COD: Modern Warfare 4 im Test: Richtig gut, aber die Raytracing-Umsetzung ergibt keinen Sinn

Wolfgang Andermahr
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COD: Modern Warfare 4 im Test: Richtig gut, aber die Raytracing-Umsetzung ergibt keinen Sinn

Wie gut läuft die PC-Version von COD: Modern Warfare 4? Wir haben die Antwort im Test mit umfassenden Grafikkarten-Benchmarks mit AMD Radeon, Nvidia GeForce und Intel Arc. Und wir haben uns Raytracing und FSR Ray Regeneration im Vergleich zum Spiel-Denoiser angesehen. Ein Befund: AMD bietet mit RT die höchste Bildqualität.

Call of Duty: Modern Warfare 4: Die Technik der PC-Version

Call of Duty: Modern Warfare 4 hat wieder eine Kampagne! Demjenigen, der Call of Duty ausschließlich kompetitiv spielt, mag das zwar ziemlich egal sein. Viele von euch haben den üblicherweise zwischen fünf und zehn Stunden langen Solo-Ausflug im Vorgänger Call of Duty: Black Ops 7 (Test) aber schmerzlich vermisst.

Nun ist die Solo-Kampagne zurück. Und wer den Titel schon gekauft hat, kann den Einzelspieler-Modus seit letztem Freitag bereits nutzen. Der gesamte Inhalt inklusive Multiplayer wird ab kommenden Freitag, den 23. Oktober, zur Verfügung stehen.

COD lässt Last-Gen-Konsolen hinter sich

Optisch hat sich im Vergleich zum Vorgänger durchaus einiges getan. Unter anderem deswegen, weil die Last-Gen-Konsolen erstmals nicht mehr unterstützt werden, was der Optik gut getan hat. Die Hauptcharaktere sind sehr detailliert, die Animationen sind ordentlich und die Explosionen sind wie gewohnt fulminant. Insbesondere die Innenlevels zeigen sehr viele Details, was in Kombination mit der Raytracing-Beleuchtung sehr gut aussieht.

Doch auch der neueste Teil hat dabei ein ähnliches Problem wie die Vorgänger: In der richtigen Sequenz bei der richtigen Lichtstimmung sieht das Spiel extrem gut aus. Es gibt aber auch Lichtstimmungen, bei denen die Qualität sichtbar abfällt. Dasselbe gilt in den wenigen größeren Außenarealen, in denen sich zudem ein sehr aggressives LOD-Verhalten zu erkennen gibt. Das kann die Engine einfach nicht so gut.

Nichtsdestoweniger bietet die Kampagne insgesamt so einiges für das Auge. Auf dem Niveau der aktuellen Grafikreferenz Gears of War: E-Day (Test) liegt Modern Warfare 4 aber nicht.

Raytracing funktioniert nun in allen Spielmodi

Technisch hat die PC-Version von Call of Duty: Modern Warfare 4 einiges zu bieten. Raytracing gibt es für die globale Beleuchtung, Reflexionen, die Schatten und die Umgebungsverdeckung – und damit das gesamte „RT-Paket“ abseits von Pathtracing. Der wenig beliebte Vorgänger COD: Black Ops 7 (Test) hatte sich dagegen nur auf die Reflexionen konzentriert; und das auch nur im Multiplayer-Modus. In Modern Warfare 4 gibt es Raytracing im Multiplayer- sowie im DMZ-Modus und in der Kampagne – wo Raytracing auch hingehört.

Beim Upsampling gibt es ebenso freie Auswahl: DLSS 4.5 sowie FSR Upscaling 4.1 sind mit an Bord, dasselbe gilt für XeSS. In Sachen Frame Generation gibt es nur beinahe das volle Programm: DLSS 4.5 Multi Frame Generation 6× und FSR 4 Frame Generation sind mit an Bord, XeSS Frame Generation dagegen nicht. Dasselbe gilt für die Latenz-Techniken: Bei Nvidia Reflex und AMD Anti-Lag 2 gibt es ein „Ja“, bei Intel XeLL dagegen ein „Nein“.

Mit FSR Ray Regeneration – aber ohne DLSS Ray Reconstruction!?!

Interessanter, oder eher merkwürdig wird es bei den Denoisern fürs Raytracing. Zuerst einmal hat das Spiel einen eigenen Entrauscher, der mit allen RT-Modi und Grafikkarten kompatibel ist.

Doch der Denoiser arbeitet nicht mit den Super-Resolution-Varianten von DLSS 4.5, FSR Upscaling 4.1 und XeSS zusammen. Das bedeutet, dass auf modernes Upsampling verzichtet werden muss, wenn Raytracing mit dem Spiele-Denoiser aktiviert ist. Der Spiel-Denoiser funktioniert einzig und allein mit dem spieleigenen Upsampling „Filmisches SMAA T2X“. Das bietet zwar bei voller Auflösung eine ordentliche Qualität, ist bei reduzierter Auflösung aber weit unterlegen.

Wer eine Radeon RX 9000 besitzt, dem kann das allerdings egal sein. Denn für RDNA-4-Grafikkarten steht AMDs eigener AI-Denoiser FSR Ray Regeneration zur Verfügung. Er liefert ein deutlich besseres Ergebnis. Was dagegen nicht unterstützt wird, ist DLSS Ray Reconstruction. Der Vorgänger Black Ops 7 hatte das Feature noch, Modern Warfare 4 dagegen aber nicht mehr.

Die beste Bildqualität gibt es in Call of Duty: Modern Warfare 4 daher nur auf Radeon-RX-9000-Grafikkarten, denn nur mit diesen Grafikkarten lassen sich ein guter Denoiser (FSR Ray Regeneration, nur auf RX 9000) und ein gutes Upscaling (FSR 4.1 Super Resolution) kombinieren.

Die technischen Merkmale
Call of Duty: Modern Warfare 4 Eigenschaften
Entwickler Infinity Ward
Beenox
Publisher Activision
Engine IW 9.0
API DirectX 12
Nvidia Reflex ✓
Nvidia Reflex 2 Nein
AMD Anti-Lag 2 ✓
Intel XeLL Nein
HDR ✓
Widescreen (21:9) ✓ (Screenshot-Vergleich)
Kantenglättung Filmic SMAA T2X
Temporales Upsampling
Nvidia DLSS Super Resolution ✓ (DLSS 4.5 für Performance-Modus im Spiel
DLSS 4.5 komplett per Nvidia-App)
Nvidia DLSS Multi Frame Generation ✓ (6×)
Nvidia DLSS Dynamic-MFG ✓
Nvidia DLSS Ray Reconstruction Nein
Nvidia DLSS 5 Neural Rendering Nein
AMD FSR Upscaling ✓ (4.1 im Spiel)
AMD FSR Frame Generation ✓ (4.0 im Spiel)
AMD FSR Ray Regeneration ✓ (1.1 im Spiel)
Intel XeSS Super Resolution ✓ (1.3 im Spiel)
Intel XeSS Frame Generation Nein
Native Auflösung + Upsampling ✓ (DLAA, FSR, XeSS + SMAA Native)
Manuelles Nachschärfen ✓
Direkt zur Upsampling-Analyse
Raytracing
Globale Beleuchtung ✓
Reflexionen ✓
Schatten ✓
Umgebungsverdeckung ✓
Pathtracing Nein
Direkt zur Raytracing-Analyse
60 FPS im Benchmark ab (mit DLSS/FSR)
WQHD RTX 5060 / RTX 4060 Ti / RX 9060 XT / RX 7700 XT
UWQHD RTX 5070 / RTX 4070 / RX 9060 XT / RX 7700 XT
UHD RTX 5070 Ti / RTX 4070 Ti / RX 9070 GRE / RX 7900 XT
Direkt zu den Benchmarks
Release-Datum 16. Oktober 2026 (Kampagne)
23. Oktober 2026 (komplettes Spiel)
Preis zum Release 70 Euro
100 Euro (Vault Edition)

Widescreen im Kurz-Test

Die meisten Spiele unterstützen heute die beliebten Widescreen-Formate, alle Titel dann aber immer mal wieder doch nicht – oder auch nicht korrekt. ComputerBase hat folgende 2 Screenshots in der Auflösung 3.440 × 1.440 (UWQHD) sowie 2.560 × 1.440 (WQHD) aufgenommen, was dem 21:9- und dem klassischen 16:9-Format entspricht. Daran lässt sich erkennen, wie das Spiel mit Widescreen-Auflösungen umgeht.

Die offiziellen Systemanforderungen

Die Anforderungen der PC-Version
Die Anforderungen der PC-Version (Bild: Steam)

Das Grafikmenü im Detail

Eigenschaften
Grafik-Presets ✓ (Extrem, Ultra, Ausgewogen, Einfach, Minimum)
Einzelne Grafikoptionen ✓
FPS-Limiter ✓
Dynamische Auflösung ✓ (nur mit SMAA kompatibel)
Spieleigenes Up-/Downscaling ✓ / ✓
Spatiales Upscaling von AMD/Nvidia ✓ / Nein
FPS-Counter ✓
Sonstige Overlays ✓
VRAM-Auslastungsanzeige ✓
Live-Vorschau Nein
Vergleichs-Screenshots ✓
Detaillierte Beschreibungen ✓
Integrierter Benchmark ✓

Die Ladezeiten

Manche Spiele laden unglaublich schnell, andere wiederum benötigen eine schiere Ewigkeit. Mit einer Stoppuhr ausgestattet, misst die Redaktion die Ladezeiten ins Hauptmenü und dann von dort in die Testsequenz. Da Ladezeiten variieren können, wird dies insgesamt dreimal durchgeführt und dann ein Durchschnitt gebildet. Zwischen jedem Versuch wird der Rechner neu hochgefahren, sodass keine Dateien mehr im Cache vorliegen. Falls es abbrechbare Intros oder Videosequenzen gibt, werden sie weggeklickt, denn nur die reine Ladezeit ist wichtig. Sofern das Spiel bemerkbar einmalig Shader vorab kompiliert, wird dieser Lauf nicht in die Rechnung einbezogen. Die Zeit der Shader-Erstellung wird separat angegeben.

Dabei ist zu bedenken, dass ComputerBase einen High-End-PC besitzt, der unter anderem mit einem Ryzen 7 9800X3D und einer Seagate FireCuda 530 als PCIe-4.0-fähige NVMe-SSD ausgestattet ist. Entsprechend werden die Ladezeiten auf den meisten Systemen länger ausfallen. Die Werte hier sind nur zur Orientierung gedacht.

So schnell lädt das Spiel
In das Hauptmenü Vom Menü zur Testsequenz Shader-Kompilierung
59 Sekunden 10 Sekunden ✓ (einmalig, mehrere Minuten)

Steam-Kompatibilität

Wenn Spiele auf der Plattform Steam erscheinen, laufen sie auch oft auf der tragbaren Steam Deck und der stationären Steam Machine (Test) – oder DIY-Builds mit SteamOS. Und einige Spiele sind im Standalone-Modus auf Steam Frame (Test) lauffähig. Wie es um die Kompatibilität laut Valve zum Zeitpunkt der Testveröffentlichung gestellt ist, verraten wird hier. Den aktuellen Stand liefert die Steam-Store-Seite zu Call of Duty: Modern Warfare 4.

Aktuell hat Valve aber noch keine Einordnung zur Steam-Deck- und Steam-Machine-Kompatibilität für Call of Duty: Modern Warfare 4 bekanntgegeben.

Unsere Community-Benchmarks: Mach mit!
- Blender Benchmark (neu!)
- Gears of War: E-Day (neu!)
- 3DMark Steel Nomad + X
- Cinebench 2026
- Apple M1 – M6
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