Mobile

Mit eigener App Geld verdienen?

JanHe

Cadet 1st Year
Registriert
Sep. 2026
Beiträge
12
Guten Tag,

Ich habe eine App entwickelt, die in meiner WG und im Freundeskreis bereits gut angekommen ist, allerdings noch an ein paar Stellen ausgebessert werden muss, bevor sie wirklich "veröffentlicht" werden kann:

saubaer-app.de

Es ist eine App für WGs (ggf. auch für Familien und Paare) zum Sauberhalten der Wohnung. Beim Ordnungsamt kann man dreckige Vergehen denunziativ anzeigen oder gute Taten melden. Dafür gibt es für den jeweiligen Beschuldigten bzw. guten Täter Minus- bzw. Pluspunkte. Wer am Ende des Monats am meisten Punkte hat, hat gewonnen und kriegt eine Belohnung, die im Parlament gemeinsam festgelegt werden kann.

Dies als ganz grobe Zusammenfassung.

Da Werbung in Apps super nervig ist, scheint mir als einzige Option zum Geld verdienen zu sein, die App kostenpflichtig zu schalten. Ich denke da an 0,99€, jedoch nur als einmalige Zahlung pro Gruppe. Das heißt, der WG-Gründer zahlt einmalig 0,99€ und alle anderen haben eine kostenlose Variante, mit der man nur WGs beitreten, jedoch nicht erstellen kann.
Bislang hatte ich auch eine PWA für iPhones veröffentlicht, dies müsste ich dann aber wohl auch als richtige iOS-Variante veröffentlichen.

Was sagt ihr dazu? Ist es sinnvoll, vor dem "Erfolg" überhaupt schon über Preise nachzudenken? Oder sollte ich die App erstmal kostenlos veröffentlichen und schauen, ob sie überhaupt gut ankommt und sich verbreitet?
 
Ich habe noch nie Geld für eine App bezahlt, die ich nicht vorher vernünftig testen konnte.
Apps, die von Anfang an kostenpflichtig waren, habe ich entsprechend auch nie getestet, da es genügend kostenlose Alternativen gab.

Meine Empfehlung für Nutzer wie mich selbst lautet daher, zunächst mit einer kostenlosen App zu beginnen, diese bei Erfolg zu optimieren (sie wird 100% Bugs haben) und anschließend eine kostenpflichtige Version anzubieten.

Mit unaufdringlicher Werbung zu Beginn kann man noch leben. Diese muss man allerdings (buchstäblich) dauerhaft gegen eine Gebühr entfernt werden können.

Nahezu alle Apps, die ich erst mehrere Wochen oder Monate genutzt habe, sind kostenlos.
Nach dieser Zeit weiß ich, ob die App wirklich gut ist.
Entweder kaufe ich anschließend die werbefreie Version oder ich zahle eine Spende, wenn die App von Anfang an kostenlos und ohne Werbung war.
Und ich empfehle diese Apps auch, wenn sie es sich verdient haben. (z.B. Fossify)
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: herrStreusalz, KitKat::new(), SirSinclair und 3 andere
Ja, ich stimme dir zu. Ich sollte sie erstmal kostenlos anbieten und in der App ein humorvolles Spenden-Popup einrichten. Dann sind Bugs etc. auch verzeihlicher.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: wagga
Die Fragen ist doch erstmal: Welche Kosten hast du denn überhaupt? Also was muss am Ende überhaupt reinkommen um mindestens kostendeckend sein? Und dann ist die Frage, über welche Summe wir überhaupt reden.
Tendenziell würde ich auch eher vermuten das eine solche App als "kostenpflichtige" Option wohl erstmal nicht angenommen wird. Weil man muss ja erst einmal auf die Idee kommen und dann muss man auch noch auf die Idee kommen Geld dafür zu bezahlen, anstatt selbst in Excel einen Haushaltsplan (im Zweifel auch mit Punkte- und Belohnungssystem) auf die Beine zu stellen.

Insofern macht es wohl eher Sinn, dass ganze kostenlos anzubieten und dann einfach mal zu beobachten.

Denn es steht ja auch die Frage im Raum, ob es überhaupt den Aufwand rechtfertigt. Du musst dann vor allem haargenau darauf achten, keine Gewinne zu erwirtschaften, da du sonst im Zweifel schon ein Gewerbe anmelden musst. Im Zweifel verlangen Google und Apple meine ich jetzt ja schon eine USt.-ID, sobald du Geld für eine App möchtest. Das heißt, du musst eine solche beim Finanzamt anfordern. Das geht auch grundsätzlich ohne Gewerbeanmeldung.
Aber da steckt halt einiger bürokratischer Aufwand dahinter.

Also solange es eher ein Hobby bleiben soll und die Kosten überschaubar sind, biete es kostenlos an.

P.S.: Auch Spenden gelten als gewerbliche Einnahmen in dem Kontext.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: herrStreusalz, Pandur, Xero261286 und 2 andere
Vorsicht, den Namen gibt es in der Form bereits (DM Marke)
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Kuristina, herrStreusalz, Pandur und 3 andere
Guter Hinweis von fowLakatah, das könnte schnell Ärger geben.

Abgesehen davon habe ich seit Jahren kein Geld für irgendeine geartete Alltags-App bezahlt. Dazu gibts zu viel Auswahl. Ich wage zu bezweifeln das du da redenswert Geld generieren kannst.

Noch dazu ist dein Zielmarkt Studenten etc, die oft aus Gründen der Wohnkosten eben in einer WG wohnen. Erfahrungsgemäß ist da einfach generell weniger Geld für sowas verfügbar.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: herrStreusalz und wagga
Zumal, neben dem Namen, man sich auch beim Logo hat kräftig "inspirieren" lassen. Das wird in der Form, unabhängig von der Qualität / dem Nutzen der App, so nicht lange bestehen bleiben.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: wagga und Mojo1987
Kein Plan was es kostet aber wenn es nicht viel ist, mach das man mit PaySafe Restguthaben zahlen kann ^^
 
fowLakatah schrieb:
Zumal, neben dem Namen, man sich auch beim Logo hat kräftig "inspirieren" lassen
Wirklich? :D Ich schwöre, ich habe mir das dm-Logo nicht einmal angesehen, das ist alles von ChatGPT auf Grundlage meiner App-Idee (also nicht bloß ein kurzer Prompt "Mach mir einen Saubär", sondern nach längerem Austausch eher sowas wie "Erstelle ein ConceptArt wie die App aussehen könnte").
Aber ja, guter Hinweis, ChatGPT meinte das auch schon zu mir und der Hetzner-Domaincheck hat mir auch verraten, dass dm die Website saubaer.de seit 2007 registriert hat... jetzt basiert halt schon alles auf dieser Mischung von Bär und Sau. Ich könnte mir vorstellen, die App in "Denunziationsapp" umzubenennen, da wird man beim Hören zumindest hellhörig.^^
Vielleicht sollte ich mich auch einfach bei dm melden und die mal fragen, ob die was dagegen hätten? Oder könnten die mich, im jetzigen Entwicklungsstadium, wo nur ein Provisorium veröffentlicht ist, ohne Google Play Store, dafür verklagen?

PS:
Vorteil vom Namen "Denunziationsapp": Das könnte man später umfunktionieren in eine allumfassende Denunziationsapp, wo man dann auch Falschparker oder linkspropagandistische Lehrer*innen denunzieren könnte xD (nur Spaß, nicht ernst nehmen!)
 
Nenn das Kind SchmuddelEule und gut ist.
Die Kernaussage bleibt bestehen :>
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Fabii02 und JanHe
Wie werden die Daten ausgetauscht?
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: wagga
Über meinen Server. Aktuell allerdings noch komplett unverschlüsselt. Das wird noch geändert. (Meine andere App für synchronisierten Kalender, auf kalenduo.de, nehme ich da als Vorbild. Kann dir source code schicken, falls du wissen willst, wie es da läuft.)
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: wagga
JanHe schrieb:
Ich schwöre, ich habe mir das dm-Logo nicht einmal angesehen, das ist alles von ChatGPT auf Grundlage meiner App-Idee (also nicht bloß ein kurzer Prompt "Mach mir einen Saubär", sondern nach längerem Austausch eher sowas wie "Erstelle ein ConceptArt wie die App aussehen könnte").
Ja gut, wenig verwunderlich dann, aus welchen Daten generiert den die tolle AI so Zeug? Spoiler: Du hast scheinbar eine der Quellen gefunden :)

Deswegen muss man AI Zeug immer kontrollieren und gegenprüfen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: wagga
Moment, hab mir grad nochmal den Saubär von dm angeguckt. Der sieht doch ganz anders aus. Also damit kann man mir bestimmt keinen Vorwurf machen. :D

Mein SauBär:

1788705097892.png
anzeigensaumeister.png



Saubär von dm:

1788705124789.png
 
@JanHe
Man findet immer einen Weg.
Wenn die App erfolgreich wird und es genug von dir zu holen gibt, solltest du dich trotzdem darauf vorbereiten, verklagt zu werden.
Du sollst jetzt keine Angst bekommen, sondern lediglich Geld zurücklegen, um im Ernstfall eine Klage finanzieren zu können.

Denn Recht haben und Recht bekommen ist nicht dasselbe.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: iron_monkey, wagga, F4T4L1TYftw und eine weitere Person
Ja, das stimmt wohl auch... ich bräuchte schon einen schriftlichen Vertrag von dm. Ansonsten wäre es ja auch kein großer Verlust, die App umzubenennen, denn die Bilder kann ich ja trotzdem nutzen.
 
JanHe schrieb:
Über meinen Server.
Und welche Daten der Nutzer werden erhoben?
Hast Du eigentlich schon einen Gewerbeschein?
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: herrStreusalz und wagga
TorenAltair schrieb:
Hast Du eigentlich schon einen Gewerbeschein?
Braucht er aktuell doch noch gar nicht. Den bräuchte er erst, wenn er mit dem Projekt Gewinne erzielt bzw. die Absicht hat, Gewinne zu erzielen. Die Grenzen zwischen kostendeckend und Gewinnerzielungsabsicht sind natürlich fließend und grundsätzlich würde ich wohl immer ein Gewerbe anmelden, wenn ich die Absicht habe, Geld für ein Produkt oder Dienstleistung zu empfangen. Einfach um sicher zu sein. Das hat außer die Kosten für die Gewerbeanmeldung und die damit einhergehende Pflicht einer Steuerklärung (und hier reicht dann eine EÜR) auch keine wirklichen Nachteile. Bis zu 410 Euro Nebeneinkünfte sind ja sogar steuerfrei. Also selbst wenn am Ende ein kleiner Gewinn übrig bleibt, muss man dafür jetzt nicht direkt Einkommenssteuer zahlen.
Wenn man nebenher gar keine anderen Einkünfte hat kommt sogar Grundfreibetrag zum Tragen.


Es ist halt viel Bürokratie. Und die würde ich mir erst antun, wenn ich sehe, dass ich eine gewisse Nutzerbasis habe und auch gewisse Aufwendungen, die ich dann auch nicht mehr alleine ohne Gegenleistung tragen will.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: herrStreusalz, iron_monkey und JanHe
JanHe schrieb:
Aktuell allerdings noch komplett unverschlüsselt
Dann bekommst du sie gar nicht veröffentlicht.
Glaube Apple und Google blockieren das in ihren Stores mittlerweile, einer definitiv.

Auf iOS brauchst du übrigens auch jedes Jahr eine Dev-Lizenz für 99USD und je nach Framework jedenfalls zum Aufsetzen deiner CI/CD einen Mac (kann aber auch ein Cloud-Mac für ein paar Tage sein).
 
TorenAltair schrieb:
Und welche Daten der Nutzer werden erhoben?
Die Frage kann ich jetzt noch nicht gut beantworten, da die App überhaupt noch nicht zur breiten Veröffentlichung gedacht ist. Aber da ich es so anpeile wie Kalenduo (kalenduo.de) werden keine eingegebenen Inhalte lesbar sein (E2EE), lediglich allgemein Namen der WG, Nutzername, Geräte-Metainformationen, auch IP usw. (einige davon werden jedoch nach 8 bzw. 90 Tagen gelöscht, jedoch, wie ich gerade überprüft habe, noch nicht einheitlich genug) All das dient ja dazu, dass ein Zugang wiedererkannt wird. Aber ja, gute Frage, ich müsste da evtl. noch kritischer herangehen. Ich werde das für kalenduo jetzt auch nochmal prüfen... ist halt die Frage: ein paar Daten müssen ja gespeichert sein, damit bei Serververbindung das Gerät überhaupt wiedererkannt werden kann. Und dazu benötige ich halt auch IP usw., einfach der Sicherheit wegen, dass der Server sich nicht allein auf ein Datum verlässt.
Theoretisch wäre aber all das sicherlich auch gar nicht so notwendig. Name der WG und Nutzername ließe sich bspw. sicherlich auch gut verschlüsseln...
 
Zurück
Oben