mögliche Abzocke beim Objektivkauf?

  • Ersteller Ersteller reaper2k11
  • Erstellt am Erstellt am
R

reaper2k11

Gast
Bin kurz davor ein neues aber gebrauchtes Objektiv (1100 €) über das Internet zu kaufen. Der Verkäufer ist hobbymäßig Fotograf, hat aber ein Kleinunternehmen angemeldet.

Das Problem beim Kauf ist, dass er mir keine Rechnung mitschicken möchte, da er diese fürs Finanzamt benötigt (häh?).
Das nächste ist, dass er einen Besuch zum vort Ort anschauen und testen eher ablehnt, da er momentan keine Zeit hat und nächste Woche 3W im Urlaub ist.

Ich weiß ehrlich nicht was ich davon halten soll. Ist das ein Abzockversuch? Er hingegen hat schon ca. 100 Beiträge und schon ca 10 Käufe/Verkäufe über das Forum getätigt.
In seinem Impressum auf seiner HomePage ist keine Anschrift genannt, sieht jedoch im großen und Ganzen etwas professioneller aus.

Andereseits, benötige ich überhaupt eine Rechnung für Canon im Falle eines Garantieanspruchs? Das Objektiv selbst ist nur 3 Monate alt und wenig benutzt. Und außerdem, für WAS benötigt derjenige die Rechnung für das Finanzamt, wenn er das Objektiv nach dem Verkauf dann eh nicht mehr hat?
 
Wenn er Abholung ablehnt, würde ich nicht kaufen. Ganz einfach. ,)
 
Sehe ich auch so...sind ja keine 20€.....

Bei dem Preis solltes du drauf bestehen das du dir es vorher anschauen kannst/darfst...
 
Laß es lieber. Als Selbständiger kann er die Rechnung schon für´s Finanzamt (kann er absetzen) brauchen, das ist gar nicht so falsch. Aber wenn er Dir nichtmal eine Rechnungskopie zwecks Garantie geben möchte und anschauen auch nicht ist hört sich das irgendwie nicht sauber an. Das ein Impressum keine Adresse enthält käme mir auch seltsam vor, jedenfalls bei einem Selbständigen.

MfG
 
10 Verkäufe sind viel, 100 Beiträge eher wenig...

1100€ ohne irgendwelche Absicherungen (die es zB bei Ebay gibt) ist schon ne Hausnummer. Ungesehen würde ich es nicht kaufen.

Ohne Rechnung hast du eh keine Chance, siehe Garnatiebestimmungen bei Canon http://www.canon.de/Support/Consumer_Products/Imaging_EWS_warranty.aspx und außerdem gilt die nur 1 Jahr.
 
Er will das Objektiv wohl von der Steuer absetzen (bzw hat es bereits ohne Mehrwertsteuer eingekauft) , wenn der die Rechnung behalten will. Soweit ich weiß, ist das dann eigentlich Steuerbetrug, da er das Objektiv dann weder besitzt noch der Eigentümer ist...

Ich würde mir das Objektiv vorher auch unbedingt anschauen. Warum verkauft er es denn nach 3 Monaten? Hat es einen Front-, oder Backfokus? Dreck im Objektiv oder schlimmer, Kratzer?
 
Und außerdem, für WAS benötigt derjenige die Rechnung für das Finanzamt, wenn er das Objektiv nach dem Verkauf dann eh nicht mehr hat?

Ist doch offensichtlich, oder ? Er setzt das Ding als Selbständiger beim Finanzamt über die Steuer ab, bekommts also schon fast umsonst wenn Du so willst und Dir verkauft er das ganze nochmal für 1100€. Ist ein fetter Gewinn für ihn.

MfG
 
Also er hat das ganz normal mit den 19% UST gekauft und möchte das dann Steuerlich absetzen, damit er quasi 19% weniger gezahlt hat? Kenne mich ja generell nicht so Finanzamtmäßigen Sachen aus.
Laut Aussage sitzt der Fokus perfekt und gibt nirgends Probleme.
Ihm ist die Brennweite zu kurz und möchte was teureres kaufen.

Sind immerhin ca. 250 € weniger als Neupreis, das ist schon was.
 
Egal wieviel du sparst, lass es!
 
Unter Umständen kann er das Teil auch als Arbeitsmittel absetzten über zwei oder drei Jahre (ich kann das jedenfalls mit meinen Notebooks so machen) , dann hat er es quasi ganz umsonst bekommen + den Gewinn aus dem Verkauf. Bin mir aber nicht so sicher ob er das als Selbständiger vollständig absetzen kann.

MfG
 
Und er verkaufst dir dann wiederum ohne Mehrwertsteuer ? Hört sich irgendwie illegal an, oder nicht? Irgendwie wird da ja der Staat um viele € Mehrwert beschissen ? Ansonst würd ichs so auch nicht kaufen, wenn dann vielleicht mit Bezahlung auf Nachnamen.
 
Es ist Beschiss an allen Fronten. Wenn er das Objektiv als Gewerbetreibender gekauft hat und die Rechnung behalten will, ob der UST oder auch der Geltungsmachung als Arbeitsgerät. Großer Beschiss.

Und wenn er Dir so einfach mitteilt, er sein Gewerbetreibender. Dann muss er auch 1 Jahr Gewährleistung auf von ihm verkaufte Waren leisten. Aber vermutlich geschieht auch das an allen Büchern vorbei. Er kann es als Privatperson verkaufen, aber genau dann könnte er Dir auch die Rechnung geben. Weil er das mit seiner Firma dann verrechnen muss.

Ich würde die Finger von lassen. Vor allem auch, wegen des nicht sehen Könnens.
 
Gib doch mal die Homepage-Adresse ...
 
reaper2k11 schrieb:
Sind immerhin ca. 250 € weniger als Neupreis, das ist schon was.
Oder 1100 Euro weg wenn das Objektiv eine Macke hat...

1) Ansehen / Testen vor dem Kauf ist Pflicht wenn er schon in der Nähe wohnt.
2) Ich würde kein Bargeld mit zum Treffen nehmen / Eventuell einen Kumpel mitnehmen
3) Er soll dir eine Kopie seiner Rechnung machen und als Selbstständiger soll er dir eine Rechnung ausstellen

Wenn er dies ablehnt = Finger weg auch wenns in den Fingern juckt...
 
Also gerade bei Kameraobjektiven ist es doch so das die immer mal wieder für nen Appel und nen Ei rausgehauen werden. Mein Dad hat sich letztens erst ne Nikon gekauft wo noch nen extraobjektiv dabei ist das einzel über 1000€ kostet. Nikonkameras sind auch abwertskompatibel. Mein Dad hat auch mal alte Analoge Objektive auf seine DSR geschraubt und das funktionier wunderbar. Nur der Automatische Fokus geht glaub ich flöten. Also ich rate a) von dem unseriösen Verkäufer ab. 1100€ und man darf es vorher nicht testen? Ne Testreihe dauert doch nicht so ultra lange. Wenn er 1100€ verdienen will soll er sich mal ne Stunde investieren.
b) Ich würde wenn du das Objekt nicht dringend brauchst, den Markt beobachten und immer mal wieder bei Mydeals oder den Amazon Warehousedeals gucken.
 
Auch ich empfehle Finger weg, da hier einiges nicht passt. Sollte er im steuerrechtlichen Sinne Kleinunternehmer nach §19 UStG sein, heißt das das er die beim Kauf gezahlte Umsatzsteuer nicht als Vorsteuer geltend machen kann, da er selbst an das Finanzamt auch keine USt. abführt. Allerdings wenn er dies für seine Firma gekauft hat, wird das in seinen Bücher auftauchen müssen und da ist auch ein Verkauf zu dokumentieren ( durch eine Rechnung oder zumindest eine Quittung).
 
@XCatenaccioX: Was kostet denn das 300er 2.8 als gebraucht so ungefähr :D

Seine HP möchte ich nicht öffentlich preisgeben oder anschwärzen.

Er schreibt noch auf seiner HP:
Aufgrund des Kleinunternehmerstatus gem. § 19 UStG erheben wir keine Umsatzsteuer und weisen diese daher auch nicht aus.

Eine Kopie möchte er mir ebenso nicht anfertigen. Er meint nur recht trocken, dass ich mit ihm dann leider nicht ins Geschäft komme.
 
Zurück
Oben