dass das so im Prinzip in Ordnung geht. Ob der Xeon nun sinnvoller wäre und den Aufpreis wert wäre oder nicht, kann mir natürlich niemand sagen. ;)

Reizen tut mich jedenfalls auch der alte Xeon! Genauso wie der i7-6700 ;)
Ergänzung ()

Ich würde gerne heute bestellen. Könnt ihr bitte mal auf die Zusammenstellung schauen? :) Bisher ist da noch keiner drauf eingegangen :/
Ergänzung ()

Finde es bissl schade, aber okay.
Ich bestelle einfach nen i7-6700 ohne K und dann mal schauen... :D
 
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