Micro Cloud oder Incus als Proxmoxalternative?

Der_Dicke82

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Moin Leute,

ich bin heute morgen über Micro Cloud von Cronical gestoßen und fand es echt interessant. Allerdings wie soll es anders sein, es wird über snap verteilt und dagegen versuche ich mich seit erscheinen aktiv zu wehren.

Also ein bisschen informiert und auf Incus gestoßen. Das scheint im Grunde ein Fork zu sein, ohne snap.

Meine Gedanken

  • easy auch nachträglich auf jedem Linuxsystem zu integrieren
  • Grundsätzlich alles über cli machbar und wahrscheinlich auch so gedacht, aber WebUI ist vorhanden
  • Sehr übersichtliche WebUI

Ich denke nicht das es für "Anfänge" geeignet ist. da ist Proxmox mit helperscripts usw. wahrscheinlich besser, aber ich versuche mich immer mehr von Skripten und fertigen images zu entfernen und genau deswegen hat Incus nun mein Interesse geweckt.

Seit Ihr schon darüber gestoßen, was sind eure Gedanken? Da ich in nächster Zeit mein Netzwerk komplett neu strukturieren möchte (Thread wird kommen) habe ich mir überlegt Incus mal als Alternative zu Proxmox zu nutzen.
 
Der_Dicke82 schrieb:
Ich denke nicht das es für "Anfänge" geeignet ist. da ist Proxmox mit helperscripts usw. wahrscheinlich besser, aber ich versuche mich immer mehr von Skripten und fertigen images zu entfernen und genau deswegen hat Incus nun mein Interesse geweckt.
Wo siehst du hier nun die großen Unterschiede zwischen Incus und Proxmox? Ist doch relativ egal über welches System du die Container hochziehst. Manuelle Container (also nicht via Helperscripts) gehen bei Proxmox ja auch.
 
Die Frage ist doch, was genau du alles machen möchtest.
 
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Wie üblich:

Promox ist halt etabliert und bietet auch kommerziellen Support.

Dazu kommt: Ein Webinterface für ein paar Linux Befehle ist halt ebenso schnell erstellt wie eine Linux Distribution. Wieviele Personen stehen hinter diesem Projekt? Gibt es das auch noch in ein paar Jahren?
 
Ich finde das command set in incus bislang besser als pct in proxmox. tatsächlich möchte ich oft gar nicht das Webinterface nutzen.

@JumpingCat Würden alle dieses Argument befolgen, hätte es auch nie Proxmox gegeben! Wahrscheinlich hättest du dann allen zu VMWare oder ähnlichem geraten.

Da Cronical hinter dem Projekt steht gehe ich nicht davon aus, das es so schnell wieder verschwindet. Eventuell hat es sogar das Potenzial deutlich größer zu werden als Proxmox.

Einer der großen Vorteile ist, das ich es relativ einfach zum Beispiel auf meinem Laptop installieren kann und so direkt eine Testumgebung für meine Container habe. Proxmox hatte ich bislang immer nur als VM zum testen, nicht als paket.

Grundsätzlich kann Proxmox auch alles was ich brauche/möchte, aber ich empfinde es teilweise als zu überladen und gerade die Einbindung von externen Ressourcen ist gerade in lxc nicht besonders trival.
Und in den meisten Fällen, will ich halt nur den Dienst in einem Container laufen haben und die Daten außerhalb.
Auch meine Backups sind in der Regel nur Rohdaten ohne die Dienste.
 
Der_Dicke82 schrieb:
Die heißen immer noch Canonical.
Der_Dicke82 schrieb:
Eventuell hat es sogar das Potenzial deutlich größer zu werden als Proxmox.
Abwarten. Ich denke die Zielgruppen sind unterschiedlich und knapp 400 Sterne auf Github bei einem über zwei Jahre altem Projekt zeugen nicht gerade von einem Hype.
Der_Dicke82 schrieb:
Einer der großen Vorteile ist, das ich es relativ einfach zum Beispiel auf meinem Laptop installieren kann und so direkt eine Testumgebung für meine Container habe.
Das ist genau das ich dir als nächstes geraten hätte - probier es doch einfach aus.
Der_Dicke82 schrieb:
Grundsätzlich kann Proxmox auch alles was ich brauche/möchte, aber ich empfinde es teilweise als zu überladen und gerade die Einbindung von externen Ressourcen ist gerade in lxc nicht besonders trival.
Was für externe Ressourcen meinst du?
Der_Dicke82 schrieb:
Und in den meisten Fällen, will ich halt nur den Dienst in einem Container laufen haben und die Daten außerhalb.
Das ist doch fast immer so und unabhängig davon ob du nun Proxmox, Incus oder irgendwas anderes nutzt.
 
gaym0r schrieb:
Die heißen immer noch Canonical.
Ich wusste das es falsch war, aber zu faul nachzuschauen :-D Danke dir!

gaym0r schrieb:
Das ist genau das ich dir als nächstes geraten hätte - probier es doch einfach aus.
Das werde ich auch, hier ging es ja darum eure Gedanken zu erfahren. Wobei ich bislang das Gefühl habe, das es noch keiner der antwortenden ausprobiert hat.
gaym0r schrieb:
Abwarten. Ich denke die Zielgruppen sind unterschiedlich und knapp 400 Sterne auf Github bei einem über zwei Jahre altem Projekt zeugen nicht gerade von einem Hype.
Ich spreche auch nicht von einem Hype, aber schau mal wielange einige Distros komplett unter dem Radar geflogen sind, auch weil sie noch nicht produktiv einsetzbar waren und dann doch sehr erfolgreich geworden sind. Ich persönlich habe Proxmox erst am Version 7 kennengelernt, das ist auch die Version mit der ein "Hype" aufgekommen ist. Die Erwartung das etwas von der ersten Minute erfolgreich sein muss um es jemals zu sein finde ich nicht besonders Hilfreich. Als bestes Beispiel Linux! wer hätte Anfang der 90er mit diesem Erfolg gerechnet?
gaym0r schrieb:
Was für externe Ressourcen meinst du?
In meinem Fall in der Regel NFS
gaym0r schrieb:
Das ist doch fast immer so und unabhängig davon ob du nun Proxmox, Incus oder irgendwas anderes nutzt.
Ja natürlich ist das für mich auch unabhängig vom Host, wenn ich mir Tutorials anschaue oder installationen gezeigt werden sind aber in der Regel alle Ressourcen nur im Container eventuell auf verschiedenen volumes vorhanden. Selbst Datenbankensysteme werden für jeden Dienst einzeln angelegt, anstatt einen lxc für Datenbanken zu erstellen.
Und am Ende denkt jeder das man 16+ cores und 64 GB+ ram fürs homelab braucht

JumpingCat schrieb:
ähm wie bitte? Ich habe niemanden zu etwas geraten.
Sorry, ist mein Fehler es war kein Rat sondern deine Meinung, an meiner Aussage dazu ändert das wenig
Ergänzung ()

Nochmal zum Thema:

Hat sich jemand Micro Cloud oder Incus mal genauer angeschaut oder sogar ausprobiert?
 
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Nochmal eine Ergänzung:

Diesen Vortrag von der FrOSCon fand ich ganz gut um einen Einblick zu bekommen

Ich finde die Konzentration auf die Console anstatt der WebUI sehr gut, da ich meine Server lieber per ssh administriere.
Außerdem finde ich es interessant, das man direkt images von docker.io laden kann und Incus diese in einen system Container umwandelt. Das heisst ich muss nicht mehr wie bei Proxmox einen Dockerservice in einem lxc laufen lassen.
Insgesamt muss man damit aber vorsichtig sein, weil die Updatebarkeit wahrscheinlich darunter leiden wird.
 
Proxmox kann auch aus OCI Container Images LXC Container erstellen (seit 9.1). Und Incus kann kein Cluster, sehe ich das richtig?
 
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Doch kann cluster! Sogar sehr gut! (Skalierbarkeit)
Ok 9.1 habe ich noch gar nicht am laufen, danke für die info
 
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