Linux --> Fake-Raid

Black2007

Lieutenant
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Moin Moin an alle....


zurzeit fahre ich mit meine Gigabyte GA-M720-US3 Mainboard unter Windows 7 ein RAID 0.
Habe das Raid im Raid BIOS eingestellt, denke aber, dass es ein Fake Raid ist.

Jetzt möchte ich am liebsten wieder Open Suse installieren. Entweder auf dem RAID ohne mein Windows zu beschädigen oder neben dem RAID.

Würde mein aktuelle RAID beeinträchtigt werden, wenn ich Linux auf einer der nicht RAID Festplatten installiere? Denn wenn es ja ein Fake RAID ist, hat Windows ja nur zugriff auf die Algorythmen des RAIDs oder täusche ich mich da?

Was würde mit dem Windows RAID passieren, wenn ich Linux neben meinem RAID installiere, es also nicht ins RAID integriere? Denn der Bootloader win Windows liegt ja aufm RAID.


Mfg Black2007
 
:freak: was ist denn ein "Fake"-RAID? :lol:
Also wenn du im Raidcontroller (egal ob onBoard oder nicht) ein Raid 0 korrekt konfiguriert hast, hast du definitiv ein Raid 0.
Wenn dus hart auf hart testen willst und keine wichtigen Daten auf den Platten liegen kannste
dir mal eben deine Windowsinstallation schießen mit allem was drauf ist, zieh mal im Betrieb ne Platte ab :lol:

Nee mal im Ernst, wie schaut denn die PC Konfig aus, denn selbst wenn du nun wieder Linux installieren willst, wo solls denn hin?
Ne weitere Platte welche nicht im Raidverbund sitzt kann man damit problemlos belasten,
Natürlich kann man wenn noch freier Speicher auf den Raidplatten das Linux auch in einem
unpartitionierten Bereich einlagern.

Aber FakeRaid sollte heut zu Tage vor allem bei deinem Board eigentlich kein Thema sein -.-
 
Also nen Fake RAID haben viele Onboard RAID Controller. Man richtet zwar das RAID in der BIOS Ebene ein, aber Windows verwaltet es. Deswegen kann es bei manchen zu Problemen kommen.

Also Linux müsste mein RAID ganz normal erkennen und kann es auch darauf installieren ohne mein Windows zu zerschießen ;) Oder?
 
Software-Raid wird einzig und alleine durch Software (Treiber, Userland/Kernelland Programme) angesprochen.
Fake-Raid im Grunde ahnlich, allerdings sind da die Treiber an Hardware gebunden, obwohl die die Arbeit an die CPU auslagert.

Quelle wikipedia:
Fake RAID
Im unteren Preissegment, praktisch ausschließlich für IDE/ATA- oder SATA-Festplatten, werden sogenannte Fake-RAID-Implementierungen angeboten.[3] Rein äußerlich ähneln diese Lösungen den Hardware-RAID-Implementierungen. Es gibt sie als Kartenerweiterungen aus dem Niedrigpreis-Sektor, häufig sind sie aber auch direkt in die Hauptplatinen (engl. mainboards) für den Heimcomputer- und Personal-Computer integriert. Meistens sind diese Implementierungen auf RAID 0 und RAID 1 beschränkt. Um solche nichtprofessionelle Implementierungen so erschwinglich wie möglich zu halten, verzichten diese weitestgehend auf aktive Komponenten und realisieren die RAID-Level durch eine Software, die in den Treiber der Hardware integriert ist, allerdings für die notwendigen Rechenarbeiten den Hauptprozessor nutzt und auch die internen Bussysteme deutlich mehr belastet. Es handelt sich also eher um eine Software-RAID-Implementierung, die an eine spezielle Hardware gebunden ist. Die Bindung an den Controller ist ein bedeutender Nachteil, erschwert die Wiederherstellung und birgt bei einer Fehlfunktion desselben die Gefahr eines Datenverlustes. Solche Controller werden im Linux-Jargon daher oft auch als Fake-RAID[4] bezeichnet (vgl. auch die sogenannten Win- oder Softmodems, die ebenfalls den Hauptprozessor und Bussysteme zusätzlich belasten).
https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/RAID


edit: zum Thema Linux. Nimm ne aktuelle Distri-LiveCD und schaue nach ob mdmadm das RAID korrekt erkennt. Theoretisch könnte es probleme mit dem Bootloader geben wenn du den mit auf das RAID packst. Sowieso ist es für solche Fälle empfehlenswert eine kleine Partition (ca. 512MiB) für Bootloader außerhalb einzurichten. Keine Ahnung ob grub/grub2 schon von Fake/Software-Raids booten kann. Von verschlüsselten geht es nicht, deshalb denke ich: nein.
 
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Wenn würde ich Linux aufeiner freien Fläche in meinem Raid installieren...
 
blub... sorry fail-post
 
--> fruchtnektar hats gut gepostet...
 
Wie gesagt wenn dein linux den Controller erkennt und wenn du noch unpartitionierten Plattenbereich hast, man müsste sich dann mit der Bootreihenfolge befassen, aber grundsätzlich geht das schon.
Naja was nen Fake Raid ist weiß ich, aber sowas war früher mal, da konnten hauptsächlich die OnBoard Controller auch nur Raid 0 oder 1 und naja dein Controller kann so einiges mehr ;)
 
also bei der installation von Windows wurde mein RAID als Array erkannt. Es läuft ja über den Nvidia Mediashield Controller. Aber wird Linux das so einfach mitmachen?

Denn manche schreiben, dass Linux manchmal aus OnBoard RAIDs ein Software Raid macht. Das wäre sehr doof, da ich ja nebenbei Windows fahre.

Links finde ich grade leider nicht mehr.
Ergänzung ()

Also wenn ich das so alles lese, dürfte es ja keine probleme mit dem RAID geben.

Muss ich denn bei der Installation Treiber einbinden oder macht OpenSuse das selbst?
 
Black2007 schrieb:
Also nen Fake RAID haben viele Onboard RAID Controller.

ALLE onBoard-Controller sind Host-RAIDs und "Fake-RAID-Controller", ebenso wie die billigen Steckkarten-Controller ohne eigene CPU und RAM.

Persönlich hätte ich eher ein richtiges Software-RAID konfiguriert, statt eines Host-RAIDs, welches die Nachteile eines Hardware-RAIDs und Software-RAIDs vereint...
 
Erkannt wird es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit.
Aber ob du später davon booten kannst ist eher zu bezweifeln.
Vielleicht könnte man es mit dmraid konfigurieren.

Mitte 2009 schaffte es weder (das damals jeweils aktuellste) Ubuntu noch Fedora noch Suse noch Mandriva ohne Weiteres von einem ICH9R-RAID zu booten, wobei Suse als einzige Distro die Installation auf dem RAID zuließ, beim Booten aber trotzdem crashte.

Kann sein, dass sich in diesem einen Jahr (bei Linux ist es sehr viel) etwas in der Richtung getan hat, kann auch sein, dass Nvidia da etwas besser dasteht. Trotzdem habe ich noch Zweifel.
 
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