Linux-Anfänger: ASRock Deskmini X600 + Tuxedo OS = Settings?

fr0ntb0t

Cadet 4th Year
Registriert
Okt. 2010
Beiträge
112
Hallo liebe Gemeinde,

ich habe vor ein paar Tagen den Schritt gewagt und mir einen kleinen HTPC zusammengestellt, auf dem ich Linux ausprobieren und den ich als heimischen Mediaserver (Jellyfin) verwenden möchte.
Hardware: ASRock Deskmini X600/USB4 + Ryzen 5 8600G + 2×8GB 5600MHz + Noctua NH-L9A-AM5
Software: Ubuntu (Distro: Tuxedo OS)

Ich habe mich für Tuxedo OS als Distro entschieden, weil ich auf jeden Fall ein Ubuntu-System möchte, um den Wechsel von Win10 so einfach und die Kompatibilität insgesamt so hoch wie möglich zu halten. Trotzdem war mir wichtig, nicht nur einen stabilen Kernel, sondern auch neuere Funktionen vom KDE-Desktop zu erhalten. Deswegen fiel die Wahl NICHT auf Kubuntu oder KDE Neon.

Distro-Fragen sind sicher immer ein Stich ins Wespennest, aber was haltet ihr von der Wahl für einen Anfänger? Bisher bin ich von der Benutzeroberfläche auf jeden Fall bisher begeistert! Ganz anders als ich es vor 10 Jahren in Erinnerung habe! Endlich Taskleiste so gestalten, wie man es selbst wünscht, und so schnell im Start und im gefühlten Handling!

Ich bin jetzt als Anfänger etwas überfragt oder überfordert, ob und wie ich denn im System irgendwie der iGPU/CPU VRAM zuweise? Oder mache ich das nur übers BIOS (Neustes ist schon installiert)? Muss/Kann ich irgendwo spezielle Settings setzen um die iGPU zu steuern? Ich frage, weil das für den Mediaserver dann sicher bei der Wiedergabe 4K/HDR-Inhalten der Knackpunkt sein wird, ob das funktioniert. Ich dachte, das sollte ich besser einmal durchtesten, sonst sollte ich vielleicht doch noch auf den Ryzen 7 8700G umsteigen.

Ich freue mich auf Hilfe und Rückmeldung!

Grüße, FR0NTB0T
 
Normalerweise macht man die VRAM-Zuteilung im BIOS. Inwiefern denkst du, dass der 8700G bei 4K/HDR besser wäre als der 8600G?

Edit: Aber finde bei meinem X600 (Nicht-USB4) auch keine Option dafür im UEFI.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: fr0ntb0t
fr0ntb0t schrieb:
Ich frage, weil das für den Mediaserver dann sicher bei der Wiedergabe 4K/HDR-Inhalten der Knackpunkt sein wird,
Nein, wird es nicht. Zumindest nicht bezüglich vram, die Zuteilung passiert automatisch und da gibt es nichts was du optimieren musst.
Und die Media Engine der beiden apus ist identisch, ein wechsel auf den 8700g bringt dir nur bei reinem cpu de- oder encoding was.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: fr0ntb0t, Bob.Sponge, AlphaKaninchen und 4 andere
Mein Vorschlag, da du ja noch einiges austesten möchtest. Verwende nicht unbedingt eine Distro die auf einer Distro, die wieder auf eine Distro setzt auf (Debian-Ubuntu-Tuxedo). Schaue die mal Linux Mint LMDE 7 an. Ist ähnlich freundlich beim Umstieg von Windows. Ja schließt KDE wieder aus. Oder verwende direkt Debian, dann hast du noch mehr Möglichkeiten.

Die Desktop-Frage ist auch oft sinnlos emotional behaftet, ähnlich wie: Linux oder Windows?

Vorteil du bist näher an einer Distro und lernst weniger Sonderheiten. Wenn du dein LMDE 7 hast, kannst du auch mal Proxmox nebenei darauf installieren und mit zusätzlichen VMs experimentieren.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: fr0ntb0t, AlphaKaninchen und Lotsenbruder
fr0ntb0t schrieb:
Ich frage, weil das für den Mediaserver dann sicher bei der Wiedergabe 4K/HDR-Inhalten der Knackpunkt sein wird
Mein Intel läuft mit 64MB und transkodiert sogar. Die Zuweisung des VRAM ist nicht nötig. Für einen Medienserver wäre vermutich ein Intel einen ticken besser geeignet gewesen, wegen Intel QuickSync, aber nur so am Rande.

Ansonsten, wenn es um Server geht usw. Ich hab da am liebsten gar keinen Desktop.
Soll das Ding nur als Server dienen oder brauchst du die Oberfläche auch zum arbeiten? Wenn nicht und wenn du noch weitere Server Geschichten ausprobieren möchtest, dann bietet sich das erwähnte Proxmox z.b. an.
die meisten Services wie Jellyfin, Adguard, PiHole usw, die vermutich dann laufen, haben eine eigene WebOberfläche zum konfigurieren.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: fr0ntb0t und oiisamiio
netzwanze schrieb:
Schaue die mal Linux Mint LMDE 7 an. Ist ähnlich freundlich beim Umstieg von Windows. Ja schließt KDE wieder aus.
Da käme dann noch MX ins Spiel. Das gibt es mit KDE. Ansonsten....
netzwanze schrieb:
Oder verwende direkt Debian, dann hast du noch mehr Möglichkeiten.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: fr0ntb0t
Also so wie ich das lese soll der HTPC(!) mit Desktop auch am TV betrieben werden. ich hab dafür auch lieber den browser als zb kodi, daher versteh ich schon das Anliegen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: fr0ntb0t
oiisamiio schrieb:
Tuxedo OS ist gut für Tuxedo Geräte
Das kann man auch sonst gut nutzen!
Meine Schwester findet das auch super. Ich bin eher bei Debian :-D


Azghul0815 schrieb:
Ansonsten, wenn es um Server geht usw. Ich hab da am liebsten gar keinen Desktop.
This! Aber du sagst du willst ihn auch als HTPC nutzen, richtig?
Ich wurde da wohl Debian mit kodi und jellyfin ohne weitere GUI aufsetzen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: fr0ntb0t
Ich würde gleich etwas wie nen NVIDIA Shield als Player nehmen. Müsste ja auch ne Jellyfin App geben.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: fr0ntb0t und netzwanze
Jepp, bei mir laufen dann die Jellyfin App auf einer Shield, Telefon und Tablet. Sonst alles im Browser
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: fr0ntb0t und tollertyp
Vielen lieben Dank für all eure zahlreichen Antworten und Hinweise! Sehr hilfreich!

netzwanze schrieb:
Verwende nicht unbedingt eine Distro die auf einer Distro, die wieder auf eine Distro setzt auf (Debian-Ubuntu-Tuxedo). Schaue die mal Linux Mint LMDE 7 an. Oder verwende direkt Debian, dann hast du noch mehr Möglichkeiten.
Ich habe mich bewusst gegen Linux Mint (Cinnamon -> X11-Engine) und für Wayland entschieden, um mit Multi-Bildschirmanschlüssen und Medienwiedergaben, besonders mit AMD-GPU, weniger Probleme zu haben und aktueller aufgestellt zu sein. Wenn ich richtig informiert bin, gibt's Wayland zwar schon bei Mint aber nur als ersten Test, korrekt? Was ich jetzt zu Linux Mint gelesen habe, war für mich nicht so überzeugend im Vergleich zu Kubuntu oder KDE Neon - wobei es schon schick aussieht, muss man ja sagen.
ghecko schrieb:
Nein, wird es nicht. Zumindest nicht bezüglich vram, die Zuteilung passiert automatisch und da gibt es nichts was du optimieren musst.
Und die Media Engine der beiden apus ist identisch, ein wechsel auf den 8700g bringt dir nur bei reinem cpu de- oder encoding was.
Aha! Dann brauche ich schon mal nicht mehr Geld auszugeben und alles umbauen. Meine Recherche hatte mir den 8600G auch eigentlich als Optimum mit genügend Reserve rausgeworfen. Ich erinnere mich dunkel daran, bei der Recherche darüber gestolpert zu sein, dass die iGPUs/GPUs an sich ihren eigenen Media-Encoding-Bereich auf dem Chip haben (Engine), und ich bin aber laienhaft davon ausgegangen, dass der ja anders/besser sein muss, wenn statt der 760M eine 780M verbaut ist. Danke für die Klarstellung!
oiisamiio schrieb:
Wie fiel eigentlich deine Wahl auf Tuxedo OS?
Weil ich dachte, dass es das Beste aus den beiden Welten Kubuntu und KDE Neon verbindet.
tollertyp schrieb:
Normalerweise macht man die VRAM-Zuteilung im BIOS. Inwiefern denkst du, dass der 8700G bei 4K/HDR besser wäre als der 8600G?
Edit: Aber finde bei meinem X600 (Nicht-USB4) auch keine Option dafür im UEFI.
Danke fürs Edit - genau das kam mir komisch vor, deswegen der Thread hier. BIOS-Flash, RAM-Profil laden, SATA/AHCI/RAID-Settings, Boot-Sequenzen, Lüftersteuerung oder TPM-Administration gehen noch, aber etwas tiefer im Chipset zu wühlen... da bin ich dann einfach von den Bezeichnungen und Abkürzungen überfordert. Total hilfreich sind dann ja auch die Beschreibungstexte: AMD fTPM deaktivieren ‒ Deaktiviert den AMD fTPM-Header. Warum ich dachte, dass der 8700G besser ist: Siehe oben die Erklärung zu gheckos Beitrag.

Ich bin als eine Art Low-Level IT-Admin (mit W10E LTSC 21H2 Versionen die 2027 EoL sein werden) auf der Suche nach einer Alternative für unser Unternehmen und wollte den Test einfach mal privat mit dem Tuxedo-OS beginnen. Meine Wahrnehmung auch im Bezug auf W11 ist, so langsam ist die Zeit reif für Linux. Wir haben wenig proprietäre Software, die meiste ist ohnehin Eigenentwicklung die auf einem Linux-Server läuft, auf den wir über Web-Apps zugreifen. Excel könnte eventuell noch der Knackpunkt werden. Aber das ist ein anderes Thema.

Geplant ist daher, den HTPC überwiegend mit Jellyfin und Kodi (oder anderer Jellyfin-GUI/Client) direkt beim Startup zu nutzen, aber eben auch jederzeit die Möglichkeit zu haben, mal mit der "täglichen" Benutzeroberfläche des Systems verschiedene Einstellungen oder Installationen auszuprobieren. Damit will ich Stück für Stück das Handling unter Linux lernen und verstehen, wie ein User unter Linux seinen Desktop verwenden würde (bei der Tuxedo-Installation habe ich schon Bekanntschaft mit den notwendigen Partitionen und dem GRUB machen können). Dabei dachte ich, dass Debian sicher stabiler sein mag, aber ein Ubuntu im Vergleich zu einem Windows 10 (oder 11) weitaus stabiler und trotzdem aktueller als ein Debian dasteht und für den Anfang einfacher zu administrieren ist.

Das Ganze ist erst mal als Test gedacht. Korrigiert mich gerne, wenn ich falsch liege oder ihr bessere Vorschläge habt! Danke für MX, Ubuntu Studio und auch noch mal wieder Debian als Input, ich werde es mir nochmal anschauen!

Grüße, FR0NTB0T.
 
Zuletzt bearbeitet: (Formatierung, Full-Quotes entfernen)
Stabile geht nicht immer mit dem neusten her, das sollte dir bewusst sein. Ich startete - glaube 2006 - mit Ubuntu und blieb den lange treu. Nach dem Auftauchen vom Mint wechselte ich und bin nun auch schon einige Zeit von dem Ubuntu-Unterbau weg auf LMDE gewechselt, wobei ich jetzt hätte auch zu Debian 13 trixi wechsel können, da ich aber viele im Bekanntenkreis supporte bin ich bei LMDE geblieben.

Ubuntu bzw. der Unterbau hat einige Nachteile:

1. nur in der Pro Version von Ubuntu werden alle Pakete die die haben gepatcht
2. Snap hat ab und an auch so seine Probleme (mounts,hardwarebeschleunigung) man verspielt wieder die Platzkarte, da das Paket alle Abhängigkeiten enthalten muss und das dann halt für jedes Sanp-Paket

Vorteil:

1. oft einfacheres Einbinden zusätzlicher Repros
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: fr0ntb0t
netzwanze schrieb:
Stabile geht nicht immer mit dem neusten her, das sollte dir bewusst sein.
Ja, ist mir bewusst. Befreundete Entwickler nutzen Linux, und alles scheint mir stabiler als Windows 10/11 zu sein (besonders was System-Updates angeht)... Gerne tausche ich etwas Stabilität gegen eine schöne und aktuelle Benutzeroberfläche ein. Was das angeht bin wahrscheinlich einfach ich schon maximal "Microsoft-geschädigt". Ob das im Geschäftsumfeld etwas zu suchen hat? Darüber kann man sich streiten. Aber ich weiß auf jeden Fall, dass der Umstieg für die Mitarbeiter und damit die Überzeugung für den Wechsel einfacher wird, wenn ich ihnen eine ordentliche Benutzeroberfläche vorsetzen kann/darf.
netzwanze schrieb:
1. nur in der Pro Version von Ubuntu werden alle Pakete die die haben gepatcht
Danke für den Hinweis! Ich dachte genau deswegen gibt es Tuxedo?
netzwanze schrieb:
Snap hat ab und an auch so seine Probleme (mounts,hardwarebeschleunigung) man verspielt wieder die Platzkarte
Snap ist wohl genau deswegen in Tuxedo OS bewusst deaktiviert bzw. nicht in der Distro enthalten und man setzt dort auf Flatpak.
 
fr0ntb0t schrieb:
Danke für den Hinweis! Ich dachte genau deswegen gibt es Tuxedo?
Du musst dir immer überlegen welcher logistische Aufwand dahinter steckt.
Ubuntu/Canonical beschäftigt weit über 1000 Leute. Herbert Feiler, der Inhaber von Tuxedo, die üblichen paar Hanseln für die Software, neben den ebenfalls wenigen Leuten in Produktion, Vertrieb und Support.
TuxedoOS ist primär für die eigenen Rechner gedacht und auch da nicht unumstritten.
Hier kannst nachlesen wie das bei Ubuntu mit den Paketquellen funktioniert:
https://wiki.ubuntuusers.de/Paketquellen/#Die-Komponenten-bei-Ubuntu
Ergänzung ()

fr0ntb0t schrieb:
Snap ist wohl genau deswegen in Tuxedo OS bewusst deaktiviert bzw. nicht in der Distro enthalten und man setzt dort auf Flatpak.
Funktioniert aber eigentlich ganz normal. Ob Flatpack oder Snap ist erst mal wurscht. Ubuntu's Eigenmächtigkeiten werden halt in der Szene nicht gerne gesehen. Konkret kannst Dateien im Snap-Paket nicht so einfach ändern, Binaries patchen,Systembibliotheken ersetzen oder allgemein eigene Versionen "drüberinstallieren".
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: fr0ntb0t
@mo schrieb:
Ubuntu/Canonical beschäftigt weit über 1000 Leute. Herbert Feiler, der Inhaber von Tuxedo, die üblichen paar Hanseln für die Software, neben den ebenfalls wenigen Leuten in Produktion, Vertrieb und Support.
Da hast du natürlich auch wieder recht … Also kommen doch noch mal OpenSUSE Tumbleweed, Kubuntu und Fedora KDE wieder auf den Zettel. Die ganze Auswahl an Distros ist natürlich super, aber auch so viel schwieriger als das eine MacOS oder das alte oder das neue Windows – gar nicht so einfach, die richtige Wahl zu treffen! Ich sehe mich zumindest kein pures Debian + KDE Desktop administrieren, zumal es auch noch einige Geräte mit NVIDIA-Hardware gibt …
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: @mo
Zurück
Oben