News Möglichkeiten übertrieben dargestellt: Anthropic wegen zu geringer Limits bei Claude Max ver­klagt

mischaef

Kassettenkind
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Genau das hab ich schon mal thematisiert.. Der Kunde hat kaum Ahnung, wie komplex seine Anfragen sind und was die an Rechenleistung brauchen und die Firma legt irgendwelche Limits fest, die kaum nachzuvollziehen sind. Stößt man an diese Limits und will weiter arbeiten, muss man zahlen.. Perfektes Abzockmodell und endlich klagt mal einer..
 
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Das wär doch mal ein eindeutiger Fall für den Verbraucherschutz. And we know: don't mess with the german Verbraucherschutz!
 
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sehe ich nicht ganz so - im max x20 tarif ist man selbst mit fable 5 und sehr sehr extensiven arbeiten selten ans limit gestoßen. preis / leistung ist mehr als gegeben und gut meiner meinung nach.

ein urteil erlauben dürfen sich in dem fall nur user, die das tatsächlich auch selbst im eigenen workflow erleben. jemand der noch nie claude code benutzt hat und dann unkt (nur weil eine generelle anti-ki-einstellung vorhanden ist) - das wäre lächerlich.
 
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Was ich eher als Anlass zu einer Klage sehen würde, sind die gelegentlichen Endlosschleifen, in die Claude sich verrennt, was bei Agenten, die relativ autonom arbeiten, dann doch viel Nachkontrolle oder (eigentlich ja nicht erforderliche) Nutzeraufmerksamkeit erfordert. Was bringt mir eine höhere Anzahl von Tokens, wenn 30% meines Wochenkontingents von einer Session, die sich wild im Kreis dreht, verbraucht wird? Da müsste es eine bessere Erkennung für geben. Wenn du viermal 90° rechts abgebogen bist... nun ja.

Kurz gesagt: Anthropic müsste bei Claude kulanter/selbstkritischer mit dem selbstverschuldeten Zusatzverbrauch umgehen.
 
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fable, als es noch lief, und Opus neuerdings auch, gönnen sich oft pauschal 30 Prozent „Anfahrtskosten“ bevor irgendwas überhaupt los geht!
 
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Das ist aber auch nicht verwunderlich. Meiner persönlichen Erfahrung nach liegt es in der "Natur" wie Claude Probleme angeht. Während andere LLMs dazu tendieren erst einmal nur eine sehr oberflächliche (und leider bei Fachanforderungen völlig unbrauchbare) Antwort zu liefern, geht Claude dabei immer viel gründlicher vor und liefert fundiertere tiefergehende Antworten auch ohne endlos komplizierte Prompts. Das gilt weniger für Programmieraufgaben aber auch dort finde ich die Resultate besser. Insgesamt, gefällt mir das persönlich 1000 Mal besser, denn für eine einfache Grundschulaufgabe brauche ich den Agenten nicht.

Trotzdem kann ich dieser Klage auch eindeutig etwas abgewinnen. Es kann als Kunde nicht sein, dass man bei diesen KI-Agenten irgendwann einfach in ein relativ arbiträr wirkendes Limit läuft und währenddessen keine Ahnung oder Einschätzung zur Hand hat wie viele Tokens eine Anfrage in etwa braucht und wie viele man überhaupt im Abo bekommt. Natürlich wird das System haben. Ich gehe einmal stark davon aus, dass Anthropic das deswegen macht, weil die Tokens für gewerbliche API-Nutzer teurer sein werden als für Privatnutzer, wenn dieser ihn ausnutzt (gerade mit dem Basis-Tarif) und man das alles andere als an die grosse Glocke hängen möchte, weil so auch offensichtlich würde, dass diese Tarife so wohl nicht kostendeckend wären. Ausserdem sieht es stark so aus, als könnte Anthropic die Limits auch einfach anpassen, je nachdem wie viel Last die API-Kunden gerade auf den Servern verursachen. Das würde mit festen und klaren Limits natürlich weniger funktionieren.

Und nicht zuletzt dürfte es gerade bei den günstigeren Versionen auch eine psychologische Komponente geben. Wenn man weiss, dass man schnell mal in ein zufälliges Limit laufen kann, wird das die Anzahl der weniger nützlichen Anfragen aus Vorsicht massiv reduzieren. Für die Kunden ist es allerdings eine Frechheit und nicht mehr.
 
wieso ist es eigentlich nicht möglich, dass die KI transparent anzeigt wieviele tokens ca. mit dem aktuellen prompt verbraucht wurden?
 
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lazsniper schrieb:
sehe ich nicht ganz so - im max x20 tarif ist man selbst mit fable 5 und sehr sehr extensiven arbeiten selten ans limit gestoßen. preis / leistung ist mehr als gegeben und gut meiner meinung nach.
Schön dass das für dich okay ist, aber darum geht es ja überhaupt nicht. Es scheint ja darum zu gehen, dass der Tarif 20x vermeintlich 20 mal so viel bietet wie der pro Tarif. Laut Kahn ist das aber eben nicht so. Es geht hier also nicht darum, ob Anthropic die Preise zu hoch ansetzt, sondern ob es irreführende Produktnamen bzw, entsprechende Preise gibt und das kann ich durchaus nachvollziehen.
Das ist alles doch total undurchsichtig. Gerade wenn du per API per Token bezahlst, weißt du ja immer erst danach was der Spaß gekostet hat. Ziemlich geniales Geschäftsmodell, entsprechend verwunderlich, dass man trotz dieses Modells nur Miese macht ;-)
Ergänzung ()

mmdj schrieb:
wieso ist es eigentlich nicht möglich, dass die KI transparent anzeigt wieviele tokens ca. mit dem aktuellen prompt verbraucht wurden?

Im Nachhinein sieht man das doch.
Viel interessanter wäre es ja, das vorher zu wissen ;-)
 
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mmdj schrieb:
wieso ist es eigentlich nicht möglich, dass die KI transparent anzeigt wieviele tokens ca. mit dem aktuellen prompt verbraucht wurden?
claude code macht das bei jedem prompt. natürlich danach - eine glaskugel hat sie auch nicht um zu wissen wie viele sie vorher braucht.

Ergänzung ()

misterk87 schrieb:
Es scheint ja darum zu gehen, dass der Tarif 20x vermeintlich 20 mal so viel bietet wie der pro Tarif.
es scheint? hast du es ausprobiert? aus eigener erfahrung kann ich sagen dass das max x20 deutlich mehr bietet als max x5 - ob das jetzt genau der faktor ist, also 3 mal mehr, das hab ich natürlich nicht gebenchmarkt - warum auch - solang meine arbeiten ausgeführt werden und ich nicht ins limit rutsche, und preis/leistung perfekt ist?

ich zahle nicht per token mit credits, sondern nutze das abo.
 
Ich würde mich definitiv nicht beschweren, wenn die ganze Token-Thematik transparenter gestaltet werden würde.
Für meine Anforderungen reicht mir (aktuell) der normale Pro Tarif zwar aus, aber für zukünftige Projekte sehe ich die Tokens schon flott abbrennen.
 
lazsniper schrieb:
ob das jetzt genau der faktor ist, also 3 mal mehr, das hab ich natürlich nicht gebenchmarkt
Ja "es scheint", denn das steht im Artikel und genau darum wird ja nun vor Gericht gestritten. Um deinen Verbrauch geht es nicht. Es geht hier vielmehr um ein undurchsichtiges Angebot.
Wenn Mc Donalds nur noch 8 Chicken Wings in die 9er Box packt ist das ja auch nicht in Ordnung, auch wenn dir 8 Nuggets vielleicht vollkommen ausreichen.
 
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@misterk87 @lazsniper wo sieht man das? ich benutze copilot und habe opus.

wenn ich claude frage sagt er dass er sowas nicht kann. wie wird das bei euch angezeigt?
 
@mmdj wenn du claude code auf eigenem server ausführst, und per SSH drauf bist
 
Fliz schrieb:
Der Kunde hat kaum Ahnung, wie komplex seine Anfragen sind und was die an Rechenleistung brauchen und die Firma legt irgendwelche Limits fest, die kaum nachzuvollziehen sind. Stößt man an diese Limits und will weiter arbeiten, muss man zahlen
Das stimmt nur bedingt, dein Client ermittelt die Daten und überträgt diese, hier kannst du 100% des Inputs nachvollziehen der übertragen wird.
Auch kannst du 100% des Outputs nachvollziehen.

Beim Thema Cache (Serverseite) wird es nebulös, das ist halt nicht wirklich nachvollziehbar.

Problematisch wird der Thinking-Modus, hier "spricht" die KI mit sich selbst und generiert Token, auf die du nur bedingt Einfluss hast. Aber die Konversation selbst ist nachvollziehbar und damit prüfbar.

Den Thinking Modus kann man aber (je nach Modell) auch komplett deaktivieren, muss aber mit schlechten Ergebnissen leben.

Das größte Problem ist halt was ist "ein Token", dafür gibt es keine genaue Definition wie "das sind 47 Bytes". Das fällt halt je nach komplexität der Modelle unterschiedlich aus.

Was ein Token kostet ist allerdings wieder klar kommuniziert.

Was im Prinzip fehlt ist eine lokale KI, die ein grobe Einschätzung deiner Anfrage abgibt, bevor diese an den Server übermittelt wird. Aber das wäre auch wieder sehr ungenau.

Es bleibt eigentlich nur die eigene Erfahrung. Ich habe mit verschiedenen Modellen und Anfragen "gespielt", um ein Gefühl dafür zu bekommen was geht und was nicht geht, oder in welchem Umfang.

Wenn Zeit keine Rolle spielt, oder eine untergeordnete Rolle, dann kann ich die Verwendung von günstigen Modellen empfehlen. Modelle wie Deepseek, Minimax & Co. sind wirklich günstig und erledigen die meisten aufgaben, wenn auch langsam, wenn auch manchmal mit mehreren durchgängen.

Bei zunehmender Komplexität nutzt man halt bessere Modelle.
Oder man wählt einen Hybrid-Ansatz: Planung mit besseren Modellen, Umsetzung mit günstigeren (bin ich im Moment am testen, funktioniert bisher eigentlich ganz gut).

Per se teure Modelle für 0815 Aufgaben zu verwenden halte ich für absolute Geld- und Ressourcenverschwenung. Und die meisten Programmieraufgaben sind 0815.
Ich hatte bisher noch nichts wo ich dachte "hätte ich doch blos Mythos".

Ich bin immer wieder erstaunt, welche Unsummen manche im Monat so rauspfeffern, vor allem wen ich mir das magere Ergebnis dann angucke.
 
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lazsniper schrieb:
@mmdj wenn du claude code auf eigenem server ausführst, und per SSH drauf bist
das ist doch auch wieder so ein müll. sie könnten 100% grob angeben wieviele tokens man noch hat und was bereits verbraucht wurde.
 
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mmdj schrieb:
wieso ist es eigentlich nicht möglich, dass die KI transparent anzeigt wieviele tokens ca. mit dem aktuellen prompt verbraucht wurden?
Also mein Cline-Client zeigt mir das an.
Ich kann es auch im Backend von Deepseek oder OpenRouter sehen.
 
lazsniper schrieb:
es scheint? hast du es ausprobiert? aus eigener erfahrung kann ich sagen dass das max x20 deutlich mehr bietet als max x5 - ob das jetzt genau der faktor ist, also 3 mal mehr, das hab ich natürlich nicht gebenchmarkt -
Also machst du hier das, was du vorhin noch anderen verboten hast: werten ohne die Thematik selbst genau zu kennen ?

lazsniper schrieb:
ich zahle nicht per token mit credits, sondern nutze das abo.
Und trotzdem würdest du sicher auch wollen, dass dein 510PS AMG auch 510PS im Leasing-Abo hat oder ? Auch wenn du im Alltag eigentlich meist nur 250-300 PS nutzt und die "nur" 450 PS gar nicht bemerken würdest vermutlich ?

lazsniper schrieb:
warum auch - solang meine arbeiten ausgeführt werden und ich nicht ins limit rutsche, und preis/leistung perfekt ist?
Preis/Leistung "perfekt" ist wohl auch Ansichtssache - Anthropic hat die von allen Anbietern wohl undurchsichtigsten und den Kunden übervorteilendsten AGBs überhaupt. 😂
 
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