News Masimo verkauft Sound United: Bowers & Wilkins, Denon und Marantz gehen an Harman

@DJMadMax: keine Frage, der Gebrauchtmarkt ist vor allem bei Stereo und bei Endstufen (zur Kombination mit dem modernen Prozessor) eine sehr gute Wahl. In einem anderen Raum habe ich einen Revox B-251 mit Revox B-226 CD Player am Start. Dazu ein Thorens TD-126 MK III. Alles gebraucht "geschossen", dazu große ELAC Boxen aus den späten 90er Jahren. Im Unterschied zum Surround-Bereich tut sich da ja technisch nicht so viel.

Mit dem Yamaha hatte ich Video- und Audioteil natürlich getrennt, schließlich hatte der DSP-A1 noch S-Video Buchsen! Mit dem Emotiva ist das alles so bequem geworden (und der Klang ist auch phantastisch, weit besser als bei DSP-A1) alles über den Prozessor zu jagen,
 
9t3ndo schrieb:
Danke. Onkyo ist komplett an mir vorbei gegangen, das die wieder AVR bauen.
Und ich kann dir nur sagen, dass der RZ50 auch richtig gut ist. Macht Spaß
 
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Roesi schrieb:
Bin ich mal gespannt. Im Haus alles von Yamaha gekauft und bewusst damals Denon ausgelassen.

Problematisch ist einfach für die Firmen die langlebigkeit der Produkte und der Wandel in der Gesellschafft zu immer mehr billigeren Geräten.
Fängt schon bei Handy Musik an und geht zu Amazon Boxen, Sonos Boxen und Apple Boxen.

Wer kauft heutzutage noch was anständiges wo lange hebt.
...Ich. Yamaha AVR und Sub + Polk Schallmacher und für nachts gute Bayerdynamic. Dafür bin ich dann auch bei 5.1 hängen geblieben. Ich kaufe auch noch CD's und Blu-ray.
 
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Sehr traurige Entwicklung. Alles unter Samsung Führung. Samsung selbst strauchelt ja auch derzeit. Nicht unbedingt finanziell, aber organisatorisch.

Ich hoffe, dass vor allem Denon zumindest so weitermachen darf wie bisher. Würde mich ungern nach anderen Verstärkern in Zukunft umsehen müssen.
 
Tigerfox schrieb:
[...]

Samsung ist ein Krake, ein Moloch, der in allen irgendwie mit Technik in Verbindung zu bringenden Branchen mitmischt und überall den Markt mit seinen vergleichsweise billigen Produkten und enormer Entwicklungs- und Produktionskraft durch seine Größe überschwemmt. Natürlich ist mir Samsung in vielen Bereichen noch lieber als chinesische Firmen, bei Smartphones z.B. gibt es ja neben Apple AFAIK nur noch Sony als einzigen Japaner, aber Nischenprodukt, LG als AFAIK einzigem anderen größeren Koreaner und sonst quasi nur Chinesen. Trotzdem wähle ich Alternativen zu Samsung und Chinesen, wo immer ich kann. Ich kaufe Smartphones von Sony, SSDs von WD, TVs von LG usw.
Das ist doch ein Unsinn. Vielleicht hat Samsung früher billige Geräte vertrieben. Heute konzentriert das Unternehmen eher auf Premiumsegment. Das gilt insbesondere für Soundprodukte. Auch ich bin gegen Bildung von Monopolen und Oligopolen. Allerdings muss man dann auch gegen Meta (soziale Medien), Google (Suchmaschine), TSMC (Auftragsfertiger für Chips mit fast 2/3 Marktanteil), Amazon (Onlinehandel) usw. sein. Samsung hat in einigen Sektoren die Führung verloren (Smartphone, DRAM) und im Bereich Audio gibt es noch genügend Konkurrenten (daher auch das OK von Kartellbehörden).
 
DJMadMax schrieb:
Von gutem Klang habe ich keine Ahnung - ich streiche dann mal meine vielen Teilnahmen an Klangwettbewerben und die unzähligen Setups, die ich in meinem Leben schon in privaten vier Wänden probegehört habe (da gings auch über Nautilus hinaus zu Focal Stella Utopias und Infinity Kappa 9 und solchen schönen Dingen). Mal ganz davon abgesehen, dass ich selbst äußerst großen Wert auf die klanglichen Eigenschaften meiner eigenen Setups lege.

Du und auch @slogen, der mir ja ähnlich (aber etwas höflicher) geantwortet hat, solltest dir viel lieber mal überlegen, wieso in deiner Welt laut automatisch mit "schlechtem Klang" gleichgesetzt wird, in meiner jedoch gutes Equipment nicht nur für hervorragenden Klang, sondern gleichzeitig - sozusagen als Abfallprodukt - auch für spaßigen Pegel sorgen kann. Eines der spaßigen und bestklingendsten Setups das ich je gehört habe, bestand aus 8x 18" Stroker in der Front, 8x 18" Stroker im Rücken und zwei Selbstbau-Standlautsprechern mit mir leider nicht näher bekannten Chassis (vermutlich aber aus dem Vifa-Sortiment).
Erneut, ich habe in meinem Eingangsposting bloß erwähnt, dass mit einer Mehrleistung von gerade mal bis zu 20W pro Kanal sich wohl keine großartige Erhöhung der Lautstärke erzielen lassen wird ... Warum Du dann komplett am Thema vorbei dagegen feuerst erschließt sich mir nicht?!?!
Wenn Du allerdings "Wert auf klangliche Eigenschaften" legst und gleichzeitig den Bass als so wichtig verstehst, ist für mich der Verweis z.B. auf B&W (Nautilus) recht bizarr. B&W ist bekannt dafür, seine Lautsprecher mit enormer Anhebung der Höhen (je nach Modell 2-5 dB!) abzustimmen. Auch neuere Konzepte wie kontrollierte Richtwirkung, Cardioid-Bass etc. findet man bei deren Lautsprechern nicht. Bisher war das die typische Audiophool-Marke mit großen Werbebudgets und dementsprechend guten Testergebnissen.
Insofern freut mich, dass mit Harman die wissenschaftlichen Erkenntnisse von Floyd Toole und seinen Nachfolgern auch im Hause B&W Einzug halten. Ich könnte mir vorstellen, dass ähnlich wie z.B. bei JBL (wo beginnend ab den kleinen 305P bis zu den großen 4367 durchgehend abgeliefert wird) die Lautsprecher jetzt auch objektiv messbar besser werden und ihren Kaufpreis so rechtfertigen. DAS ist die Nachricht, die beim Verkauf von Sound United die Klanginteressierten eigentlich begeistern sollte. Rein bezogen auf Haptik und Optik (Geschmackssache) haben sie bisher ja bereits abgeliefert.
DJMadMax schrieb:
Ich kann "euch", die ihr glaubt, die audiophilsten Menschen schlechthin zu sein, daher nur raten, auch mal andere Bereiche der Musik und des Musikhörens und Erlebens selbst zu erfahren.
Ich höre kreuz&quer alles, was mir gefällt, das muss kein audiophiles Geklimper sein. Gitarrenorientierte Musik (Rock/Metal) ist ohnehin anspruchsvoller, was die Musikwiedergabe angeht, als das auf Musikmessen gängige Material. Beim Bass mag ich eine straffe aber keinesfalls dröhnige Abstimmung. Da wäre der Einzug von DiracART ein großer Schritt, den Denon/Marantz zwar angekündigt aber noch nicht vollzogen haben.
 
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scheru schrieb:
[...] Austrian Audio [...]. Qualität und Preis/Leistung sind top.
Danke für den Tipp :)
Wird für mein nächstes Headset definitiv notiert :smokin:
 
hmmm_napfig schrieb:
Erneut, ich habe in meinem Eingangsposting bloß erwähnt, dass mit einer Mehrleistung von gerade mal bis zu 20W pro Kanal sich wohl keine großartige Erhöhung der Lautstärke erzielen lassen wird ... Warum Du dann komplett am Thema vorbei dagegen feuerst erschließt sich mir nicht?!?!
Wir haben uns da vermutlich gegenseitig in etwas verstrickt, was so von keinem von uns zu Beginn gemeint gewesen ist (ein Nachteil einer Forendiskussion gegenüber einer wesentlich dynamischeren face to face-Konversation).

Mir ging es bei den größeren Endstufen des 6800H primär nicht darum, dass sie einfach nur "mehr Watt" bereitstellen (mir ist auch bewusst, dass +3 dB eine Verdopplung der Leistung erfordern), sondern auch darum, dass die Endstufen vermutlich mit größeren Elkos gepuffert sind, idealerweise noch ein größeres Netzteil verbaut ist und damit einhergehend auch Dämpfungsfaktor und allgemein die Kontrolle gerade in kritischeren, lauteren Passagen noch etwas besser ausfällt.

So wird vielleicht eher ein Schuh draus, als "mehr Leistung = besser" zu schreiben. Insofern wolltest du mich sowie weitere Interessierte mit deinem zweifellos vorhandenen Wissen sicher nur darauf hinweisen, dass die Leistung einer Endstufe alleine keinesfalls maßgeblich ist.

Das möchte ich insofern auch noch einmal deutlich unterstreichen, dass z.B. eines der aller-aller besten Stereo-Setups, das ich jemals gehört habe, ich etwa 2002 glücklicherweise in meinem eigenen ersten Auto erleben durfte. JA, ein Auto ist die denkbar dümmste Variante, hochwertig Musik hören zu wollen (und dennoch verdient eine riesige Industrie dahinter einzig und allein mit diesem Thema sich seit bald 40 Jahren eine goldene Nase). Das Setup bestand lediglich aus zwei 13er Andrian Audio (damals noch Mulert oder Kult Audio) TMTs, die fullrange an einer Genesis Stereo 50 mit popeligen 2x25 Watt (vollanalog Class A) betrieben wurden. Mit ein wenig Tüftelei bei der Ausrichtung, einer entsprechend massiven Anbindung an die Türen sowie minimalem Eingriff im EQ (Laufzeitkorrektur hatte ich damals noch nicht im Auto) hat das so hervorragend funktioniert, dass ich seither nur noch äußerst selten einen vergleichbaren "Aha-Effekt" erleben konnte. Dem Pegel waren - auch der Fullrange geschuldet - selbstverständlich Grenzen gesetzt, aber Musikhören und richtig viel Spaß haben kann man zweifellos auch mit sehr wenig Leistung, keine Frage.

hmmm_napfig schrieb:
Bisher war das die typische Audiophool-Marke mit großen Werbebudgets und dementsprechend guten Testergebnissen.
Ich habe die Nautilus nicht erwähnen wollen um damit zu signalisieren, dass ich die toll finde. Mir haben auch die 120.000 Euro teuren Focal Stella Utopia klanglich nur in Teilen gefallen. Ich wollte damit nur klarstellen, dass ich nicht der "Mein Papa hat ne Teufel-Anlage, mein Nachbar ne Nubert, ich kenn mich aus"-Typ bin und schon in "gewissen Kreisen" kursiere. Auch lustige, alte Dinge wie Tannoy Arenas sind mir durchaus geläufig :) Ein IRS Beta-Setup oder etwas in Richtung Fullsize Magnetostaten fehlt mir leider noch.

Im Übrigen kann ich berichten, dass die besagten Nautilus ("nur" die 802 Diamond D2), die bei meinem Trauzeugen standen, nach meiner Kritik irgendwann richtig dekadent als Rear-Lautsprecher verwendet wurden und in der Front zwei Tricom Pinocchio (Dreiwege-Kleinserie von Klaus Methner) zum Einsatz kamen ^^

hmmm_napfig schrieb:
Beim Bass mag ich eine straffe aber keinesfalls dröhnige Abstimmung.
Dito, deshalb bin ich hier weiterhin so sehr von dem riesigen 16 Chassis Push-Pull-Setup mit 18 Zoll-Strokern begeistert. Die Stroker haben eine Papiermembran sowie eine mehrfache Zentrierung (der gute alte Zentriernippel ^^) für möglichst linearen Hub. Dank ihrer PA-Ursprünge sind sie unfassbar schnell und dynamisch, womit einfach jedes Schlagzeug genau so klingt, wie es klingen muss: Staubtrocken und zu 100% authentisch.

Das sind aber alles Bereiche, in denen man ganz klar abgrenzen muss vom heimischen Wohnzimmer-Setup und von jenem, für das ein großer Raum dediziert geopfert wird - zusammen mit einer großen Summe aus dem Geldbeutel. Ich bin glücklicherweise jemand, der meist viel mehr Spaß an äußerst günstigen Lösungen hat, als an jenen, die mit Geld erschlagen werden. Insbesondere bei Lautsprechern besteht eigentlich nie die Not, sich zwingend Neuware kaufen zu müssen und sofern die Sicken und der Antrieb bzw. die Zentrierung der Chassis noch in Ordnung sind, kann man auch bedenkenlos zu 30 Jahre alten Lautsprechern greifen, sofern man den Zustand entsprechend einschätzen und idealerweise probehören kann.

Ich brauche dir das alles nicht erzählen, das ist dir sicherlich auch alles geläufig und bestens bekannt :) Die Antwort dient daher eher der Klärung unseres scheinbar entstandenen Mißverständnisses sowie für all jene, die entsprechend nachlesen und hier objektiv informiert werden wollen.
 
scheru schrieb:
Die alten AKG Jungs haben Austrian Audio gegründet und fertigen noch in Wien. Qualität und Preis/Leistung sind top.
Guter Hinweis. Wobei ich gerade gesehen habe, dass die Januar 2025 von DPA Microphones übernommen wurden. So fängt es an. Ist jetzt noch nicht schlimm. DPA ist selbst eine kleine Firma mit anderem Schwerpunkt. Von daher wird Austrian Audio wahrscheinlich erst mal weiter laufen, wie bisher. Allerdings geht es natürlich schon wieder in die gleiche Richtung mit ständiger Konsolidierung. Wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit, bis die nach zwei oder drei weiteren Aufkäufen am Ende auch wieder bei Harman / Samsung landen. 🙈
 
Marcel55 schrieb:
Ich hoffe das sind erst mal gute Nachrichten.

An Denon und Marantz führt für Heimkino-Fans ja kaum ein Weg vorbei. Wäre echt schade wenn wir darauf in Zukunft verzichten müssten.

Ich sehe hier eine sinnvolle Ergänzung des Portfolios von Harman, aber auch viele Überschneidungen.
Nunja, 350 Mio. ist eigentlich ein Schnäppchen, da hat Harman/Samsung keinen schlechten Fang gemacht würde ich sagen. Aber Masimo hat dem Laden leider nicht gut getan. Viele der großen Köpfe sind leider schon gegangen (worden?), da bleibt erst mal ein Scherbenhaufen, aus dem erst mal wieder tolle Produkte emporsteigen müssen. Harman hatte früher ja auch Heimkino-Lösungen mit harman/kardon, aber davon ist irgendwie nix mehr übrig, das ist fast vollständig in die Samsung-Soundbars aufgegangen, ich hoffe sowas passiert hier nicht.

Hab selbst z.B. den Denon AVC-X4800H und bin sehr zufrieden mit dem Teil, versorgt meine 7.2.4 Anlage prima, wüsste ohne dam gar nicht was ich mir sonst holen sollte, Onkyo/Pioneer sind ja wieder da, aber auch schon wieder am straucheln hab ich gehört. Die anderen Marken decken dann doch schon einen deutlich höheren Preisbereich ab. Der Hifi-Markt hat es irgendwie schwierig.

Auf der einen Seite gibt es diese Hifi-Esotherik-Schlangenöl-Firmen die Netzkabel für 10.000€ verkaufen und damit irgendwie überleben (wahrscheinlich gibt es nicht viele Käufer aber dafür ne exorbitante Marge), auf der anderen Seite haben es die Firmen, die alles was für eine gute Klangqualität benötigt wird zu einem erschwinglichen Preis anbieten schwierig, weil sich wohl immer mehr mit schlechtem Klang zufrieden geben.

Wie überall immer mehr Polarisierung, entweder man gibt sich mit ner 50€ Bluetooth-Box zufrieden, oder man braucht unbedingt das 10.000€ Netzkabel damit die Anlage gescheitert klingt - wo ist das Mittelfeld, normale Leute die guten Klang möchten und dafür gerne etwas Geld ausgeben, aber kein ganzes Vermögen? Irgendwo sind sie. Ich bin schon mal hier :D

Wobei High-End von Sound United ja auch abgedeckt wird, z.B. mit Bowers & Wilkins, wenn man es so nennen will. Da hat Harman mit Mark Levinson zwar auch ne Marke im Portfolio, aber so richtig bedient wird das bisher gefühlt nicht. Den No. 5909 hab ich mir schon mal angehört, überzeugen konnte er mich nicht.

Der Markt ist ja da, er schrumpft, aber es gibt genug so Verrückte wie mich, die sich nicht mit ner einfachen Soundbar zufrieden geben und sich gerne 13 Lautsprecher ins Wohnzimmer stellen, die wollen auch bedient werden. Ich hoffe an uns wird weiterhin gedacht.

Die anderen Harman-Marken wie JBL leben ja auch mehr oder weniger eigenständig weiter, das wird hier auch so sein, aber jetzt gibt es zumindest eine Muttergesellschaft die im Audio-Bereich heimisch ist.
Hier ist noch so einer von der Sorte :) Ich wüsste auch nicht mit was ich mein 19 Jahre altes Teufel System 5 THX select ersetzen sollte...
 
Beängstigend, wie vieles aus diesem Film inzwischen wahr geworden ist:

 
JMP $FCE2 schrieb:
Beängstigend, wie vieles aus diesem Film inzwischen wahr geworden ist:

Ich liebe den Film, aber verstehe nicht was Du meinst. Davon ist nix wahr geworden. Kein einfrieren, das Verhalten der Polizei, kein Pizza Hut Franchise War, nix. 🤷‍♂️
 
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@Kommando Bitte entschuldigt meinen Off-Topic und KI-Einsatz. 🙈
Friede sei mit euch.

Der Film Demolition Man (1993) zeigt eine futuristische Gesellschaft mit einigen Elementen, die heute teilweise Realität geworden sind oder Parallelen zur heutigen Welt aufweisen. Hier sind die wichtigsten fiktiven Inhalte des Films, die sich in gewisser Weise verwirklicht haben:

1. Überwachung und Kontrolle durch Technologie:
- Im Film wird die Gesellschaft stark überwacht, und Bürgerverhalten wird durch Technologie reguliert (z. B. Strafen für Fluchen). Heute gibt es eine zunehmende Überwachung durch Kameras, Gesichtserkennung und digitale Tracking-Systeme, wie sie in einigen Ländern (z. B. China mit dem Sozialkreditsystem) eingesetzt werden. Smartphones und soziale Medien ermöglichen ebenfalls eine umfassende Datensammlung über individuelle Verhaltensweisen.

2. Kontaktlose Interaktionen:
- Im Film gibt es "virtuellen Sex" über Geräte, um physischen Kontakt zu vermeiden. Heute sind virtuelle Interaktionen durch Videokonferenzen, VR-Technologien und Online-Dating-Plattformen alltäglich. Auch die Pandemie hat kontaktlose Kommunikation und Remote-Arbeit beschleunigt.

3. Künstliche Intelligenz und Automatisierung:
- Der Film zeigt automatisierte Systeme, die das Leben steuern. Heute sind KI-gestützte Assistenten (wie Alexa oder Siri), selbstfahrende Autos und automatisierte Dienstleistungen (z. B. Kassensysteme) weit verbreitet.

4. Verbot von ungesundem Verhalten:
- In Demolition Man sind Dinge wie Fast Food, Alkohol und Rauchen verboten, um die Gesundheit zu fördern. Heute gibt es in vielen Ländern strenge Regulierungen für Rauchen, Zuckersteuern und Kampagnen gegen ungesunde Ernährung, die in eine ähnliche Richtung gehen, wenn auch weniger extrem.

5. Kryotechnologie:
- Der Film zeigt Kryogenisierung (Einfrieren von Menschen) für Gefängnisstrafen. Während Kryotechnologie für Menschen noch nicht etabliert ist, gibt es Fortschritte in der Kryokonservierung von Gewebe und Organen sowie Unternehmen, die Kryonik für die Zukunft anbieten.

6. Dominanz von Franchise-Unternehmen:
- Im Film ist "Taco Bell" die einzige Restaurantkette, die übrig geblieben ist. Dies karikiert die Monopolisierung von Marken. Heute dominieren große Konzerne wie Amazon, Starbucks oder McDonald's viele Märkte, auch wenn es keine einzelne Kette gibt, die alles kontrolliert.

7. Politische Korrektheit und Sprachkontrolle:
- Der Film zeigt eine Gesellschaft, in der bestimmte Wörter und Verhaltensweisen tabu sind. Heute gibt es Debatten über Cancel Culture, politische Korrektheit und Sprachrichtlinien, die in einigen Kontexten ähnliche Tendenzen aufweisen.

8. Selbstfahrende Fahrzeuge:
- Im Film fahren Autos autonom. Heute sind selbstfahrende Fahrzeuge von Unternehmen wie Tesla oder Waymo in Entwicklung und teilweise im Einsatz, auch wenn sie noch nicht flächendeckend verbreitet sind.

9. Toiletten mit "drei Muscheln":
- Die berühmte Szene mit den "drei Muscheln" statt Toilettenpapier bleibt fiktiv, aber moderne Toiletten mit Bidet-Funktionen oder sensorgesteuerten Systemen (z. B. in Japan) zeigen eine Entwicklung hin zu technologisch fortschrittlicheren Sanitäranlagen.

Fazit: Viele Elemente aus Demolition Man spiegeln Trends wider, die sich in den letzten Jahrzehnten verstärkt haben, insbesondere in den Bereichen Überwachung, Automatisierung, Gesundheitsregulierung und virtuelle Interaktionen. Allerdings bleibt die Darstellung im Film stark übertrieben und dystopisch – die Realität ist nuancierter und weniger extrem.


Ergänzung meinerseits:

10. Autos fahren mit Elektromotoren.
 
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Ok, wenn man das auf den gesamten Film bezieht. Hatte das nur auf den Schnipsel bezogen. Macht aber mehr Sinn so.

PS: Bis Du der KI-Leiter des Forum? :D
 
Der Schnipsel ist der, der zum Thema passt. Ist zwar kein Franchise, trotzdem werden im Endeffekt immer mehr früher eigenständige Firmen von einem Riesenkonzern ferngesteuert.
 
Wie gesagt: Sehe ich nicht so. Aber bringt auch nix das hier zu diskutieren.
 
Ostfriese schrieb:
Nostalgie, wenn ich diese Marken lese!

Ich hab' noch zwei fette Denon DVD-A1 Player hier und kann mich davon nicht trennen...

Der Onkyo CD-Player aus den 80ern -genaue Bezeichnung ist mir entfallen- hatte ein Alu-Druckguss-CD-Tray. Das wirkte massiv. Das Ding hatte zwar nach 30 Jahren irreparable Störungen, aber die Schublade werde ich nie vergessen.

Alle Produkte, die nun von den genannten Marken heraus gebracht werden, zehren einfach von der Reputation der Marke. Darum gibt es auch noch immer Grundig, Blaupunkt, Telefunken, Metz, etc. obwohl das nichts mehr mit dem Ürsprünglichen zu tun hat.

Ich fühle mich alt - ich mach mal kurz Mittagsschlaf. :daumen:

Hab mir vor ein paar Jahren einen Grundig CD7500 geholt, ist praktisch baugleich mit dem Philips CD-303 (in den frühen 80ern übernahm Philips zunehmend das Ruder von Grundig) und kam etwas nach den ersten CD-Playern, zählt aber noch zur ersten Generation.
Bei dem fährt keine einfache Schublade für die Silberscheiben, sondern das ganze Laufwerk raus und bei den frühen Philips CDM-Laufwerken wird der Laser noch radial wie der Tonarm der meisten Plattenspieler bewegt, während Mitentwickler Sony schon damals auf tangentiale Führung des Lasers gesetzt hat wie sie auch bis heute dominiert.
Zudem hat es dann ein Sichtfenster, wodurch man die drehende CD sehen kann, zusätzlich wird das ganze noch von je drei LEDs rechts und links beleuchtet (die alten waren so schwach und gelblich sodass ich die aus- und weiße Nichias reingelötet habe).

Mal sehen was noch geht, die Plattenspieler haben ja ihr Revival und ihre Nische gefunden, auch hier und da bringen ein paar wieder Walkmen raus, gibt/gab durch irgendwelches Nostalgiezeugs inzwischen wohl nen Run auf alte Digitalkameras (aus den 2000ern) und auch Camcordern aus dieser Zeit und den 90ern, wodurch mittlerweile die Preise gut anziehen, also schaut mal ob ihr noch ne alte IXUS, Coolpix, Cybershot, Exilim etc. in der Schublade habt und man damit vielleicht wieder ein paar Euro bekommt und nicht nur "zu verschenken".
Aber solcher Murks wird eben (hoffentlich) nicht mehr neu produziert...
 
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