Maschinenbau-Studium (CAD)

schlitzohr1812

Lieutenant
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Hey Leute.

Ich soll für einen Kumpel einen Laptop heraussuchen.

Er benötigt ihn für sein Maschinenbau-Studium, also Office und CAD.

Budget wie immer: Je weniger desto besser ;)


Ich dachte ersteinmal an folgendes: 15", Core i3-2xxx, 4GB Ram

Jetzt kommen meine Fragen an die CAD-Kenner bzw. Machinenbau-Studis:
1) Muss es eine dedizierte Grafikkarte sein oder tuts auch die Intel-CPU-Grafik?

2) Reicht eine 1366*768er Auflösung? Höhere Auflösungen schlagen ja nochmal richtig ins Geld.


Ich nehme auch gerne komplette Laptop-Vorschläge an, aber dann bitte mit Begründung :)
Danke schonmal.

Gruß
 
Zuletzt bearbeitet:
Ganz klar mit Graka!
Ob die CAD software mit onboard überhaupt startet wäre ja schon fragwürdig (Mal abgesehen von der Leistung...)
 
schlitzohr1812 schrieb:
Hey Leute.

..........und CAD.

Budget wie immer: Je weniger desto besser ;)


Ich dachte ersteinmal an folgendes: 15", Core i3-2xxx, 4GB Ram


1) Muss es eine dedizierte Grafikkarte sein oder tuts auch die Intel-CPU-Grafik?

2) Reicht eine 1366*768er Auflösung? Höhere Auflösungen schlagen ja nochmal richtig ins Geld.

Schau mal in meine Sig!

Ein i7 sollte es schon sein.
zu 1) gerade wenn Objekte gedreht werden, ist die Chipsatzgrafik hoffnungslos überfordert.
zu 2) bei der Auflösung spart man am falschen Ende. Das fällt dann auf, wenn man viele dicht beieinanderliegende Linien hat.

Bei einer Workstation würde ich als Grafikkarte z.B. diese wählen: http://www.alternate.de/html/product/PNY/Quadro_6000/574428/?

Da kann man dann auch gleich mit mehreren Monitoren arbeiten.
 
Ein i7??? Das halte ich jetzt ehrlichgesagt für etwas überdimensioniert... Autodesk sagt für Autocad "Singlecore mit 3GHZ" oder "Dual-Core mit 2GHZ".

Bei der Auflösung pflichte ich dir schon eher bei.

Auch zur Grafikkarte finde ich auf der Autodesk Seite keine besonderen Anforderungen.

Habt ihr das Praxis-Erfahrung?

--> http://usa.autodesk.com/autocad/system-requirements/

Gruß
 
MD5003 schrieb:
Ganz klar mit Graka!
Ob die CAD software mit onboard überhaupt startet wäre ja schon fragwürdig (Mal abgesehen von der Leistung...)
FALSCH!


garglkarg schrieb:
Schau mal in meine Sig!
Schau mal in seinen ersten Eintrag. Nochmal lesen...


Es hängt ganz von der verwendeten Software und der Nutzungsintensität ab.
Starke Hardware kann die Stärken nur relativ gering ausspielen, wenn nur einfache Konstruktionen und nur kurze Zeit mit CAD-Programmen gearbeitet wird.
Autosketch profitiert (funktionsbedingt) deutlich weniger von stärker Hardware als ACADM, Inventor oder SolidWorks.
Komplexe Modelle, FEM-Berechnungen, gerenderte Ansichten erfordern nicht zwingen eine stärkere (Profi)karte, jedoch macht sich das bei der Zeit dann deutlich bemerkbar.
Allerdings bieten aktuelle iGPUs und auch die APUs vin AMD die rudimentären Funktionen.
Die Profikarten unterstützen CAD-Programme besser, jedoch reichen unter Umständen auch schon mittlere Non-Profikarten (z.B. GT540M, 6630M).
Inventor und ACAD analysieren die Hardware und deaktiven Funktionen bzw. optimieren die Einstellungen der Software auf die Hardware; z.B. ob die GPU unterstützen kann oder nicht.

Bei mir auf Arbeit befinden sich noch heute Core2Duo-Systeme der ersten Generation mit GT8500/8600-Karten im Produktiveinsatz, an denen komplexe Sonderkonstruktionen für Ofenhersteller und Walzwerke mit Inventor 2010 erstellt werden; zwar nur noch als Übergangslösung bis 2012, doch vorher liefen da beschwerdefrei Inventor 2008 und ACADM 2008 drauf.
Unsere Monteure hatten sogar letztes Jahr noch PentiumM-Laptops mit GM900er IGPs, jetzt CoreDuo-Geräte mit IGPs, auf den Baustellen und dort lief ACADM2008. Diese Kisten dienten auf Dienstreisen mir und anderen noch vor drei, vier Jahren als reguläre Geräte mit ACADM 2004-2007.

Ich selbst habe aktuell nur ein Dell Latitude E5520 (mit i5-2410M+HD3000, 15,6 Zoll Display mit FullHD-Auflösung) für unterwegs.
Zwar bereite ich i.d.R. alles am Desktop vor, doch es kommt auch schon mal vor, daß im Zug oder beim Kunden, wenn sich Wünsche ergeben, auch schon mal intensiv mit Inventor/ACADM gearbeitet werden muß. Da merke ich zwar manchmal den Leistungsunterschied, aber ich komme damit zurecht.

Mein Rat:
Als CPU langt ein i5-2xx0M, da Turbo und bei kurzzeitiger Belastung (FEM, Render, etc) macht das schon was aus; bei höheren Modellen sinkt deutlich das Preis-Leistungs-Niveau.
Beim Arbeitsspeicher nicht knausern, eher ein Modell wählen mit nur einem 4GByte-Modul, dann läßt sich das günstig verdoppeln; oder gleich auf 8 GByte achten.
Bevor in die seperate Mobilgrafik Geld gepumpt wird, eher eine Non-Profikarte der Mittelklasse, dafür aber nicht am Display und der Auflösung sparen (Platz ist wichtig!), wenn es nicht grad in Richtung Luft- und Raumfahrt geht ;)
Für zu Hause/Wohnheim/WG auch an ein seperates Zweitdisplay denken, da unter CAD mit mehr als einem Bildschirm immer besser gearbeitet werden kann.
 
Das ist ja schonmal ausführlicher, vielen Dank! :)

Was ich -um es einfach zu halten- vorher nicht erwähnt hatte ist, dass gleich zwei Freunde das Studium beginnen und jeweils nen laptop benötigen.

Person 1:
Hat zu Hause nen recht starken Rechner (Core2DuoE8400, 4GB RAM, GTX260) und kann in der Uni ja die dortigen Rechner nutzen. Zum Schreiben und eventuell mal ganz selten ein wenig Notfall-CAD würde also ein Lappi mit i3, Intel-GPU, 4GB RAM und 1366er Grafik auch reichen.
Für die Hauptarbeit zu Hause reicht der stationäre Rechner noch aus, eventuell auf 8GB RAM erweitern.

Person2:
Hat zu Hause nur nen Uralt-Rechner und will was neues, womit auch gezockt werden kann. Also entweder Rechner+ einfachen Laptop (siehe oben) oder z.B. den hier (i7, 8GB RAM, Radeon 6850). Da nur 1366er Auflösung nen zusätzlicher 24"-Zöller in FullHD-Auflösung sowie externe Tastatur und Maus für zu Hause.

Passt das?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ökonomisch gesehen, sind die Überlegungen schon richtig.

Aber aus eigener Erfahrung heraus, würde ich dringend davon abraten, hochglänzende Displays zu verwenden. Zumal bei Variante 2 das eher ein Consumergerät sein wird, daß sicher nicht mit überdurchschnittlicher Verarbeitungsqualität glänzen wird.
Auf Verarbeitung und Robustheit achte ich immer etwas mehr, als auf die Innereien.
Und eben die Auflösung ist für CAD schon mehr als grenzwertig, da Menüleisten und bei ACAD sowie Inventor die neue Ribbonöberfläche Höhe brauchen. Von den 768 Pixeln werden effektiv zum Arbeiten keine 600 Pixel übrig bleiben. Das ist für unterwegs ein Graus und würde nur zu unendlichen Zoom-Orgen führen.
Einfach mal selbst ausprobieren, auch von den beiden Personen. Die Auflösung am Desktop auf 1366*768 runterschrauben und mit Powerpoint 2007 (Ribbons nehmen in etwa soviel Platz ein, wie bei Inventor) oder höher oder eben mit installierter CAD-Software ausprobieren.
Dann bekommt man ein Gefühl, wieviel von der Arbeitsfläche effektiv übrig bleibt.
Bei Inventor kommt auch noch der Browser in der Breite dazu, ähnlich breit wie die Miniaturansicht bei PP.
 
Den Laptop den ich jetzt für Person2 im Auge hatte ich schonmal kurz für jemand anderes zum "fertigmachen" zu Hause, da schien er mir schon recht wertig zu sein.

Person1 würde auf dem Laptop ja vermutlich nie CAD machen, bzw nur sehr sehr selten. (Haupt-CAD-Arbeit auf Uni-PCs und zu Hause auf dem stationärem PC).

Für Person2 hatte ich einen externen Monitor für zu Hause angedacht, da der vorgeschlagene Laptop Desktop-Replacement sein soll. Wird das Ding mobil benutzt dann auch dort vermutlich nur äußerst selten für CAD. Zu Hause profitiert er dann von einem hochaufgelöstem Monitor.



Die Frage ist, ob sich der doch recht deutliche Aufpreis für höhere Display-Auflösungen bei den Notebooks für den seltenen CAD Einsatz rentiert.

Gruß
 
schlitzohr1812 schrieb:
Die Frage ist, ob sich der doch recht deutliche Aufpreis für höhere Display-Auflösungen bei den Notebooks für den seltenen CAD Einsatz rentiert.

Wenn nur (sehr) selten mit Anwendungen gearbeitet wird, die eine hohe Auflösung quasi voraussetzen, und das Geld zudem knapp bemessen ist, dann lohnt es sich sicher nicht.

Beim Arbeiten von Vorteil ist eine höhere Auflösung eigentlich immer, aber bei einem mobilen Gerät muss man immer irgendwo Abstriche machen.
 
Hm, jetzt ist es "sehr selten", im Betreff steht was von einem CAD-Laptop ;)

Nein, tut mir leid, dem Intel-Grafik-Gedöns würde ich bei aller Liebe kein CAD antun wollen. Uralt-2D-AutoCad, ja, kein Ding. Inventor? Echt? :/ Sehr gemischte Gefühle dabei. Nein, eine Quadro muss es ganz sicher nicht sein, aber etwas mit dediziertem Speicher und einer halbwegs ordentlichen Speicheranbindung wäre schon vernünftig. Schadet ja auch nicht wenn dein Kumpel mal eine Runde zocken will.

Displayauflösung ist so ne Sache... Intel-Grafikkatzen mit hochauflösenden Displays zu kombinieren - und dann noch Wunder in Sachen 3D-CAD zu erwarten - weiß nicht. Andererseits kenne ich die Thematik, wer bei 900 Pixeln in der Vertikale 2000 mal am Tag die Menüleisten auf- und abfährt, der bekommt ganz schnell einen Hass auf das zu kleine Display.

Abstriche musst du machen - aber: was darf der Spaß denn kosten?
 
Also meine Kumpels habens ich jetzt nochmal erkundigt.
Offensichtlich müssen Sie die Dinger doch auch mobil für CAD nutzen, z.B. in Lern-Gruppen, da Sie dann keinen Zugriff auf die Rechner haben.... *Waas ein hin-und-her, sry*

Also wird gesucht:

1. Laptop für Office und CAD
2. Laptop für Office, CAD und ein bisschen Zocken

Nun stehen wir wieder am Anfang ;)

Kosten? So wenig wie möglich ;)
Für das Zocker-Ding ~900€? Für den anderen ~700€? so in etwa ;)

P.S.: Solltens chon ~15" sein ;)

Gruß
 
Also für das 900€-System: Dell Precision M4500 - das ist die ältere Version des aktuellen M4600 - und das gibts derzeit zum Schleuderpreis -- 868,60€ laut Webshop (+MwSt +Versand). Da du aber keine Firma bist, müsstest du telefonisch bestellen und speziell bei Dell lässt sich am Telefon nochmal was aushandeln, eigentlich immer. Da könnte man die MwSt wieder reinholen.
Dafür bekommt einen Core i5-560M (2,66GHz), 4GB RAM, ein mattes 1600x900 White-LED Display, 320GB HDD (Platz für eine zweite ist auch vorhanden!) und eine Quadro FX880M mit 1GB Speicher. Ach ja, eine beleuchtete Tastatur gibts auch noch - verpackt in einem Magnesium-Gehäuse...
Ooops. Sollte eigentlich nicht nach Werbung klingen, aber... Naja.
Inventor rennt da drauf wie ein Flitzemännchen :)
 
Scheint ein recht interessantes Gerät zu sein, allerdings zum Zocken in Hinblick auf die Grafikkarte eher weniger geeignet :( Und das 900€-Gerät sollte sich ja auch zum Zocken eignen.

Gruß
 
Ooops - hab ich wohl was durcheinander gebracht :)
Ne, Zocken ist damit nicht so ideal, stimmt.
 
So, ich mal wieder.

Haben dieses Gerät jetzt mal testweise bestellt, für 670€. Sollte Montag/Dienstag ankommen.
War das letzte verfügbare, deshalb konnte ich hier vorher nicht groß fragen.
Es ist das Nicht-Zocker-Notebook, also CAD und Office-Arbeiten sollen damit erledigt werden.

Sollte doch wohl klar gehen, oder? Wenn nicht, wandert es kostenfei zurück :)



Ein Notebook, was sich auch noch zum Zocken eignet wird weiterhin gesucht :)

Gruß
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe das Clevo W150HRM (wird in Deutschland von Schenker als A501 verkauft). In meiner Techniker-Weiterbildung nutze ich regelmäßig AutoCAD Mechanical 09 und dessen Inventor Version, sowie Catia v5. Über die Leistung kann ich mich eigentlich nicht beschweren.

Das einzige, was ich aktuell zocke ist D3 sowie SC2. Beide laufen für mich zufriedenstellend und der Rechner pfeift auch nicht aus dem letzten Loch. Zum Test hab ich mal nen bisschen Crysis 2 gespielt, nur um die Leistung mal zu testen. Es lief für mich auch noch zufriedenstellend, aber der Rechner pfeift mMn dann aber aus dem letzten Rohr.

Ich bin aber voll zufrieden mit dem Gerät.

Postiv:
- tolles non-glare Display (ich würde niemals ein Glare-Display empfehlen. Mir geht es richtig auf die E*** von meinen Nachbarn bei Sonnenschein geblendet zu werden :evillol:)
- hohe Auflösung

Negativ:
- Tastatur gibt es wahrlich bessere
- Gewicht

Ich persönlich kann das Gerät wärmstens empfehlen.
 
Klingt interessant, Schauen wir uns mal an, danke! :)

Gruß
 
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