manueller Weißabgleich für Wissenschaft?

M--G

Lieutenant
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Dez. 2006
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772
Hallo Lieblingsforum,
Frage zwei für unseren Versuchsstand.
Inzwischen steht alles, die thermochromatischen Flüssigkristalle sind aufgebracht, Reflexionen minimiert....

Nun stellt sich aber die Frage, ob bei der optischen Strömungsoptimierung (mittels TLCs), der automatische Weißabgleich deaktiviert und manuell eingestellt werden sollte?
Oder bringt es etwas, wenn man an eine Ecke im Bild einen weißen Aufkleber klebt?

Ziel ist es reproduzierbare und kalibrierbare Ergebnisse zu erhalten.
Die Farben ändern sich von Schwarz (neutral) je nach Temperatur ins rot bis grün bis schließlich blau.

Schonmal vielen vielen Dank für Tipps!!! :)
 
Zum Vergleichen ist ein fester Weißabgleich unabdingbar. Entweder vor dem Fotografieren fest legen oder (wenn du Raw-Datein machst) später bei der EBV.
 
Von meinen Studienarbeiten würde ich auch stark zu manuellen Weißabgleich raten. Meist sind Labore doch mit Neonröhren ausgestattet, die alles andere als neutrales Licht liefern. Und mit einem Blatt Papier ist ein manueller Weißabgleich schnell durchzuführen.
 
Gut voreingestellter Weissabgleich ist immer vorzuziehen. Auch wenn man mit EBV viel hinkriegt, ist das vorherige Einmessen des richtigen WB in der Kamera immer vorzuziehen.
 
ok danke!
Haben Hochkeitungs-LEDs und einen lichtdichten Kasten.
Werde es mal mit dem Blatt Papier versuchen.
 
Für den Weißabgleich nimmt man im Übrigen eine Graukarte. Ein weißes Blatt Papier hat idR keine 18% Grau.
 
Was fetzie sagte.

Zusätzlich halte ich es noch für erwähnenswert, dass der in der Kamera einstellbare Weißabgleich beim Fotografieren im RAW-Format völlig irrelevant ist (abgesehen vom ins RAW eingebetteten Vorschaubild) und sozusagen nur eine Empfehlung der Kamera in den Metadaten der RAWs darstellt. Das kann man völlig problemlos und perfekt reproduzierbar mit dem RAW-Konverter einstellen.
 
Diese Frage stellt sich immer wieder, vor allem wenn man ja im RAW-Format fotografiert und den Weissabgleich ja auch später im RAW-Converter ändern kann.

Es gibt jedoch drei gute Gründe für einen manuellen Weissabgleich mit Graukarte:

1.) Man weis oft nachher nicht mehr, wie die Lichtsituation am Aufnahmeort genau war.
2.) Zum anderen spielt das subjektive Empfinden eine große Rolle und kann das Ergebnis erheblich verfälschen
3) Zum dritten hat man in der Nachbearbeitung deutlich weniger Stress, da man keinen Farbstich korrigieren muss.
 
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