Lithium-Polymer-Akku vom MacBook wiederbeleben möglich

autoshot

Admiral
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Hallo zusammen,

eine Freundin hat mir vor ungefähr einem Jahr ihr altes 2007er MacBook gegeben nachdem der Akku ein paar Monate davor den Geist aufgegeben hat (das Netzteil war kaputt, sie wollte kein neues kaufen und hat den Mac - nachdem der Akku leer war - einfach wochenlang nicht mehr verwendet. Brauch man sich nicht wundern...). Nachdem das MacBook allerdings noch funktioniert wenn mans an einem funktionierenden Netzteil anschließt, anscheinend sogar noch mit dem neuesten OSX läuft sofern man ein bisschen trickst und ich um Ostern rum ein bisschen Zeit hab wollte ich das Teil ggf. für meine Mama herrichten.
Das Problem ist jetzt aber natürlich der Akku: ein Neukauf direkt bei Apple würde >100€ kosten und scheidet damit definitiv aus, von nicht-originalen Ersatzakkus wiederum liest man leider nichts Gutes (nicht passgenau, Farbunterschiede etc.) und daher hab ich mir überlegt könnte ich doch zunächst mal versuchen, den vorhandenen Akku "wiederzubeleben". Weil anscheinend versetzt die Elektronik von solchen Akkus das Teil ja zum Schutz der Zellen bei dauerhafter Entladung in eine Art Tiefschlaf, aus dem man den Akku nicht so einfach aufwecken kann. Daher die Fragen: wisst ihr, ob und, wenn ja, wie genau das funktioniert? Kann man das selbst machen oder sollte man sich an einen Fachmann wenden? Welche Utensilien benötigt man dafür?

lg autoshot
 
Also Farbabweichung bei Akkus... Die Farbe der Akkus die fest verbaut sind wäre mir ja egal.

Ansonsten, ja Akkus lassen sich mitunter retten. Akku ausbauen, einzeln jede Zelle für sich an ein Netzteil mit regelbarem Ausgangsstrom hängen. Spannung 3,7V und Stromstärke auf ~1/10C (0,1 die Nennkapazität) stellen. Die Zelle sollte nach etwa einer Stunde deutlich über 3V als Leerlaufspannung haben. Aber Vorsicht, der Akku kann in Brand geraten / platzen! Der Abzug von Rauch muss gegeben sein, evtl ausbrechendes Feuer / das platzen der Zelle muss möglich sein, ohne dass weiterer Schaden entsteht.
Ob die Akkusteuerung die Zellen danach noch mag ist eine andere Frage. Das die Zellen für die Aktion aus dem Gerät entfernt werden sollten ist auch klar.


So wie du fragst scheint dir grundlegendes Wissen von Elektrotechnik zu fehlen, ich rate daher davon ab sowas zu selbst zu versuchen. Kommerzielle Anbieter die solche Versuche wagen würde ich generell als unseriös einstufen.
 
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Weil anscheinend versetzt die Elektronik von solchen Akkus das Teil ja zum Schutz der Zellen bei dauerhafter Entladung in eine Art Tiefschlaf, aus dem man den Akku nicht so einfach aufwecken kann. Daher die Fragen: wisst ihr, ob und, wenn ja, wie genau das funktioniert?
Ja das kann man selbst machen indem man einfach das Netzteil anschließt.

Mehr kannst du aber auch schon nicht mehr tun. Wenn der Akku schon massiv Kapazität eingebüßt hat weil er zu lange tiefentladen war hilft nur noch austauschen. Ein Auffrischen wie bei Auto Batterien oder NiMH Zellen geht hier nicht.
 
Piktogramm schrieb:
So wie du fragst scheint dir grundlegendes Wissen von Elektrotechnik zu fehlen

noja also ein bisschen kenn ich mich schon aus auf dem Gebiet, aber ein Experte bin ich tatsächlich nicht :D auch die Risiken von so einem Unterfangen sind mir natürlich bewusst, aber experimetierfreudig wie ich bin würd ich das einfach mal ausprobieren :) fragt sich nur wie ich die Zellen aus dem Akku bekomm ohne was kaputt zu machen...
 
Mithilfe guten Elektronik-Wissens möglich:

Aus dem Modellbaubereich folgendes:
Du brauchst ein Modellbauladegerät, dass die entsprechende Zellenzahl beherrscht, einen Balancer, Kabel mit Balancer-Anschluss und dann musst du gut löten können.

Du lötest an jede Zelle einen Teil des Balancer-Kabels an, dann greifst du noch die 0-Spannung, also Minus ab und dann alles ans Ladegerät und Balancer anschließen.

In der Folge sollten die Zellen dann wieder balanciert werden. Ladestrom sollte dabei bei maximal 0,1-0,2C liegen.

Allerdings ist das Ganze zum einen ziemliche Arbeit und zum Anderen nicht ganz ungefährlich.
 
Ja ich hab grad nochmal ein bisschen recherchiert und festgestellt, dass das vll doch keine so gute Idee ist bzw. einfach zu viel Know-How erfordert... :(
 
@MichiSauer

Die Balancer im Notebooku ebenso wie vernünftige Modellbaubalancer sollten sich weigern bei zu niedriger Zellspannung das Laden überhaupt anzufangen. Wenn die Laderegelung im Notebook nicht will, dann sicher auch externe Balancer nicht.
 
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