Makroobjektiv!?

goringo

Ensign
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Hallo Zusammen,

da meine Freundin ambitioniert fotografiert und sie sich in den letzten Wochen ganz subtil über die Notwendigkeit eines Makroobjektivs ausgelassen hat, würde ich ihr doch schon gerne eines unter den Weihnachtsbaum legen können. Da ich aber von der Materie absolut gar keinen blassen Schimmer hab', habe ich mir erhofft hier ein paar Fachmänner zu finden, die mir weiterhelfen können.

Soweit ich mich nicht irre, nennt meine Freundin eine Canon Eos 1000D ihr Eigen. Und jetzt zu den eigentlichen Fragen:

Was muss ein "gutes" Makroobektiv können? Worauf muss man beim Kauf achten? Was kostet etwas brauchbares?

Es sollte natürlich kein Profi-Objektiv sein, da meine finanziellen Mittel doch schon arg begrenzt sind, aber eben auch nix für die Mülltonne. :D

Greeetz :)
 
Wie immer stellt sich hier die Frage nach dem Budget.

Bei Makros gilt zu bedenken: Je mehr Brennweite du hast (z.B. 100mm) desto weiter weg kannst du vom Objekt sein (desto weniger merkt die Fliege was du von ihr willst). Und je lichtempfindlicher dein Objektiv ist, desto mehr kreativen Freiraum hast du (z.B. 2.8). Problem ist, beides zusammen ist i.d.R. teuer - vor allem wenn man es vom gleichen Hersteller kauft wie die Kamera. Ist dein Budget eher bescheiden wirst du Abstriche machen müssen. Wo, das hängt dann davon ab was du fotografieren willst.
 
Makros sind alle recht gut. Richtig schlechte gibt es nicht.
Brennweite sollte im Bereich 100 mm liegen. Siehe Vorposter.
Das kann man dann auch sehr gut zur Portraitfotografie nutzen.

Canon EF 100/2,8 Macro USM
Tamron 90mm Macro
Sigma AF 105/2,8 EX DG Macro

Nimm nur Festbrennweiten !!! Zooms sind keine echten Makros, auch wenn es leider oft dabei steht.

Falls ihr nach dem Kauf feststellt, dass die Schärfe nicht 100% ist, liegt es wahrscheinlich nicht an der Qualität des Objektivs sondern an der Fokusfeinjustierung. Das kann aber die Canonwerkstatt beheben.
 
Ich kann das Tokina ATX 2,8/100 Pro D Macro sehr empfehlen und es hat mir an meiner 450D schon eine Menge Begeisterung eingebracht. Kostenpunkt ab 420€. Darunter wirst Du ansonsten nichts Brauchbares finden.

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Zuletzt bearbeitet:
Moinsen,

hatte an meiner alten 450D, das 100mm 2.8 Makro ud das 100mm 2.8 Makro IS L gehabt und ehrlich gesagt, von der reinen Abbildeleistung nicht so viel unterschied gesehen, das sie der Aufpreis von 300 Euro vom normalen Goldrand zum L lohnen würde.
Muss aber dazu sagen, dass ich die kurze Zeit zum Testen auch nicht in die Situation gekommen bin, das sich der IS bemerkbar macht.

Bei ersten Frost, war ich mit meiern 5D und dem "einfachen" Makro unterwegs und die Bilder sind absolut Top.

MfG

BMB
 
Vergesst bitte nicht, daß die 1000D eine Crop-Cam ist.
Also, für den makroüblichen Abbildungmaßstab 2:1 brauchzt man bei der 1000D ca. 65mm anstelle der 100mm beim Vollformat.

Zweitens, ist die Photographie etwas sehr perönliches, wenn man es wirklich ernst nimmt sogar irgendwo etwas intimes.

Daher mein dringender Rat, führe deine Freundin in das Fotofachgeschäft deines Vertrauens, laßt euch beraten und schenke ihr dann das Glas, was ihr persönlicher Favorit ist.

Falls sie eine ambitionierte Entwicklungssoftware verwendet (Lightroom, DxO, ...) solltet ihr darauf achten, daß es für die Kombination 1000D + Wunschobjektiv auch gerechnete Profile gibt, sonst macht die teuerste und beste Optik keinen Spaß, weil man sie nichtmal im Ansatz ausreizen kann.

Wenn sie auf den mitgelieferten Canon-Entwickler setzt gibt es ohnehin nur Canon, weil der für den Wettbewerb keinerlei Profile mitbringt.
 
des weiteren wird (in den meisten fällen) zwingend ein gutes stativ von nöten sein, eine kurze mittelsäule und eine einstellschiene (vereinfacht die arbeit sehr)

Mulitreiber schrieb:
Also, für den makroüblichen Abbildungmaßstab 2:1 brauchzt man bei der 1000D ca. 65mm anstelle der 100mm beim Vollformat.

Jein, die kurzen Makrolinsen sollen gut sein, jedoch ist hier eine recht kurze naheinstellgrenze vorhanden und grade bei insekten und anderen krabbeltiere sollten man schon auf ~100mm gehen
 
Zuletzt bearbeitet:
@acty

Bisher bin ich auch ganz gut ohne stativ ausgekommen. Das kommt auch daher, das ich mich unwissend ohne viel Theorie in die Natur geschmissen habe. Als ich mir Deinen verlinkten Thread durchgelesen habe, kam ich erst ins grübeln was Stativ oder Schlitten angeht. Zukünftig werde ich das wohl auch mit in meine Fototouren einfließen lassen, obwohl ich mit Stativ oftmals viel zu unflexibel bin, was ich aus der freien Hand weniger bin. Es erfordert nur viel Kraft, auch ruhig alles zu halten.
 
-kurze Brennweiten eignen sich wesentlich besser um freihand makros zu machen
-man benötigt viel licht und möglichst kein wind
-ruhige hände ^^
-ein Bildstabi ist sehr vorteilhaft
 
Mulitreiber schrieb:
Falls sie eine ambitionierte Entwicklungssoftware verwendet (Lightroom, DxO, ...) solltet ihr darauf achten, daß es für die Kombination 1000D + Wunschobjektiv auch gerechnete Profile gibt, sonst macht die teuerste und beste Optik keinen Spaß, weil man sie nichtmal im Ansatz ausreizen kann.
?
 
@Mulitreiber:
Vergesst bitte nicht, daß die 1000D eine Crop-Cam ist.
Also, für den makroüblichen Abbildungmaßstab 2:1 brauchzt man bei der 1000D ca. 65mm anstelle der 100mm beim Vollformat.

Die Canon-DSLR's mit APS-C-Sensor haben einen Crop-Faktor von 1,6. Das 100 mm-Makro entspricht an so einer Kamera also vom Bildwinkel her einem 160mm-KB/FV-Objektiv.
Mit einem 60er-Makro und einem Crop-Faktor von 1,6 käme man auf einen Bildwinkel eines kleinbildadäquaten 96ers ~ 100 mm.

Einen "makroüblichen" Abbildungsmaßstab als solches gibt es nicht. Hingegen sehr wohl einen bei Makroobjektiven üblichen Abbildungsmaßstab, der liegt allerdings bei 1:1 und nicht bei 2:1.

Und die Objektiv-Profile, von denen Du sprichst/schreibst, sind Korrekturprofile, die dazu dienen sollen typische, spezifische Objektivfehler zu beheben (vor allem Verzeichnung und Vignettierung).

Falls sie eine ambitionierte Entwicklungssoftware verwendet (Lightroom, DxO, ...) solltet ihr darauf achten, daß es für die Kombination 1000D + Wunschobjektiv auch gerechnete Profile gibt, sonst macht die teuerste und beste Optik keinen Spaß, weil man sie nichtmal im Ansatz ausreizen kann.
Gerade die "teuerste und beste Optik" macht Spaß, die hat nämlich in der Regel keine gravierenden Schwächen und braucht somit auch keine Korrekturprofile. ;)

Daher mein dringender Rat, führe deine Freundin in das Fotofachgeschäft deines Vertrauens, laßt euch beraten und schenke ihr dann das Glas, was ihr persönlicher Favorit ist.
Das ist meiner Meinung nach ein guter Ratschlag, denn wenn seine Freundin keinen Favoriten (bezogen auf Makroobjektive) hat, dann kann sie sich auf diese Art und Weise tatsächlich ihre bevorzugte Linse aussuchen.
Dann ist es allerdings keine Überraschung mehr.
 
Hallo,

zur Not gibt s ja noch so etwas, kann aber dazu leider nicht wirklich was sagen.

Wenn hier aber jemand dabei ist, der so ein teil hat, dann gerne her mit den Infos.

Mit freundlichem Gruß

BMB
 
Extrem was man aus dem stinknormalen Kit 18-55 damit rausholen kann. Also ich bin beeindruckt und überlege mir ernsthaft, mir diesen Retroadapter zu bestellen. Teuer ist er ja nicht.
 
Muha. Ein Full-Quote. Auf der gleichen Seite. Bitte bannt mich :D

fetzie schrieb:

Wo ist denn das Problem? Wenn die Optik nicht matscht, abberiert und verzeichnet hast du eben keinen Spaß beim rausrechnen von Matsch, Abberationen und Verzeichnungen. Ist doch logisch.
 
Wow ^^

Erst mal vielen dank für die zahlreichen und kompetenten Antworten, auch wenn ich bei manchen Antworten nicht viel verstanden hab' =D, was aber an meiner nicht vorhandenen Kompetenz auf dem Gebiet liegt ;).

Also dieser Retroadapter hört sich vielversprechend an, wenn er hält, was er verspricht. Hat jemand schon Erfahrungen mit diesem Teil gemacht? Hab' ich das richtig verstanden, dass man mit Hilfe des Adapters einfach das Standardobjektiv seitenverkehrt aufsetzt und dadurch dieser Vergrößerungseffekt erzielt wird?

Ansonsten muss ich sagen, dass die restlichen Tipps (vielen Dank für eure Mühe) und Links mein Budget sprengen (wenn ich könnte, würde ich direkt zugreifen ^^).
Was haltet ihr denn davon? Wäre preislich gesehen die absolute Obergrenze. Oder ist es wirklich so, dass diese Zoomteile nix taugen und ich mir lieber Gedanken über ein anderes Geschenk machen sollte?

Desweiteren wollte ich noch eure Meinung zu diesem Stativ hören. Brauchbar oder für die Tonne? :D

Greetz :)
 
Hi goringo,

als ambitionierter Hobbyfotograd kann ich Dir nur dringend abraten von all diesen ganzen Billigobjektiven. Es bringt nichts. Na klar, auch das 55-250 tut seinen Dienst, aber spare lieber, bzw. deine Freundin sollte lieber sparen, auf etwas Vernünftiges. Das 55-250 ist nicht wirklich Lichtstark, viel Spaß wird man damit nicht haben. Meine Meinung.

Das einzige Billigobjektiv bei Canon ist die Festbrennweite 50mm 1.8 für 100€ - für Portraits ein wunderbares kleines und handliches Ding, das lichtstark ist und eine gute Abbildungsleistung hat. Dazu der Retroadapter und fertig ist das Weihnachtsgeschenk. In Deinem Falle würde ich wirklich zum Retroadapter greifen. Das 18-55 hat ja quasi jeder, der sich das Kit geholt hat.

PS: Ganz wichtig beim Stativ, die StativPlatte, worauf die Kamera geschraubt, sollte leicht abnehmbar sein. Für mich war das elementar. Ich hatte mir von Manfrotto das 785B damals bei Saturn für 30-40€ geholt, damit bin ich sehr zufrieden.
 
Zuletzt bearbeitet:
hiho :)

1) das Canon EF-S 55-250mm 4,0-5,6 IS II wäre kein markoobjektiv, wäre eher was für reisen
2) hier eine auswahl deren, nach Preis aufsteigend geordnet.
3) mit dem geringen budget würde ich zum 90mm 2.8 Tamron greifen oder das 60mm 2.0
gebraucht gut zu bekommen - http://www.dslr-forum.de/search.php?searchid=50429184

beim 90mm 2.8 drauf achten das es das "Neuere" ist, Kennnummer 272EE

4) zum stativ, die billig Cullmann dinger taugen nichts und kippen bei etwas wind gerne mal um

siehe hierzu analog - https://www.computerbase.de/forum/threads/brauche-stativ-beratung.905399/
ich hatte auch mal ein billig cullmann für ~20€ , es ist blöd und dienst nur für digicam oder als blitzhalter
in dem thread wird es sogar mitm zahnstocher verglichen

eine kleine empfehlung von mir:

1) Makro einstellschlitten: http://www.enjoyyourcamera.com/Makrozubehoer/Makro-Einstellschlitten/Makro-Stereo-Einstellschlitten-LP-01-Verstellweg-10cm::3733.html habe den selben, guter shop, schnelle lieferung
erleichtert die makro aufnahmen sehr !

2) also stativ gibt es eine sehr gute combi
Manfrotto 190XDB + 496 RC2 - bei amazon bzw drittanbietern dort für zusammen ~140 €
ansonsten mal den thread durchlesen, da werden auch etwas günstigere Bilroa tripod erwähnt

3) hinzu kommt die kurze mittelsäule für die 190er stativserie *klick*

bedenke beim stativ kauf ... ein stativ nutzt du mehrere jahre ... da lohnen sich gute sachen wie bspw. manfrotto schon

edit\
*Cullmann Magnesit 525 Stativ* + *Manfrotto 496RC2* ~120 € noch weiter runter würde ich jedoch nicht gehen (kurze mittelsäule ist beim magnesit gleich dabei)


edit\2#
hab den fred mal abonniert, stehe gerne für weitere fragen zur verfügung :)
 
Zuletzt bearbeitet:
@acti

Ich denke ein entsprechender Schlitten ist mit seinem Budget ersteinmal unnötig,es geht ja auch gut ohne. Ein sinnvoller Zusatz für ein Stillleben, mehr aber nicht.
 
@Akula
(ist das von scrubs abgeleitete - Dr. Akula zusammen Drakula ^^ wobei dann eig mit c ... hmm ^^)

1) acty bitte mit y

2) der Makroeinstellschlitten hilft sehr, da hier dann ein ewiges neupositionieren des tripoad (nach vorn und hinten), zur optimalen fokusfindung, nicht mehr von nöten ist
 
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