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NewsModern Warfare 4: Activision nutzt Bilder von echter tödlicher Katastrophe
Für die Darstellung eines fiktiven Krieges in Südkorea greift Call of Duty: Modern Warfare 4 auf echte Fernsehbilder der Itaewon-Katastrophe von 2022 zurück. Angehörige der 159 Todesopfer protestieren. Activision entschuldigt sich und will die Aufnahmen entfernen.
Fühlt sich spontan verstörend an, das nutzen realer Bilder.
Wenn die zukünftig KI-Generiert oder manuell 3D-Gerendert sind...
Wo hättte KI z.B. die Basisdaten gelernt?
Wo hätte der Programmierer, der manuell von Hand rendert, sich ´inspiration´ für sein Werk mit realem Texturfinish hergeholt?
Interessantes Thema!
Bei bei gespielten Doom, Quake, COD, BF, Half Life und anderen 3D Shotern hatte ich das Thema nie auf dem Schirm bisher.
Ganz nach dem neuen amerikanischen Zeitgeist, wo man schon darüber diskutiert Todesstrafen live zu übertragen. Wen interessiert schon etwas, wie Moral?
Und ihre resourcenverschwenderische Softwareintegration isn Spiel ist das nächste Thema. Da wird das Spiel nicht entweder vor dem Start auf Updates geprüft, nein es wird im Spiel geprüft und lässt wahrscheinlich ki drüberlaufen, die den Rechner zeitweise ans Verbrauchslimit bringt.
Sowas ist seit Jahren gängige Praxis bei Filmen und auch Spielen, und ich finde das auch völlig legitim.
Aber bei allem gibt es irgend jemanden der sich daran stört und durch die sozialen Netzwerke gibt es dann ganz schnell eine Empörungsspirale...
Du in der Hinsicht hat man früher (auch bei Activision) an den Filmakademien Filmkomparsen angeheuert, die dann solche Aufnahmen meistens über einen Nachmittag aufgenommen hatten.
Heutzutage wird es da wahrscheinlich von den jeweiligen Sendestationen Medienpacks geben, die man Online erwerben kann und Activision die Kosten für echte eigene Aufnahmen sich so sparen.
Pandora schrieb:
Sowas ist seit Jahren gängige Praxis bei Filmen und auch Spielen, und ich finde das auch völlig legitim.
Es gehören halt immer zwei dazu: Einmal eine Sendestation, die solches Material weiter lizenziert und dann eben Käufer, die solches Material dann eben in Ihre eigenen Werke integrieren.
Das hier das Material überhaupt Online erworben werden konnte hat schon einen bitteren Beigeschmack.
Zu Gewalt in Videospielen passend "Warum immer realistischere Gewalt in Videospielen ein Problem ist":
YouTube
An dieser Stelle steht ein externer Inhalt von YouTube, der den Forumbeitrag ergänzt. Er kann mit einem Klick geladen und auch wieder ausgeblendet werden.
Wieso sollten die Hinterbliebenen dies haben, wenn es um Nachrichtensendermaterial(!) geht?
Ich will auch viel, hab aber kein juristisches Anrecht darauf.
Moral blabla ist irrelevant. Da es nicht "die Moral" gibt und jeder es anders definieren kann.
Der einzige der hier etwas zu sagen haben könnte ist der Rechteinhaber der Bilder (der Nachrichtensender) - welcher ein Zeitgeschehnis aufgezeichnet und hierüber berichtet hat.
Absolut dumm, dass hier CoD einknickt (wenn juristisch natürlich wasserfest, dass sie diese Bilder kommerziell Nutzen dürfen)...
So hart es klingen mag: Irgendjemand heult immer rum (und das kann für ihn auch extrem schlimm/verstörend sein), aber juckt, wenn es keine juristisch durchsetzbare Forderung ist sondern nur ein "Moralischer Wunsch".
Wenn ich ein WWI/WWII CoD oder Battlefield spiele, dann sind Videos in Zwischensequenzen vom eigentlichen Krieg/Schauplätze/Kampfhandlungen/Soldaten von damals schon logisch zum immersiven Erzählen der Geschichte. Daran stört sich "keiner"... (ggf. da auch zeitlich weiter weg).
Krieg generell hinterläßt bei mir nun eher ein mulmiges gefühl. Einfach durch das Tägliche nachrichten schauen sammt den aktuellen aktivitäten der Autokraten die das vorantreiben.
Kann bei mir aber auch am Alter liegen...
muss nicht sein in einem fiktiven spiel. aber es wird halt überall gespart, drum greift man auf fertige bilder zurück? wo fließen nur die ganzen einnahmen hin wenn nicht in die entwicklung?
....
Wenn die zukünftig KI-Generiert oder manuell 3D-Gerendert sind...
Wo hättte KI z.B. die Basisdaten gelernt?
Wo hätte der Programmierer, der manuell von Hand rendert, sich ´inspiration´ für sein Werk mit realem Texturfinish hergeholt?
Meiner Meinung nach gar nicht so interessant weil es halt schon immer so war.
Wo her soll ein Künstler oder eine Bildgenerator wissen wir ein eingestürztes Gebäude aussieht wenn er sich keine Dokumentation solcher ansieht?
Die Frage ist wie der Künstler damit umgeht.
Es is ja kein Problem wenn sich jemand der für einen Thriller einen imaginären Bombenanschlag sich an Aufnahmen des UNA Bombers orientiert solange er es nicht einfach 1 zu 1 nachbaut.
Was anderes ist wenn man die originalen Aufnahmen nimmt und sie für den Film verwendet (wie es hier im Spiel geschehen ist).
Bei einer Dokumentation oder einem "Biopic" ist das auch wieder was anderes aber das gibt es ja den entsprechenden Kontext dazu.
Dient es nur der Faulheit oder Profitoptimierung dann ist es nicht in Ordnung der Rahmenkontext ist wichtig
über den kann man diskutieren. Nicht darüber wie jemand lernt wie so was aussieht
Sowas ist seit Jahren gängige Praxis bei Filmen und auch Spielen, und ich finde das auch völlig legitim.
Aber bei allem gibt es irgend jemanden der sich daran stört und durch die sozialen Netzwerke gibt es dann ganz schnell eine Empörungsspirale...
@R++ nur weil deine moral Fragwürdig ist, müssen Hinterbliebene sich nicht alles Gefallen lassen. Das "dumme Einknicken" könnte man auch als Respektvoll bezeichnen.
Wobei wir hier von Activision sprechen. Da gabs sicherlich Möglichkeiten das anzufechten und das Entfernen war billiger. Abgesehen davon, der geneigte CoD Spieler hätte mutmaßlich sowieso nicht gewusst was genau da gezeigt wurde bzw. es ist ihm schlichtweg Scheißegal.
Die öffentlichen Diskussionen zu solchen Themen gab es schon immer! Bei Medal of Honor hatte es damals EA so weit getrieben, das einige Politiker hinterfragt hatten, wie nahe Videospiele überhaupt an die Realität kommen dürfen, während in den jeweiligen Ländern noch aktiv Soldaten Vorort sind.
Und da haben wir noch gar nicht angefangen, was man alles zu Six Days in Fallujah sagen könnte, wenn man sich einmal in die Materie einarbeitet.
Das Thema ist wie die Büchse der Pandora, deswegen bin ich ja verwundert, das bei Activision die Rechtsabteilung bei der ganzen Angelegenheit nicht sofort mit einem Gerichtshammer durch das Studio gegangen ist und den Leuten da auf die Finger geklopft hatte.
Auch wenn die Verwendung von echtem Material durchaus "üblich" ist (z. B. in Filmen/Serien) finde ich das nicht gut.
Wer an so etwas schlimme Erinnerungen hat, will das garantiert nicht in einem Produkt zur Unterhaltung sehen.
Ist aber halt passiert, und Activison hat meiner Meinung nach korrekt reagiert.