Mainboardtausch ohne Windows Neuinstallation

Martin240

Ensign
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Hallo.

Der Rechner einer Bekannten ist abgeraucht und ich hab den jetzt hier stehen um danach zu schauen. Der Rechner ist während der Arbeit einfach ausgegangen meinte sie. Ich habe alle Komponenten gestestet und am Ende blieb nur das Mainboard übrig als Fehlerquelle. Also fix ein neues bestellt, allerdings nicht das gleiche. Das alte war ein MSI K9N4 Ultra, was ich auf die schnelle leider nicht mehr einzeln auftreiben konnte, also bin ich auf ein ASRock N68C-S UCC ausgewischen.

Jetzt das Problem. Leider startet ja der Rechner nicht mehr, also kann ich auch keine Chipsatztreiber deinstallieren. Das ist aber bei einem Boardwechsel notwendig, damit die Chancen mit der Reperaturinstallation das Windows zu retten nicht ins bodenlose sinken. Gibt es noch eine andere Möglichkeit die Treiber vor der Reperaturinstallation irgendwie zu entfernen?

Grüße
 
Wenn der Rechner gar nicht mehr startet, würde ich mir mal das Netzteil anschauen. Denn egal ob der Rechner bootet oder nicht, kommt man wenigstens in BIOS.
 
Kommst denn überhaupt ins Bios?

Es gibt Software wie Acronis True Image oder O&O Disk Image wo du per CD booten kannst und eine Sicherung ohne Treiber erstellen kannst, bei O&O heisst das "Wiederherstellung auf abweichender Hardware".
Dazu müsstest du aber eine iso datei laden die du nur bei der Vollversion bekommst.
Bei Acronis kenn ich mich jetzt nicht aus, eventuell gehts da auch bei der Testversion.

"http://www.oo-software.com/home/de/products/oodiskimage/index.html?dd=1".
 
Zuletzt bearbeitet:
Boot via Acronis und dann ein Image des Systems ziehen.
So hast du wenigestens noch ein Image des Systems.
Nachher mit Acronis Universalrestore das Image wieder zurückspielen.
Universalrestore installiert dir die nötigen Treiber neu.

Habe momentan auch keine bessere und kürzere Alternative.
Geht aber relativ fix mit Acronis.
 
belzebub19 schrieb:
Wenn der Rechner gar nicht mehr startet, würde ich mir mal das Netzteil anschauen. Denn egal ob der Rechner bootet oder nicht, kommt man wenigstens in BIOS.

Nicht ganz richtig, ich hab mir mal beim flashen das Bios zerschossen und da ging gar nix mehr, man hängt in einer Endlosschleife beim ersten Bootscreen.
Bleibt allerdings der Screen komplett schwarz und es tut sich absolut gar nix, ists u.U. das NT.
 
Also ich habe das schon mal gemacht.
neues Meinboard rein mit anderem chipsatz und hab das betriebssystem nicht neuinstalliert.

Arbeite mit dem Rechner nun schon seit ca. 1 Jahr ohne Neuinstallation.
Allerdings verwende ich Win7.
 
Dr|Gonzo schrieb:
Also ich habe das schon mal gemacht.
neues Meinboard rein mit anderem chipsatz und hab das betriebssystem nicht neuinstalliert.

Arbeite mit dem Rechner nun schon seit ca. 1 Jahr ohne Neuinstallation.
Allerdings verwende ich Win7.

So kenn ich das auch, hab das circa vor 3 Monaten gemacht, noch mit WinXP. Beim ersten Booten funktioniert zwar vieles nicht (Sound, LAN, ...), aber man kommt erstmal auf den Desktop.

@Dr4ven: Hier spricht aber keiner von fehlgeschlagenen Flashversuchen ;)
 
Ja ich kann lesen, aber wenn sich beim booten absolut gar nix mehr tut wirds kaum das Mobo sein, denn selbst mit defektem Bios machts wenigstens einmal BEEEEP. :)

Wenn er GAR keinen Mucks mehr macht fehlt Strom und das hatte ich auch schon mal durch beim abschmirgeln der Wände entstandenen Staub abgerauchtes NT.

Aber da der TO nicht genau postet was Sache ist, muss man da eben mutmassen.
 
Grundsätzlich ist bei einem anderen Chipsatz mit Ärger zu rechnen. Würde auf jeden Fall neuinstallieren, um zumindest späteren Ärger zu vermeiden.

Vorher die Daten auf der Platte sichern.

Wenn es allerdings nur darum geht, den Rechner schnell wieder brauchbar zu machen, kann man die Acronis-Lösung in Betracht ziehen.
 
wenn als betriebsystem win7 drauf ist, kann man ohne probleme das mainboard wechseln

das erste mal booten dauert dann aber etwas
 
Ich habe mich etwas ungenau ausgedrückt, der Rechner gibt noch Töne von sich, leider aber nicht die erwarteten. Das Ami-Bios hat eine Beep-Code-Liste aus immer gleich langen Tönen, aber leider kommen erst zwei Töne sehr schnell hintereinander, dann eine Sekunden Pause und direkt dahinter nochmal 8 Töne am Stück. Jetzt stellt sich die Frage, ob man das jetzt als 8 oder 10 Töne interpretieren soll. Ich habe wie gesagt alle Komponenten in einem anderen Rechner probiert und es lief alles, obwohl die CPU hatte ich nicht getestet, da ich kein passendes Board da hatte, aber die hab ich wegen der Beep-Codes sowieso ausgeschlossen. 8 Töne wäre ein Grafikfehler, 10 Töne ein Mainboarddefekt. Da ich die Grafikkarte getestet habe könnte ich mir höchstens vorstellen, dass der PCIe-Anschluss was abbekommen hat, warum auch immer, aber das wäre ja dann ebenfalls ein Mainboardproblem.

Das seltsame ist, trotz nicht vorhandenem Bild habe ich das Gefühl der Rechner bootet, zumindest piept es noch ein zweites Mal und dann fängt die Festplatte an zu rattern. Da ich keinen Loginsound über den Soundausgang bekomme schätze ich mal, dass der Rechner ein Passwort hat. Ich werde mir mal die beiden Programme anschauen. Danke für die Hinweise.
 
Naja wenn deine Bekannte nichts am Rechner gemacht hat wirds wohl die Hardware an sich sein.
Hast du auch das NT getestet?
Peeptöne weisen immer auf einen Hardware Fehler hin.Kann auch ein Kabel sein.
 
Bei einem Intelboard dürfte der Mainboardtausch keine Probleme machen (gibt ja in dem Sinne keine richtigen Treiber)
Habe schon mindestens 20 mal eine Board mit Intel Getauscht (also Intel zu Intel)... Ohne Neuinstallation.....

Bei AMD hatte ich mit Windows ab und zu kleine bis große Probleme... Und hab am Ende alles neu Aufgesetzt... Am besten wäre alle alten Treiber zu entfernen (incl. aller Geräte im Gerätemanger)

Gruß THX201
 
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Sc0ut3r, ich habe mein Mainboard von Intel auf AMD umegrüstet mit Windows 7 und beim Bootlogo von Windows hat der sich sofort aufgehangen... da half bei mir auch nur eine Neuinstallation.. ^^
 
Mainboardtausch ist egal ob mit Windows XP oder Windows 7 eigentlich immer möglich. Es kann aber unter Umständen einiges an Arbeit in der Registrierung und vor allem auch einiges an können erfordern.

Für Windows XP ist dieser Microsoft KB Eintrag ein guter Startpunkt. Windows 7 ist da schon standardmässig etwas besser aufgestellt, die Basis ist aber an dieser Stelle änlich und nicht vorhandene Geräte können beide Systeme beim Booten zum Absturz bringen.

Kurz zusammengefasst lässt sich sagen, dass in 80% aller Fälle der Storage Treiber das einzige ist was einen problemlosen Austausch eines Mainboards verhindert. Werden Microsoft IDE Treiber verwendet ist ein Austausch fast immer möglich bei AHCI Treibern gibt es schon grössere Probleme und bei herstellerseitigen Storage Treibern wirds schon richtig schwer. Unmöglich ist es allerdings entgegen der der allgemeinen Behauptung aber nie.
 
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Ich wage es jetzt einfach mal mit einer normalen Reperatur, da ich wie gesagt an das Windows selber nicht mehr rankomme. Falls alle Stricke reißen werde ich zu Ubuntu greifen und das wichtigste von der Live-CD aus sichern. Wünscht mir Glück :D

// Edit sagt: Faszinierenderweise funktioniert das alte Board nach dem Ausbau aus dem Gehäuse wieder. Ich habs rausgenommen und nochmal angesteckt (nur Netzteil und Monitor, was ich vorher aber auch schonmal probiert hatte) und da kommt doch tatsächlich ein Bild. Der Geist in der Maschine hat wieder zugeschlagen :freak:
 
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Martin240 schrieb:
Jetzt das Problem. Leider startet ja der Rechner nicht mehr, also kann ich auch keine Chipsatztreiber deinstallieren. Das ist aber bei einem Boardwechsel notwendig, damit die Chancen mit der Reperaturinstallation das Windows zu retten nicht ins bodenlose sinken. Gibt es noch eine andere Möglichkeit die Treiber vor der Reperaturinstallation irgendwie zu entfernen?

Grüße

Bau doch die Festplatte aus, mach sie in deinen Rechner ein und schau mal drauf. Vielleicht sind die Chipsatztreiber ja unter C:\ Programme. Löschen und gut ist.
Aber eigentlich ist es kein großes Problem, wenn man ein neues Board einbaut und dann die FP einfach anklemmt. Nach den fehlenden Treibern wird Windows schon fragen und eine Treiber CD wird bei dem ASRock ja dabei sein

Ich hätte aber bei solch einem Szenario versucht wenigstens den gleichen Chipsatz, der auf dem Mainboard verbaut ist, zu besorgen, also demnach ein irgendein MSI, das aber den gleichen Chipsatz hat.

[edit] Zu spät ;)
 
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