Bericht Leitung vorhanden, Anschluss nicht: Wie starre Regeln den Glasfaserausbau auf dem Land erschweren

Andy

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Absurde Vorgaben, absurde Bürokraten und fehlende pragmatische Entscheidungen bzw. kein Spielraum um diese zu ermöglichen.

Zusammengefasst: Also alles beim Alten.
 
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Und was ist daran verwunderlich? Das ist doch ein ganz einfacher Fakt in Deutschland. Punkt aus und fertig.
 
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Ein befreundetes Paar von uns, mit denen wir die letzten beiden Jahre in den Urlaub waren, davon ist der Mann im Vorstand eines örtlichen Kabelbetreibers und was er uns dazu alles im Alltag berichtet, da kann man nur noch die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.
 
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Überschrift evtl mal korrigieren:
Der Hürde“ ist schon extrem erschreckend 😏
 
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Naja, die Vorgaben und Regularien sind natürlich schon teilweise Absurd.

Aber die Telekom ist dabei auch definitiv nicht unschuldig, sondern versteckt ihre "kein Bock auf Kleinvieh"-Mentalität einfach nur allzu gerne Hinter der Ausrede "uns sind bürokratisch die Hände gebunden"...
 
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Ich hab seit 2 jahren nen leer rohr vor der Garage liegen, erst die Tage wieder Brief bekommen-Wir haben sie nicht vergessen wir sind dabei....

Unfassbar, bekommt unser land eigentlich irgendwas noch auf die Kette? Alles was Infrastruktur und öfis betrifft ja jedenfalls nicht
 
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@Termy
Absolut. Bei uns wurde von der Telekom die Kupferüberlandleitung dieses Jahr gegen Kupferleitung im Boden ersetzt. Auf Mails, Anfragen und vor Ort Techniker ansprechen wurde nicht reagiert. Auch nicht ob man dann einfach ein Glasfaser "für später" dazu legt.
Nein wir haben jetzt ganze neue Kupferleitungen.
 
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Infrastruktur sollte eben Sache des Staates sein. Ob sich das am Ende rechnet oder nicht kann dann egal sein.

Bei uns baut nun der lokale Netzbetreiber aus nachdem ich diesen in monatelang Gesprächen von einer Bedarfsumfrage überzeugen konnte. Die Telekom vertröstet seit Jahren und hat 0 Interesse.
Die Telekom ist aber bisher auch der einzige Netzbetreiber gewesen. Kabel als Alternative war nicht vorhanden.
 
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Ein hoch auf den Föderalismus! Aber immerhin hält das die Nazis klein oder sowas…. Wurde zumindest mal im PuG behauptet.
 
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Noch besser : nur Bestands-Immobilien werden beim geförderten Ausbau angeschlossen. Wenn man grade im Neubau ist, legen sie das Glasfaser Kabel an deiner Hütte vorbei.
 
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Das ist in Städten nicht viel anders.
Wenn ich hier mitten in Hamburg (Kiez/Hafen) nach dem Status frage antwortet die Telekom: Ist hier nicht geplant.
 
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LikeHike schrieb:
Absurde Vorgaben, absurde Bürokraten und fehlende pragmatische Entscheidungen bzw. kein Spielraum um diese zu ermöglichen.
Das gibt es ja in gefühlt jedem Bereich, wo die öffentliche Hand mitmischt. Einiges gerechtfertigt (z.B. Brandschutz) anderes weniger. Die Frage ist doch vielmehr, warum wir nicht zu einem Zustand zurückkehren, wo man sich nicht selber lähmt. Das Problem bei alte Strukturen aufbrechen: Keiner will die Verantwortung haben, wenn etwas schief geht und vor allem, keiner will "Macht" aufgeben.
 
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Klar ist Bürokratie zum Selbstzweck typisch für dieses Land. Aber was hier im Fred passiert auch. Da wird geschimpft und gemeckert und am Ende trotzdem die gleichen Bürgermeister, Landräte und Politker gewählt die diese Situation zu verantworten haben. Alternativen zu Glasfaser gibt es genauso wie zu politischen Entscheidungsträgern die nur Besitzstandwahrung betreiben.
 
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Vorschriften, Gesetze, etc. ändern sich mit der Zeit, Bürokraten und Politiker sollen eigentlich der Bürgerschaft dienen, gebaren sich aber gerne als Herrscher, die selbstgefällig absurde Auswüchse des Förderalismus sowie technisch überholte und/oder widersinnige Regelungen mit glühender Klinge durchsetzen (lassen). Ich wünsche mir in Fällen wie dem Flugplatz weniger preußische Obrigkeitshörigkeit und mehr zivilen Ungehorsam, bei dem Betreiber, Bauunternehmer und Telekommunikationsanbieter unkomplizierte Lösungen finden, die nur Nutzen und keinen Schaden bringen und öffentliche Infrastruktur schaffen, die die entkoppelten Entscheidungsträger weit überlebt.
 
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Als 2024 die Tiefbauarbeiten für den Oberseener Hof starteten, wollte der Club-Vorstand die Chance nutzen.
Das dürfte aber um Monate, wenn nicht gar um Jahre zu spät gewesen sein. Aber klar, zu spät agieren und wenn es dann natürlich nicht klappt andere für das eigene Scheitern verantwortlich machen. Passt voll ins Bild.
 
Das ist nun mal so (leider). Bei uns Liegt seit letztem Jahr auch die GF-Muffe vor dem Grundstück. Es werden darüber nur 2 Gebäude versorgt. Ein Privathaus und ein Kaolinwerk. Es ist vollkommen ausgeschlossen sich mit anschließen zu lassen. Glücklicherweise haben wir im Sommer über einen regionalen Anbieter einen GF-Anschluss erhalten.

Was noch dazu kommt, ist das der Mann der in dem Gebäude auf dem Privatanwesen lebt, schon über 80 Jahre alt ist. Er besitzt weder Smartphone geschweige denn einen Computer.
 

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Dio schrieb:
und am Ende trotzdem die gleichen Bürgermeister, Landräte und Politker gewählt die diese Situation zu verantworten haben.
Ja, finde vor der Wahl mal einen, der nach der Wahl noch wirklich was verändern will, es auch kann und am Ende wirklich macht.

Ließt sich n bisschen wie ein Schildbürger-Streich. Leider aus der eigenen Heimat. In einem Dorf in der Nähe dort sind seit über einem Jahr die Glasfaseranschlüsse in den Häusern fertig, aber los geht es nicht: irgendwo auf der Trasse ist eine Brücke baufällig, die die zuständige Stadt irgendwann mal gedenkt zu sanieren. Jo.
 
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Das wird sich auch nicht ändern. Das will keiner.

Nen Beispiel.

Meine Stadt hat mal die Zweitwohnsteuer-Satzung vereinfacht. Da stand einfach drin, „wer eine 2. Wohnung hat muss 12% Steuern der Nettokaltmiete zahlen“ Natürlich gab es auch Ausnahmen.

Und glaubt mir: der Shitstorm war gigantisch. „Die Stadt sei zu dumm eine Satzung zu erlassen. Sind da nur Dummies oder was?“

Jetzt steht da folgendes drin:
  1. Die Steuer beträgt 12 vom Hundert der Bemessungsgrundlage. Die Steuer ist auf volle Deutsche Mark abzurunden. Ergibt sich ein nicht durch 12 teilbarer Betrag, so ist die Steuer auf den nächstniedrigen durch 12 teilbaren Betrag abzurunden.Die Steuer wird zu je einem Viertel ihres Jahresbetrages am 15. Februar, 15. Mai, 15. August und 15. November fällig. Nachzahlungen werden innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe des Bescheides fällig. Besteht eine Steuerpflicht nicht während des gesamten Jahres, wird die Steuer am 15. Februar, 15. Mai, 15. August und 15. November jeweils in Höhe eines Teilbetrages fällig, der sich bei der Division der auf den Besteuerungszeitraum entfallenden Steuer durch die Zahl der Monate, in denen die Steuerpflicht bestand, und einer anschließenden Multiplikation mit der Anzahl der Monate, in denen die Steuerpflicht im jeweiligen
    Quartal bestand, ergibt.
Es ist so geschrieben, dass es kein Idiot versteht. Das soll auch keiner verstehen. Ich hatte gedacht es wird einfach auf ne 12 teilbare Zahl abgerundet. Damit man eine glatte Zahl pro Monat hat.

NEIN

Das heißt haste 350€ Kaltmiete wird das aufs Quartal gerechnet (1050€). Dann 12%. Sind 126€. Die 126€ sind 246,33 DM. Abgerundet auf dem 12er Teiler. Also 240DM pro Quartal. Sind dann 80DM pro Monat. Also 40,92€.

Statt Normalerweise 350€ /100 x 12 = 42,00 €

Fängst du mitten im Jahr an, dann wird richtig weird.

Ist nur mal ein Beispiel. Das zieht sich überall in den Verwaltungen und Ämtern so durch. Will man was vereinfachen, gibts ein Shitstorm.

Anderes Beispiel ist die Satzung für Straßenreinigung. Da wird ein Kopf gemacht, und gemessen bis zum Abwinken. Das Steueramt hat ja kein Zugriff aufs Katasteramt.

Man könnte ja auch nach Geundstücksfläche berechnen. Könnte.
 
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SuperHeinz schrieb:
Das dürfte aber um Monate, wenn nicht gar um Jahre zu spät gewesen sein. Aber klar, zu spät agieren und wenn es dann natürlich nicht klappt andere für das eigene Scheitern verantwortlich machen. Passt voll ins Bild
Wie lautet der Push-Nachrichtendienst, der einen über jegliche Planungsvorhaben informiert? Oder erscheinen dir diese Sachen im Schlaf?
 
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